Endlich wieder lecker Essen: die EMS ’26 öffnete am 28.11. (dem sogenannten „Pressefreitag“) ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher. Besucher wie uns, die die neuesten Trends, die schmackhaftesten (Tuning-)Rezepte und die frischesten Styles als Erste probieren wollten. Und wir kamen definitiv auf unsere Kosten, denn der Tisch für Tuninggourmets war reichlich gedeckt: Die Halle mit der TUNING EXPERIENCE bietet eine große Vielfalt, alle möglichen Styles und Marken. Ob Bosozoku-Bolide, Rennsport-Replika oder ein Bulli auf Steroiden, hier werden alle Geschmäcker bedient. Man kann sich den ganzen Tag lang inspirieren lassen, frische Ideen aufsammeln oder einfach die Kreativität und Handwerkskunst der Aussteller bewundern. In meinen Augen ist es aber ein kleiner Dämpfer (und damit kein Bauteil von TEIN, die auf dieser EMS einen wirklich beeindruckenden Stand aufgebaut hatten!), dass einige der beeindruckendsten Ausstellungstücke offensichtlich (noch) nicht fertiggestellt waren oder (man will ja niemanden etwas unterstellen) es auch niemals werden. Ganz klar, dass dann Motorräume besonders dann clean aussehen, wenn die halbe Antriebstechnik noch fehlt. Wären alle Autos in so einem Zustand ausgestellt, ich verlöre wohl bald die Lust daran. Mein persönlicher Idealzustand wäre die bestehende Straßenzulassung als erstrebenswerter Zustand für die Autos, denn das ist doch die wahre Kunst heutzutage oder sehe ich das falsch? Sicher, wenn ein Projekt wie der ESP-ONE (s. u.) konstruiert wird, ist die Straßenzulassung sowieso kein Thema, aber bei einem Serienauto, das getunt wird, finde ich es bewundernswerter, wenn gleichzeitig die Zulassungsfähigkeit erhalten bleibt und das Auto nicht zum reinen Showobjekt auf dem Trailer verkommt. Welchen Wert hat es dann noch, außer einem Werbepotential für eine Firma und deren verbauten Teile oder Dienstleistungen? Ich freue mich über eure Meinung dazu. Aber Ernst bei Seite, hier die versprochenen Bilder des TEIN-Stands. TEIN Europe does exist! (War für mich neu, scheint aber wohl einfach an mir vorbeigegangen zu sein) Und Gutachten für die Fahrwerke der Autos, die wir lieben, werden vielleicht bald Realität. Aber zurück zum Thema Tuningautos auf der EMS. Und hier überzeugt einfach jedes Jahr die Mischung. Seht selbst: (K)eine (neue) Erkenntnis: Kotflügelverbreiterungen sind weiterhin ein absoluter Trend, kaum ein Auto kam ohne sie aus. Dazu Fitment vom Allerfeinsten: die Kotflügelkante küsst das Felgenhorn, nicht den Reifen. Aber auch in den anderen Hallen gab es einige Highlights: der bereits erwähnte ESP–ONE von Hollyhall ist der nächste Brecher von den Thüringer Jungs mit den Zauberhänden. Extrem ist eigentlich eine zu niedliche Beschreibung dieses Konzepts, das einen gerenderten Lotus Esprit in die Realität beamen soll, mit den ganzen Hürden und Herausforderungen, die so ein Projekt eben mit sich bringt. Die Maße der individuell hergestellten HRE-Felgen sind einfach nicht von dieser Welt: 14 x 18 +35 vorne / 19 x 20 +40 hinten Auf dem Stand der TOFUGARAGE herrschte dagegen das Farbkonzept: Weiß ist heiß. Ob R34, Supra, S14a, GT86 oder der coole Honda-Kei-Car-Pickup, alle ausgestellten Autos erstrahlten in frischem Weiß. Der Tofu-Signature NSX von Alex parkte dagegen auf dem Partnerstand von SONAX. Welche Farbe er hat? Ich weiß es nicht, aber ihr ahnt es sicher. Für Fans japanischer Fahrzeuge gab es aber noch viele weitere Highlights, hier einige Beispiele. Schon lange etabliert ist die Tatsache, dass die Car-Youtuber wie JP Performance und Co. hier einen Stand haben, ihre Fans begrüßen und mit Merch, Autogrammen und Kalendern versorgen. Das war auch in diesem Jahr der Fall und man kann sich eine EMS ohne YouTube-Beteiligung eigentlich nicht mehr vorstellen. Besonders am Eröffnungsfreitag begegnet man eigentlich ständig einem bekannten Gesicht aus den Sozialen Medien. Das führt manchmal zu skurrilen Begegnungen, wenn Misha Charoudin mit seiner kleinen Familie am gleichen Essenstand wie die maskierte 187 Straßenbande steht und sich Currywurst mit Pommes gönnt. Hier noch einige Impressionen der Messe, die auch dieses Jahr mit viel Abwechslung, großartigen Umbauten und eine guten Mischung aus Jung und Alt überzeugte. Wie die Messeleitung erst kürzlich bekanntgab, wird der Young- und Oldtimerbereich zukünftig auch von der EMS mitorganisiert und nicht mehr von einem externen Dienstleister....
AME – Automobil-Messe-Erfurt 2025 🚗
gepostet von Max Weiland
Kommst du mit zur Automobilmesse Erfurt am Freitag? Musst nix machen – ich fahre.Hm. Nix machen klingt ja erstmal gut und Automobilmesse kann ja auch nicht so verkehrt sein.Um ehrlich zu sein, habe ich auch erst am Morgen vor der Abfahrt recherchiert, was mich erwartet:3 Messetage vom 23. bis zum 25. Januar in, Drumroll: Erfurt. Unter dem Motto „Automobil, Tuning und Motorsport“. 15 Euro Eintritt und Einlass um 12 Uhr am Freitag mit recht kurzer Wartezeit, ließen das Messeerlebnis schonmal gediegen beginnen. Schon vor der Garderobe wurden wir von der Tuning-Fraktion begrüßt und diesem Gedicht von einem Twingo. Ich hätte geschworen, dass ich eine ca. 20 Jahre alte „TUNING“ in Keller habe, in der dieser Twingo drin ist aber das gute Stück wurde von Schalk Tuning vor nicht allzulanger Zeit erbaut und gehört @Twingoskull. Dieser hatte das Gefühl, sich für seine „Twingo-Macke“ entschuldigen zu müssen – no need to apologise in meinen Augen.Besonders schön fand ich die Fotomappe mit den Bildern vom Umbau, durch die einem erst extrem aufwändige Veränderungen auffallen. Dann es ist wirklich gut gemacht, wenn man denkt, das kam so aus dem Werk.Gut. Bei französischen Autos vielleicht nicht immer ein Kompliment, aber in dem Fall schon. 😀Schon auf den ersten Metern fällt mir die Gemütlichkeit der Ausstellerstände auf, womit wir schon beim nächsten Thema sind … dem Männerhort. Selbiger wird von Johannes „betrieben“ und für eben jenen Johannes hatte mein Kumpel (und Fahrer für den Tag) André einen D&W Sitz von Kleinanzeigen im Schlepptau.Normalerweise schleppt man ja Zeug raus aus Messen – wir waren dann also die, die Zeug da hinein schleppen und das ohne Aussteller zu sein.Selbsterklärend, dass die erste Mission also sein musste, den Sitz wieder loszuwerden… Männerhort Wer den Männerhort nicht kennt – das ist Johannes‘ Schrauberwohnzimmer/Garage/Podcaststudio in Leipzig, in dem er auch zusammen mit seinem Kumpel Sascha (@der_maschinenraum) den Podcast Maschinenhort aufnimmt.Genanntes Schrauberwohnzimmer hat Johannes für die Messe „kurzer Hand“ in einen (oder 2?) 3,5 Tonner geladen und dort aufgebaut… Samt einem Autoscooter, Bockwurstbrühgerät und „Cruisin‘ USA“ Arcade Racer …Ein Spiel, in welchem ich in den Neunziger Jahren unzählige DM-Stücke versenkt habe, statt mit meiner Familie zu bowlen.Also ein bisschen Arcade geraced, ein bis Drölf Außendienst-Filets verdrückt und einen Sitz abgeladen.Kein schlechter Start für einen Freitagmittag. Neben Johannes 2er Golf stand auch dieser traumhafte 1968er Dodge Charger von Joe Toretto im Wohnzimmer. An dieser Stelle mal einen großen Dank für die nette Bewirtung und die tollen Gespräche!Und ein Aufruf in direktem Kontext zu dieser Messe aber auch generell als Messiquette könnte man sagen:Aus dem Mässehort (see what I did there?) ist ein 1984er Essen Motor Show Katalog verschwunden – an dieser Stelle möchte ich die Person, die diesen aus Versehen eingepackt hat, bitten, selbigen doch bitte bei der nächsten Gelegenheit wieder zurückzulegen. Johannes ist auf vielen Treffen unterwegs, man sieht sich bestimmt wieder.Wenn so etwas passiert, verlieren die Aussteller die Lust an Messen und Treffen und damit sterben diese irgendwann aus – helft bitte mit, dass das nicht passiert und achtet mit darauf, dass nichts wegkommt oder beschädigt wird. US Cars hatten neben dem Wohnzimmer auch noch eine andere Ecke der Halle 3, welche unter dem Motto „Tuning und Motorsport“ stand. An dieser Stelle möchte ich mich für die mittelmäßige Qualität der Bilder entschuldigen – wie ich beim Tischkickern mit einem neuen Bekannten richtig besprochen habe – die Belichtung ist in Messehallen leider zu meist von mangelnder Qualität. Auch Freunde des Motorsports kamen auf der AME nicht zu kurz. Von Rallye über Dragracing, bis hin zu Rundstrecke und dem Formelsport, war alles vertreten. Wobei mein persönliches Highlight eine Gruppe von Ladas waren … ja richtig gelesen. Ladas.Nicht Ladies… Sidepipes? An Ladas? Count me in… Wobei die Präsenz eines italienischen kantigen Rennboliden, die Entscheidung nicht leicht gemacht hat.Aber auch andere „Ostprodukte“ warben um Aufmerksamkeit. Sagte ich einem?Zwei. Zwei wollte ich sagen. Dieser BMW E23 baut mir gedanklich und optisch eine sehr schöne Brücke...
Ein normaler Tag am Daikoku Futo
gepostet von Niels Kreischer
Nur ein normaler Tag auf dem vielleicht berühmtesten Parkplatz der Welt… Bilder: Tanja John –...
K-SIDE ’23 – Stancing In The Rain
gepostet von Niels Kreischer
Finally! Nach fünf Jahren persönlicher Abwesenheit (private Termine, Pandemie, Auto nicht fertig etc.) endlich wieder K-Side! K-Side, das lokale, aber deswegen nicht weniger aufwändige Treffen für alle Marken und die unterschiedlichsten Stilrichtungen in Oberbayern. Auf jeden Fall „diaf“ muss es sein. Denn nur was tief ist, sieht auch wirklich gut aus. Das K-Side begeistert dabei mit einer Detailverliebtheit und einem organisatorischen Aufwand, an dem sich so manch‘ größeres Treffen eine dicke Scheibe Leberkäs‘ abschneiden könnte. Ein Beispiel: Vorab allen Teilnehmern zugeschickte individuelle Sammelkarten mit dem eigenen Auto, Insta-Namen und einem Barcode, der am Einlass ausgelesen und das Ergebnis dann auf dem Bildschirm angezeigt wird. Wie fancy ist das denn bitte? Weitere Beispiele sind Food Truck, DJs (sowohl Outdoor als auch Indoor), ein eigenes „Tanzlokal“, Sitzgelegenheiten en masse, Skate Ramp, Bier, Wein, Kaffee, Aperol, Burger und Benzin, Benzin, Benzin (sowohl in den Tanks als auch in Gesprächsform). Hier einige meiner automobilen Highlights der diesjährigen Ausgabe, aber allen Besitzerinnen und Besitzer der Autos vor Ort ein ganz großes „Sauber!“. Denn ein Event nur wegen des Wetters abzusagen, kam für diese Jungs und Mädels nicht in Frage. Und selbst wenn die eigene Bude vollgesaugt wie ein Badeschwamm war, ließen sich die gut gelaunten Petrolheads nicht davon abbringen, richtig Spaß zu haben: Stancing In The Rain. DAS macht für mich die wahre Liebe zum Auto und dem Car-Lifestyle aus. Schönwetter-Komfortzonen-Residents mögen zwar ihr eigenes Auto vergöttern, die Szene lebt aber von den Leuten, die dem Regen einen gepflegten Mittelfinger entgegenstrecken. Wird halt nicht nur die Kehle nass, wen kümmerts? Das vertikale H2O hat dazu auch einige Vorteile, wenn es ums Fotografieren geht. Tropfen auf polierten Lacken und Betten betonen den Glanz und tolle Spiegelungen in Pfützen bietet so manchen Schneewittchen-Vibe („Wer hat die schönste Felge im ganzen Land?“). Im Laufe des Abends verlagerte sich die Party dann mehr ins Tanzlokal, draußen hatte aber auch noch ein waschechter Feuerspucker seinen heißen Auftritt. Ein brennendes Bonbon für die Besucher sozusagen. Die bunte Außenbeleuchtung tauchte die Autos, Menschen und Mopeds dann in ein ganz besonderes Licht. Das alles zeigt, mit wie viel Engagement das Team um Chris Kappenberger dieses Event mit Leben füllt. Ein Besuch ist absolut empfehlenswert, alle Infos über die Veranstaltung 2024 findet ihr hier: k-side-unlimited.de Es ist eure Entscheidung: Bleibt im tristen Hier und Jetzt oder wechselt auf die bunte K-Side of Life… Niels Kreischer – USED4.net Alle Bilder in unserem...
Classic E36
gepostet von Niels Kreischer
Classic E36? Ja, verdammt. Auch die ersten E36 sind mittlerweile schon 31 Jahre alt… Kaum zu glauben, oder? Aber wenn eines sicher ist, dann, dass die Zeit stetig fortschreitet (Okay okay, beruhigt euch, liebe Physik-Studenten im dritten Semester.) Aber zurück zum Thema E36: Meine erste „Begegnung“ mit einem E36 in Bewegung hatte ich 1991 beim Film „Manta, Manta“, als Bertie seinen Motor im Ampelrennen gegen ein paar Klischee-Bayernfans im viertürigen E36 auf Kelleners Double K-Felgen himmelte. Der Rest der Geschichte ist bekannt, auch dass bald „Manta, Manta 2“ ins Kino kommt. Klassiker sind eben beliebt wie nie. Ebenso empfand auch Paddy, Anfang 30 und von Beruf Sachverständiger beim TÜV Hessen, der seinen E36 seit 2019 besitzt und seitdem kräftig umgebaut hat. Und das kam so: Im Sommer 2019 rollte die fjordgraue E36 Limousine auf seine Prüfanlage. Der Fahrer war Mitte 50 und hatte seiner Mutter (>80) geraten, ihr Kfz im Straßenverkehr nicht weiter zu bewegen, eben jenen grauen E36. Exakt 30 Minuten später war der Wagen per Handschlag gekauft. Es handelte sich um einen BMW E36 320i, Baujahr 1997 aus erster Hand mit Lederausstattung, Klima, Sitzheizung und gerade mal 49.000 km gelaufen. Also fuhr Paddy gleich am nächsten Tag mit roten Nummern im Rucksack nach Bensheim an der Bergstraße, um den Kaufpreis zu bezahlen und die Limo zu übernehmen. In der Küche der netten, alten Dame wurde der Kaufvertrag besiegelt und Paddy übergab den Kaufpreis in Höhe von 2000 Euro. Ja, genau. Z w e i t a u s e n d Euro. Wieder Zuhause angekommen, erstellte er umgehend eine Liste, welche Umbauten als erstes vorgenommen werden sollten. Eines stand dabei von Anfang an fest: Klassisches, zeitgemäßes Tuning sollte es auf jeden Fall sein. Zu Beginn wurde der Wagen innen und außen aufbereitet. Dann folgte das Fahrwerk KW Variante 1 mit M3 Domlagern und ein Satz BMW Styling 32 Räder in der Größe 7.5 und 8.5×17 mit der ET 41. Einige hundert Kilometer später bestellte Paddy bereits das M-Paket, liess es lackieren und orderte gleich ein Eisenmann Endschalldämpfer in 2x76mm dazu. Das perfekte Weihnachtsgeschenk macht er sich selbst, als er die BMW-Felgen durch einen Satz zweiteilige BBS RC 090 Räder ersetzte, chemisch entlackt, grundiert, die Sterne silber lackiert und die Felgenbetten hochglanzpoliert. Die Maße hatte er extra auf seinen Wunschzettel geschrieben und das Christkind lieferte wie bestellt: 8JX17 ET 20. Perfekt gerüstet für die Saison 2020. Im Frühjahr 2020 gingen die Umbauten dann aber direkt weiter, mit nachgerüsteten M-Türleisten, einem Dreispeichen-Sportlenkrad und einem verkürzten Schaltknauf. In diesem Zustand bewegte Paddy den E36 bei schönem Wetter die gesamte Saison 2020 und auch 2021. Aber zufrieden war er noch nicht. Wer schon mal einen 320i mit 150 PS gefahren ist, der weiß, schöner Klang und Drehfreude sind da, aber es passiert nicht viel, wenn man das Gaspedal in den Teppich drückt. Also beschloss Paddy Ende Sommer 2021 einen kompletten Umbau auf 2,8l 328i Technik. Die folgenden Monate war Ebay Kleinanzeigen sein bester Freund, der allerdings manchmal schräge Antworten gab. Sämtliche Teile für den Umbau mussten erst einmal besorgt werden, die bekannten E36 Foren wurden nach Informationen und Tipps für den Umbau durchforstet. Den Spendermotor packte Paddy auf einen Motor-Montageständer und revidierte ihn selbst. Als gelernter Kfz-Meister nicht seine schwerste Übung. Gleichzeitig überholte er auch das Differenzialgetriebe, montierte eine M50-Ansaugbrücke und modifizierte die Abgasanlage so, dass er einen E36 M3-Krümmer installieren konnte. Selbstverständlich wurde auch das Steuergerät neu programmiert und an die M50 Brücke angepasst. Der Motorswap selbst erfolgte dann in Frankfurt am Main in der Werkstatt von Paddys Vater. Ganze drei Tage benötigten sein Kumpel Alex und er. Es gab immer wieder kleine Probleme, die lange aufhielten, wie abgerissene Schrauben, verklebte Einspritzdüsen oder ein defekter Kurbelwellensensor. Aber am Ende waren dann alle Troubles geshootet und der sämige Sechsender sang sein Lied. Die erste Probefahrt wird Paddy laut eigener Aussage nie vergessen, den Unterschied von einem 320i zu einem 328i mit...
Im beinahe fernen Osten
gepostet von Christian Farkas
Vorwort: Der ein oder andere hat möglicherweise inzwischen mitbekommen, dass ich aus beruflichen und privaten Gründen in den fernen Osten, naja sagen wir „beinahe“ fernen Osten gezogen bin. Und zwar nach China. Aus diesem Grund werden zukünftige Berichte von mir sich meist auch mit diesem Themengebiet befassen. Vorab sei gesagt, dass das Thema China gerne dazu anregt, politische Diskussionen zu starten. Wir werden uns in keinster Weise auf irgendwelche politischen Debatten etc. einlassen, in dieser Reihe geht es allein um das Thema Auto. 4-spurig ist Standard auf dem Highway Welcome to Shanghai Wo also fangen wir an…… Viele Europäer vermuten wahrscheinlich, dass man hier in China sein Auto verändern kann, wie man will und es somit das reinste Tuningparadies sein muss. Die McDonalds M-Edition. Immer für ein Schmunzeln gut Aber haben wir vorher überhaupt jemals etwas von dem Thema „Tuning in China“ gehört? Sehr wahrscheinlich nicht. Als ich selbst versuchte, mich vor meinen Umzug zu informieren, stellte ich schnell fest, dass irgendwie keiner wirklich sich hier mit diesen Thema und der gesetzlichen Lage dazu auskennt. Über die Zollbestimmungen zu meinem Umzugsgut habe ich dann schnell den ersten Anhaltspunkt bekommen: Dort existiert ein extra Absatz, dass es nur Diplomaten gestattet wäre, Autos zu importieren und das zudem auch nur LHD Autos in China gestattet seien. RHD ist somit hier illegal! Meine erste Reaktion: Verdammt! Aber aus einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist es vermutlich gar nicht so ganz verkehrt. Es gibt schließlich sehr viele reiche Chinesen die ihren Status auch gerne zeigen. Man stelle sich nun vor, alle diese Menschen würden sich für schöne JDM-Klassiker wie Skyline, Supra, RX7 oder NSX begeistern dürfen. Welchen Effekt hätte dies auf die Preise? Eben. Seien wir froh, dass es nicht so ist. No Joke, ich habe BMW mit diesen Bild angeschrieben ab wann es dieses Model in Deutschland gibt und ob es eine M-Variante geben wird. No Statement Auch dieses Pferdchen findet man in China Auch beim Thema STVZO und Tuning gibt es, wie man sich denken kann, gewaltige Unterschiede, aber diese sind vermutlich anders als die meisten vermuten würden. Die Verkehrsregeln lernte ich inzwischen für meinen chinesischen Führerschein. Für diesen musste ich als Deutscher erstmal meine Dokumente übersetzen und anerkennen lassen sowie einen Schrifttest machen, der 100 Fragen beinhaltet. Diese Regeln sind ausgesprochen streng, oft sogar strenger noch als bei uns in Deutschland! Wer schon einmal in China war, denkt sich jetzt möglicherweise: „Bulls**t! Die fahren doch wie die letzten Penner.“ Leider normal Wenn 10m nach der Ampel ein Zebrastreifen ist führt das zu jede Menge Chaos Den gleichen Gedanken hatte ich auch, um ehrlich zu sein. Die Regeln existieren, aber keiner interessiert sich dafür (zumindest die meisten). Verkehrspolizei hab ich bis auf Alkoholkontrollen noch nie gesehen. Diese findet dann in Form einer 100%igen Straßensperrung statt. Hier wird bekanntlich auf Überwachungskameras gesetzt. Nur sind diese irgendwie immer kaputt, und werden nicht mehr repariert. Süß der kleine, den großen Bruder als H1 Version habe ich auch gesehen. Leider nicht als Foto bekommen 🙁 Daran merkt man wie jung in China eigentlich der große Individualverkehr ist, im Vergleich zu der Situation bei uns. Strengere Regeln, auf die auch stark geachtet wird: 100%iges Alkoholverbot im Verkehr (bis zu zwei Jahre Gefängnisstrafe, wenn man erwischt wird) Manipulation von Nummernschildern (Führerscheinentzug, 12Punkte Strafe) Rote Ampeln und Zebrastreifen (überwacht durch Kameras, 6Punkte Strafe) (Das Punktesystem reicht bis maximal 12 Punkte innerhalb einer Periode, diese wird jedes Jahr zurückgesetzt) Fahrschule. Geübt wird auf festgelegten Routen und auf Übungsparkour Nur fährt der Fahrlehrer selber auch oft kriminell und ist kein gutes Vorbild Aber nun zu dem Thema, das wohl die meisten Leser hier interessiert, dem Tuning. Eine echter Outlaw im hohen Norden Chinas (Liaoning/Fushun). Da hat es sich gelohnt, die Schwiegereltern zu besuchen Hier ist man auch für den Winter gerüstet Subaru darf natürlich hier nicht fehlen Als Subaru-Amateur fällt es mir oft schwer Fake und...
Legenden auf dem Rasen – Ein Schloss im Wörtersee...
gepostet von Niels Kreischer
Diese böse Wort mit C. Es hat uns das ganze Jahr 2020 verdorben und die Aussichten, dass 2021 wirklich besser wird, stehen aktuell nicht gut. Aber der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und passt sich an, egal was da kommt. Und neben dem ganzen Leid und den beklagenswerten Verlusten an Leben und Existenzen, hat die Corona-Pandemie auch ihre positive Facetten: Die individuelle Mobilität erlebt eine Renaissance. Ob die (seltene) Fahrt mit dem Auto ins Büro oder zum Einkaufen oder die Urlaubsreise mit dem PKW zu einem Ziel innerhalb Europas, statt des Ferienfliegers nach Thailand: Mit dem Auto fahren ist wieder IN. Mit dem E-Auto ist man sogar moralisch ganz vorne dabei, mit dem Verbrenner muss man sich zwar viele Pauschalisierungen und Vorurteile gefallen lassen, aber noch fliegen keine Eier. Dafür ist der Anteil der Autos mit Verbrennungsmotoren viel zu hoch und das wird auch in 10 Jahren noch so sein. Dann vielleicht aber mit regenerativen Kraftstoffen, wir werden sehen. Der Mensch passt sich schließlich an, wenn auch meistens erst, wenn er muss. Auch die Veranstalter rund um Daniel Scheucher und DS Automotive mussten sich anpassen, um 2020 das Auto wie gewohnt zelebrieren zu können. Ihre Location im Schloss Assumstadt in der Nähe Heilbronns war zwar gesetzt (und das schon seit 1769), aber die gesetzlichen Auflagen für ein Event dieser Größe sind neuerdings sehr aufwendig. Maximal 500 Personen auf dem Platz, Maskenpflicht beim Anstehen vor den Imbissbuden und in den Sanitäranlagen und dass man die eigenen Kontaktdaten hinterlässt, ist ja mittlerweile schon Routine. Dementsprechen groß war der Aufwand an Personal, aber um keine künstliche Spannung zu erzeugen: Es hat sich wirklich gelohnt. Tolle Autos, eine angenehme Atmosphäre, interessante Menschen und das schöne Gefühl, dass manches einfach gleich geblieben ist. Daniel und sein Team haben den Ausstellern und Besuchern einen angenehmen Tag und viele neue Eindrücke beschert. Die Mischung der Autos war in der Tat besonders, vom Opel GT mit Airride über den Beachbuggy aus dem Odenwald, bis hin zum Skyline R31 meines Kollegen Christian: in Assumstadt war alles am Start. Das VAG-Lager war wieder entsprechend stark vertreten, aber das repräsentiert ja auch nur die Verteilung bei den Zulassungen in Deutschland: Von daher. Viele Volkswagen? Alles Gut. Die BMWs hatten am Schloss einen ganz besonderen Auftritt, hier waren einige wirklich außergewöhnliche Exemplare dabei. Der e36 von Phoenixx, der Titelbild-02er auf BBS oder das e36-Cabrio mit massiven Dreiteilern und perfekt lasierten Rückleuchten. Wunderbar. Der blaue 7er war ebenfalls besonders, nur auf eine andere Art. Das letzte Bild zeigt übrigens das einzige große Manko des Meetings: Die Zufahrt zum Gelände war für Static-Fahrwerke ein echtes Hindernis und so manche Schürze hat seit diesem Tag einige Kieskratzer mehr auf ihrem Konto. Auch die Benzen haben feist represented. Dreiteiler im Trend. Zahlreich vor Ort waren auch Ford und Opel, meistens cool, ab und zu aber auch etwas seltsam. Ja, wir meinen dich, Furry-Focus. Kommen wir zu den Asiaten. Zu dieser Gattung hatten wir (meine Frau Yvonne, mein USED4-Kollege Christian und ich) jeweils einen Nissan mitgebracht. Zwei S13 und einen R31. Aber wir waren nicht allein: ob Nissan, Honda, Mitsubishi, Toyota/Lexus, Subaru, Hyundai: von fast allen asiatischen Marken standen ein oder mehrere Modelle auf dem Rasen. Banzai! Der Mix machts, auch einige andere Exoten oder Unikate gaben sich die Ehre. Schloss Assumstadt und die exklusiven Legenden, veranstaltet von DS Automotive: Wir sagen Danke für die willkommene Abwechslung und freuen uns auf das nächste Mal, dann hoffentlich mit etwas Lowlife-geigneterer Einfahrt. Denn der Mensch kann sich anpassen, die Frontschürzen nur bedingt. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Christian Farkas und Yvonne Spilger – USED4.net Die Bilder und noch viele mehr in den nächsten Tagen im Facebook-Album auf www.facebook.com/USED4.net ...