Interviewtime! USED4 stellt sich vor. Heute: Christian...

Wie lautet dein Name? Christian Farkas                     Wann und wie bist du zu USED4 gekommen?  Ich habe früher schon aufmerksam die Artikel von USED4.net verfolgt und habe dann im Anschluss des öfteren mit Niels geschrieben. Zu der Zeit hatte ich gerade den Turboumbau des Integras abgeschlossen. Als dann in einem Gespräch aufkam, dass ich wieder nach Japan fliege, fragte mich Niels, ob ich nicht Lust hätte, darüber einen Bericht zu verfassen. So kam das eine zum anderen. Welche Autos besitzt du aktuell (auch Alltag, Winter, Feld etc.)? Momentan habe ich als Daily einen Citroen C3, BAIC Senova Zhixing (das gemeinsam gekaufte Auto von mir und meiner Freundin in China) und als Auto der Leidenschaft einen Skyline R31 mit RB20DET.   Wie viele Autos hast du insgesamt schon besessen?  11 Stück, um genau zu sein. In der folgenden Reihenfolge: VW Polo6N2, VW Derby2, VW Polo 3F Steilheck, Jeep Grand Cherokee 5,2L V8, VW 2er Jetta, BMW E30 Touring, Chevrolet Aveo, Honda Integra, Citroen C3, Nissan Skyline R31, BAIC Senova Zhixing Leider habe ich früher von meinen Dailys eigentlich nicht wirklich Fotos gemacht, nur vom eingeschneiten E30 habe ich noch eins gefunden:                                       Und natürlich auch vom Integra Turbo: Warum gerade Autos? Was fasziniert dich so an diesem Hobby?  Am Anfang war es zugegebenermaßen vielleicht wirklich nur wegen der gespürten Coolness. Inzwischenzeit ist es eher wegen des Feelings und der Zeit, die ich dadurch mit meinem besten Freund verbracht habe. Was ich mit Coolness und Feeling meine, ist einfach erklärt. Ich fand es selber cool, und war davon fasziniert. Ich war zugegebenermaßen aber auch jemand, der gerne mal gepost hat. Das Verhalten hat sich dann aber schnell verändert, da mich das Gepose inzwischen selber zutiefst anwidert. Mittlerweile mache ich das Ganze nur noch für mich und genieße es einfach nur eine geschmeidige Ausfahrt zu machen und Zeit mit meinem Hobby zu verbringen. Welche Hobbys/Leidenschaften pflegst du abseits von Autos? Ich schaue gerne Animes in Originalsprache, mache RC Driften und Crawlen, Xbox Gaming und seit neuestem habe ich eine große Leidenschaft für das Dark Souls Board Game (Ja, ich bin auch soonst ein riesen Fan der DS-Reihe).   Den meisten ist es ja unangenehm, aber erzähl uns doch mal, was dein erstes Auto war.  Ein Polo6N2, ich wollte eigentlich damals einen Honda Civic haben. Aber meine Eltern hatten damals noch etwas Mitspracherecht. Und die Hondas, die wir uns angeschaut haben war einfach nur im schlechten Zustand. Am Ende wurde es dann ein Jahreswagen, ein originaler POL6N2 1,4L 16V. Ich konnte aber einfach nicht anders und habe ihn getunt, was ging (bis auf den Motor). Damals war die Optik auch zeitgemäß. ^^   Welches ist/war denn dein bestes Auto und warum? Es gab eigentlich kein bestes Auto, an jedem hatte ich etwas auszusetzen. An welche ich mich trotzdem gerne zurück erinnere, sind der 2er Derby, der Cherokee 5.2L V8 und auch der Integra. Der Derby deshalb, weil ich solche alten Autos einfach liebe und der VW eigentlich in einem hervoragenden Zustand war und sich lustig fuhr. Der Cherokee, war von all den Autos einfach eine Klasse für sich. Mit dem Auto haben wir jede Menge Blödsinn angestellt. Keine zu unterschätzende Rolle spielte dabei, dass der Auspuff zwischen Mittelschaldämpfer und Endtopf durchgefault war und der Sound dadurch einfach extrem wurde. Der Integra war zwar eine permanente Baustelle, aber mit diesem bin ich einige Male beim Reisbrennen beim freien Fahren dabeigewesen, eine für mich einfach eine unvergessliche Erfahrung.   Und das schlimmste? Chevrolet Aveo! Mit Abstand der größte Mist, den ich je gefahren bin.   Wenn Geld keine Rolle spielen würde: Welche(s) Auto(s) wäre(n) noch in deiner Garage? Früher hätte ich möglicherweise Skyline GT-R oder etwas ähnliches hier reingeschrieben. Aber wenn ich jetzt wählen müsste, wären die ersten Autos wahrscheinlich: Lancia...

Interviewtime! USED4 stellt sich vor. Heute: Andy

Dein Name Andy   Wann und wie bist du zu USED4 gekommen?  Ich habe vor ein paar Jahren angefangen, manchmal Beiträge über Treffen, Car-Features und ähnliches für unser Supra-Forum (www.jza80.de) zu schreiben. Da USED4-Oberhäuptling Niels ein Freund von mir ist, kam die Idee auf, die Supra-Artikel auch hier zu veröffentlichen und schlussendlich bin ich im letzten Jahr Teil des Teams geworden, da ich auch hin und wieder Beiträge parat habe, die nicht auf eine Supra MKIV spezifische Seite passen. Ich kannte also einfach einen der Chefs von dem Laden hier. 😀   Welche Autos besitzt du aktuell (auch Alltag, Winter, Feld etc.)? Aktuell ist die ganze Auto-Situation etwas out of control. Neben meinem geliebten Supra MKIV und der Silvia S15 besitze ich noch mein eigentliches Alltagsauto, einen Passat 3B 1,8 T Highline und ein Erbstück, einen völlig ausstattungsbereinigten Ford Focus 2 mit wahnwitzigen 80 PS und Newtonmetern höchstens im zweistelligen Bereich. Die beiden letzteren sollen aber in nächster Zeit den Fuhrpark verlassen und durch etwas sinnvolles cooles ersetzt werden, um die Situation etwas zu entschärfen.   Wie viele Autos hast du insgesamt schon besessen?  Gerade einmal neun bisher, die aktuellen eingerechnet. Andere in meinem Alter hatten schon 20 Autos oder mehr. Ich fühle mich also irgendwie, als hätte ich die Situation doch noch ein wenig im Griff.   Warum gerade Autos? Was fasziniert dich so an diesem Hobby?  Ehrlich gesagt: ich weiß es selbst nicht. Das ging, wie bei wohl jedem, in frühester Kindheit los. Das ist zwar die langweiligste Story der Welt, aber eben die Wahrheit. Mich hat das alles nie losgelassen und da ich eh lieber alte Autos mag, hole ich eben das nach, was man als Kind/Jugendlicher nicht kaufen konnte: die automobilen Helden meiner Kindheit und Jugend! Abgesehen davon haben die Autos selbst in diesem Hobby inzwischen fast nur noch eine Nebenrolle eingenommen, weil ich durch Autos weltweit so viele tolle Menschen kennengelernt habe, die ich zu meinen Freunden zähle. Das ist eigentlich das beste daran.   Welche Hobbys/Leidenschaften pflegst du abseits von Autos?  Zum Glück nichts zu zeitaufwändiges. Sport als Ausgleich zum Alltag, Musik und Konzerte sind irgendwie fast selbstverständlich bei jedem jüngeren Menschen, dazu habe ich im Winter manchmal noch Modellbau als Nerdhobby Level 9999. Möchte aber gern nächstes Jahr ein wenig mehr Wassersport betreiben. Andererseits bin ich auch immer für einen 826stündigen Serienmarathon zu haben.   Den meisten ist es ja unangenehm, aber erzähl uns doch mal, was dein erstes Auto war.  Ein 1997er Ford Escort. Ein Alptraum von Auto, gefühlt alle 5000 km waren die Radlager defekt und auch sonst war es nicht gerade die Spitze von dem, was man optisch und technisch als das Highlight der Automobilindustrie bezeichnet. Aber er hat mich dennoch 6 Jahre lang und knapp über 100 000 km nicht wirklich im Stich gelassen und hatte immerhin ein gekürztes KW-Fahrwerk. Heute sieht die Kiste natürlich todespeinlich aus, aber 2008 war Stickerbomb eben noch der absolute Obershit!     Welches ist/war denn dein bestes Auto und warum? Nach wie vor der Supra MKIV. Ein Auto, welches einfach alles perfekt kann: Egal ob zwei Stunden Vollgas auf der Autobahn Kasalla machen, es dank Tempomat und Sitzheizung (theoretisch) fast uneingeschränkt im Alltag nutzen, eine Runde über die Nordschleife donnern, oder bei schönem Wetter mit offenem Targadach herum rollen, ohne ein einziges Mal Gas zu geben: dieses Auto meistert einfach alles. Schade nur, dass man inzwischen auf Grund des gestiegenen Wertes eher seltener als öfter damit fährt.   …und das schlimmste? So leid es mir tut und so sehr ich Mercedes-Benz auch seit meiner frühesten Kindheit liebe: das war ein C 200 CDI, W 202, Baujahr 1999. An sich ein wirklich tolles Auto mit Automatik und etwas Ausstattung. Dumm nur: mir erschien es relativ klug, den Wagen mit einer nicht zu geringen Laufleistung von knapp 270 000 km ohne jegliche Servicenachweise vom Dönermann um die Ecke (kein Scherz) zu kaufen. Was Rost betrifft, war der Wagen...

Reisbrennen 2k19 Edition...

Alle Jahre wieder…   Ich glaub’, es geht schon wieder los.     Reisbrennen, Reisbrennen, immer wieder Reisbrennen. Soll man allen Ernstes jedes Jahr aufs Neue einen Artikel über das gleiche Autotreffen schreiben? Sollen vielleicht nicht, aber ich werde es wohl trotzdem tun.       Es ist auch kein Jahr wie das andere. In der Regel versuche ich von Freitag bis Sonntag zu bleiben. Manchmal geht das nicht und es wird leider nur ein Tagesbesuch. Aufgrund verschiedener unbekannter Variablen im Vorfeld, war ich also dieses mal wieder nur zu Besuch.       Um möglichst viel vom Tag zu haben, wurde unter meinen Mitreisenden eine Absprache getroffen: 6 Uhr Abfahrt in Berlin. Meine Unfähigkeit, einen fahrbaren/zugelassenen Japaner bereit stehen zu haben, führte dazu, auf den Daily ausweichen zu müssen. Mehr Türen und Klimaanlage, dafür parken am ArschDerWelt. Gemischte Gefühle zu dem Thema.     Plan für nächstes Jahr: Mit dem SX zum Reisbrennen von Freitag bis Sonntag. Freitags nicht zu tief ins Glas schauen, um möglichst viel vom Samstag zu haben, um abends moderat in den Sonntag zu trinken, entschuldigung, zu tanzen. Das klappt. Bestimmt. Doch, Doch.     On the ‘gram gingen schon im Vorfeld Gerüchte um, dass ein gewisser Jean-Pierre K. am Treffen teilnehmen würde. Ob durch die Stille Post aus “Die Supra MKV von JP ist auf dem Reisbrennen” vielleicht ein “Der JP ist dieses Jahr auf dem Reisbrennen” gemacht wurde oder der gute Mann tatsächlich anwesend war, blieb für mich ein Rätsel. Wobei, übersehen kann man ihn ja eigentlich nicht. Die (ja ich sagte die) Supra war auf jeden Fall sehr lässig. Und das am besten bewachte Auto RB 2k19 Edition.     Zum großen Bedauern meines Trommelfells waren auch die Jungs vom Wankelshop wieder mit ihren straight piped...

Lancer Evolution V Time Attack

Wer in den 90ern groß geworden ist und seine Zeit mit Gran Turismo und Colin McRae-Rally totgeschlagen hat, kennt den Mitusbishi Lancer Evolution V – kurz EVO5 – als flotten Allradler aus Fernost und als natürlichen Feind des Subaru Impreza (WRX) STI. So wie Cowboys VS Indiander zählen die beiden Allrad-Turbo-Viertürer von Mitsubishi und Subaru zu den klassischen Duellanten im Motorsport, allem voran der World Rally Chamionship-Serie (WRC). Dass der EVO5 auf Asphalt ebenso schnell unterwegs ist, zeigt eindrucksvoll dieses Time Attack Monster, das sowohl auf normalen Straßen wie auch der Rennstrecke bewegt wird. Der gute alte 4G63T drückt seine Leistung übers AYC Allradsystem in den Asphalt und holt sich für gute Rundenzeiten Hilfe bei der umfangreichen Verspoilerung. Kleinere Flaps an der Frontschürze, ein massiver Heckflügel und die sonstige aerodynamische Verkleidung des EVO5 sind mehr Zweck als nur Show. Mit einem KW Clubsport Fahrwerk bleibt der ganze Spaß auch in der Spur. Der Arbeitsplatz fällt rennsporttypisch spartanisch aus. Ein Käfig zieht sich durchs Wageninnere, die Schalensitze drücken das Gewicht etwas nach unten und sorgen zusätzlich für mehr Seitenhalt. Passagiere haben einzig auf dem Beifahrersitz die Chance, einige Runden mitzufahren. Vertürig, aber zweisitzig sozusagen. Die großen Alcon 6 Kolben Sättel mit ganzen 365mm an der Vorderachse sorgen für die nötige “Stoppingpower”. Hinten gesellen sich nochmals zwei Alcon Sättel mit je 4 Kolben und Scheiben in 330mm dazu. Wer diesen flotten EVO 5 gerne in Action erleben will, sollte sich zu den vielen Time Attack Veranstaltungen und Trackdays im deutschsprachigen Raum begeben. Auch in Hockenheim ist die gelbe Gefahr ein immer wieder gern gesehener Gast. Das klassische Heck mit seinen prägnanten Rücklichtern und dem großen Flügel stellt direkt klar: Beim Lancer findet man definitiv mehr Krawall unter dem Blechkleid. Nach fünf weiteren Generationen wurde mit dem EVO 10 und einigen Exemplaren der “Final Edition” ein Schlusstrich unter die Erfolgsgeschichte gesetzt. Kenner sagen heute noch, dass die Reihe mit dem EVO 4, 5 und 6 auf ihrem Zenit war. Vielleicht waren diese Modelle nicht die stärksten und schnellsten, aber boten die größte ungefilterte Action bevor allerhand Gimmicks und Assistenzsysteme den Weg in die Automobilwelt fanden. Robert Kwiecien – USED4.net...

Ferrari Dino 308 GT4 Racer

In den 50er und frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die italienische Autowelt – zumindest aus der Sicht Ferraris – noch in Ordnung: Die Italiener waren im Rennsport eine feste Größe, die roten V12 Sportwagen aus Italien galten als Inbegriff von Luxus und Sportlichkeit, die Konkurrenz von Maserati und Alfa Romeo war nicht ganz auf Augenhöhe unterwegs und Lamborghini fuhren in der Regel noch auf irgendeinem Acker herum. Doch ehe man sich versah, klopfte Anfang der 70er Jahre die Ölkrise an die Tür, Maserati, DeTomaso und Lamborghini warfen mit dem Pantera, Bora und Uracco einen Satz konkurrierender V8 Sportler auf den Markt und Ferrari konterte mit einem V8 befeuerten 308 Dino GT4, was für die Fachwelt und wahre V12 Ferraristi ein absoluter Schock war. Was vor Jahren oft verschmäht wurde, hat sich heute als beliebte Rarität entpuppt und so freut man sich unsererseits dann auch mal einen Dino im Rennkleid anzufinden, der auch vom Besitzer auf zahlreichen Trackdays und Veranstaltungen über die Piste gescheucht wird. Wilde Pferde brauchen halt auch zuweilen Auslauf. Dass hier nichts nur reine Show ist demonstrieren schon auf den ersten Blick die breiten Slicks im Format 30/65-18. Die Vierkolben-Brembo-Anlage sorgt für die notwendige Stoppingpower. Die offenen Vergaser schlürfen im Heck die notwendige Luft für das 290ps starke V8 Aggregat durch die Einlässe, um den gerade mal 1100kg leichten Renner auf Geschwindigkeit zu bringen. Konsequenter Leichtbau bedeutet hier, dass rundherum Glasfaser verbaut wurde und das vormals luxuriöse Interieur sportlicher Spartanität weichen musste. Wie es sich für einen vernünftigen sportlichen Arbeitsplatz gehört, ist hier auch alles nur aufs nötigste reduziert. Mehr als Temperatur, Öldruck, Drehzahl und Laptimer braucht es ohnehin nicht. Den roten Drehzahlbereich markiert hierbei ein eleganter Klebestreifen. Der modifizierte 3.2l V8 sorgt mit seinen offenen Vergasern für die passende Hochdrehzahl Beschallung. Schließlich soll man auf den Zuschauerrängen ja auch was davon haben. Abschlepphaken muss sein. Schließlich drehte der Renner in seinem Leben viele Rennsport Runden und macht mit kleinen Details nochmals deutlich, dass es sich um einen Italiener handelt. Es macht immer wieder Freude zu sehen, dass italienische Sportwagen nicht nur vor der Nobeldisco Halt machen, sondern auf der Rennstrecke zu Hause sind. Traditionsbewusstsein heißt hierbei, dass der Besitzer sich auch tatsächlich der eigentlichen Wurzeln bewusst ist: Nämlich des Motorsports. Gerne sollten sich die ein oder anderen Fahrer von Nobelsportlern erneut auf selbiges zurückbesinnen. Auch wenn es nur für einen gemütlichen Trackday reicht. Aber das ist dann auch schon mal ein Anfang. Robert Kwiecien – USED4.net An dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschön an das Team Schuttenbach für die tolle Möglichkeit diesen Renner vor die Linse zu...

Trackday: High Plains Raceway

Des Amateurrennfahrers Lieblingsbeschäftigung ist zweifelsohne der regelmäßige Trackday, an dem man sein großes Spielzeug über die Strecke schubsen, mit den Kumpels ein paar launige Kopf-an-Kopf-Rennen und eine Hand voll schneller Runden abspulen kann. Da es dazu freilich einer abgesperrten Strecke bedarf, ist dies oft teuer und mit langen Anreisen verbunden. Sehr praktisch wenn – wie in diesem Fall – die Jungs aus der Region um Denver Colorado herum, direkt eine Rennstrecke vor der Tür haben, die mit engen Kurven, hügeligen Passagen, schnellen Geraden und fiesen Korkenziehern alles bietet, was man sich als ambitionierter Herrenfahrer so wünscht. Dabei blickt dieses Stück Asphalt auf eine noch sehr frische Geschichte zurück. Nachdem man in 2005 kurzer Hand durch Schließungen einige sehr beliebte Kurse in der Region verloren hat, tat sich eine Hand voll Autoclubs zusammen, brachte 2 Mio. USD auf und asphaltierte nach etwas längerer Grundstückssuche und viel Papierkram innerhalb von gerade mal sieben(!) Wochen eine Rennstrecke in die Landschaft. Dort wo keine Nachbarn herumdemonstrieren, sich niemand beschwert und keine schutzbedürftigen Rotschwanzmolche leben, liegt der High Plains Raceway. In aller Frühe werden wir von den Organisatoren begrüßt, zum Drivers Briefing gebeten und stellen schnell fest, dass man an diesem Tag allerhand Autos auf der Strecke vorfinden wird, die man in dieser Mixtur selten sieht. In den USA wird einfach alles auf eine Rennstrecke gesetzt, was vier Räder hat. Von alten US Muscle Cars, über günstige MX5, andere schnelle Japaner, ebenso schnelle Bayern, Exoten wie etwa klassische Formel Autos bis hin zu einer werksfrischen S-Klasse und einem Maserati Ghibli, haben wir so ziemlich alles auf der Strecke gesehen, was irgendwie eine gute Runde abspulen kann. Mit meinem langjährigen Freund Dave kutschierten wir einen heftig getunten S2000 zur Rennstrecke, der mittlerweile nach einigen Umbaumaßnahmen gute 300 Sauger PS ausspuckt und jenseits der 12k rauf dreht, als gäbe es keinen Morgen. Schnelle Runden sind da garantiert, sofern man erstmal die pfeifenden Rennbeläge auf Temperatur gebracht hat. Doch da wären natürlich noch die anderen Exoten auf dem Track. Seien es Ariel Atom, flotte Subarus, waschechte Trackfahrzeuge oder teure Porsche Rennwagen. Jeder findet seinen Platz auf dem technisch anspruchsvollen Kurs und man kann sich nie festlegen, in welcher Kurve es gerade spannender zugeht. Zweikämpfe, kleine Duelle, freundliche Überholmanöver und viel Motorenlärm sorgen für einen tollen Trackday bei bestem Wetter. Abseits des Asphalts wird zwischen den einzelnen Sessions geschraubt, getankt, gequatscht und man erlebt eine herzliche und freundliche Stimmung. Wer hier mal Shotgun fahren will, der muss nur fragen. Ebenso stehen die Fahrer auch technischer Neugier Frage und Antwort und zeigen gerne ihre Schätzen her. Was mich bei diesem Trackday begeistert, ist die ausgelassene Stimmung und besonders die abgefahrene Mischung der unterschiedlichen Autos. Von der völlig fertigen Rennhure bis zum teuren McLaren fand sich so ziemlich alles auf der Strecke. Und das Kopf-an-Kopf und ohne Ärger. Da fährt dann auch mal die S-Klasse über den Track und die Fahrer zeigen, dass auch die teuersten Schlitten am Ende des Tages auch nur Autos sind. Und die wollen auch mal auf die Rennpiste. Fair enough. Text und Bilder Robert Kwiecien –...

Drift United 1. Lauf 2015 – Fast Car Festival...

MORE CARS? MORE BATTLES? MORE DRIFTS? DRIFT UNITED! Im Rahmen des diesjährigen Fast Car Festivals, fanden sich letztes Wochenende auch die Fahrer der DRIFT UNITED Drift-Serie auf dem Lausitzring ein, um in der ersten Runde der noch recht jungen Drift-Saison 2015 gegeneinander anzutreten. THE HEAT IS ON! Neben der sehr anspruchsvollen Streckenführung durch TURN 2 des Eurospeedway Lausitz, stellten auch die extremen Temperaturen eine große Herausforderung für Mensch und Maschine dar. Bereits am frühen Samstagmorgen kletterte das Thermometer auf 25° C. Im Tagesverlauf erreichten wir Spitzenwerte von knapp 36° C im Schatten, von dem es nicht besonders viel gab. Vielleicht war das auch, neben der weiten Entfernung zur Strecke, der Grund für die sehr überschaubare Zuschauerzahl bei diesem Event. Der Motivation der Fahrer hat dies aber keinen Abbruch getan. Ehrgeizig und voller Elan griffen die Boys & Girls bei kochendem Asphalt ins Lenkrad und kämpften sich durch die Hitzewellen der Niederlausitz. Beim Briefing vor dem Qualifying vermittelten Martin Montag (good cop) und Axel Mack (bad cop) den Fahrern nochmal ihre Erwartungshaltung in Sachen Winkel, Linie und Speed. So einer Ansprache gilt die volle Aufmerksamkeit, da das Umsetzen der Ansprüche der Judges am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. BRING THE NOISE! Von den insgesamt 28 für den Wertungslauf genannten Fahrern, konnten leider nur 16 am Qualifying teilnehmen, womit sich jeder für die TOP16 qualifiziert hat. Am Nachmittag ging es dann bei brütender Hitze bei den Battles zur Sache. Einige Fahrer konnten aufgrund technischer Schwierigkeiten leider nicht antreten und so fuhren am Ende etwa 14 Fahrzeuge um den Sieg beim ersten Wertungslauf der DRIFT UNITED Serie 2015. Der TOYOTA Chaser vom Oversteer Drift Team (pilotiert von Tim & Jule Brachwitz) konnte dank 1JZ mit etwa 320PS mit schönen Drifts überzeugen. Team Rowdy Vollgas-Frau Francesca...

Nürburgring Drift Cup 2015 Runde 1...

Zwei Wochen sind vergangen und mir klingelt es immer noch ein bisschen in den Ohren. Der diesjährige Nürburgring Drift Cup hat am Osterwochenende seinen lautstarken Auftakt gefunden und wir freuen uns schon jetzt auf die zweite Runde. Nun wollen wir uns aber erst mal ansehen was bisher geschah… Während das Wetter am Samstag noch einige Überraschungen wie Schnee und eisige Kälte für das Fahrerlager bereithielt, sah es am Sonntag und Montag deutlich freundlicher aus. Die Zuschauer waren super drauf und bekamen für überschaubare 25.- € Eintritt (für das ganze Wochenende) einiges zu sehen. Driften ist ein absoluter Zuschauersport und auf kaum einer Strecke hat das Publikum einen so guten Einblick auf das Geschehen wie auf der Müllenbachschleife des Nürburgrings. Gedriftet wurde dabei wieder die beliebte Kombination aus Michael-Schumacher-S und “klein Monaco” bis zur Ford-Kurve. Von der großen Steintribüne am Michael-Schumacher-S hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Strecke und verpasst keinen Augenblick der spannenden Battles. Als Sieger ging dieses Jahr Remmo Niezen nach einigen aufregenden Zweikämpfen hervor. Der routinierte Niederländer bestach durch schnelle Entrys mit viel Winkel und einer Linie die den Judges gut gefallen hat. Das Finale Battle gegen Laurent Cousin hätten manche Zuschauer vor dem Livestream von FORMAT67 sicherlich anders bewertet, aber alles in allem waren die Drifter  mit der Leistung der Judges Andy Jaenen, Dominik la Roche und Vernon Zwaneveld sehr zufrieden. Unterm Strich war es wieder ein fantastisch organisiertes und durchgeführtes Event. Vom Drift Cup, welcher von Andy Jaenen (Skylimit Events) veranstaltet wird, kann der Drift Sport in den nächsten Jahren noch einiges erwarten. Hier geht es schon jetzt sehr viel professioneller zu als es in anderen Serien jemals sein wird. Die ersten 50 Platzierungen der ersten Runde im Überblick: Platzierung / Fahrer / Nationalität / Fahrzeug / Punkte...