Allrad Boxer mal anders: Porsche 996 4S

Nicht nur die Japaner haben zahlreiche Allrad Boxer aus dem Werk gerollt. Auch im klassischen 911 Territorium finden man vereinzelt den Boxer Klassiker in seiner Offroad tauglichen ūüėČ Basis. Oft zwar nicht so beliebt wie das Heckantrieb Original, daf√ľr optisch aber mit Anleihen des 911er Turbo. .   Robert Kwiecien –...

Paaren/Glien 2018

Nich' der Knilch mit seinen bescheuerten Oldtimern schon wieder... Doch doch. Ich hatte auch nicht vor der Oldtimer-Futzi hier zu werden aber wat soll man machen? So zeige und erz√§hle ich nun die Bilder, die ich flei√üig auf der Oldtimer-Show im brandenburgischen Paaren/Glien gemacht habe. Selbiges Event findet immer zu Pfingsten im MAFZ Erlebnispark Paaren statt. Eintritt ist f√ľr Erwachsene 12 Euro und wer selber mit einem Auto Baujahr von vor 1985 anreist, kommt kostenlos aufs Gel√§nde. Diese recht willk√ľrlich gezogene Altersgrenze veranlasste mich im √ľbrigen im Daily Dirty Diesel hinzufahren, da der Ghettoporsche 1995er Jahrgang ist und somit auch nicht auf den Hof zum Spielen gedurft h√§tte. Allerdings stellte sich auf dem Gel√§nde dann heraus, dass man das wohl doch nicht so genau nahm. Naja, wie immer, dann halt n√§chstes Mal. Nun bin ich pers√∂nlich, nat√ľrlich auch in eurem geistigen Auftrag, immer auf der Suche nach japanischem Altmetall. Dieses lie√ü sich aber, wie eigentlich fast immer, kaum blicken. Allerdings war die Auswahl an europ√§ischen und amerikanischen Klassikern sehr erquicklich. Was mir pers√∂nlich sehr positiv aufgefallen ist, gegen√ľber anderen Veranstaltungen dieser Art: Modifiers welcome! Man hatte tats√§chlich den Eindruck, dass individualisierte Kisten automobiler Freigeister mindestens genau so h√§ufig vertreten waren, wie Matching-Number-Fetischisten Ein Trend, den ich sehr begr√ľ√üe, auch wenn er mit entsprechenden Preisentwicklungen einhergehen wird. Hier schrecken die Besucher nicht zur√ľck, ihre Sch√§tzchen der Allgemeinheit zur Schau zu stellen. Auch ohne sch√ľtzende Glaswand. Im Jahr 2017 fiel das Treffen leider sprichw√∂rtlich ins Wasser, weshalb ich froh war, dieses Jahr so viele verschiedene sehenswerte Fahrzeuge anzutreffen. Autos wie der Golf I oder auch neuere Fabrikate, die aber schon im H-f√§higen Alter sind, schlagen mittlerweile ziemlich gut die Br√ľcke zwischen Oldtimern als "alte M√§nner Hobby" und "jugendlichen Tuning-Spinnern". Me Gusta. "Gerd, das is'n Manta-Motor!" Im...

Japan und die Frage nach dem Warum

“Japan? Warum eigentlich immer Japan?‚ÄĚ werde ich regelm√§√üig gefragt und die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach. Meist kommt dann auch nur ein knappes ‚Äúfinds dort halt gut‚ÄĚ raus und somit ist die Sache in der Regel schon wieder vom Tisch. F√ľr mich ist es das Komplettpaket, das mich immer wieder fasziniert. Selbst nach meinem dritten Besuch, √ľberlege ich schon, wann ich wieder zur√ľck gehen kann. Egal wann ich dort war, egal mit wem ich dort war, es war immer eine andere Erfahrung und ich habe immer wieder neue Dinge entdeckt und erlebt. Vielleicht ist es einfach dieser gewisse Flair, der mich so bannt. Akihabara Tokyo. Regen + Licht = Super. Vielleicht sind es auch die Autos, die man hier in freier Wildbahn sieht. An gef√ľhlt jeder Ecke steht ein besonderes Auto herum. Egal was ihr gut findet, es gibt von allem etwas zu sehen. Ich selbst bin, wie solls auch anders sein, der JDM-Welt verfallen. Dieser makellose RX-7 stand beispielsweise in n√§chster N√§he zu unserem Appartment, jeden Morgen liefen wir daran vorbei. Jeden Morgen habe ich mir gesagt: “Genau so einen will ich auch”. Lack und Zustand 1A, komplett Serie, soweit ich das erkennen konnte. Dieser Ferrari 458 schlummerte hinter den Gittern eines √ľberwachten Parkhauses und schaute finster vor sich hin. Sicher w√§re er Viel lieber auf dem Wangan bei Mitternacht. In Japan nicht wirklich eine Rarit√§t und ein Daily im Serienzustand ist dieser Nissan Skyline R34 GTS-T.   Unsere weitere Reise f√ľhrte uns f√ľr einen Tag von Tokyo nach Kyoto. Dort besuchten wir den Fushimi Inari-Taisha Schrein mit seinen tausenden rot/orangenen Torii. Tausende Touris gab es auch vor Ort und ein Bild ohne Touristen im Bild zu machen, ist nochmal eine ganz andere Geschichte haha. Fushimi Inari-Taisha, Kyoto.   Weiter ging unsere Reise nach Osaka. Das Wetter wurde immer besser, w√§hrend es in Deutschland anfing zu schneien. ūüėČ RUF-Porsche. Wenn er mich riefe, ich w√ľrde ihn erh√∂ren.   Auch eine Art Porsche, nur kugeliger. Dieser geslammte K√§fer verspr√ľhte mehr Charisma als alle New Beetle zusammen.   Durch die Stra√üen von Tokyo liefen wir t√§glich ca. 15km. W√§hrend dieser Touren findet man, wie ich vorhin schon sagte, wirklich einiges an sch√∂nen Autos. Keine feige Sau: Der Fahrer dieses De Lorean nimmt den heftigen Tokioter Verkehr in der Rush Hour auf sich und reist zu seinem n√§chsten Ziel. Was sein Ziel ist? M√∂glicherweise 1985, vielleicht aber auch 2025? Kein Yellowbird, aber dennoch genauso auffallend wie Bibo aus der Sesamstra√üe: Dieser 996 GT3 zeiht derart die Blicke auf sich, dass man den wei√üe 930 im Vordergrund beinahe √ľbersieht. Stimmts? Gelb gehts weiter: gleich zwei Briten in lime: Die Lotus Elise R ist im automobilen Stra√üenkampf sicher gut aufgestellt, noch flinker ist aber garantiert der Caterham Super 7. Props f√ľr das Nummernschild. Und Colin McRae schaut von oben zu… Dieser Impreza macht jede Fahrt zur Arbeit zur WRC-Pr√ľfung. Ferrari FF: Mehr Platz f√ľr die Einkaufst√ľten und trotzdem immer erster beim Ampelsprint. Herrlich. Nun kommen wir langsam aber sicher zum Ende meines Vortrags und ich hoffe es hat euch gefallen. Ich kann jedem nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben nach Japan zu fliegen. Drachenfest in Asakusa Tokyo. Street Performance, Shibuya Crossing Tokyo. Kirschbl√ľten Yoyogi Park Tokyo. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich auf die Frage “Warum immer nach Japan?” nur so knapp antworte. Japan ist einfach zu vielf√§ltig, um es in einem simplen Satz beschreiben zu k√∂nnen.   Michele Danze – USED4.net INSTA: @mik.wd  ...

Classic Remise Berlin

Es h√§tte auch ein Sp√§tschichtvormittag nach Schema F werden k√∂nnen: Kind in der Kita, ich auf der Couch, Netflix and chill bis ich zur Arbeit los muss. Aber heute nicht. Mir steht der Sinn nach etwas Extravaganz und einer gewissen automobilen joie de vivre. Welch ein Gl√ľck, dass die Berliner Classic Remise mit dem Auto nur ca. eine nervige Radiomoderation und einen furchtbaren Song der aktuellen Popmusik von meiner Arbeitsst√§tte entfernt liegt. Somit ja quasi auf dem Weg. Von Au√üen ein sehr gepflegter, aber doch relativ unscheinbarer industrieller Backsteinbau aus dem letzten (oder vorletzten?) Jahrhundert beherbergt die Berliner Classic Remise sowohl 88 verglaste Stellpl√§tze f√ľr private Mieter, als auch Gewerbefl√§chen f√ľr Automobilh√§ndler der exquisiteren Art und auf Oldtimer spezialisierte Werkst√§tten. Aber auch wenn man, wie ich, nur Autos besitzt, die zusammen drei fuffzich wert sind, lohnt sich ein Besuch eigentlich immer. Allein schon weil der Eintritt v√∂llig kostenlos ist und sich das Inventar durch die vertretenen H√§ndler, Werkst√§tten und Mieter regelm√§√üig √§ndert. Ich bringe meistens schon eine gute halbe Stunde auf dem Vorhof bzw. Besucherparkplatz zu. Denn schon hier wird man von einem buntem Potpourri an sehenswerten Kraftdroschken empfangen. Ein aus Russland angereister Evo VI Tommi Makkinen Edition neben einem Peugeot 504 Cabriolet mit franz√∂sischen Kennzeichen? Ja ja kenn ick, kenn ick. Allet schon jesehen. Einige sind Besucher- andere Kunden- oder Mitarbeiterfahrzeuge. Langweilig kann das eigentlich nicht werden. Aber auch “Projektfahrzeuge” der ans√§ssigen Werkst√§tten stehen hier. Wobei der kleine Fiat 126 wohl eher in die Kategorie Parts Car f√§llt. Auch dieses Exemplar italienischer Autobauerkunst – Maserati Quattroporte III – w√ľrde ich unter Kategorie Projekt einstufen. Ist auch k√§uflich zu erwerben, falls jemand Interesse hat. Airbagging low, entsprechende Felgen und ein Taxischild aufs Dach. Patina bleibt. Essen Motor Show 2018? Bitte. Irgendwer. Dahinter befindet sich eine schon umgesetzte Idee. Mich w√ľrde interessieren, ob sowas noch als Renn-Replika l√§uft oder mittlerweile schon als Outlaw-Mercedes. Wie sich im Geb√§ude herausstellt, macht sich ein Dienstag Vormitag ganz gut, um ihn hier zu verpl√§mpern. Kaum Besucher da, die einem mit ihrem “Fachgesimpel” auf die Ketten gehen. So sieht also der Ruhestall von ehemaligen italienischen Superhengsten aus. Ich denke, man kann es schlimmer treffen als Auto. Wenn ich mir jetzt nochmal den Inhalt dieser Glasboxen vergegenw√§rtige, frage ich mich, was wohl eine Geb√§udeversicherung f√ľr dieses Etablissement kostet. Ja, man kann schon sagen, dass relativ viele Autos aus bella Italia anwesend sind. Solche aus Modena in beeindruckender Zahl. Und viele kann man sogar kaufen. ¬† So spaghetti- und pizzalastig die Auswahl am Buffet auch scheinen mag, es gibt auch durchaus abwechslungsreichere Kost. Burger mit Fritten, Fleisch mit Minzsauce und nat√ľrlich Maultaschen. Allet da. Sogar etwas Sushi ist in der Auslage. Dieser 2001er MX-5, rin Memories Sondermodell, hat erst 37500 km runter und genau so sieht er auch aus. Leider die kleine Maschine und keine Info, ob ein Sperrdiff verbaut ist. Aber absolut zeitlose Farbkombination. British Racing Green – Beige mit Nardilenkrad. Tr√§umchen. Mein Zw√∂lfj√§hriges Ich w√§re ausgeflippt. Mittlerweile w√ľrde ich aber eher zu dem originalen Modell tendieren. Aber wo wir schon bei 60-Sekunden-Autos sind… Falls jemand das dringende Bed√ľrfnis versp√ľrt ein Remake des Films zu machen, der ja immerhin auch schon wieder 17 Jahre auf dem Buckel hat, k√∂nnte hier Ellen, Stacey, Eleanor, Tina, Erin und Angelina ohne Probleme casten. Auch das ein oder andere Bondgirl verweilt hier. Nach Filmlegenden kommen wir zu einer Rallyelegende. Hier, f√ľr den Schn√§ppchenpreis von 475.000 Euro, steht er also. Einer von 220 gebauten Audi Sport Quattro. Wobei nur 170 Exemplare in den freien Verkauf gingen. Dieses Ersthandfahrzeug (ja ganz richtig!) wurde 1985 in Rosenheim ausgeliefert und ist selbstredend scheckheftgepflegt seitdem. Schade nur, dass so ein fast 500.000 Euro-Koffer nicht mal an so einem Ort vor jugendlichen Vandalen gesch√ľtzt ist. Eine der bereits erw√§hnten spezialisierten Werkst√§tten ist Musclecarforyou.com Macht auf mich einen vern√ľnftigen Eindruck. Der originale Bullitt-Mustang wurde im Zuge einer Ford Auto Show in Detroit und dem 50-j√§hrigen Jubil√§um des...

Essen Motor Show 2016

“Essen und Trinken h√§lt Leib und Seele zusammen.” Drei bis vier Bier bei einem Besuch auf der Essen Motor Show sind gem√§√ü dieser Redewendung also durchaus legitim. Aber auch ohne Alkohol ist die gr√∂√üte Schau getunter Autos in Deutschland immer wieder ein Erlebnis. Farbenspiel in der Motorsport-Arena Halle 7: E30 und S13, die weiterhin beliebten, aber langsam kostspielig werdenden Drift-Allrounder. Orange is the new Black: Lamborghini Huracan Die Gulf-Farben auf einem Porsche: Damit liegt man nie verkehrt. Gelbe Scheinwerfer als Sahnh√§ubchen auf der Sexyness-Torte. Neidisch? Ja, verdammt. E91 335i mit dem vollen Programm: Motor (dieser Turbo!1einself), Fahrwerk, Bremse, Felgen. Long Beach, Kalifornien? Nein, Essen, Norbertstra√üe. Civic EG mit B18-Triebwerk, Work und frischer Farbkombi. Der R32 GT-R von USED4-Editor Philip. Mit den NISMO LMGT1-Felgen optisch in einer neuen Dimension angekommen. Mit Nakai-San auf dem Spoiler kann ja nichts mehr schiefgehen. Lexus IS= Ist Sexy Red Rules: Ferrari-Sonderschau zum 70. Jubil√§um 2017. Der neue 2017er GT-R und der neue GT-R NISMO auf dem Stand von Br√∂mmler. Godzilla war im Gym. Got Light? Die EMS ist nicht nur zum Gucken da, auch Shopping zu Messepreisen steht auf der To Do-Liste vieler Besucher. Floorscraper: Liberty Walk Lambo. Rauh-Welt-Porsche: Der Hype um Nakai-San ebbt einfach nicht ab und dieses Exemplar mit seinen orangefarbenen Akzenten gefiel mir ganz besonders gut. Miata V8: Dennis K√∂hler on full lock. Ganz egal, ob es um die hart parkenden oder die quertreibenden Drifter in Halle 7 geht – auf der EMS ist selbst am Preview-Freitag schon richtig was los. DEN bestimmenden Trend auf der diesj√§hrigen Essen Motor Show festzumachen, war dagegen nicht ganz so einfach. Rocket Bunny-S14 von TOFUGARAGE. Breit, Breiter, dieser E90. Die Rocket Bunny-S13 von Emperador Motorismo mit Work-Felgen und Perleffekt. Wer kennt ihn nicht, den RWB Furusato von Sidney Industries. “Furusato” bedeutet √ľbrigens Heimat. Passt ganz gut, wenn ein japanischer Tuner ein deutsches Auto in Deutschland umbaut. Bitte bitte, lass’ es Lack und keine Folie sein. Aber selbst wenn: Die Farbe kam richtig gut. Candy Overflow: Die Lackierung dieseses S-Coup√©s war genau mein Fall.   Overfender √ľberall. Ob an Sportwagen, Kompaktmodellen und sogar Limousinen: Dieser Trend ist zwar nicht neu, aber weiterhin sehr pr√§sent. Seitdem der Ford Mustang offiziell auch in Deutschland angeboten wird, f√ľhrt er die Verkaufsliste der Sportwagen an. Und dieser Erfolg war auch in Essen sichtbar. Der Borbet-Mustang. Da geht doch noch was, oder Jungs und M√§dels von Borbet? W√∂lfe und Ponys sind normalerweise keine Freunde, aber beim V8 Mustang von Wolf Racing funktioniert die Beziehung super: laut und leidenschaftlich Pony? Das muss ein Hengst sein: Alpha ONE S550 Widebody. Armor All hat ein Herz f√ľr den Vorg√§nger des aktuellen Modells, immerhin ist es ein Shelby-Mustang. Und sogar die Polizei setzt auf das Pony aus den US of A. Tiefer, Breiter, Schneller. Typische Tuningma√ünahmen, die es hoffentlich auch noch geben wird, sollten die E-Autos einmal die Verbrenner von der Stra√üe verdr√§ngen. Allerdings fragte ich mich beim Betrachten von so manchem Umbau, wie es denn zuk√ľnftig mit den immer strenger werdenden Regeln f√ľr Einzeleintragungen und Sonderabnahmen im Tuningbereich weitergehen kann. Importierte Felgen oder Fahrwerke ohne Gutachten, seien sie noch so qualitativ hochwertig? Nicht mehr eintragbar. Auch Leistungssteigerungen nur noch bis zu einem gewissen Grad und selbst dann nur mit Abgasgutachten und den damit verbundenen hohen Kosten. Einerseits mag dieses Vorgehen nur konsequent sein, andererseits ist man als Besitzer eines Youngtimers, von dem es vielleicht nur noch wenige hundert Exemplare gibt, durch diese Regel gezwungen, entweder vollst√§ndig auf Tuning zu verzichten, das Auto gegen ein aktuelles zu tauschen oder den illegalen Weg zu gehen. Der Grund? Fahrzeugspezifische Gutachtenerstellung kostet die Hersteller pro Modell derart viel Geld, dass sich die seltenen und alten Modelle einfach nicht lohnen. Es kann doch aber auch nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, ganze Gruppen der Autoszene pauschal auszuschlie√üen oder zu kriminalisieren. Oder steckt dahinter vielleicht sogar Kalk√ľl, um die Autoenthusiasten zu zwingen, ihre alten M√ľhlen zu verkaufen und sich stattdessen...

Trackday: High Plains Raceway

Des Amateurrennfahrers Lieblingsbesch√§ftigung ist zweifelsohne der regelm√§√üige Trackday, an dem man sein gro√ües Spielzeug √ľber die Strecke schubsen, mit den Kumpels ein paar launige Kopf-an-Kopf-Rennen und eine Hand voll schneller Runden abspulen kann. Da es dazu freilich einer abgesperrten Strecke bedarf, ist dies oft teuer und mit langen Anreisen verbunden. Sehr praktisch wenn – wie in diesem Fall – die Jungs aus der Region um Denver Colorado herum, direkt eine Rennstrecke vor der T√ľr haben, die mit engen Kurven, h√ľgeligen Passagen, schnellen Geraden und fiesen Korkenziehern alles bietet, was man sich als ambitionierter Herrenfahrer so w√ľnscht. Dabei blickt dieses St√ľck Asphalt auf eine noch sehr frische Geschichte zur√ľck. Nachdem man in 2005 kurzer Hand durch Schlie√üungen einige sehr beliebte Kurse in der Region verloren hat, tat sich eine Hand voll Autoclubs zusammen, brachte 2 Mio. USD auf und asphaltierte nach etwas l√§ngerer Grundst√ľckssuche und viel Papierkram innerhalb von gerade mal sieben(!) Wochen eine Rennstrecke in die Landschaft. Dort wo keine Nachbarn herumdemonstrieren, sich niemand beschwert und keine schutzbed√ľrftigen Rotschwanzmolche leben, liegt der High Plains Raceway. In aller Fr√ľhe werden wir von den Organisatoren begr√ľ√üt, zum Drivers Briefing gebeten und stellen schnell fest, dass man an diesem Tag allerhand Autos auf der Strecke vorfinden wird, die man in dieser Mixtur selten sieht. In den USA wird einfach alles auf eine Rennstrecke gesetzt, was vier R√§der hat. Von alten US Muscle Cars, √ľber g√ľnstige MX5, andere schnelle Japaner, ebenso schnelle Bayern, Exoten wie etwa klassische Formel Autos bis hin zu einer werksfrischen S-Klasse und einem Maserati Ghibli, haben wir so ziemlich alles auf der Strecke gesehen, was irgendwie eine gute Runde abspulen kann. Mit meinem langj√§hrigen Freund Dave kutschierten wir einen heftig getunten S2000 zur Rennstrecke, der mittlerweile nach einigen Umbauma√ünahmen gute 300 Sauger PS ausspuckt und jenseits der 12k rauf dreht, als g√§be es keinen Morgen. Schnelle Runden sind da garantiert, sofern man erstmal die pfeifenden Rennbel√§ge auf Temperatur gebracht hat. Doch da w√§ren nat√ľrlich noch die anderen Exoten auf dem Track. Seien es Ariel Atom, flotte Subarus, waschechte Trackfahrzeuge oder teure Porsche Rennwagen. Jeder findet seinen Platz auf dem technisch anspruchsvollen Kurs und man kann sich nie festlegen, in welcher Kurve es gerade spannender zugeht. Zweik√§mpfe, kleine Duelle, freundliche √úberholman√∂ver und viel Motorenl√§rm sorgen f√ľr einen tollen Trackday bei bestem Wetter. Abseits des Asphalts wird zwischen den einzelnen Sessions geschraubt, getankt, gequatscht und man erlebt eine herzliche und freundliche Stimmung. Wer hier mal Shotgun fahren will, der muss nur fragen. Ebenso stehen die Fahrer auch technischer Neugier Frage und Antwort und zeigen gerne ihre Sch√§tzen her. Was mich bei diesem Trackday begeistert, ist die ausgelassene Stimmung und besonders die abgefahrene Mischung der unterschiedlichen Autos. Von der v√∂llig fertigen Rennhure bis zum teuren McLaren fand sich so ziemlich alles auf der Strecke. Und das Kopf-an-Kopf und ohne √Ąrger. Da f√§hrt dann auch mal die S-Klasse √ľber den Track und die Fahrer zeigen, dass auch die teuersten Schlitten am Ende des Tages auch nur Autos sind. Und die wollen auch mal auf die Rennpiste. Fair enough. Text und Bilder Robert Kwiecien –...

RWB Artemis P1

Bereits zum diesj√§hrigen √úBERfest erfuhr ich √ľber den Buschfunk, dass ein weiteres RWB- (wie den Meisten von euch sicherlich bekannt, aber f√ľr alle anderen noch einmal ausgeschrieben RAUH WELT BEGRIFF) Projekt in Deutschland in den Startl√∂chern steht. Andy F√ľllborn,¬† DER MANN hinter den legend√§ren XS Events, entwickelte bereits seit geraumer Zeit die Idee im Kopf. Viele von euch werden jetzt sicherlich aufhorchen und erstaunt das Projekt hinterfragen, da es nicht √ľber Sidney Hoffmann lief. Die Erkl√§rung: Andy stand seit dem letzten Jahr in pers√∂nlichem Kontakt mit RWB Los Angeles. Die Mehrheit unter euch wird vermutlich nicht wissen, dass die XS bereits √ľber den gro√üen Teich geschwappt ist und gar in Long Beach ihren Einstand gefeiert hat. Zus√§tzlich und nicht zuletzt auch aufgrund des enormen Wertewandels, welches Dank der FLGNTLT-Crew in Deutschland stattgefunden hat, konnte einmal mehr Andy seinen Geschmack unter Beweis stellen und lie√ü in der Folge davon Nakai San einfliegen. Das Projekt sollte p√ľnktlich zur XS-Classic fertig werden und so wurde Nakais Aufenthalt bereits lange im Vorhinein geplant. Von alldem wusste ich nat√ľrlich nichts und so rief Andy mich am Montag dieser Woche vollkommend √ľberraschend an und weihte mich in den straffen Zeitplan an: von Mittwoch bis Donnerstag sollte die Magie stattfinden und ich war dabei. Solch eine Chance ist es mir sogar wert gewesen, zwei Tage meines Jahresurlaubs (die eigentlich geplanten 14 Tage und die gebuchte Reise nach Italien mussten abgesagt werden) f√ľr dieses Projekt abzuknapsen. Kurzerhand wurde der Alltags-ML gegen den GTR getauscht und ab ging es durch etliche Staus und dichten Verkehr nach Freital, wo ich mit gro√üer Versp√§tung eintraf. Aber es war noch nicht zu sp√§t und so kann ich euch schon einmal vorab sagen…es hat sich gelohnt. Und wie! Im Gegensatz zu vielen anderen RWB-Aufbauten und wie zuletzt ja auch bei Sidney (dies ist keinesfalls als Kritik zu verstehen, ich fand es bewundernswert, dass er wirklich allen die Chance gab, diesem Event live oder virtuell beizuwohnen) hielt Andy es in einen sehr kleinen und famili√§ren Rahmen. Nur Freunde, Kollegen und eben auch meine Wenigkeit bekamen Ort und Zeit mitgeteilt und versammelten sich rund um Nakai San und den Porsche 964. Die Stimmung war gro√üartig, relaxt und famili√§r. Die Menschen allesamt offen, in Gespr√§chs- und Diskussionslaune und das Wetter wie es Ende August sein sollte. Unglaublich warm. Zu RWB gibt es nat√ľrlich viel mehr zu sagen, daher werde ich alsbald in einem weiteren Feature (ich schaffe es einfach nicht, alles in einen Artikel zu verpacken) einen detaillierteren Blick auf diese seltsame japanische Firma mit dem deutschen Namen werfen. Aber zur√ľck zum Projekt: Akira Nakai war wie immer virtuos und schnitt, schliff, klebte und schraubte an Andys Porsche wie ein K√ľnstler. Ich w√ľrde soweit gehen zu sagen, dass Nakai San eine Art Auto-Andy Warhol unserer Zeit ist. Seine Projekte sind mehr als ein einfacher Umbau. Hinter jedem Namen eines seiner Autos stecken mehr als nur GFK-Anbauten und ein einfacher Porsche. Nat√ľrlich k√∂nnte man meinen, hinter jedem eigenen Projekt steckt auch mehr der eigenen Seele, doch in diesem Fall ist dies etwas komplexer. Nakai Sans Projekte sind automobile Skulpturen. Das Auto wird zu Anfang zwar mit dem Besteller abgestimmt, dennoch verpasst Nakai einem jedem Auto den gewissen Feinschliff ganz allein. Jeder RWB ist ein Unikat und wird selbstredend signiert! Darauf hat der zuk√ľnftige Besitzer ebensowenig Einfluss wie auf den Namen des Autos, welcher erst nach Abschluss des Umbaus und beim Anbringen des Windshield Banners verk√ľndet wird. Jeder Handgriff am Porsche sitzt und Ma√üb√§nder gibt es f√ľr Akira nicht. Ein RWB mag nicht perfekt sein, ist aber dennoch auf extrem hohem handwerklichen Niveau umgesetzt und ist gerade wegen den individuellen Details so besonders. Eben weil er nicht zu 100% perfekt ist! Es gibt selten wirklich sch√∂ne Bodykits, doch ein RWB wirkt stets wie aus einem Guss. Als h√§tte es diesen Porsche nie anders gegeben und auch die Materialanmutung ist mit heimischen Teilen nicht vergleichbar. Nakai Sans Charakter...

Cars&Coffee Frankfurt: Edel und teuer, aber auch gut?...

Ein “Cars & Coffee”: f√ľr mich der Inbegriff der automobilen Entspanntheit. Verschiedene Marken, unterschiedliche Philosophien, automobile Konzepte und Ansichten, alle friedlich vereint an einem Ort. Dazu kostenloser Eintritt f√ľr das interessierte Publikum, Fachsimpeln und Staunen aus n√§chster N√§he, mit einer Tasse duftendem Kaffee in der einen und dem Partner/Smartphone/Kind in der anderen Hand. Besonders die Vielfalt macht in meinen Augen den Reiz eines solchen Treffens aus, die Geschm√§cker sind nunmal verschieden, sei es bei der Wahl des Lieblingsautos oder bei der Sorte des Kaffees. Und so ist es am Ende eben diese Mischung aus edel und volksnah, aus exklusiv und dieTaschenwarennichtsotief, technisch anspruchsvoll und simpelabertrotzdemtoll, die den Geist eines solchen Treffens ausmacht Und hier hat das Cars&Coffee – Frankfurt, erstmalig veranstaltet von¬† den Ride-Along-Verantwortlichen Peter van Dongen und Alen Vasic aus den Niederlanden, eindeutig noch etwas Verbesserungspotenzial f√ľr das n√§chste Jahr. Denn die strikten Auswahlkritierien, die vorab bei Facebook ver√∂ffentlicht wurden, schr√§nkten das Teilnehmerfeld auf neue Sportlimousinen, Sportwagen und Supersportwagen ein. Und das, obwohl auf dem Gel√§nde ausreichend Platz auch f√ľr Modelle mit weniger finanziellem, aber daf√ľr umso mehr automobilem Wert gewesen w√§re. Diese freiwillige Selbstbeschr√§nkung fand ich pers√∂nlich so schade wie unn√∂tig und die Atmosph√§re litt in meinen Augen ebenfalls darunter. Eine sehr √§hnliche Erfahrung hatte auch bereits Kollege Stefan Brencher Anfang April beim C&C in M√ľnchen gemacht. Denn wenn ein Gallardo Spyder Performante neben dem Audi R8 parkt und direkt daneben ein brandneuer AMG GT S, setzt beim Publikum trotz aller Faszination auch schnell eine gewisse S√§ttigung ein. Denn dann gibt es neben teuer eben nur noch teurer und die meisten Modelle kennt der Autofan bereits aus dem Internet oder Zeitungen. F√ľr mich fehlten Autos, die zwar alt, aber trotzdem faszinierend oder schlicht historisch wertvoll sind. Traumwagen der eigenen Jugend, kultige Liebhaberfahrzeuge aus dem Alltag vergangener Jahrzehnte, aber auch aktuelle Exoten, die vielleicht nicht ganz so pricey, aber dennoch cool sind. Wer jetzt pers√∂nliche Entt√§uschung vermutet, hat absolut recht: Mein eigener Nissan 200SX wurde ohne weitere Begr√ľndung abgelehnt. Das Treffen hatte aber selbstverst√§ndlich auch positive Aspekte: Beeindruckende Autos, eine erstklassige Kulisse, den bereits erw√§hnten freien Eintritt und gl√ľcklicherweise auch perfektes Fr√ľhlingswetter: Petrus ist PS-Fan. Und ab und zu mogelte sich doch ein etwas √§lteres Modell in die Reihen der Supersportler, wobei dieser 190er EVO preislich wohl selbst auch vorne mitspielt. Dieser 964 Turbo S parkte im sprichw√∂rtlichen Hinterhof, aber ein derart sch√∂nes, offensichtlich stark modifiziertes Schmuckst√ľck hat jederzeit einen Platz in unserem Artikel verdient. Dazu bot die Klassikstadt in Frankfurt als Ort des Geschehens nicht nur ein passendes Panorama, sondern selbst auch viele automobile K√∂stlichkeiten, die dank ebenfalls kostenlosem Zugang wohlbek√∂mmlich und leicht verdaulich waren. McLaren P1 GTR: Die Rennversion vom Hybrid-Supersportler. Cool. Ferrari FXX: Zwar keine Stra√üenzulassung, aber daf√ľr waren Rennstreckenbesuche und offizielle Werksunterst√ľtzung mit dem 800 – 860 PS starken Carbonflitzer im damaligen Preis von 1,5 Mio ‚ā¨ inbegriffen. Porsche 964 RS in Bl√ľtengelb und mit l√ľckenloser Historie der bisherigen 72tkm. Preis? Schlanke 289.000 ‚ā¨. Viel Geld f√ľr Gelb, aber sicher jeden Cent wert. Aber auch solche Autos haben ihren Platz in der Geschichte verdient. BMW e21 315, 190er Mercedes 1.8 und Seat 131 Supermirafiori. W√§hrenddessen lief das Meeting auf dem Hof nat√ľrlich weiter und so versuchte ich, noch einige der Sch√§tze vor die Linse zu bekommen. Der i8 ist immer noch ein seltener Anblick auf unseren Stra√üen. Leider oder zum Gl√ľck? Die Meinungen driften da auseinander. Noch ein gelber Porsche, dieses Mal aber “nur” ein S. Der aber trotzdem deutlich schneller sein d√ľrfte als sein Gro√üvater. Konzernbr√ľder: Alfa 4C und Ferrari 488. Vierzylinder-Turbo und V8-Bi-Turbo. Italian Boost, sozusagen. C63 AMG. Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. Au√üer vielleicht durch Hubraum + Ladedruck. (Siehe z.B. den aktuellen Nachfolger C63 AMG mit Bi-Turbo-V8) SLS AMG, sponsored by DA DY? Nein, das wollen wir gar nicht unterstellen, jedem sei sein Erfolg geg√∂nnt und ein tolles Auto ist so ein SLS definitiv. Viele bunte Farben…Da kann sich der...