Album: Luftgekühlt 2019

Die Bilder vom Luftgekühlt-Treffen in der Klassikstadt Frankfurt/Main am 13. Juli 2019 Niels Kreischer – USED4.net...

Der Berg ruft – Freies Bergrennen Waldau – Steinbach...

Der Berg ruft! Aber nach was oder wem ruft er denn? Nach JEDERMANN ! Von 10.-12.Mai 2019 fand das Freie Bergrennen bereits zum 12. Mal statt. Das Rennen ist in seiner Art und Weise deutschlandweit einmalig. Über 100 Teilnehmer aus verschiedenen Nationen erklimmen dabei den Berg, und bieten sowohl den Motorsport-Enthusiasten als auch der ganzen Familie ein spannendes Wochenende. Für das Rennen wird die Verbindung zwischen Waldau und Steinbach jedes Jahr zur Bergrennstrecke für Jedermann umgerüstet. Die restlichen 362 Tage im Jahr ist es eine öffentliche Straße. Unter Beachtung von notwendigen Sicherheits-Voraussetzungen kann buchstäblich jeder am Bergrennen teilnehmen, das haben sich die Veranstalter von Anfang an auf ihre Fahnen geschrieben. „Seit 2008 röhren sie wieder, die Motoren auf der Strecke, welche schon in den 70iger Jahren als eine der vielen Wertungsprüfungen der legendären Wartburgrallye genutzt wurde.“, freuen sich Heiko Schilling und Thomas Weser, Veranstalter des Freien Bergrennens für Jedermann. Bei dieser Veranstaltung hat vom Einsteiger bis zum professionellen Fahrer jeder die Möglichkeit, an den Start zu gehen und sein Können unter Beweis zu stellen. Durch die verschiedenen Leistungsklassen gibt es für alle Teilnehmer die gleichen Chancen. Den Beteiligten wird die Möglichkeit geboten, ohne großen finanziellen Aufwand einmal auf einer abgesperrten Bergrennstrecke Motorsportluft zu schnuppern und ein Stück Motorsportgeschichte in der Region mitzuerleben. Abendprogramme runden die vielfältige Veranstaltung ab und sorgen für Abwechslung. So stand der  Freitagabend unter dem Motto: “Best of the 90’s” mit Special Guest Mark-Oh. Am Samstag startete „The Final Show – Heidewitzka Tour“ mit dem DJ Duo Gestört aber Geil und ihrer neuen Single „Vielleicht“. Außerdem legten DJ Wanzel, The Cousins, Wohnzimmer 23, steilhoch3 und Pepper auf. Es ist der Mix aus anspruchsvollem Sport, Nähe zum Publikum und der ganz speziellen Atmosphäre, der den Reiz dieses Rennens ausmacht. Fakten: Streckenlänge: 2,5 km Höhenunterschied zwischen Start und Ziel: circa 155m Anzahl der Kurven: 13 Sicherheitsmaßnahmen: Leitplanken durchgehend Streckenrekord: 1:10:96 (2008) Sicherheitsmaßnahmen Leitplanken durchgehend, teilweise doppelt Geschultes Sicherheitspersonal Sichtkontakt Streckenposten Funk an allen Posten FW/ RTW und Streckenarzt bzw. Notarzt vor Ort Besucherleitsystem In allen Wertungs-Gruppen ist eine Überrollvorrichtung aus Stahl (mindestens eine geschraubte Verbindung/Befestigung) zwingend vorgeschrieben. Es muss in jedem teilnehmenden Fahrzeug mindestens ein Handfeuerlöscher inkl. Schnellauslösesystem vorhanden sein. Detaillierte Informationen sind im Veranstaltungsguide nachzulesen: https://www.freies-bergrennen.de/teilnehmer-info/veranstaltungsguide Meine persönlichen Eindrücke zu dieser Veranstaltung lassen sich in einem Wort zusammenfassen: Phänomenal. Die familiäre Atmosphäre unter den Fahrern aber auch den Zuschauern, Mechanikern, Streckenposten, Fotografen und Veranstaltern ist einzigartig. 2018, als ich zum ersten Mal startete, wurde ich direkt von allen behandelt, als wäre ich seit dem 1. Bergrennen mit dabei gewesen. Der Zusammenhalt ist einfach enorm. Bei Defekten und Problemen wird Teamübergreifend geholfen, repariert und unterstützt. Die Strecke zu fahren und von den Zuschauern angefeuert zu werden ist ein tolles Gefühl und lässt ein bisschen erahnen, wie es sich anfühlt, als Profi bei solchen Veranstaltungen zu starten. Die Teilnehmer starten generell in 3 Gruppen unterteilt: Geladen, Ungeladen, Motorsport Diese drei Gruppen sind dann nach Leistung bzw. Gewicht in weitere Klassen unterteilt um die angesprochene Chancengleicheit zu gewährleisten. Die gefahrenen Zeiten sind allgegenwärtig aber nicht vorrangig. Es wird untereinander gefachsimpelt über Passagen wie „Besengrund“ und die „Mutkurve“. Die Mutkurve kann man theoretisch mit Vollgas durchfahren, wenn man die Strecke kennt, aber nicht jeder hat den Mut dazu. Wo lässt sich noch Zeit sparen? Wie ist die Asphalt Temperatur? Wer fährt welche Reifen und mit welchem Luftdruck etc. Dieses Jahr ist direkt hinter mir als Vorausfahrzeug in einem serienmäßigen Subaru BRZ  übrigens Tim Schrick gestartet, somit bekommt der Ausdruck “für Jedermann” nochmal eine weitere Facette. Ist man dann oben angekommen und hat seine Zeit abgeholt, fährt man zum Abkühlen durch das Dorf und wird enthusiastisch von den Anwohnern begrüßt. „Hupen“ und „Laut“ sind die Aufforderungen, die den Fahrern auf Schildern entgegengehalten werden. Für mich ein besonderes Highlight sind die Kinder, die sich in Ihre Programmhefte Autogramme der Fahrer geben lassen. Ein tolles Event für Groß und Klein. Weiterhin sieht man auch...

Don’t mess with Essen

Essen Motor Show – Drei Worte wie Donnerhall Die größe Tuningmesse Deutschlands mit regelmäßig über 360.000 Besuchern, den glitzernden Stars der Szene und auch vielen Autos, die man sonst nur aus dem Internet kennt. Auch dieses Jahr machten wir uns also auf den Weg zur EMS, zugegebenermaßen mit einer gewissen Routine auf der Route. Bereits seit 2012 habe ich mir ununterbrochen jede Essen Motor Show angesehen und ich stelle fest, dass es zwei Konstanten gibt: Konstante Nr. 1 ist der Umstand, dass der Stand von JP Performance analog zur Popularität von JP wächst und wächst… Kreativ, beeindruckend und toll für die vielen Fans, die extra wegen Jean Pierre und Co. nach Essen kommen.   Die beiden deutschen Automotive-Youtube-Stars unter sich: JP und Daniel Abt. Und das meistgekaufte Tuningteil auf der Messe war vermutlich der JP-Kalender: Leicht erschöpfter Fan, aber stolz auf die Trophäe. Im Gegensatz zu anderen vertickt er das Teil auch sicher nicht mit Gewinn bei Ebay, sondern hängt es an die Wand und freut sich über die Bilder. Guter Mann.   Konstante Nr. 2 ist die Tatsache, dass der KW-Stand immer die mit Abstand größten Hostessen am Start hat. Ob Methode oder Zufall, aber beeindruckend sind die Damen durchaus. Die Umdeutung von “KW”, die einem Kumpel einfiel, soll hier aber kein Thema sein. Ich bin 1.86m und war auf Kinnhöhe. Übrigens auch in guter Trick, um die Autos tiefer wirken zu lassen.   Ansonsten unterliegt eine Messe wie die EMS einem steten Wandel: Firmen entstehen, expandieren, andere gehen pleite oder werden geschluckt, neue Ideen werden auf den Markt gebracht oder alte aufgefrischt. Rotiform bringt beispielsweise die Wheel Disc wieder. Ein Rennsportrelikt aus vergangenen Zeiten, jetzt wieder hip.   Tief ist dagegen immer Trend. Im Trend sind leider auch die Kontrollen rund um das Messegelände. So mancher Besucher oder sogar Aussteller (wie dieser belgische Tigra mit Audi und Peugeot-Lichtern) schaffte es entweder gar nicht oder nur über den Umweg DEKRA/TÜV-Prüfstelle zur Messe. Dicke Rechnung selbstverständlich inklusive. Da fragt man sich schon nach der Verhältnismäßigkeit und ganz besonders auch nach der Differenzierung, die oftmals überhaupt nicht stattfindet: Tuner = gefährlicher Raser und Chaot, basta. Die Hürden für Eintragungen werden immer höher und selbst wenn man dann eine Eintragung hat, zweifelt sie der Polizeibeamte vor Ort an und legt das Auto gerne trotzdem still, was automatisch erheblichen Zeitaufwand und beträchtliche Kosten nach sich zieht. Hier wird eine ganze Gruppe pauschal verurteilt und kriminalisiert, wegen einiger unverbesserlicher Idioten, die (auch mit komplett serienmäßigen Autos) rasen oder möglichst laut durch die Innenstadt posen müssen. Ich bin gespannt, welche Richtung diese Entwicklung nehmen wird. Wenn es so weitergeht, wird der negative Einfluss auch auf Urgesteine des Tunings wie die EMS, größer werden. Auf der Messe selbst war die Stimmung aber wie immer gut und gelöst. Das gilt besonders für den Previewday, wenn alle Messemenschen noch frisch und ausgeruht sind. Wie hier auf dem Stand bei Sidney Industries.   Was mir an Essen seit jeher ganz besonders gut gefällt, ist die Bandbreite der vorhandenen Autos… Neben den (bereits oben geposteten) modernen Straßenwagen, gibt es noch viele andere Segmente: Zum Beispiel Renn- oder Driftwagen aus allen Jahrzehnten: Nur für den einen Zweck gebaut und trotzdem sehen sie superheiß aus. Form folgt Funktion – Fan folgt Form   Kurzer Blick hinüber zu den Driftern: Welcher ist mittlerweile auch in Deutschland wohl der wohl beliebteste Motor? Beyoncé kennt die Antwort: One JayZ.   Aber nun zurück zu den Menschen, die ihre Reifen höchstens durchdrehen lassen, weil die Auffahrt so steil ist und ein Rad in der Luft schwebt: Die Kreatiefen. Und beileibe nicht nur aktuelle Modelle werden auf den Boden der Tatsachen gelegt. Auch der Seniorenfraktion wird mit Eifer die Luft aus den Radkästen gelassen. Für jedermann sichtbar, auch die Old-  und Youngtimerszene lebt und atmet. Vom absolut serienmäßigen und sündhaft teuren 2000 GT, über den bösen Manta B, bis hin zum geslammten Ferrari 308 GTB: Oldie...

Allrad Boxer mal anders: Porsche 996 4S

Nicht nur die Japaner haben zahlreiche Allrad Boxer aus dem Werk gerollt. Auch im klassischen 911 Territorium finden man vereinzelt den Boxer Klassiker in seiner Offroad tauglichen 😉 Basis. Oft zwar nicht so beliebt wie das Heckantrieb Original, dafür optisch aber mit Anleihen des 911er Turbo. .   Robert Kwiecien –...

Paaren/Glien 2018

Nich’ der Knilch mit seinen bescheuerten Oldtimern schon wieder… Doch doch. Ich hatte auch nicht vor der Oldtimer-Futzi hier zu werden aber wat soll man machen?   So zeige und erzähle ich nun die Bilder, die ich fleißig auf der Oldtimer-Show im brandenburgischen Paaren/Glien gemacht habe. Selbiges Event findet immer zu Pfingsten im MAFZ Erlebnispark Paaren statt. Eintritt ist für Erwachsene 12 Euro und wer selber mit einem Auto Baujahr von vor 1985 anreist, kommt kostenlos aufs Gelände. Diese recht willkürlich gezogene Altersgrenze veranlasste mich im übrigen im Daily Dirty Diesel hinzufahren, da der Ghettoporsche 1995er Jahrgang ist und somit auch nicht auf den Hof zum Spielen gedurft hätte. Allerdings stellte sich auf dem Gelände dann heraus, dass man das wohl doch nicht so genau nahm. Naja, wie immer, dann halt nächstes Mal. Nun bin ich persönlich, natürlich auch in eurem geistigen Auftrag, immer auf der Suche nach japanischem Altmetall. Dieses ließ sich aber, wie eigentlich fast immer, kaum blicken. Allerdings war die Auswahl an europäischen und amerikanischen Klassikern sehr erquicklich. Was mir persönlich sehr positiv aufgefallen ist, gegenüber anderen Veranstaltungen dieser Art: Modifiers welcome! Man hatte tatsächlich den Eindruck, dass individualisierte Kisten automobiler Freigeister mindestens genau so häufig vertreten waren, wie Matching-Number-Fetischisten Ein Trend, den ich sehr begrüße, auch wenn er mit entsprechenden Preisentwicklungen einhergehen wird.           Hier schrecken die Besucher nicht zurück, ihre Schätzchen der Allgemeinheit zur Schau zu stellen. Auch ohne schützende Glaswand.         Im Jahr 2017 fiel das Treffen leider sprichwörtlich ins Wasser, weshalb ich froh war, dieses Jahr so viele verschiedene sehenswerte Fahrzeuge anzutreffen.         Autos wie der Golf I oder auch neuere Fabrikate, die aber schon im H-fähigen Alter sind, schlagen mittlerweile ziemlich gut die Brücke zwischen Oldtimern...

Japan und die Frage nach dem Warum

“Japan? Warum eigentlich immer Japan?” werde ich regelmäßig gefragt und die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach. Meist kommt dann auch nur ein knappes “finds dort halt gut” raus und somit ist die Sache in der Regel schon wieder vom Tisch. Für mich ist es das Komplettpaket, das mich immer wieder fasziniert. Selbst nach meinem dritten Besuch, überlege ich schon, wann ich wieder zurück gehen kann. Egal wann ich dort war, egal mit wem ich dort war, es war immer eine andere Erfahrung und ich habe immer wieder neue Dinge entdeckt und erlebt. Vielleicht ist es einfach dieser gewisse Flair, der mich so bannt. Akihabara Tokyo. Regen + Licht = Super. Vielleicht sind es auch die Autos, die man hier in freier Wildbahn sieht. An gefühlt jeder Ecke steht ein besonderes Auto herum. Egal was ihr gut findet, es gibt von allem etwas zu sehen. Ich selbst bin, wie solls auch anders sein, der JDM-Welt verfallen. Dieser makellose RX-7 stand beispielsweise in nächster Nähe zu unserem Appartment, jeden Morgen liefen wir daran vorbei. Jeden Morgen habe ich mir gesagt: “Genau so einen will ich auch”. Lack und Zustand 1A, komplett Serie, soweit ich das erkennen konnte. Dieser Ferrari 458 schlummerte hinter den Gittern eines überwachten Parkhauses und schaute finster vor sich hin. Sicher wäre er Viel lieber auf dem Wangan bei Mitternacht. In Japan nicht wirklich eine Rarität und ein Daily im Serienzustand ist dieser Nissan Skyline R34 GTS-T.   Unsere weitere Reise führte uns für einen Tag von Tokyo nach Kyoto. Dort besuchten wir den Fushimi Inari-Taisha Schrein mit seinen tausenden rot/orangenen Torii. Tausende Touris gab es auch vor Ort und ein Bild ohne Touristen im Bild zu machen, ist nochmal eine ganz andere Geschichte haha. Fushimi Inari-Taisha, Kyoto.   Weiter ging unsere Reise nach Osaka. Das Wetter wurde immer besser, während es in Deutschland anfing zu schneien. 😉 RUF-Porsche. Wenn er mich riefe, ich würde ihn erhören.   Auch eine Art Porsche, nur kugeliger. Dieser geslammte Käfer versprühte mehr Charisma als alle New Beetle zusammen.   Durch die Straßen von Tokyo liefen wir täglich ca. 15km. Während dieser Touren findet man, wie ich vorhin schon sagte, wirklich einiges an schönen Autos. Keine feige Sau: Der Fahrer dieses De Lorean nimmt den heftigen Tokioter Verkehr in der Rush Hour auf sich und reist zu seinem nächsten Ziel. Was sein Ziel ist? Möglicherweise 1985, vielleicht aber auch 2025? Kein Yellowbird, aber dennoch genauso auffallend wie Bibo aus der Sesamstraße: Dieser 996 GT3 zeiht derart die Blicke auf sich, dass man den weiße 930 im Vordergrund beinahe übersieht. Stimmts? Gelb gehts weiter: gleich zwei Briten in lime: Die Lotus Elise R ist im automobilen Straßenkampf sicher gut aufgestellt, noch flinker ist aber garantiert der Caterham Super 7. Props für das Nummernschild. Und Colin McRae schaut von oben zu… Dieser Impreza macht jede Fahrt zur Arbeit zur WRC-Prüfung. Ferrari FF: Mehr Platz für die Einkaufstüten und trotzdem immer erster beim Ampelsprint. Herrlich. Nun kommen wir langsam aber sicher zum Ende meines Vortrags und ich hoffe es hat euch gefallen. Ich kann jedem nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben nach Japan zu fliegen. Drachenfest in Asakusa Tokyo. Street Performance, Shibuya Crossing Tokyo. Kirschblüten Yoyogi Park Tokyo. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich auf die Frage “Warum immer nach Japan?” nur so knapp antworte. Japan ist einfach zu vielfältig, um es in einem simplen Satz beschreiben zu können.   Michele Danze – USED4.net INSTA: @mik.wd  ...

Classic Remise Berlin

Es hätte auch ein Spätschichtvormittag nach Schema F werden können: Kind in der Kita, ich auf der Couch, Netflix and chill bis ich zur Arbeit los muss. Aber heute nicht. Mir steht der Sinn nach etwas Extravaganz und einer gewissen automobilen joie de vivre. Welch ein Glück, dass die Berliner Classic Remise mit dem Auto nur ca. eine nervige Radiomoderation und einen furchtbaren Song der aktuellen Popmusik von meiner Arbeitsstätte entfernt liegt. Somit ja quasi auf dem Weg. Von Außen ein sehr gepflegter, aber doch relativ unscheinbarer industrieller Backsteinbau aus dem letzten (oder vorletzten?) Jahrhundert beherbergt die Berliner Classic Remise sowohl 88 verglaste Stellplätze für private Mieter, als auch Gewerbeflächen für Automobilhändler der exquisiteren Art und auf Oldtimer spezialisierte Werkstätten. Aber auch wenn man, wie ich, nur Autos besitzt, die zusammen drei fuffzich wert sind, lohnt sich ein Besuch eigentlich immer. Allein schon weil der Eintritt völlig kostenlos ist und sich das Inventar durch die vertretenen Händler, Werkstätten und Mieter regelmäßig ändert. Ich bringe meistens schon eine gute halbe Stunde auf dem Vorhof bzw. Besucherparkplatz zu. Denn schon hier wird man von einem buntem Potpourri an sehenswerten Kraftdroschken empfangen. Ein aus Russland angereister Evo VI Tommi Makkinen Edition neben einem Peugeot 504 Cabriolet mit französischen Kennzeichen? Ja ja kenn ick, kenn ick. Allet schon jesehen. Einige sind Besucher- andere Kunden- oder Mitarbeiterfahrzeuge. Langweilig kann das eigentlich nicht werden. Aber auch “Projektfahrzeuge” der ansässigen Werkstätten stehen hier. Wobei der kleine Fiat 126 wohl eher in die Kategorie Parts Car fällt. Auch dieses Exemplar italienischer Autobauerkunst – Maserati Quattroporte III – würde ich unter Kategorie Projekt einstufen. Ist auch käuflich zu erwerben, falls jemand Interesse hat. Airbagging low, entsprechende Felgen und ein Taxischild aufs Dach. Patina bleibt. Essen Motor Show 2018? Bitte. Irgendwer. Dahinter befindet sich eine schon umgesetzte Idee. Mich würde interessieren, ob sowas noch als Renn-Replika läuft oder mittlerweile schon als Outlaw-Mercedes. Wie sich im Gebäude herausstellt, macht sich ein Dienstag Vormitag ganz gut, um ihn hier zu verplämpern. Kaum Besucher da, die einem mit ihrem “Fachgesimpel” auf die Ketten gehen. So sieht also der Ruhestall von ehemaligen italienischen Superhengsten aus. Ich denke, man kann es schlimmer treffen als Auto. Wenn ich mir jetzt nochmal den Inhalt dieser Glasboxen vergegenwärtige, frage ich mich, was wohl eine Gebäudeversicherung für dieses Etablissement kostet. Ja, man kann schon sagen, dass relativ viele Autos aus bella Italia anwesend sind. Solche aus Modena in beeindruckender Zahl. Und viele kann man sogar kaufen.   So spaghetti- und pizzalastig die Auswahl am Buffet auch scheinen mag, es gibt auch durchaus abwechslungsreichere Kost. Burger mit Fritten, Fleisch mit Minzsauce und natürlich Maultaschen. Allet da. Sogar etwas Sushi ist in der Auslage. Dieser 2001er MX-5, rin Memories Sondermodell, hat erst 37500 km runter und genau so sieht er auch aus. Leider die kleine Maschine und keine Info, ob ein Sperrdiff verbaut ist. Aber absolut zeitlose Farbkombination. British Racing Green – Beige mit Nardilenkrad. Träumchen. Mein Zwölfjähriges Ich wäre ausgeflippt. Mittlerweile würde ich aber eher zu dem originalen Modell tendieren. Aber wo wir schon bei 60-Sekunden-Autos sind… Falls jemand das dringende Bedürfnis verspürt ein Remake des Films zu machen, der ja immerhin auch schon wieder 17 Jahre auf dem Buckel hat, könnte hier Ellen, Stacey, Eleanor, Tina, Erin und Angelina ohne Probleme casten. Auch das ein oder andere Bondgirl verweilt hier. Nach Filmlegenden kommen wir zu einer Rallyelegende. Hier, für den Schnäppchenpreis von 475.000 Euro, steht er also. Einer von 220 gebauten Audi Sport Quattro. Wobei nur 170 Exemplare in den freien Verkauf gingen. Dieses Ersthandfahrzeug (ja ganz richtig!) wurde 1985 in Rosenheim ausgeliefert und ist selbstredend scheckheftgepflegt seitdem. Schade nur, dass so ein fast 500.000 Euro-Koffer nicht mal an so einem Ort vor jugendlichen Vandalen geschützt ist. Eine der bereits erwähnten spezialisierten Werkstätten ist Musclecarforyou.com Macht auf mich einen vernünftigen Eindruck. Der originale Bullitt-Mustang wurde im Zuge einer Ford Auto Show in Detroit und dem 50-jährigen Jubiläum des...

Essen Motor Show 2016

“Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.” Drei bis vier Bier bei einem Besuch auf der Essen Motor Show sind gemäß dieser Redewendung also durchaus legitim. Aber auch ohne Alkohol ist die größte Schau getunter Autos in Deutschland immer wieder ein Erlebnis. Farbenspiel in der Motorsport-Arena Halle 7: E30 und S13, die weiterhin beliebten, aber langsam kostspielig werdenden Drift-Allrounder. Orange is the new Black: Lamborghini Huracan Die Gulf-Farben auf einem Porsche: Damit liegt man nie verkehrt. Gelbe Scheinwerfer als Sahnhäubchen auf der Sexyness-Torte. Neidisch? Ja, verdammt. E91 335i mit dem vollen Programm: Motor (dieser Turbo!1einself), Fahrwerk, Bremse, Felgen. Long Beach, Kalifornien? Nein, Essen, Norbertstraße. Civic EG mit B18-Triebwerk, Work und frischer Farbkombi. Der R32 GT-R von USED4-Editor Philip. Mit den NISMO LMGT1-Felgen optisch in einer neuen Dimension angekommen. Mit Nakai-San auf dem Spoiler kann ja nichts mehr schiefgehen. Lexus IS= Ist Sexy Red Rules: Ferrari-Sonderschau zum 70. Jubiläum 2017. Der neue 2017er GT-R und der neue GT-R NISMO auf dem Stand von Brömmler. Godzilla war im Gym. Got Light? Die EMS ist nicht nur zum Gucken da, auch Shopping zu Messepreisen steht auf der To Do-Liste vieler Besucher. Floorscraper: Liberty Walk Lambo. Rauh-Welt-Porsche: Der Hype um Nakai-San ebbt einfach nicht ab und dieses Exemplar mit seinen orangefarbenen Akzenten gefiel mir ganz besonders gut. Miata V8: Dennis Köhler on full lock. Ganz egal, ob es um die hart parkenden oder die quertreibenden Drifter in Halle 7 geht – auf der EMS ist selbst am Preview-Freitag schon richtig was los. DEN bestimmenden Trend auf der diesjährigen Essen Motor Show festzumachen, war dagegen nicht ganz so einfach. Rocket Bunny-S14 von TOFUGARAGE. Breit, Breiter, dieser E90. Die Rocket Bunny-S13 von Emperador Motorismo mit Work-Felgen und Perleffekt. Wer kennt ihn nicht, den RWB Furusato von Sidney Industries. “Furusato” bedeutet übrigens Heimat. Passt ganz gut, wenn ein japanischer Tuner ein deutsches Auto in Deutschland umbaut. Bitte bitte, lass’ es Lack und keine Folie sein. Aber selbst wenn: Die Farbe kam richtig gut. Candy Overflow: Die Lackierung dieseses S-Coupés war genau mein Fall.   Overfender überall. Ob an Sportwagen, Kompaktmodellen und sogar Limousinen: Dieser Trend ist zwar nicht neu, aber weiterhin sehr präsent. Seitdem der Ford Mustang offiziell auch in Deutschland angeboten wird, führt er die Verkaufsliste der Sportwagen an. Und dieser Erfolg war auch in Essen sichtbar. Der Borbet-Mustang. Da geht doch noch was, oder Jungs und Mädels von Borbet? Wölfe und Ponys sind normalerweise keine Freunde, aber beim V8 Mustang von Wolf Racing funktioniert die Beziehung super: laut und leidenschaftlich Pony? Das muss ein Hengst sein: Alpha ONE S550 Widebody. Armor All hat ein Herz für den Vorgänger des aktuellen Modells, immerhin ist es ein Shelby-Mustang. Und sogar die Polizei setzt auf das Pony aus den US of A. Tiefer, Breiter, Schneller. Typische Tuningmaßnahmen, die es hoffentlich auch noch geben wird, sollten die E-Autos einmal die Verbrenner von der Straße verdrängen. Allerdings fragte ich mich beim Betrachten von so manchem Umbau, wie es denn zukünftig mit den immer strenger werdenden Regeln für Einzeleintragungen und Sonderabnahmen im Tuningbereich weitergehen kann. Importierte Felgen oder Fahrwerke ohne Gutachten, seien sie noch so qualitativ hochwertig? Nicht mehr eintragbar. Auch Leistungssteigerungen nur noch bis zu einem gewissen Grad und selbst dann nur mit Abgasgutachten und den damit verbundenen hohen Kosten. Einerseits mag dieses Vorgehen nur konsequent sein, andererseits ist man als Besitzer eines Youngtimers, von dem es vielleicht nur noch wenige hundert Exemplare gibt, durch diese Regel gezwungen, entweder vollständig auf Tuning zu verzichten, das Auto gegen ein aktuelles zu tauschen oder den illegalen Weg zu gehen. Der Grund? Fahrzeugspezifische Gutachtenerstellung kostet die Hersteller pro Modell derart viel Geld, dass sich die seltenen und alten Modelle einfach nicht lohnen. Es kann doch aber auch nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, ganze Gruppen der Autoszene pauschal auszuschließen oder zu kriminalisieren. Oder steckt dahinter vielleicht sogar Kalkül, um die Autoenthusiasten zu zwingen, ihre alten Mühlen zu verkaufen und sich stattdessen...