Wie man in 2021 mit 5 einfachen Schritten ein perfektes Auto-Wochenende verbringt...

Ihr habt Freunde mit schönen Fahrzeugen, die etwas verteilt wohnen, aber wisst nicht, wie ihr ein tolles, gemeinsames Wochenende verbringen könnt? Die Autos sollen mal wieder bewegt werden und alle sollen eine gute Zeit haben, aber ihr fragt euch, wie ihr das umsetzen könnt? Ihr müsst nicht länger im Internet suchen, oder den Schwippschwager fragen, wie er das mit seinen Zafira Freunden Westmünsterland e. V.* immer macht. USED4 hat die Lösung! Mit unserem “How To” könnt auch ihr das in 5 Schritten ganz einfach umsetzen.   1. Haltet euch an die Regeln! Diesen Punkt halten wir kurz, wir sind schließlich ein Auto-Blog. Haltet euch aber dennoch an die derzeit gültigen Regeln, welche im entsprechenden Bundesland gelten und stellt sicher, dass alle Friends gesund sind. Übertreibt es auch bei der An- und Abreise nicht. Ihr wisst ja, welches Bild das bei den Ortsansässigen hinterlässt. Außerdem ist der Weg ja das Ziel, oder?   2. Wählt eine passende Location! Mietet euch eine Unterkunft, in der alle Personen unterkommen können und vielleicht auch, wo die Infrastruktur der Region etwas hergibt und die Anreise für alle relativ gleich weit ist. Unsere Tipps hier wären zum Beispiel der Schwarzwald, vielleicht eine Seenplatte in Mitteldeutschland, oder, wie in unserem Fall, die wunderschöne Eifel. Die Landschaft ist einfach traumhaft und wäre auch toll für einen Fahrrad Familienurlaub. So ganz nebenbei hat die Region den minimalen Vorteil, eine die geschichtsträchtigste Rennstrecke der Welt zu beherbergen – die Nürburgring-Nordschleife. Auf den Parkplätzen rund um die Strecke gibt es immer etwas zu entdecken, wie dieses flache C 63 AMG Coupé der Baureihe C 204… …oder die ein oder andere Youtube-Berühmtheit. Shmee hat den Ring im Taycan Turbo S auch mehrfach umrundet und vorher eine ausgiebige Deutschland-Tour gemacht. Wer sich für alternative Antriebe und die Lade-Infrastruktur interessiert, sollte...

Sommer in Polen (Ultrace und Next Level Summer Drift Camp)...

Wer an einen perfekten Sommer in Polen denkt, sieht sich selbst vermutlich mit einem Cocktail an der polnischen Ostsee in Swinemünde am Strand liegen, oder einen coolen Städtetrip nach Warschau, Breslau oder Krakau unternehmen. USED4 bringt den polnischen Sommer eher mit supertiefen Autos und Gummiabrieb in Verbindung. Glücklicherweise konnte man das alles gleich bei zwei Events hautnah erleben. Zum einem beim Ultrace, dem bekanntesten und besten Stance-Event Europas, sowie dem Next Level Summer Drift Camp.   Ultrace 2021   Wer hier jetzt einen standardmäßigen Artikel über das inzwischen in Ultrace umbenannte Stance-Event der Extraklasse erwartet, der irrt. Zugegebenermaßen waren die ausgestellten Show-Autos wirklich eine Augenweide und es gab vieles live zu sehen, was man sonst nur von den bekannten Social-Media-Kanälen kennt. Unsere Anreise hatte jedoch einen anderen Grund: Kumpel Willi ist mit seinem Toyota Chaser JZX 100 auserwählt worden, Teil der Driftshow zu sein. Also haben wir gemeinsam einen Männer-Trip unternommen und ihn supportet. Bei unser Ankunft am Freitagabend am Stadion in Breslau wurden wir bereits mit reichlich Eye-Candy in Form der angereisten Drift-Autos begrüßt.     Doch nicht nur da wurde wieder in den Sinn gerufen, wie toll Polen eigentlich ist. Auch die Stadt Breslau selbst ist äußerst sehenswert und wirklich wärmstens für einen Besuch zu empfehlen.   Am nächsten Morgen waren wir bereits sehr früh, vor allen Besuchern, vor Ort. Zeit, sich einen Überblick über die doch sehr enge Strecke zu verschaffen. Diese wird künstlich mit platzierten Reifen und Betonmauern angelegt und führt über einen Parkplatz am Stadion vorbei. Die Skills und Balls der Fahrer waren also wirklich gefordert. Bei meiner Mitfahrt ist mir noch mehr bewusst geworden, wie eng diese Strecke eigentlich ist. Leider ist auch Willi im Verlaufe des Vormittags eingangs der ersten Kurve ein Fehler unterlaufen, der mit dem Heck...

MX5 Turbo – Schnell offen

Felix und sein Äm Ix – Wer jetzt befürchtet, dass nun ein lustiger Reim folgt, kann beruhigt sein: Hier geht es nicht um ein Gedicht, sondern um ein großes Ziel, seine Verwirklichung und die Hürden auf dem Weg dorthin. Und wie jede gute Geschichte beginnt es mit: Es war einmal… …ein junger, ambitionierter Mann, der sich einen schicken Mazda MX5 der ersten Baureihe NA anlachte. Baujahr 1994 und 140.000 gelaufen in erstklassigem Zustand. Mit 115 PS aus dem drehfreudigen 1.6 Liter 16V. Nett oder?   Das fand Felix auch, aber ein Punkt war absolut inakzeptabel: Die Serienhöhe. Vom Hochhaus zum Flachdachbungalow ging es dann im Handumdrehen mit einem KW Variante 1. Und wenn er dafür eh schonmal die Räder abgebaut hatte, warum sie dann wieder draufstecken? Besonders, wenn es doch auch viel nettere AZEV A in 7,5 und 9×16 gab? Diese stammten zwar ursprünglich von einem e30 und benötigten einiges an Bördelarbeit, aber so konnte er erstmal an die Öffentlichkeit gehen: Schön satt. Aber Felix ist auch nur ein Mensch und so wuchs in ihm der Wunsch nach etwas Mehrleistung von Tag zu Tag. An den Serienmotor wollte er sich aber gar nicht erst wagen, da der MX5 vorerst fahrbereit bleiben sollte. Da lief ihm zufällig dieser 1.8 16V Turbo aus einem Mazda 323 GT-R über den Weg: Der Block ist identisch zum 1.8er im MX5, also wird es schon irgendwie passen, auch wenn man von Quer- auf Längsmotor umbauen muss. So dachte Felix und der Spaß begann. Nach einem halben Jahr Recherche und Schrauben am neuen Motor, war es dann soweit: Mit Hilfe seines Kumpels Markus Gottschall, wurden Karosse und Motor samt revidierter, gestrahlter und gepulverter Achsen verheiratet. Am schwierigsten war dabei, den Quermotor auf Längslayout zu ändern, auch wenn viele Teile vom 323 und MX5 identisch sind. Aber mit der Hilfe von SPS-Motorsport und der großen Miata-Community gelang es , den Antriebsstrang so vorzubereiten, dass die Heirat ohne größere Schmerzen klappte. Wie man auf einem der Bilder schon erkennen kann, bekam der MX5 auch größere Radausschnitte und Overfender verpasst. Felgen (mittlerweile schwarz lackiert und vorne von 7,5″ auf ebenfalls 9″ Breite gewachsen) und Fahrwerk sollten aber bis auf Weiteres bleiben. Und so sah der rote Roadster 2017 beim Abtransport in Richtung Drivers Delta Engineering aus, einem renommierten MX5-Tuner und Abstimmer. Nach dem Mappen funktionierte grundsätzlich mal alles und Felix war vorerst zufrieden mit dem Ergebnis und wollte fahren, nach dieser langen Zeit der Entbehrungen nachvollziehbar. Aber fertig ist so ein Projekt selbstverständlich nie und so tüftelte und optimierte er weiter an seinem Japaner, was letztendlich in einem neuen Performance-Fahrwerk von SPS Motorsport und leichteren Felgen in 15″ (statt vorher 16″) mündete.   So ziert der MX5 nun die Straße vor Felix’ Haus und kurzzeitig auch die Rückspiegel Vorausfahrender. Mit mittlerweile stämmigen 275 PS und 330 Nm sehen die meisten Verkehrsteilnehmer aber eher das Heck der roten Rakete. Was für ein Glück, dass ich mit Felix und seiner Freundin beim Big in Japan-Event in der Klassikstadt verabredet war, wo sein MX5 für einige Stunden ganz friedlich parkte. Das gab mir die Gelegenheit, in Ruhe* einige Bilder zu machen. (*Wenn sich gerade mal keine große Menschentraube um den auffälligen Roadster drängelte.) Interessantes Merkmal am Rande: Felix fährt stets offen. Unabhängig von der Außentemperatur. In diesem Sinne: Nett, Felix. Wann gibts dich eigentlich auf Netflix? Last but not least möchte Felix seiner Inga danken. Für vier Jahre Blut, Schweiß und Internet. Auf der Suche nach Teilen und Lösungen. Ihm ist klar, dass das nicht selbstverständlich ist und nicht zuletzt deshalb, hat er sie in diesem Jahr auch geheiratet. Niels Kreischer – USED4.net   Die Specs von Felix’ MX5 1.8 BP von Mazda 323 auf Heckantrieb und Turbo (GT2560R) umgebaut Leistung 275 PS 330 Nm 3″ Zoll AGA von SPS Motorsport durchgängig mit HJS 200 Zellen Kat 6 Gang Getriebe und Diff vom NB Sportive Achsen und Achsteile grün pulverbeschichtet Komplett...

Album: BIG in Japan 2021...

Die Bilder zur Veranstaltung in der Klassikstadt Frankfurt am 05. September 2021 Bilder von: Niels Kreischer, Julian Tschekan und Leon...

Allstedt bleibt anders

Wahrlich außergewöhnliche Zeiten, in denen wir leben… Von Lockdown über Klimawandel, von E-Mobilität zu Abstandsregeln. Momentan gibt es wirklich vieles, das wichtiger scheint, als ausgelassenes Reifenschreddern im wilden Osten. Aber ist es nicht gerade dann wichtig, auch mal loszulassen (wie das Lenkrad beim Gegenpendler), sich zurückzulehnen (wie in die uralten, durchgeballerten billo Halbschalen) und sich das Hier und Jetzt ganz bewusst zu machen (z.B. mit einer Hopfenkaltschale in der Hand sowie aggressivem Euro-Dance von der aufgedrehten Großanlage im rechten und brutalem V8-Gehämmer im linken Ohr)? Das Freunde, ist das wahre Leben, das ist pure Existenz. Bevor wir aber zu sehr ins Philosophische abdriften, lieber zurück zu den harten Fakten: Coronabedingt gab es in 2021 bereits mehrere Privat-Events, vom SXOC Skidclub e.V. organisiert und von vielen Mitgliedern eifrig genutzt. Der übliche Massenansturm auf das Main-Event Anfang August fiel daher aus nachvollziehbaren Gründen etwas kleiner aus, am Ende waren es dann aber doch über 80 Autos, die an den Start gingen. Respekt. Ein Beweis für die Anziehungskraft, die das Driften in Allstedt ausübt. Vor Ort gab es die gewohnte Mischung bayerischer Mittelklasse. Mal mehr zerbumst… Mal weniger… Die jeweiligen Einstufungen sind dabei fließend. Der Zustand kann sich innerhalb einer Runde dramatisch ändern. Selbstverständlich waren auch japanische Sport-Youngtimer in vielen Farben und Formen vor Ort und hielten die Sonnenflagge Nippons hoch. Und auch Exoten wie der Frankenstein-Z31 mit V8 und zwei offenbar absolut serienmäßige C-Klassen mit spektakulärer Seitenneigung kamen schön quer. Zumindest die beiden Benz könnten aber noch an ihrer Optik arbeiten. Das Wetter war typisch 2021, also ein nicht enden wollender April mit ständigem Wechsel aus Regen und Sonne. Dass dabei auch mal ein grandioser Regenbogen entsteht, ist ein schöner Nebeneffekt. Die Abenteuer im Allstedter-Fahrerlager sind ähnlich bunt wie der Regenbogen… Gute Laune am Fliesentisch, Schrauben und Posen, Quatschen und Chillen, Trinken und Grillen, Dixi und Büsche, Relaxen und mal eben den Motor wechseln. Und mit der Rotweinflasche angesäuselt auf dem Motor-Scooter durch die Gassen ballern: Die Backstage in Allstedt bietet wirklich alles, was das Drifter- und das Rockerherz begehren. Bei der Wahl zu Mr. Allstedt treten an: Zahnfee, Lukas, Gaston & Kürsat (v.l.n.r.) Euer Vote bitte an niels.kreischer@used4.net Nachts sind alle Katzen grau. Nur Lukas ist manchmal blau. Deshalb bekam er auch seinen eigenen Limbo – Contest, ganz für sich alleine, aber mit vielen Gästen. Dank der Festbeleuchtung war es mir möglich, einige interessante Mitzieher zu machen. Lukas’ liebevolle Anfeuerungen gaben dem Ganzen auch akustisch ein besonderes Flair. Das H.A.T.E.-Masters-Finale bekam ich dann leider nicht mehr mit (Termine, Termine), aber die glorreichen Sieger will ich euch nicht vorenthalten: Den Assis/Track_Maniax + ein Henkel vom Pokal für die Wälder. Gratulation! Eine Ost-West-Deutsche Gemeinschaft. Wir sehen uns spätestens beim nächsten Main Event 2022, wenn die Welt hoffentlich wieder etwas normaler geworden ist. Bis dahin fahrt bitte immer vorsichtig.   In Gedenken an Adrian. Bilder und Text Niels Kreischer – USED4.net Die komplette Bildersammlung erscheint morgen (01.09.)  bei Facebook:...

Summer of ’21 – Editor/Driver

Allstedt im Juni 2021 – Es geht endlich wieder los. Unser Bericht über ein ganz besonderes Drift-Event. Dieser Artikel ist aus zwei Sichtweisen geschrieben: Aus der des USED4-Editors und aus der des Fahrers. Viel Spaß.   Editors View: Wir haben kürzlich alle gelernt, dass es im Leben gerade die kleinen Dinge sind, die am meisten zählen: Freunde zu treffen, Spaß zu haben und ganz besonders auch, diese beiden wichtigen Punkte zu verbinden und endlich wieder gemeinsam das zu tun, was richtig Freude bringt. Zum Beispiel: Schmutz überall, Bier in rauen Mengen, Motorenlärm in den Ohren und Gummireste in den Haaren. Oder anders gesagt: Lebendig fühlen. Und exakt so ein Ereignis fand nach sehr langer Abstinenz endlich wieder statt: Auf dem legendären Allstedt Drift Compound. Bei einem Private Drift Event, vermittelt vom SXOC Skidclub e.V., mit geringer Teilnehmerzahl und vorheriger Testpflicht. Getestet, teilweise schon geimpft und mit riesiger Vorfreude kamen wir also zusammen: Team Nightspeed aus Hamburg, Team Trümmergang aus Essen und Team ANKRacing aus Chemnitz. Das Motto war klar: Freies Ballern all day long (Das “all day long” eigentlich “nur bis 18 Uhr” bedeutet, erfuhren die Anwesenden an Tag 1, gegen 22 Uhr) Und unter diesem fröhlichen Baller-Motto ging es dann auch ab: Tandems, Solo-Runs, Mini-Trains, einfach Fahren, Fahren, Fahren. Und sogar mein FWD-Bluebird konnte mal den Allstedt-Asphalt spüren. Es handelt sich dabei um meinen Old-Daily, der, im Gegensatz zu meiner S13, für das Driften absolut nicht geeignet ist, aber die Chance auf ein paar Runden über den Kurs ließ ich mir trotzdem nicht nehmen. Erkenntnis: Die Handbremse zieht eindeutig zu schwach. Team Nightspeed war mit den beiden altbekannten R32 in neuer Lackierung und weiter perfektionierten Skills vor Ort. Ein besonderes Einzelfeature als Fortsetzung des Artikels von 2018 folgt übrigens in Kürze. Seid gespannt. Bei Dominik im Auto erlebte ich dann meine bisher wildesten Allstedt-Runden. Großen Respekt, Herr Jahnke. Aber auch Daniel setzte in Sachen Wut, Hass und pipifeinen Drifts neue Bestmarken. Team Trümmergang (Alexa, Marco und Marvin) mit dem ultraheißen E 36 im BN-Style, ließ ebenfalls kein Auge trocken und überzeugte mit großen Winkeln, heftigem Speed und viel Qualm. Marvin gewann währenddessen unangefochten den Award für die weirdeste Beifahrerakrobatik. Andy alias ANKRacing, als Solo-Kämpfer in der sexy Sauger-S15 auf seinem ersten Trocken-Event (das dann öfter auch mal nass war) hatte Seat-Time noch und nöcher und verfeinerte seine Querfähigkeiten im Zeitraffertempo. Nicht im Zeitraffertempo ließen sich die 215/45 R17 messenden Reifen auf den 9 J breiten Work Emotion CR Kai Felgen montieren. Marvin und der Reifenbooster brachten die notwendige Abhilfe, damit die Luft im Reifen bleibt. Ich hatte nach über acht Monaten endlich wieder Autos im Drift vor der Linse (Danke an Frameflex.de fürs Ausleihen des Profi-Objektivs), ein kühles Helles auf heißem Asphalt in der Hand und eine schöne Zeit mit alten und neuen Freunden. Noch ein Wort zum Wetter: Es war typisch für das bisherige Jahr 2021: Einfach extrem. Wie ein mutierter April, der nicht enden will. Von praller Sonne bis prasselndem Gewitterregen war innerhalb eines Tages alles dabei. Aber dafür gab es immerhin gute Bilder. Mein Fazit dieses kurzen Trips nach Allstedt, frei nach Marius Müller-Westernhagen Ich bin wieder hier In meinem Revier War nie wirklich weg Hab mich nur versteckt Ich rieche den Dreck Ich atme tief ein Und dann bin ich mir sicher Wieder zu Hause zu sein Niels Kreischer – USED4.net   Drivers View: Genau wie USED4-Papa Niels konnte ich meine Vorfreude vor diesem Wochenende kaum noch in Worte fassen. Zum einen, weil es tatsächlich mein erstes Mal Driften im Trockenen sein sollte und zum anderen, weil ich genau wusste: mit meinen Freunden auf einem Flugplatz in der Wallachei ohne Handyempfang zu sein, würde einen richtigen “Kopf-Reset” mit Entfernung zum Alltag und ein ganz großes Stück Normalität zurückbringen. Vorab: Meine Erwartungen wurden wirklich mehr als erfüllt. Das Auto wurde von meiner Seite entsprechend für das Wochenende vorbereitet. Der klassische “Nut-and-Bolt-Check” und ein Ölwechsel waren ein...

Simracing – Racing auf neuen Wegen

Disclaimer: Als ich diesen Artikel angefangen habe, Mitte 2020, war ich noch recht neu in der Materie und wir alle wissen, wie sich unsere Realität bis Stand jetzt verändert hat. Ich bitte Euch daher, Unschärfen zu verzeihen und den Artikel eher als Entwicklung zu sehen, nicht als IST-Zustand. Trotzdem denke ich werdet Ihr, seid ihr an dem Thema interessiert oder schon voll involviert, euch möglicherweise wiederfinden. Auch eigene Bilder werden vielleicht ergänzt, sobald wieder “reale” Events stattfinden, bis dahin müsst Ihr euch mit Screenshots & Pressefotos zufrieden geben.  – Einleitende Gedanken Die letzte Zeit hat uns alle vor neue Herausforderungen gestellt. Für nicht wenige ging und geht es immer noch um ganz grundlegende Dinge wie “Wie bekomme ich Morgen den Kühlschrank voll?” und “Habe ich Übermorgen überhaupt noch einen Job?” All das und noch viel mehr kann einem schon an die Substanz gehen. Doch trotz, oder grade wegen all dem werden auch Hobbies und Passionen immer wichtiger. Zum einen natürlich in der Gretchenfrage, ob man sich seine Begeisterung für etwas, beispielsweise schöne Autos, überhaupt noch leisten kann, zum anderen aber auch wie man seine Hobbies unter den veränderten Bedingungen überhaupt noch ausüben kann. Autotreffen werden abgesagt oder verlegt, Rennevents und -Serien können nicht, oder  erst verspätet starten. Ganze Rennstrecken, die bekannterweise eh meist knapp kalkulieren müssen, schließen und sind gezwungen sich andere Konzepte überlegen. Im Falle des Nürburgrings und der kontaktlosen Touristenfahrten scheint dies auch sehr gut gelungen. Tatsächlich hat man fast das Gefühl die Community um die Nordschleife wächst hier stärker zusammen. Mitte 2020 zog dann auch der Hockenheimring mit einem Trackday Konzept nach. – Neue, alte Wege Aber was macht man denn jetzt als Autoverrückter mit dem Drang seine Freizeit mit einem Hobby zu füllen? Nun eine Möglichkeit, die es streng genommen schon lange gibt, aber aktuell einen richtigen Boom erfährt, sind Rennsimulationen auf den Konsolen und dem PC. Rennfahrer, die zurzeit nicht in ihren Serien fahren können, oder einfach nur mehr Training haben wollen, als die spärlichen paar Termine im Jahr, an denen sie in echten Autos sitzen können, Streamen bei Twitch und Youtube ihre virtuellen Rennen. So zum Beispiel Charles Leclerc (F1 – Ferrari), Lando Norris (F1 – McLaren), René Rast (DTM, Audi), oder Daniel Abt. Bei letzterem kam es im Jahr 2020 zu einem Eklat und schlussendlich sogar zur Kündigung seines Cockpitplatzes in der Formula-E Serie bei Audi, da er in einem Charity Event an seiner Statt einen Simracing Profi fahren liess. Eine Meinung dazu wollen wir hier nicht abgeben. Aber man sieht, das Thema virtueller Motorsport wird immer realer. Im Juni 2020 fanden selbst die 24h von Le Mans virtuell statt. Wenn man sich das mal vorstellt: Überall auf der Welt sitzen Fahrer bei sich zuhause oder beispielsweise im Falle Ferraris, im Werk, und fahren 24 Stunden gegeneinander, mit Fahrerwechsel, Tag/Nacht Wechsel, Boxenstopps und allem was dazu gehört. Und das alles Live übertragen im Internet, in einer Qualität der Kamerafahrten und Kommentatoren, die dem echten Rennen in nichts nachsteht. Mittlerweile ist es fast normal, das Rennserien auch ein E-Sport Pendant haben. Seit der Hardware Hersteller Fanatec 2021 in die GT World Challenge (ehemals Blancpain Endurance Series) eingestiegen ist, gibt es sogar im Rahmen der realen Events eine E-Sport Veranstaltung die in die Teamwertung der realen Teams mit einfließt. – Ich will das auch! Schnell kommt man hier in Versuchung, den Controller auszumustern und sich eine Halterung mit Lenkrad und Pedalen ins Wohnzimmer vor den Fernseher zu stellen, meist argwöhnisch von der Freundin / Frau beäugt, ob das heimische Feng-Shui dadurch nicht gestört wird (und glaubt mir… die Diskussion kann interessant werden). Wer den Luxus von ungefähr 2m² freiem Platz sein Eigen nennt, denkt vielleicht auch über die Anschaffung eines sogenannten SIM-Rigs nach, einer Komplettlösung mit Monitorhalterung oder VR Brille, Sitz und Befestigungsmöglichkeiten für Lenkrad, Pedale und vllt. sogar Schaltung und Fly Off. Diese gibt es in allen möglichen Ausführungen, von PVC Rohren, über...

Jahresrückblick 2020 – Niels

Was für ein Jahr… Ich möchte gar nicht groß auf DAS Thema 2020 eingehen, wir haben es schließlich alle erlebt und leider nicht alle überlebt. Die Lockdowns und Hygieneregeln hatten selbstverständlich auch einen hemmenden Einfluss auf alle Auto-Aktivitäten in diesem Jahr. Nichtsdestotrotz ging einiges in 2020 und das möchte ich hier zeigen. (Wenn ihr zum Artikel gelangen wollt, klickt einfach auf das Bild. Es öffnet sich in einem neuen Tab.)   Das Jahr ’20 begann anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von USED4.net mit einer fetzigen Interview-Reihe der USED4-Editoren, das hier ist meines:       Dann gab es erstmal eine laaaange Pause, weil quasi alle Veranstaltungen ausfielen oder verschoben wurden, wie auch unser eigenes Treffen, das S-FEST, das eigentlich am 31. Mai stattfinden sollte. Stattdessen lief erst im Juni mit dem Treffen der Z-Community in der Klassikstadt Frankfurt wieder ein dokumentierbares und dazu ausgesprochen interessantes Event:     Achtung, Spoiler! Unser Rückblick auf mehr als dreißig Jahre Spoiler, Schweller und Schürzen. Zusammen mit Editor Christian entstand eine tolle Retrospektive mit beinahe philosophischen Anklängen.   Die schönsten Dinge liegen bekanntlich oft so nah, dass man sie gerne mal übersieht. Einfach mal an einem sonnigen Nachmittag unter der Woche, die weniger als 200 Kilometer zur Nordschleife zu fahren, ein, zwei Runden zu drehen und danach eine Pizza in der Pistenklause zu essen. Warum macht man das so selten oder anders gesagt: Wie können die Nür? Unser Trip zum Ring im Juli gefiel offenbar auch der Sonne, die uns die ganze Zeit begleitete.     Die Location vom Z-Treffen hatte uns so gut gefallen, dass wir den Nachholtermin des S-FESTS auch in die Klassikstadt legten. Am 1. August stieg die Sause. Mit knapp 20 Autos und ohne Musik oder Awards war es ein vollkommen anderes, aber auch deutlich relaxteres S-FEST. 2021 wird es aber wieder die volle S-Chassis-Dröhnung mit Style, Beats und Burgern geben. Wir freuen uns schon darauf.     Dass es dann doch das eine oder andere größere Autotreffen geben konnte, lag an der vermeintlichen Verbesserung der Zahlen im Spätsommer. Wie wir alle mittlerweile wissen, ein trügerischer Eindruck. Trotzdem war die Legends-Veranstaltung rund um das Schloss Assumstadt ein wirklich schöner und abwechslungsreicher Nachmittag. Die USED4-Editoren Yvonne, Christian und ich machten viele Bilder und genossen die Zeit. Da ich mehrfach auf den Titel angesprochen wurde: Ein Schloss am Wörthersee war eine schnulzige Fernsehserie mit Roy Black in den Neunzigern. Der “Wörtersee”, den ich im Titel meinte, ist mein Text. Ja, ich werde alt. Manche sagen, ich bin es schon. 😀     Da der eigentliche Juni-Event abgesagt werden musste, feierte der legendäre SXOC Skidclub e.V. eben im September sein friedliches Fest des ausgelassenen Querverkehrs. Für mich eine prima Gelegenheit, meine Fähigkeiten als Wildlife-Reporter auszubauen. Einige einäugige Monster und viele geschundene Reifen säumten meinen Weg durch die Wildnis.     Die Fahrten am Saison-Ende haben stets etwas schizophrenes: Man freut sich, dass das eigene Auto das ganze Jahr über heile geblieben ist und lässt dann nochmal richtig die Sau raus. Im Oktober war es wieder soweit: Wir verabschiedeten dieses blöde Autojahr 2020 mit einer Ausfahrt.   Tja, verglichen mit dem Trubel in den Vorjahren, war das Jahr 2020 wirklich mau: keine Essen Motor Show, kein Nürmeet, kein Jacatu, kein K-Side usw. Aber ich denke, unterm Strich war es trotzdem ein interessantes Jahr mit einigen schönen Momenten. Am meisten freue ich mich darüber, dass alle meine Freunde und Verwandten gesund geblieben oder wieder geworden sind. 2021 geben wir dann alle wieder gemeinsam Gas. Rutscht gut rein, lasst euch dabei aber nicht erwischen und bleibt gesund! Wir sehen uns nächstes Jahr… Niels Kreischer – USED4.net   P.S. Folgt uns auch auf Insta:...