GT-Show Suzhou China

In Suzhou, rund 1,5 Stunden von Shanghai entfernt, fand dieses Jahr wieder die legendäre GT Show Suzhou statt. Und eins vorweg: Das hier ist keine normale Messe – es ist ein Statement. Natürlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen und so fuhr ich also nach Suzhou. Vom Presse-Ticket zur kompletten Überraschung Alles begann relativ unspektakulär. Wir nahmen Kontakt mit der Essen Motor Show auf, die vor Ort den German Pavilion organisiert, und fragten nach einem Presseticket – ohne wirklich zu wissen, was uns erwartet. Spoiler: Wir waren komplett unvorbereitet und ahnungslos. China muss sich in Sachen Tuning, Szene und Community absolut nicht verstecken – im Gegenteil. Was hier abgeht, ist auf einem Level, das selbst erfahrene Messegänger überrascht. Aber Ein riesiges Dankeschön geht an Ito, unseren Ansprechpartner hinter dem German Pavilion. In Rekordzeit organisierte er, dass wir an unsere Tickets kommen. Und nicht nur das: Wir wurden direkt noch zu einem gemeinsamen Abendessen mit dem rund 30-köpfigen deutschen Team eingeladen – eine Einladung, die man definitiv nicht ausschlägt. Schon die Anreise hatte Gänsehaut-Potenzial Bereits am Donnerstag, dem Tag der Anreise nach Suzhou, lag etwas in der Luft. Auf den Parkplätzen rund um die Hotels: keine Serienautos, sondern pure Szene. Getunte Lamborghinis neben GR Yaris, überall Sound, überall Bewegung. Man wusste sofort: Hier passiert etwas Großes. Zehn Hallen – und jede sprengt deine Erwartungen Freitagmorgen ging es dann aufs Gelände. Dank perfekter Organisation ohne große Wartezeit rein – und dann der Moment: Boom. Selbst für China hatten wir dieses Ausmaß nicht erwartet. Und zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Ahnung, wie groß es wirklich ist. Die Messe erstreckt sich über 5 gigantische Hallen, jede davon mit zusätzlichem Stockwerk – und überall: Autos, Builds, Stände, Menschen. Komplett vollgepackt. Kein Raum verschenkt. Das gesamte Areal umfasst 120.000 Quadratmeter Internationale Szene – wer hier alles so rumläuft Auch personell ist die Messe absolute Champions League: Larry Chen Yuki Lee Zai Bullzai Hamdan Adik Jun Hiroshi Tamura Kei Miura Toshiya Ichiraku Keiichi Tsuchiya Hanavocado, das Stututu Girl Re Amemiya Und viele mehr. Deutschland mittendrin – gefragt wie nie Auch Deutschland war stark vertreten: German Pavillon VDAT e.V. EMS E-Mags Media (inkl. Kult-Wackeldackel, der zum Nachteil der Chinesen leider nicht zum Verkauf stand 😂) H&R (gleich mit zwei Ständen!) EVC Electronic WS Racing P.AD. SlyStyle Performance Capristo Automotive Eibach KW Automotive SIXNINE Wheels BBS Man merkt schnell: „German Engineering“ zieht hier richtig. Und wer bei den Bildern genau aufgepasst hat, dem mag aufgefallen sein das auf den EMS Plakaten der Skyline von unserem Used4.net Moderator Philipp Bernd zu sehen ist. 3–4 Stunden anstehen? Kein Problem. Was uns sofort aufgefallen ist: gigantische Warteschlangen. Der Grund? Limitierte Modellautos. Besucher nehmen hier 3–4 Stunden Wartezeit in Kauf, nur um eines dieser Teile zu ergattern. Ähnlich bei Autogrammstunden der Szene-Größen. Und trotzdem: alles ruhig, organisiert, respektvoll. Keine Hektik, kein Chaos. Community statt Ego – das macht den Unterschied Was diese Messe wirklich besonders macht, ist die Atmosphäre. Ein Beispiel: Ein Drifter hatte seinen eigenen Stand mit einem Subaru BRZ – und verkauft dort seinen eigenen Energy-Drink in kleinen NOS-Flaschen, um sein Hobby zu finanzieren. Sein Name: Diablo. Typisch China: Viele wählen westliche Namen, weil ihre echten Namen für Ausländer schwer auszusprechen sind. Aber egal wie der Name ist – die Leidenschaft ist echt. Alte Bekannte und neue Geschichten Mitten auf der Messe dann ein unerwartetes Wiedersehen: Jeffrey Li. Der Typ, der einstmals mit seinem Santana einfach mal von China bis zum Wörthersee fuhr. Ich stand vor seinem Auto, schrieb ihm – und Minuten später standen wir zusammen da und haben uns über seine nächste Tour unterhalten. Jeffrey ist ein Kerl, der die alte Schule und Community für mich verkörpert. 2026 will er wieder los. China → Deutschland. Komplett irre. Komplett legendär. Und jetzt mit USED4-Sticker. Gute Fahrt, Jeffrey! Zwischen Fame und Realität – und keiner macht ein Ding draus Eine Begegnung, die besonders hängen geblieben ist: Eine junge Dame Namens...

Juli21

AUDI Forum Ingolstadt

Bilder von Christian Farkas – USED4.net Audi Forum Ingolstadt Audi-Museum mit Autos und Motorrädern sowie Restaurants und Programmkino. Website: AUDI Forum Ingolstadt Adresse: Auto-Union-Straße 1, 85045 Ingolstadt Telefon: 0800 2834444 Öffnungszeiten: Freitag 09:00–17:00 Samstag 10:00–16:00 Sonntag 10:00–16:00 Montag 09:00–17:00 Dienstag 09:00–17:00 Mittwoch 09:00–17:00 Donnerstag...

Im beinahe fernen Osten

Vorwort: Der ein oder andere hat möglicherweise inzwischen mitbekommen, dass ich aus beruflichen und privaten Gründen in den fernen Osten, naja sagen wir „beinahe“ fernen Osten gezogen bin. Und zwar nach China. Aus diesem Grund werden zukünftige Berichte von mir sich meist auch mit diesem Themengebiet befassen. Vorab sei gesagt, dass das Thema China gerne dazu anregt, politische Diskussionen zu starten. Wir werden uns in keinster Weise auf irgendwelche politischen Debatten etc. einlassen, in dieser Reihe geht es allein um das Thema Auto. 4-spurig ist Standard auf dem Highway Welcome to Shanghai   Wo also fangen wir an…… Viele Europäer vermuten wahrscheinlich, dass man hier in China sein Auto verändern kann, wie man will und es somit das reinste Tuningparadies sein muss. Die McDonalds M-Edition. Immer für ein Schmunzeln gut   Aber haben wir vorher überhaupt jemals etwas von dem Thema „Tuning in China“ gehört? Sehr wahrscheinlich nicht. Als ich selbst versuchte, mich vor meinen Umzug zu informieren, stellte ich schnell fest, dass irgendwie keiner wirklich sich hier mit diesen Thema und der gesetzlichen Lage dazu auskennt. Über die Zollbestimmungen zu meinem Umzugsgut habe ich dann schnell den ersten Anhaltspunkt bekommen: Dort existiert ein extra Absatz, dass es nur Diplomaten gestattet wäre, Autos zu importieren und das zudem auch nur LHD Autos in China gestattet seien. RHD ist somit hier illegal!   Meine erste Reaktion: Verdammt! Aber aus einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist es vermutlich gar nicht so ganz verkehrt. Es gibt schließlich sehr viele reiche Chinesen die ihren Status auch gerne zeigen. Man stelle sich nun vor, alle diese Menschen würden sich für schöne JDM-Klassiker wie Skyline, Supra, RX7 oder NSX begeistern dürfen. Welchen Effekt hätte dies auf die Preise? Eben. Seien wir froh, dass es nicht so ist. No Joke, ich habe BMW mit diesen Bild angeschrieben ab wann es dieses Model in Deutschland gibt und ob es eine M-Variante geben wird. No Statement Auch dieses Pferdchen findet man in China Auch beim Thema STVZO und Tuning gibt es, wie man sich denken kann, gewaltige Unterschiede, aber diese sind vermutlich anders als die meisten vermuten würden. Die Verkehrsregeln lernte ich inzwischen für meinen chinesischen Führerschein. Für diesen musste ich als Deutscher erstmal meine Dokumente übersetzen und anerkennen lassen sowie einen Schrifttest machen, der 100 Fragen beinhaltet. Diese Regeln sind ausgesprochen streng, oft sogar strenger noch als bei uns in Deutschland! Wer schon einmal in China war, denkt sich jetzt möglicherweise: „Bulls**t! Die fahren doch wie die letzten Penner.“ Leider normal Wenn 10m nach der Ampel ein Zebrastreifen ist führt das zu jede Menge Chaos Den gleichen Gedanken hatte ich auch, um ehrlich zu sein. Die Regeln existieren, aber keiner interessiert sich dafür (zumindest die meisten). Verkehrspolizei hab ich bis auf Alkoholkontrollen noch nie gesehen. Diese findet dann in Form einer 100%igen Straßensperrung statt. Hier wird bekanntlich auf Überwachungskameras gesetzt.  Nur sind diese irgendwie immer kaputt, und werden nicht mehr repariert. Süß der kleine, den großen Bruder als H1 Version habe ich auch gesehen. Leider nicht als Foto bekommen 🙁 Daran merkt man wie jung in China eigentlich der große Individualverkehr ist, im Vergleich zu der Situation bei uns.   Strengere Regeln, auf die auch stark geachtet wird: 100%iges Alkoholverbot im Verkehr (bis zu zwei Jahre Gefängnisstrafe, wenn man erwischt wird) Manipulation von Nummernschildern (Führerscheinentzug, 12Punkte Strafe) Rote Ampeln und Zebrastreifen (überwacht durch Kameras, 6Punkte Strafe) (Das Punktesystem reicht bis maximal 12 Punkte innerhalb einer Periode, diese wird jedes Jahr zurückgesetzt) Fahrschule. Geübt wird auf festgelegten Routen und auf Übungsparkour Nur fährt der Fahrlehrer selber auch oft kriminell und ist kein gutes Vorbild Aber nun zu dem Thema, das wohl die meisten Leser hier interessiert, dem Tuning. Eine echter Outlaw im hohen Norden Chinas (Liaoning/Fushun). Da hat es sich gelohnt, die Schwiegereltern zu besuchen Hier ist man auch für den Winter gerüstet Subaru darf natürlich hier nicht fehlen Als Subaru-Amateur fällt es mir oft schwer Fake und...

Achtung, Spoiler!!!

§1 Tuning-Gesetz: Wir Auto-Enthusiasten investieren freiwillig eine Menge Zeit und Geld, um unsere Vehikel zu individualisieren und eifern dabei in der Regel einem oder mehreren Trends nach. Diesem Grundsatz folgen wir manchmal bewusst, meistens aber eher unbewusst. Doch wie es in der Mode und mit den Trends eben immer so ist: Manche Designs sind absolut zeitlos, andere dagegen werden so schnell uncool, wie sie vorher gehyped wurden. Das gilt für Spoiler, Farben und Felgen an Autos, genauso wie für Inneneinrichtungen, Schuhe, Hosen und Bärte.   Alles ist also stetig im Fluss und nur ganz wenige Gegenstände oder Designs können von sich behaupten, über der Zeit zu stehen. Warum ich darauf komme? Ganz einfach, es war mal wieder Zeit für 10 Gangwechsel auf der Viertelmeile und Gefahr für den Krümmer durch ein herabfallendes Bodenblech: The Fast and the Furious. Während ich also die rasanten Erlebnisse vom seligen Paul Walker und seinem Brother from another Mother Vin Diesel ansah, musste ich mir eingestehen, dass ich bei einigen der bonbonbunten, massiv verspoilerten und mit fetten Chromfelgen versehenen Fahrzeugen, absolut zufrieden wäre, wenn eben jener Plastikbomber meine Einfahrt zieren würde und ich ihn mein Eigen nennen dürfte. Mal komplett außen vorgelassen, was unsere 2020er Rennleitung dazu sagen würde. 2001 sah die Welt in dieser Hinsicht ja noch ganz anders aus: Polizist: „Allgemeine Fahrzeugkontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere. Ist der Wagen umgebaut?“ Ich: „Hier stehts: Alles eingetragen! Polizist: „Vorbildlich. Schönes Auto haben Sie da. Na dann gute Weiterfahrt.“   Doch die Zeiten von Shogun-Verspoilerung, Flip-Flop Lackierungen und Lexani-Chromfelgen sind für die allermeisten Autoverrückten entweder lange vorbei oder sie haben sie vielleicht auch nie mitbekommen. Ebenso erzeugen die massiven Gfk-Komplettumbauten mit ganzen Faceswaps und Lambo-Style-Doors, die in Spanien oder Belgien Anfang der Nullerjahr so populär waren, heute bei den meisten Kids nur ein erstauntes Lächeln. Mittlerweile orientieren sich viele Tuningbegeisterte eher an der „3F-Regel“, also „Fahrwerk, Felgen und Folie“. (Ganz böse Zungen sagen „4F“ und hängen noch ein „Finanzierung“ dran) Selbstverständlich können schon diese Maßnahmen je nach Fahrzeug und Umsetzung bereits ein geniales Ergebnis erzielen, das ist unbestritten. Und der Geldbeutel kann natürlich auch bereits unter diesen Schritten kräftig in Mitleidenschaft gezogen werden, denn für (Luft-)Fahrwerk und Felgen ist man schnell mal 5.000€  und mehr los! Im Gegensatz zu 2001 gibt es mittlerweile aber auch genügend Autos, die bereits vom Hersteller aus schon so individualisierbar sind, dass der Aftermarketbereich oftmals in die Röhre schaut. Man denke nur an die wilde Konfigurationseskalation, die damals der erste New Mini ausgelöst hat und der sich mittlerweile kaum ein Anbieter mehr entziehen kann: Das Dach muss bitte eine andere Farbe haben können als die Außenspiegel und der LED-Innenhimmel darf ebensowenig fehlen, wie die große Zielflagge auf dem Armaturenbrett… Individualität ist das Stichwort. Aber wer legt eigentlich fest, was gerade In ist und was längst schon wieder Out? Diese Frage ist zugegebenermaßen schwierig zu beantworten, Trends entstehen und vergehen, man denke nur an den bereits erwähnten Flip-Flop-Lack, der dann vom Mattlack und dieser wiederum vom Candy-Lack abgelöst wurde. Manchmal genügt ein einzelner Funke, wie eben der erste Teil von Fast and Furious, um eine ganze Explosion zu entfachen und dabei gilt dann, je extremer  und modischer ein Trend, desto größer ist gleichzeitig auch die Gefahr, dass der Trend plötzlich von „ganz cool“ zu „extrem peinlich“ mutiert. So erging es einst zum Beispiel der Unterbodenbeleuchtung, die nun aber auch seit einigen Jahren ein leuchtendes Comeback feiert. Und wie es bei auch allen anderen materiellen Ausdrücken von Individualität eben so ist (und da zählt die Autoszene selbstverständlich dazu) machen viele etwas, um anderen zu gefallen und nur wenige, damit es allein ihnen selbst gefällt. Selbstverständlich würde wohl jeder zuerst behaupten, dass er oder sie die Entscheidungen nach eigenem Geschmack getroffen hat, aber den Respekt und die Zustimmung von anderen Menschen für das eigene Werk zu bekommen, tut wohl den Allermeisten von uns gut. Es gibt sicher nur ganz wenige Menschen auf der Welt, denen...

R31 meets RHD-Speedmaster

Inzwischen ist auf den Monat genau ein Jahr vergangen, als ich stolzer Eigentümer eines Nissan Skyline R31 GTS wurde. Doch wie sich manche von euch vielleicht noch erinnern, war einiges daran zu machen. Eine kleine Auflistung dieser Arbeiten: Windschutzscheibe austauschen Getriebe instandsetzen neue Felgen auswählen Auspuff reparieren alle Flüssigkeiten erneuern Lack aufbereiten GT Autospoiler lackieren und montieren Scheinwerfer auf Rechtsverkehr umbauen Die Motorstütze, damit der Getriebeausbau leichter fällt… Aufgrund defekter Bremsbänder, einer beschädigten Kupplungsglocke und Spänen im Getriebe, wurde die ganze Einheit komplett revidiert.   Der Unterboden. Automatikgetriebe, zerlegt.    Das war dann im Endeffekt doch ein wenig mehr Arbeit als gedacht. Nachdem dies alles aber endlich erledigt war, kam nun auch das Team von RHD-Speedmaster  ins Spiel. Bisher hatte mir Speedmaster schon bei all meinen Fragen mit Infos und Ratschlägen zu Seite gestanden, die ich ihnen zur Thematik der deutschen- und Oldtimerzulassung stellte.   Der Scheinwerferumbau von Links-  auf Rechtsverkehr. Auch der Kontakt, bei dem ich die Scheinwerfer passend für den deutschen Verkehr umbauen lassen konnte, kam von RHD. Vielen Dank dafür. Jetzt hieß es aber „Eintragung oder Ablehnung“! Ich hatte recht zeitnah einen Termin bekommen und war dementsprechend nervös. Früh aufstehen war die Devise also am Donnerstag, den 4. April! Um 4Uhr um genau zu sein, aber viel schlafen konnte ich vorher eh nicht. Nun galt es, den Skyline aufzudecken und aufzuwecken, die roten Nummern zu montieren und meine Fahrbegleitung Lisa abzuholen. Die Fahrt nach Edesheim, also der Ort, in dem sich die Halle401 von RHD-Speedmaster befindet, verlief zu meiner Beruhigung absolut problemlos, der Skyline absolvierte die vielen Kilometer ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Ihr kennt das ja sicher, diese ersten Fahrten mit dem frisch aufgebauten Auto, bei denen man auf jedes Geräusch lauscht und jede Art von Geruch misstrauisch erschnüffelt wird, ob auch wirklich alles passt…     Rüdiger von RHD muss öfter mal die schönen Importfahrzeuge umparken. Problem Platzmangel. Aber sicher nicht der schlechteste Job. Kurz nach 9 Uhr erreichten wir das Ziel und wurden direkt freundlich von Firmenchef Christian Müller empfangen. Ich empfinde es als äußerst sympathisch, zu sehen, dass Christian sich anscheinend wirklich an jeden seiner Kunden erinnert. Ich war in der Vergangenheit bereits zweimal mit meinem Integra bei ihm. Aber das ist auch schon wieder drei Jahre her, und seitdem hatte er sicher einiges an Kundschaft. Wir unterhielten uns kurz sachlich über den Skyline, dessen Abnahme und die Eintragung. Aber dann wechselte das Gespräch schnell in den gemütlichen Smalltalk darüber, was dem Betrachter in dieser Halle an automobilen Köstlichkeiten quasi um die Ohren/Augen geschlagen wird. Autos und Tuning   Zwar kein Japaner, trotzdem ganz große Klasse Fiat, Porsche, VW…. RHD kümmert sich nicht nur um japanische Fabrikate Das allseits bekannte RHD-Speedmonster: MR2 Turbo Besondere Autos aus Europa und Asien auf einem Fleck versammelt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Irgendwann war dann auch mein R31 an der Reihe und wurde ausgiebig begutachtet. Ergebnis: Er bekam die erhoffte deutsche Zulassung und seinen Oldtimerstatus mit H-Kennzeichen. Ein weiteres Highlight an diesem Tag war für mich Alexanders S13 mit dem LS1 Motorswap, über den wir in einem Feature zu einer anderen Zeit noch genauer berichten werden Der Heimweg war leider weit weniger enspannt als die Hinfahrt. Ein Stau nach dem anderen! Aber irgendwann waren wir dann doch endlich Zuhause und glücklich, dass wieder ein weiterer großer Schritt erledigt war. Nun steht der Skyline freudig lächelnd vor meiner Tür und wartet auf seine Nummerschilder. Ich hatte ja bereits in den vorherigen Berichten (Teil1 und Teil2) angekündigt, dass ich dazu noch eine genaue Kostenauflistung machen möchte. Der Abschlussbeitrag mit den kompletten Kosten seit der Anschaffung folgt allerdings erst später, da man seine Errungenschaft erstmal genießen sollte bevor man sich die Laune mit solchen Lapalien wie schnödem Mammon verhagelt.   Endlich kann die Saison auch für mich anfangen!   Christian Farkas – USED4.net Ich möchte hier auch ein großes Dankeschön an Lisa (Instagram) ausrichten die mich begleitet...

Chris kauft einen Skyline R31 (Teil2)...

So…. da bin ich nun mit einem Skyline R31, von dem kaum jemand auf dem deutschen Markt eine Ahnung hat. Da diese Modellreihe hier zu Lande eher wenig bekannt ist, besteht sogar eine reelle Chance, dass meiner der Einzige ist. Oder vielleicht doch nicht? Falls Ihr selber einen habt oder jemanden kennt der einen hat, schreibt uns gerne über Facebook, Instagram oder per Email. In diesem, wie in den folgenden Berichten, versuche ich euch zu beschreiben, was ich an dem Skyline alles mache, wie ich auf die Lösungen gekommen bin und was mich der Spaß unterm Strich kostet! Damit meine ich nicht nur Teilekosten, sondern alles was dazu gehört, wie Versand, Zoll, Eintragungen und so weiter. Die Frage war, womit fange ich als erstes an? Auf der ToDo Liste standen schonmal: Windschutzscheibe Getriebe Felgen Fahrwerk Wie bei jedem Projekt, kommt im Laufe der Zeit natürlich noch das ein oder andere dazu. Aber, wie bei jedem Projekt, gilt es Prioritäten zu setzen. Also habe ich bei der Windschutzscheibe begonnen! Ich hatte mich ja bereits, wie im letzten Artikel erwähnt, mit Memo von APF (Auto-Point Fukuoka) in Verbindung gesetzt, ob er mir eine Windschutzscheibe in Japan auftreiben kann. Ein Mann ein Wort. Doch ganz so reibungslos wie geplant, lief es dann leider nicht ab. Was nicht an APF lag, denn ohne die Jungs und Mädels hätte ich wahrscheinlich noch immer keine Scheibe. Also ließ ich über Auto-Point Fukuoka bei NISSAN Japan anfragen, ob noch Original Frontscheiben für ein R31 Coupe lieferbar sind. Die Windschutzscheibe des Coupe (HR31) ist anders als die des Wagon und Sedan. Die Antwort war „Ja“, aber zu einen stolzen Preis von 107.000Yen (810€). Natürlich musste ich erstmal schlucken, als ich diesen Preis sah, aber ein neues Originalteil war es mir dann doch wert....

Sep.05

Chris kauft einen Skyline R31! (Teil1)...

Vorgeschichte: Manch aufmerksamer Leser von USED4 weiß sicher, dass ich einen Honda Integra Turbo mein Eigen nenne. Was die meisten aber nicht wissen werden, ist, dass ich diesen während des Turboumbaus schoneinmal kurz tauschen wollte. Und zwar gegen einen Nissan Skyline R31! Die Autos der Achtziger haben es mir schon immer deutlich mehr angetan, als die moderneren und aktuelleren Versionen, sei es ein Golf, Audi RS oder auch ein Nissan GT-R. Ich kann diesen supermodernen Autos einfach weniger Sympathie entgegenbringen als ihren Ahnen. Der Skyline-Tausch wurde vom Besitzer damals nachvollziehbarererweise abgelehnt und der Integra wurde fertig aufgebaut (was ja nun kein Fehler war, er hat mir doch das ein oder andere mal ein Lächeln in Gesicht gezaubert. Aber eben auch so manche Träne). Der Wunsch nach dem alten Skyline geriet vorerst in Vergessenheit…. bis vor Kurzem! Die Idee für ein neues Projekt begann in mir zu reifen, mein Augenmerk lag zugegeben aber erst auf dem Nissan Skyline R30. Doch zuerst musste der Integra weichen, natürlich wegen des lieben Problems: GELD! Plötzlich ploppte dann ein R31 Skyline in verschiedenen Facebookgruppen auf. Ich erkannte ihn sofort, es war derselbe mit dem ich vor über 4 Jahren hatte tauschen wollen. Kurz die Augen gerieben, erneut in die Annonce geschaut, Details durchgelesen, den Preis gecheckt und abgewunken: Für mich mit 7.700€ einfach zu teuer und dazu noch mit einem eher unerotischen Automatikgetriebe. Als Kirsche auf der Sahnetorte der Gegengründe besaß das Auto auch noch immer keine deutsche Zulassung. Nach einer Weile verschwand die Annonce aus FB, aber nicht aus meinen Kopf. Drei Monate vergingen, als ich auf einmal wieder an die Anzeige dachte und mich erneut fragte, was nun mit dem Skyline passiert sein könnte. Hätte ihn irgend jemand aus der Szene gekauft, würde er diese Errungenschaft sicher...

Tuningworld Bodensee Part 2

Die Tuningworld ist nun schon wieder ein paar Tage her (okay okay, inzwischen schon viel länger. Ich gebe zu, ich war in letzter Zeit etwas bequem) aber es gibt noch das Ein oder Andere zu berichten… Doch fangen wir einfach dort an, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. (Before Tuningworld Part 1): Wir bekamen die Zusage, dass wir für USED4.net einen Doppelstand in der Clubarea nutzen dürfen. Dass dann nicht immer alles so laufen würde, wie man sich das vorgestellt hatte, war ja irgendwie zu erwarten. Zum Beispiel zeigte sich mein Integra mal wieder von seiner schlechtesten Seite und wollte nicht so ich ich wollte! Beim  Hyundai Getz von Nils dagegen hatte sich die Lieferzeit für das K-Sport Airride Fahrwerk „dezent“ um ein paar Monate verzögert. Leider bedeutete das für unseren Getz in diesem Fall zugleich das Aus. Das Fahrwerk kam zwar noch kurz vor der TWB an, aber Nils entschloss sich vernüftigerweise dafür, der Hektik keine Chance zu geben und dadurch zu vermeiden, dass sich irgendwo fatale Fehler einschleichen könnten. Die Orga der Tuningworld versorgte uns während der Vorbereitungszeit mit vielen Infos über Unterkünfte, Waschplätze und Tankstellen und wies auch mehrfach darauf hin, dass man sich möglichst an die STVZO zu halten habe und alle Unterlagen für sein Auto dabei haben sollte, da die Polizei verstärkt Kontrollen im Voraus angekündigt hat. Die Tuningworld sollte vom 10. Mai – 13. Mai ihre Pforten für alle Besucher öffnen. Als Aussteller waren wir selbstverständlich verpflichtet, unsere Fahrzeuge schon vorab dort aufzubauen. Aus diesem Grund war für uns die Einfahrt auf das Messegelände bereits zwei Tage vorher möglich. Da Nils, Nadja und Sebastian über 600km Anfahrt vor sich hatten, starteten sie schon  Mittwoch Früh. Die wirklich schöne Eclipse von Sebastian (Tose-Tuning) wurde für die weite Strecke via Hänger transportiert. Nils‘ Hyundai Coupe nahm die Strecke dagegen auf eigener Achse in Angriff (ja, der Flügel war selbstverständlich montiert). Probleme gab es bei dieser Anfahrt am Mittwoch zum Glück aber keine. Es war wie gesagt noch Mittwoch, als etwas später endlich auch mein Feierabend anstand. Zuhause angekommen, deckte ich als erste Maßname den treulosen ITR zu und startete im Anschluss in Begleitung meines netten Vermieters (irgendwie muss man ja auch wieder nach Hause kommen) in Richtung Tuningworld. Fast zeitgleich gegen 18 Uhr trafen dann Sebastian, Nils, Nadja und ich bei der TWB ein, wo bereits viele der anderen Teilnehmer fleißig mit dem Aufbau beschäftigt waren. Domenico und Jenny würden sich uns mit ihren ITRs erst später anschließen. Die einen oder anderen Teilnehmer der TWB bauten teilweise aufwendige Szenerien auf. Z.B hatte ein Stand das Thema „Ägypten“ oder zwei weitere das Thema „Piraten der Karibik“. Bei uns war das Ganze zugegeben etwas pragmatischer gehalten. Während Nils und Sebastian am Sonax Autowaschplatz waren, wo ihnen von Sonax alle möglichen Produkte aus der Palette bereitgestellt wurden, um ihre Gefährte auf Hochglanz zu bringen, ging ich zu den Betreuern der Club Area und des Yokohama Tuning Awards und kümmerte mich um unsere Absperrungen. Für die typischen Absperrungen, die man bei der TWB so oft sieht, müssen pro Stellfläche 100€ Pfand hinterlegt werden (wir hatten 2 Stellflächen und hatten somit 200€ Leihgebühr). Auch organisierten wir dort einen Parkausweis für Sebastians Hänger, sodass er diesen auf den überwachten Hängerparkplatz abstellen konnte. Nachdem dann auch Domenico und Jenny eingetroffen waren, stellten wir unsere Autos passend auf und errichteten die Absperrungen. Es war dann bereits gegen 23 Uhr und ich konnte mich endlich auf meinen zweistündigen Heimweg machen, immer mit dem Hintergedanken, dass ich am nächsten Morgen bereits wieder um 6 Uhr aufstehen durfte, um erneut zur TWB zu pendeln. Aber es macht ja Spaß. Am nächsten Tag, dem Donnerstag, fiel dann der offizielle Startschuss und die Tuningworld war sofort in vollem Gange. Der Andrang der Leute war nicht von schlechten Eltern. Aber wenn wundert es, bei alldem was vor Ort geboten wird. Immerwieder höre ich zwar von Freunden, wie langweilig...