Running in the 90’s

Tempus fugit = Die Zeit rennt. Das kann man bedauern, man kann es aber auch feiern. Feiern? Wie das? Indem man sich gleichzeitig auf die Zukunft freut und dennoch die Vergangenheit hochleben lässt. Robert und Dominik von Nightspeed sind solch weise Zeitgenossen, die stets nach vorne blicken, ohne die Historie hinter sich zu lassen. Sie eint neben dieser bewundernswerten Eigenschaft noch ein zweiter faszinierender Fakt: Beide besitzen einen Nissan Skyline R32 mit RB20DET-Motor. Der R32: Ein Kind der 90er durch und durch und damit aus der Hochzeit (mit langem ooooo) der japanischen Autoindustrie, die damals, zusammen mit dem Rest der Nippon-Wirtschaft, in der sogenannten Bubble-Economy steckte. Das heißt, viel Geld war vorhanden und es wurde in große Modellpaletten gepumpt, die teilweise technisch stark hochgerüstet waren. Stichwort Over Engineering. Besonders ist das bei den Chaser/JZX/Aristo-Modellen von Toyota aus dieser Äre spürbar: Massiv, solide, technisch anspruchsvoll, überaus fortschrittlich. Aber auch Nissan hatte schon mit dem R31 einen technischen Quantensprung hingelegt und mit dem R32 dann konsequent fortgesetzt: HICAS, Direktzündung, ECCS-Motorsteuerung, Turbos mit Ladeluftkühlung, ATTTESA-Allrad, Head up Displays und noch vieles mehr. Besonders der wiederaufgelegte GT-R mit dem neuen RB26DETT faszinierte die Massen vor allem im In-, aber auch im Ausland. Letzteres mangels offiziellem Angebot auf den jeweiligen Märkten hauptsächlich im Rennsport (Bathurst, Nordschleife, National Saloon Car Cup UK, um nur einige Namen zu nennen.) Aber nicht nur der Godzilla-RB26, nein auch der kleinste Turbo im Programm, der RB20DET, also ein 2L-Reihensechszylinder mit Single-Turbo wusste zu gefallen. Man stelle sich nur vor, einen 3er BMW e36 hätte es damals als “320Ti” gegeben, also mit M50-B20 plus Turbo. BMW hätte seinen Ruf als DIE sportliche deutsche Großserienmarke wohl auf Ewigkeit zementiert. Aber Hirngespinste beiseite, in Japan war der Turbolader Ende der 80er, Anfang der 90er State of the Art und ein Must Have, in Europa eher ein Spezialfall für skandinavische Low-Boost-Drehmoment-Jünger oder Alpina-Fahrer. Roberts R32 ist ein Viertürer (insert “Four doors for more….”-Joke here) und befindet sich bereits seit vier (Ha, schon wieder vier) Jahren in Deutschland. Füher war die Limo quasi Nightspeed-Allgemeingut und wurde ausschließlich zum Driften benutzt (zugelassen war der Sky bis vor kurzem dennoch). Der Wagen driftete dabei auf etlichen Events wie Geesthacht, dem Fast Car Festival sowie dem Reisbrennen 2015, bei dem Dominik sich den R32 mit niemand Geringerem als Stewy Bryant aka IntertiaMS teilte, der sich zu dieser Zeit auf Europareise befand und einen kurzen Zwischenstopp beim Reisbrennen machte. Robert hatte Stewy zuvor in Schottland, genauer gesagt im Driftland kennengelernt. Man sieht, die Driftwelt ist ein Dorf. Zu dieser Zeit war das Auto noch OEM-Gunmetal Grey lackiert, zwischenzeitlich schimmerte es Elfenbein Weiß (aka Taxi) und nun erstrahlt es in Lila mit vielen vielen Flakes. Robert plant, zukünftig selbst aktiver hinterm Steuer sein, nachdem der Wagen jahrelang als das “Nightspeed-Mobil für ganz besondere Runden” herhalten musste. Verbaut sind einige nette Gimmicks, wie beispielsweise das Momo-Lenkrad, die GReddy-Boost-Anzeige oder aber auch das Tsurikawa in Herzform, um die süßen Ladies zu grüßen. Felgen- und fahrwerksseitig bleibt der R32 definitiv straight JDM mit einem Tein-Gewinde, Cusco-Armen und Volk-Felgen. Die besonderen Rückleuchten der R32 Limousine setzen das Skyline-Thema “Vier rote runde Schlusslichter” zwar konsequent fort, interpretieren es aber komplett neu, da sie hier in einem Modul kombiniert werden. Für den Skyline-Fan, der sich bisher auf die GT-R und anderen zweitürigen Modelle konzentriert hat, ein eher ungewohnter Anblick. Aber zusammen mit der fortgesetzten Sicke des Kofferraumdeckels eigentlich eine schicke Variante, oder?   Apropos schick, kommen wir nun zu Skyline Nummer 2: Dominik Jahnke ist bei USED4 absolut kein Unbekannter, als ehrenvolles Gründungsmitglied und langjähriger Editor hat er viel dazu beigetragen, was USED4 jetzt ist und wir sind weiterhin in feister Freundschaft verbunden. Im Gegensatz zu dem guten Verhältnis zwischen uns, ändert sich  Dominiks Autogeschmack  ausgesprochen regelmäßig und nachdem er einstmals mit einem R32 angefangen hatte, zwischenzeitlich neben divseren anderen Modellen auch einen dicken Toyota und eine schlanke S15 sein Eigen nannte, ist er jetzt...

Allstedt 2018: All In (Achtung: Kein 56K)

Po Po Pokerface! Bereits Lady Gaga wusste es: Das ganze Leben ist ein (Poker-)Spiel. Besonders anschaulich spiegelt sich dieser Umstand wider bei einem Event, wie dem SXOC Drift-Matsuri, stattfindend im allzeit aufstrebenden Allstedt (blühende Landschaften seit 1990). Aber beginnen wir von vorn, also genauer gesagt, bei den Teilnehmern dieses Spiels: Der König, der früher mal eine Fee war, mit seinem Pokerface, das sehr nach Bierdurst aussieht. Bahlo, der Herz-Bube. Trägt Schwarz-Orange-Rot. Sowas kann nur Beauty-Bahlo. Das Waibel (auf Hochdeutsch: die Dame) Der Joker (Tobi, skeptisch, in der Mitte) Das Ass (In Köln würde man auch sagen: Dat Ass. Martin mit Molly.) Zu den Regeln: Gespielt wird seit jeher auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz nahe der Stadt Allstedt, im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Regeln sind entsprechend hart, aber gerecht: Wer mitspielt, kann viel gewinnen… Skills, Fame, 08/15-Ebay-Pokale: … aber auch alles verlieren. Motoren, Autos, Selbstbewusstsein: Gespielt wird dabei in mehreren Varianten. Freies Driften Unterteilt in die Klassen: “Can’t touch this” (Roter Aufkleber) “Call me maybe” (Gelber Aufkleber) “Gimme all your lovin’! (Grüner Aufkleber) Drift – Limbo (Leider keine Action-Bilder verfügbar, weil ich selbst mit meinem SX bei Start und Ziel stand und den Limbo-Teilnehmern beim Wegfahren zusah.) Typisch Fotograf: Zur rechten Zeit am falschen Ort. Oder so. Sorry dafür.   Hard Parking Eine ganz besondere Form des Pokerns: Viele Teilnehmer waren vor Ort und hohe Einsätze wären auch möglich gewesen, aber im Grunde genommen sind alle zu feige und behalten ihre Chips für sich. Im Endeffekt ging es nur um die coolsten Parkplätze. Schön anzusehen waren sie aber dennoch. H.A.T.E. – Masters Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine Meisterschaft von Terroristen, sondern um eine besonders spektakuläre Art des gemeinsamen Drifts: Tandem Ausgeschrieben bedeutet H.A.T.E. daher auch: Happy Awesome Tandem Escalation D.h. Driften mit möglichst wenig Abstand zwischen den Autos, gleichen Winkeln, ähnlichen Geschwindigkeiten und möglichst synchronen Bewegungen. Verdiente H.A.T.E.-Sieger wurde Dominik in seinem R32 und der Kapitän zur See, David P. auf seiner Motorbarkasse Typ R33. Zwei Skyline gewinnen ein Drift-Battle… Nomuken würde vor Stolz auf 2 Meter anwachsen, hätte er davon erfahren. Diverse andere, nicht weniger wichtige Pokale wurden verteilt, wie z.B. für die Besten Schweizer (Phil, Dani und Amarin): “Foot da Vögt down”. Zudem wurden die lustigen Drei auch Zweite im H.A.T.E.n. Die besten Low Power – Rangers (Jan mit seinem MX5 NA und Daniel im AE86) Schönstes Auto und Best Entry (Pommes) “Bestes Synchrones-Reifen-von-der-Felge-gezogen-bekommen” (Stefan und Niko) Pokal für die Kategorie Vorher-noch-nie-einen-Pokal-bekommen (Bumfi) Last and really least für das Beste Kostüm, das ich durch ein wenig Körpereinsatz erschleichen konnte. Lauter Spinner in der Jury, ich sags euch. Neben Egoschmeicheleien durch Preisverleihungen wurde aber selbstverständlich auch für das leibliche Wohl der Mitspieler gesorgt. Und zwar in Form eines ausgewachsenen Linienbusses, der zu einem Food Truck samt Bar umgestrick wurde. Hier konnte man die Runde Bier seines Kumpels spielend leicht mit einer Runde Jägermeister raisen, ohne zu bluffen. Mögliche Royal Flushs aus dem Autofenster auf der Heimfahrt inbegriffen. Kein Pokerspiel wäre komplett ohne die Zuschauer und das Team, das hinter dem Mitspieler steht. Sie sind nicht nur Statisten, im Gegenteil, ohne Fans und Freunde wäre das Ganze nur halb so spaßig. Wenn überhaupt. Aber auch Allstedt ist kein Spiel ohne Ende. Und wie stets, muss am Ende aufgeräumt werden. Natürlich bekommt man den pulverisierten Gummi nicht weg, aber die vielen großen Brocken und Trümmerstücke müssen runter von der Strecke.   Glücklicherweise fanden sich für diese mühselige Arbeit ausreichend Freiwillige. Man kann mit Fug und Recht sagen: Alles Asse, jeder ging mit, keiner ging raus! (Oceans) Eleven tons of used tires. Wie sieht die Zukunft von Allstedt aus? Das ist derzeit offen, soviel sei schonmal gesagt. Ein Split Pot, ein Flop, ein Cash Game oder das “d” aus Skidclub streichen? Alles ist möglich. Typisch Allstedt. Aber egal wie, Driften ist nicht tot, dafür macht es einfach zuviel Spaß. Ein leiser Vorgeschmack auf die Zukunft von der...

Japan und die Frage nach dem Warum

“Japan? Warum eigentlich immer Japan?” werde ich regelmäßig gefragt und die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach. Meist kommt dann auch nur ein knappes “finds dort halt gut” raus und somit ist die Sache in der Regel schon wieder vom Tisch. Für mich ist es das Komplettpaket, das mich immer wieder fasziniert. Selbst nach meinem dritten Besuch, überlege ich schon, wann ich wieder zurück gehen kann. Egal wann ich dort war, egal mit wem ich dort war, es war immer eine andere Erfahrung und ich habe immer wieder neue Dinge entdeckt und erlebt. Vielleicht ist es einfach dieser gewisse Flair, der mich so bannt. Akihabara Tokyo. Regen + Licht = Super. Vielleicht sind es auch die Autos, die man hier in freier Wildbahn sieht. An gefühlt jeder Ecke steht ein besonderes Auto herum. Egal was ihr gut findet, es gibt von allem etwas zu sehen. Ich selbst bin, wie solls auch anders sein, der JDM-Welt verfallen. Dieser makellose RX-7 stand beispielsweise in nächster Nähe zu unserem Appartment, jeden Morgen liefen wir daran vorbei. Jeden Morgen habe ich mir gesagt: “Genau so einen will ich auch”. Lack und Zustand 1A, komplett Serie, soweit ich das erkennen konnte. Dieser Ferrari 458 schlummerte hinter den Gittern eines überwachten Parkhauses und schaute finster vor sich hin. Sicher wäre er Viel lieber auf dem Wangan bei Mitternacht. In Japan nicht wirklich eine Rarität und ein Daily im Serienzustand ist dieser Nissan Skyline R34 GTS-T.   Unsere weitere Reise führte uns für einen Tag von Tokyo nach Kyoto. Dort besuchten wir den Fushimi Inari-Taisha Schrein mit seinen tausenden rot/orangenen Torii. Tausende Touris gab es auch vor Ort und ein Bild ohne Touristen im Bild zu machen, ist nochmal eine ganz andere Geschichte haha. Fushimi Inari-Taisha, Kyoto.   Weiter ging unsere Reise nach Osaka. Das Wetter wurde immer besser, während es in Deutschland anfing zu schneien. 😉 RUF-Porsche. Wenn er mich riefe, ich würde ihn erhören.   Auch eine Art Porsche, nur kugeliger. Dieser geslammte Käfer versprühte mehr Charisma als alle New Beetle zusammen.   Durch die Straßen von Tokyo liefen wir täglich ca. 15km. Während dieser Touren findet man, wie ich vorhin schon sagte, wirklich einiges an schönen Autos. Keine feige Sau: Der Fahrer dieses De Lorean nimmt den heftigen Tokioter Verkehr in der Rush Hour auf sich und reist zu seinem nächsten Ziel. Was sein Ziel ist? Möglicherweise 1985, vielleicht aber auch 2025? Kein Yellowbird, aber dennoch genauso auffallend wie Bibo aus der Sesamstraße: Dieser 996 GT3 zeiht derart die Blicke auf sich, dass man den weiße 930 im Vordergrund beinahe übersieht. Stimmts? Gelb gehts weiter: gleich zwei Briten in lime: Die Lotus Elise R ist im automobilen Straßenkampf sicher gut aufgestellt, noch flinker ist aber garantiert der Caterham Super 7. Props für das Nummernschild. Und Colin McRae schaut von oben zu… Dieser Impreza macht jede Fahrt zur Arbeit zur WRC-Prüfung. Ferrari FF: Mehr Platz für die Einkaufstüten und trotzdem immer erster beim Ampelsprint. Herrlich. Nun kommen wir langsam aber sicher zum Ende meines Vortrags und ich hoffe es hat euch gefallen. Ich kann jedem nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben nach Japan zu fliegen. Drachenfest in Asakusa Tokyo. Street Performance, Shibuya Crossing Tokyo. Kirschblüten Yoyogi Park Tokyo. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich auf die Frage “Warum immer nach Japan?” nur so knapp antworte. Japan ist einfach zu vielfältig, um es in einem simplen Satz beschreiben zu können.   Michele Danze – USED4.net INSTA: @mik.wd  ...

Jacatu 2016: Der Regen fällt, die Stimmung steigt

“Es muss Sommer sein, der Regen wird wärmer.” So ähnlich hätte das Motto der diesjährigen Auflage des Jacatu in Speyer lauten können. Gleißender Sonnenschein wechselte sich ab mit heftigen Regengüssen und teilweise starkem Wind, was aber die Teilnehmer keineswegs daran hinderte, ihre automobilen Schätze zu präsentieren und sich die Ideen und Erzeugnisse der anderen Tuningfans anzusehen. Auch USED4 hatte sich für diesen zweiten Besuch des Jacatu nach 2015 viel vorgenommen: Wir hatten zum ersten Mal einen eigenen Stand mitgebracht, an dem wir unser volles Merchandise-Programm in Form von Stickern, Shirts, Caps und Keyrings anboten. Außerdem hatten wir mit unserem Platz direkt am Eingang die beste Sicht auf alle ankommenden Fahrzeuge. Aber immer wieder dieser verdammte Regen. Gefühlt seit November ist das schon so. Hat das permanente Prasseln und Plätschern denn überhaupt irgendeinen Vorteil?   Mal vom lebensnotwendigen Wässern der Natur abgesehen, ist es besonders aus Sicht eines Open-Air-Autotreffens nur schwer vorstellbar, welches objektive Plus so ein Schauer haben könnte. Vielleicht genügt den Zweiflern unter euch ja bereits dieses Bild als Antwort? Fun is what you make of it. Oder frei nach Karl Valentin: “Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Wer also selbst schon einmal bei einem Jacatu war, kennt die gelöste, freundliche Atmosphäre und das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten vor geöffneten Motorhauben. Stylemäßig ist so gut wie alles erlaubt und deshalb war auch so gut wie alles vertreten. Hier einige Beispiele…   Sei es satter Stance.   Formidables VIP   Rallye-Readiness     Stylishes Show&Shine, was keineswegs bedeuten soll, dass es sich hier um Blender handeln könnte. Ganz im Gegenteil, unter der Haube ist in der Regel auch Party.     Trackfressendes Time-Attack     Obercoole Oldies Oder einfach passabler Lack mit ganz netten Felgen Wer auch bewegte Bilder sehen möchte, der möge sich das Video unseres Partners Jan Pawelczyk von Japvideography zu Gemüte führen: Fazit: Die aufgerufenen 15€ Eintrittsgebühr für den Fahrer und sein Auto (Besucher zu Fuß wie immer gratis) erscheinen von daher absolut fair. Man bekommt das erwähnte große Spektrum an Fahrzeugen, Styles und Trends geboten, kann sich austauschen und neue Ideen sammeln. Die umfangreiche Händlermeile, die Fahrzeugbewertungen und den dB-Contest an dieser Stelle mal gar nicht erst zu erwähnen. Alles in Allem eine richtig runde Sache, dieses Treffen. Und runde Sachen mögen wir. Wir werden daher auch 2017 dabei sein, wenn es wieder heißt: Japan Car Tuning – Come as you are. Das Facebook-Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in den nächsten Tagen. Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Video: Jan Pawelczyk – Japvideography...

DMPD 2015: So fresh and so clean

DMPD ist zurück! Nachdem 2014 kein DMPD-Mainevent stattfinden konnte, hatten sich die Macher für die dritte Auflage etwas ganz besonderes überlegt: Einen Sprung über die Grenze, direkt auf ein ehemaliges Bundeswehrgelände. DMPD is back! After no DMPD-Mainevent was held in 2014, the crew wanted something very special for the third edition: A jump across the border, straight onto an former Bundeswehr-compound. Ja, für außergewöhnliche Locations hatte die DMPD-Crew schon immer ein Händchen. Dass es sich um eine komplette Outdoor-Veranstaltung handelte, wäre prinzipiell ein Nachteil gegenüber der ENKA-Fabrik gewesen, in der 2012 und 2013 die ersten beiden Veranstaltungen stattfanden. Indeed, for extravagant locations the DMPD-Crew was already known for. Given the fact, that it was an complete outdoor-event, which theoretically is an disadvantage towards the good ol’ ENKA-Factory, where 2012 and 2013 the first and the second DMPD held place. Aber der Wettergott ist offensichtlich ein Stance-Fan und nachdem am Morgen noch ein bis zwei Tropfen vom Himmel auf die polierten Lacke fielen, kam im Laufe des Vormittags sogar die Sonne heraus und wärmte Fahrer und Fahrzeuge. But the weather god was obviously a stance-fan and after some raindrops fell in the morning on the polished paint jobs, finally the sun began to shine and to warm up drivers and cars. Wie gewohnt, gab es eine Selected-Area, in der sich Wagen stellen durften, die vorab vom DMPD-Team ausgewählt worden waren. Innerhalb dieser Gruppe galt dann das Prinzip: Wer zuerst kommt, parkt zuerst. As usual there was a selected area, where the cars could park, that were beforehand chosen by the DMPD-Crew in an selection process. Where to park exactly was a matter of first come, first served.  Das bedeutet, die besten Fotolocations waren schnell belegt. This means the best photolocations were occupied fast. Die Markenmischung war gewohnt bunt, wenn auch die meisten Wagen entweder einen japanischen  oder deutschen Ursprung hatten (Datsun 260Z und BMW e28) Die mix of brands was accustomed varied, although most of the cars had an japanese or german origin. (Datsun 260Z and BM e28) Aber auch einige Exoten hatten sich auf das Gelände gewagt, wie dieser Renault 9 auf BBS. Nevertheless there were some exotics on the strip aswell, like this Renault 9 on BBS. Die ehemalige militärische Nutzung des Geländes erzeugte eine besondere Atmosphäre und speziell der allgegenwärtige Beobachtungsturm ließ Assoziationen zu aktuellen Ego Shootern aufkommen. Laute Geräusche waren seitens der Veranstalter vorab untersagt worden, also waren Begrenzerpartys, Burnouts und private DJ-Auftritte tabu. Was auch nicht weiter schlimm war, konnte man sich so viel besser auf die Wagen und die Gespräche mit ihren Besitzern konzentrieren.   The former military purpose of the compound created an very special atmosphere and particularly the ubiquitous watch tower led to associations with modern first-person shooter games. Noise was permitted by the organiser, so Revlimiterpartys, Burnouts or private DJ-sets were tabu. In my opinion a very good decision, because communicating with the drivers and visitors was made easy. Ein besonderes Schmankerl hatten sich die DMPD-Macher mit dieser Nachbildung einer Matchbox-Schachtel ausgedacht. Leider waren die Rampen zum Auf- und Abfahren so steil, dass nur selbstzerstörerische Statics oder locker-lässige Airrides (wie dieses e30-Cabrio) die Gelegenheit wahrnehmen konnte. A very special tidbit was this replica of a Matchbox die cast box, created by the DMPD-Crew. Unfortunately, the ramps to get to and off the box were that much sheer, that only self-destructive statics or easy-peasy airrides (like this e30 convertible) were able to took this opportunity. Modern und topaktuell: Golf VII R Modern and contemporary: Golf VII R Youngtimer: Nissan 200 SX S13 Youngtimer: Nissan 200 SX S13 Oldtimer: Mercedes /8 (Strichacht) Oldtimer: Mercedes /8 (slash eight) Die Dumpd-Crewmitglieder selbst waren auch zahlreich vertreten und sie nutzten ausnahmsweise andere Verkehrsmittel als das Auto, um im Gedränge besser voranzukommen. The DMPD-Crewmembers werde numerously represented and exceptionally they used other vehicles than cars, to get quicker through the masses. Übrigens eine Idee, die auch so...

Summertime sadness? No, Pool Day madness!

Sommer 2015: Die Klimaanlage schuftet, die Lüftung steht auf Stufe 4, aber der Schweiß läuft trotzdem in Strömen auf das kochendheiße Leder der Sitze: Bei >30° im Schatten macht es selbst im nettesten Auto irgendwann keinen Spaß mehr. Also einfach hart geparkt, die Klamotten vom Leib gerissen und in den Pool gesprungen! Aber wir wären ja nicht USED4.net, wenn wir nach der ersten Abkühlung nicht die Kamera geschnappt und mal den Autobestand auf der Straße durch die Canon gejagt hätten. Und da gab es bei den Jungs von Tengoku-Garage einiges zu sehen: R34 GT-T in absolut makellosem Zustand. Honda CRX del Sol VTi mit B16A2-VTEC-Motor und elektrischem Faltdach: Kleines Auto mit beeindruckender Technik und eingebautem Fahrspaß. Black on Black: Nissan 350Z in der lichtschluckenden “Farbe” Schwarz. Vermutlich verschluckt er auch das eine oder andere Auto auf der Straße. Honda Civic Coupé: Man kann damit prima LKWs überfallen oder auch mal ganz normal zu viert zum Einkaufen fahren. Je nach Lust und Laune. Für die ganz korrekten: Ist kein EJ1 sondern ein EJ6 mit nachgerüstetem B16A2 (und 180 PS), aber ich denke, das ist dem LKW egal. 😀   Sahands S13: BBS, SR20DET mit großem Lader und ein äußerst mitteilungsbedürftiger Auspuff. Cartman says: “This is tits!” Meine S13. Bei diesem Bild fiel mir auf: Ich brauche hinten dunklere Tönungsfolie. Alex’ Break-S13 dürfte euch mittlerweile auch gut bekannt sein. Wunderschönes Auto, wird weiterhin sehr sportlich gefahren. Jens’ S14a: Der serienmäßige Böse Blick noch verstärkt durch die gelben Nebelscheinwerfer und die offenherzige Frontschürze samt mächtigem FMIC. Schlussendlich eine ausgesprochen interessante Liste für ein spontanes Pool-Meeting, da rentierten sich sogar die verbrannten Fußsohlen. Okay, nur mit Kamera und Badehose bewaffnet auf der Straße rumzuspringen, zeugt vielleicht von großem Einsatz, aber nicht unbedingt von hoher Intelligenz. Aber wir waren immerhin so schlau, die GoPro mitlaufen zu lassen, das Ergebnis könnt ihr nun hier betrachten: Vielen Dank an Rev-Vid Filmwerks für die erneute gute Kooperation.     Aber wisst ihr, was das Beste ist? Der Sommer 2015 ist noch gar nicht vorbei, das Hoch Finchen steht vor der Tür. Also: Erst Parken, dann Pool und am Ende Party!   Niels Kreischer – USED4.net...

Drift United 2. Lauf 2015 – BMW Asphaltfieber...

MORE CARS? MORE BATTLES? MORE DRIFTS? DRIFT UNITED! Was müssen das für anstrengende zwei Wochen bei den Veranstaltern der Drift United Serie gewesen sein? Kurz vor dem zweiten Lauf platzten die Anmeldungen aus allen Nähten und immer mehr Zuschauer kündigten sich für das Event an. Guter Rat war teuer und so beschloss das Team rund um Martin Montag den Austragungsort doch noch mal zu verlegen um einen reibungslosen  Ablauf zu gewährleisten. Willkommen in Obermehler Als neuer Austragungsort war schnell der Flugplatz in Obermehler (Thüringen, A38, dann lange nichts und auf einmal…) gefunden. Hier sollte es nun für alle Besucher ausreichend Parkplätze geben. An der Stelle muss ich sagen, sehr gut reagiert. Das Flugfeld war wohl schon zwei Tage vor dem Event rappelvoll mit Drift-Enthusiasten aus allen Teilen der Republik. Gut, es waren wirklich auffällig viele BMWs vertreten, aber das erschien mir absolut plausibel. Driftsport, Heckantrieb, BMW, das geht sich gut einher. Der Gang über den Parkplatz hat sich dann auch richtig gelohnt. Hier gab es eine ganze Menge hochgradig attraktiver Fahrzeuge aus München zu bewundern. Ein BMW E36 ganz nach meinem Geschmack war z.B. in Reihe 3 Block 6 zu bestaunen. Auch wieder ganz nach meinem Gusto, wenn auch mit einem ganz anderen Blutalkoholgehalt, dieser E36 Touring. bring the noise? Ja klar, da war ja noch was. Der zweite Lauf zur Drift United Serie 2015. Schon beim ersten Lauf auf dem Lausitzring war mir klar, dass Niveau hat stark zugenommen. Die Teams haben über den Winter einiges in Fahrzeug und Material investiert, was zur großen Begeisterung bei den Zuschauern sorgte. Also bring the noise? Ja sicher! Bereits am frühen Samstagmorgen versammelten sich unzählige der insgesamt 12.000 (zwölftausend – 1 2 0 0 0) Zuschauer am Circuit de Obermehler. Angezogen von quietschenden Reifen, Qualm und...

Allein unter Gölfen: Wörthersee 2015 im JDM Teil I...

Gleich drei USED4-Editoren waren beim erstmalig stattgefundenen ÜBERSEE-Trip an den Wörthersee dabei: Robert Kwiecien, Philipp Berndt und Niels Kreischer Diesen ungewohnten Luxus nutzten wir, um jedem von ihnen die Möglichkeit zu geben, seine ganz persönliche Sicht auf die Dinge zu schildern. Aufgrund des Umfangs haben wir den Bericht gesplittet: Teil I wird von Niels Kreischer und Robert Kwiecien gestaltet, der in Kürze folgende Teil II dementsprechend von Philipp Berndt. Niels Kreischer Das berühmt-berüchtigte VW-Treffen am Wörthersee: Für mich bisher ein großes Mysterium und allein der Gedanke daran, in meiner S13 dort durch die Massen zu schleichen, bereitete mir anfangs auch etwas Sorgen, das gebe ich zu. Aber was habe ich mich geirrt… Gespannte, neugierige Blicke, viele freundliche Gesichter, die sich über die Abwechslung freuten Kannte ich dieses Autotreffen mit seinen gewaltigen Ausmaßen doch bisher nur aus dem Fernsehen (das hat man früher benutzt, als es noch keine YT-Channel gab). Wörthersee 2015: Japaner, Briten, Deutsche, Italiener… Allerdings ist es auch kein Geheimnis, dass vor allem die Verhaltensauffälligen in solchen Beiträgen erwähnt und gezeigt werden, der Quote zuliebe. So effektheischend sind wir von USED4.net aber nicht, wir hofften vielmehr auf gegenseitigen Respekt und freundliche Aufnahme durch die VAG-Szene. Und das war absolut der Fall: Es gab viele gestrecke Daumen, interessierte Blicke und auch einige Kenner, die ihren Freunden zuriefen, welches Modell da gerade im Schritttempo durch Reifnitz oder Faak am See rollt. Godzilla erobert Sörg! Es gab keine Verletzten. Nachdem mir mal wieder ein Audi TT – Fahrer den hochgestreckten Daumen gezeigt hatte, fragte ich mich insgeheim schon, wie es wohl beim Reisbrennen wäre, führe man dort mit einem gemachten Golf durch die Massen… Unsere kleine, aber feine JDM-Gruppe nutzte die tolle Berglandschaft rund um den Wörthersee für einige flotte Touges und wir hatten einfach eine gute Zeit. Low Life Problems – Aber die Aussicht hat sich gelohnt Wörthersee ist viel mehr als nur Gummiiiii und Rumrollen: Nämlich Gummi und Rumflitzen! KDM, JDM und im Hintergrund ein UKDM: Die Liebe zu besonderen Autos ist global. Die Fahrzeuge der Teilnehmer in der Einzelaufstellung: Hyundai Genesis: 2 Liter Turbo oder wie hier ein 3,8 Liter V6, RWD und eine geile Form = Yes, please! R32 GT-R mit 12×16 rundum und fettem Stance: Hell, yeah! R 32 GT-R mit Customfelgen, Nismo-Aunbauteilen und ebenfalls sehr männlicher Tiefe. Mein allergrößter Schatz… Ich meine natürlich meine Freundin. Oder was dachtet ihr jetzt? So tief und doch so schnell. Die Japaner machen es vor und Alex beweist, dass es auch in D funktioniert.   Nicht zuletzt, weil sich die Wetterprognosen glücklicherweise als viel zu pessimistisch heraustellten, hatten wir ein kleines Wet-Shooting auf dem Rasen vor unserer Pension: Japanese Turbo Straight Six – Glory: Nissan Skyline & Toyota Chaser Ein echter Mann schätzt die Arbeit im Garten und wässert sein Lieblingsstück mit Hingabe. Zwei S13, beide rot & japanische Tunerfelgen, Nardi und Recaro. Aber dennoch unterschiedlich wie Tag und Nacht. Diese Formen… Wer hätte Hyundai das vor ein paar Jahren zugetraut? Wir natürlich. Naaaaatürlich. Auf dem Weg zum Oldtimer. Klingt schräg, ist aber so. Dabei sah er wohl noch nie so gut aus wie jetzt. Turbos in den Bergen: Kostet spürbar Leistung, sieht aber verdammt gut aus mit den imposanten Dreitausendern im Rücken. Österreich, Land der beeindruckenden Brücken und Tunnel (Broooom! Zisch!), vielen Dank für die freundliche Aufnahme und die Gastfreundschaft. USED4.net & Friends sagen Dankeschön und auf Wiedersehen. Vielleicht schon 2016, wenn es wieder heißt: “Der See ruft!”… Niels Kreischer – USED4.net   Robert Kwiecien Der Wörthersee gilt stets als das Mekka der VAG-Fraktion und wird jährlich von tausenden VW und Audi Fans besucht, um hier die eigenen Bauten beim Schaulaufen zu präsentieren und eines der weltweit größten Tuning Treffen zu feiern. Um uns auch die vielen Fahrzeuge bei den zahlreichen “Vor-Treffen” nicht entgehen zu lassen, haben wir uns mal Anfang Mai am Wörthersee umgeschaut und die eigene JDM Flotte über flotte Bergstraßen an den Wörthersee gefahren. Herrliches...