Shiny Slider

Lust auf einen kleinen Klischee-Test? Wie stellt ihr euch folgendes Auto vor: Ein deutscher Nissan 200 SX S13, Drift-Spec… Alles klar. Und jetzt streicht bitte direkt wieder die im Kopfkino aufgepoppten Bilder einer Missile mit Zip-Tie-Schürzen, abgefahrenen Winterreifen auf Serienfelgen und mehr Dellen als PS. Denn Marc ist anders. Marc liebt schöne S13 UND er liebt Driften. Genau aus diesem Grund sieht seine ´91er S13 einerseits aus wie der Eyecatcher vor dem Kino bei der nächsten TF&TF-Premiere und wird andererseits regelmäßig im instabilen Fahrzustand um eine Kurve bewegt. Der Innenraum: Wenn Funktionalität so sexy aussieht, dann hat man es richtig gemacht. Objects in the rearview mirror may appear lighter than they are : Die Carbonspiegel(chen) stammen von der Firma TCS. Marc´s Vorbilder sind nach eigener Angabe nicht die europäischen Querfahrer, die Walltaps als Auszeichnung und Qualitätsmerkmal sehen, er hat vielmehr die Abteilung der japanischen Drifter im Sinn, die für nächtliche Tandem-Touge im Zentimeter-Abstand bevorzugt ihre hochglanzpolierten Karossen mit sündhaft teuren Felgen verwenden und (meistens) auch heil nach Hause bringen. Denn bitte was ist cooler, als ein edles Luxusteil so zu behandeln, als wäre es gar nichts besonderes? Man denke nur an die Bilder von Kate Moss mit Gummistiefeln im Matsch von Glastonbury. 😉 Zu dieser bewundernswerten Einstellung kommen bei Marc auch noch erstklassige handwerkliche Fähigkeiten hinzu. Seinen SX hat er in Eigenregie gestrippt, gecleant, die Radläufe bearbeitet, den Innenraum in Light Silber (Nissan) herauslackiert und zuletzt auch die Außenhaut in dieses sagenhafte Candy Purple getaucht, das ihr hier auf den Bildern bewundern könnt. … Ein Sitz, ein Käfig und viel nacktes Blech. Daran sattsehen? Unmöglich. Ein besonderes Highlight ist der Pleie-Käfig, der von Marc in der Wagen(außen)farbe lackiert wurde und so einen weiteren Punkt auf der langen Liste der Aaahs und Ooohs bei diesem...

Bosch Hockenheim Historic 2012: Der Bericht...

Alte Autos üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus, weil zu dem Lebensgefühl der Freiheit und der Individualität auf Wunsch auch noch die Komponente Sentimentalität mitgeliefert wird. Das erste Auto oder den damaligen Traum auf Rädern noch einmal live zu sehen, hören und vielleicht auch riechen zu können, bringt vielen, oftmals bereits angejahrten Fans die Erinnerung an die Zeit zurück, als man selbst noch jung und dynamisch war. Aber natürlich fühlen sich nicht nur die älterem Semester zum mobilen Kuturgut hingezogen, auch die U40-Generation weiß die pure und noch nachvollziehbare Technik, den Chrom, das Vinyl und die reine Lust am Objekt mit Geschichte und Patina zu schätzen. Oftmals sind die Autos älter als ihre Eigentümer. Wo sonst gibt es das noch in unserer konsumorientierten Wegwerfgesellschaft, wo das Neue schon per se besser, weil eben neu ist. In diesem Zusammenhang ist sicher auch der Andrang zu erklären, der am Wochenende vom 11.-13. April auf den Hockenheimring stattfand. Die 20.000 zahlenden Gäste bekamen aber auch ein volles Programm geboten: Von morgens Früh bis zum späten Abend hörte man den Klang der Motoren (von Larm zu sprechen, wäre Blasphemie), sah die Renner aus den verschiedensten Epochen in ihrer jeweiligen Klasse um den Sieg fighten, konnte in der Boxengasse den Mechanikern auf die Finger schauen oder auch im proppevollen Fahrerlager sich kulinarischen, technischen oder optischen Genüssen hingeben. Da das Hockenheim Historic den Zusatz „Jim Clark Revival“ im Namen führt und diesem legendären Rennfahrer mit einer Gedenkfeier samt Niederlegung eines Kranzes gedachte, an dieser Stelle eine Retrospektive: (Quelle: Wikipedia) Jim Clark war aktiver Formel 1-Rennfahrer in der Zeit von 1960 bis 1968 und konnte die Weltmeisterschaft gleich zweimal gewinnen: In den Jahren 1963 und 65. Aufgrund seiner Fahrweise und seines Talents wird er von vielen Top-Fahrern wie Jackie...

Hockenheim Historic: Jim Clark Revival 13. – 15. April 2012...

USED4.net wird das legendäre JIM CLARK REVIVAL am Hockenheimring begleiten. Wollt ihr mehr wissen? Dann klickt auf die Links zu den angehängten PDF-Dateien. Weitere Infos vorab werden folgen und selbstverständlich gibt es dann auch einen ausführlichen Bericht vom Event selbst. Viel Spaß damit und vielleicht sieht man sich ja vor Ort. 🙂   Niels Kreischer – USED4.net   Info Nr. 1: Bosch neuer Hauptsponsor der Hockenheim Historic   Info Nr. 2: Bosch Hockenheim Historic vom 13.-15. April 2012   Info Nr. 3: Sportprototypen formieren sich zu einem spektakulären Starterfeld   Info Nr. 4: Guiness Weltrekordversuch im Rahmen der Bosch Historic   Zeitplan für das Hockenheim Historic-Festival Überblick der Rennserien...

Jan.16

Renault Alpine A110: Allez les Bleus!*

Flach, leicht, flott, Heckmotor und erfolgreich im Motorsport. Was im ersten Moment wie das typische Rezept für einen Porsche 911 klingen könnte, gilt ebenso für die legendären Renault Alpine-Modelle aus dem Werk in Dieppe (in dem mittlerweile die für ihre konsequente Sportlichkeit bekannten Renault Motorsport-Modelle gebaut werden).  Diese, in den allermeisten Fällen in alpine-blau lackierten Flitzer, waren speziell in den Sechzigern und Siebzigern äußerst erfolgreich und genießen auch heute noch einen exzellenten Ruf bei Motorsportenthusiasten auf der ganzen Welt. Im aktuellen Fall handelt es sich um eine Alpine A110 („Berlinette“), Baujahr 1975. Stolzer Eigentümer ist Oliver Kraft, der sie wie einen seiner beiden Augäpfel hütet. Herr Kraft, seines Zeichens Autohausbesitzer in der Nähe von Darmstadt – Um welche Marke es sich dabei handelt, sollte nicht schwer zu erraten sein – ist ein Automensch durch und durch. Und wer jetzt vielleicht überlegt, was denn wohl der zweite Augapfel sein könnte, dem machen sicher drei knappe Worte den Mund wässrig: „Renault Sport Spider“. Aber dazu zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Bei der Alpine von Herrn Kraft handelt es sich um ein 1300 VC-Modell, mit ursprünglich knapp 1,3 Liter Hubraum und 74 PS. Bei einem Leergewicht von eingetragenen 760 Kilo würden selbst diese schmalen Leistungsdaten für ein flottes Vorankommen genügen, aber Herr Kraft sah seinen Namen als Pflicht und Auftrag und verpasste der Alpine ein kräftigeres Herz: Einen 108 PS-Motor aus einem Renault 5 Alpine  mit zwei fetten Weber-Doppelvergasern, zuständig für die Versorgung der Maschine mit Luft und Kraftstoff.  Aufpeppt wurde das Aggregat noch mit einer schärferen Nockenwelle und der Kopf bekam größere Ventile spendiert. Übernommen wurde der Wagen vor vier Jahren von einem Händlerkollegen. Leider ist von der Historie nicht sehr viel mehr bekannt, als dass diese Alpine, wie so viele ihrer Schwestern, für Rallyes und Slalom-  oder Bergrennen benutzt wurde. Geschadet hat es ihr aber keineswegs, was für die Haltbarkeit und Solidität des Konzepts spricht. Nach dem Kauf beschränkten sich die Karosseriemaßnahmen daher auf eine Neulackierung. Dafür wurde an anderer Stelle die große Restaurierungskeule geschwungen: Erneuert bzw. optimiert wurde unter anderem das Fahrwerk, die gesamte Elektrik sowie der bereits erwähnte 1,4 Liter-Motor aus dem Renault 5 Alpine. Nach erfolgreicher Restauration bekam die A110 dann auch ein H-Kennzeichen verliehen und nimmt seitdem an Oldtimerfahrten und Gleichmäßigkeitsrallyes teil. Da mich Herr Kraft senior freundlicherweise auf eine kleine Ausfahrt einlud, kann ich sogar etwas zum Fahreindruck und besonders der Fahrzeughöhe sagen: In einem Madza-MX5 sitzt man vergleichsweise hoch und genießt die Aussicht. Spaß beiseite,  der Wagen liegt wirklich äußerst tief, ist aber relativ komfortabel gefedert, dafür aber auch laut und eng. Sportlich eben. Die Fahrleistungen sind zwar nicht überragend, aber dennoch sehr spritzig und man ist eigentlich immer schnell genug, wenn man den Motor bei Drehzahl und damit bei Laune hält. Möchte man ein Fazit ziehen, so kann man sagen: Eine wirkliche Schönheit, diese Alpine. Und dazu noch spontan, kontaktfreudig, ehrlich, direkt und ziemlich schnell bei der Sache. Was kann man mehr von einer Französin erwarten?   Niels Kreischer – USED4.net   *Hinweis für alle frankophilen USED4-Fans: Ja, eine Alpine ist natürlich weiblich, aber „Va la bleu!“ hätte doch wirklich merkwürdig ausgesehen, n`est ce-pas? 😉   Noch ein wenig mehr Alpine-Liebe gefällig? Aber bitte gerne…...

Gymkhana Drift Cup Finale 2011...

Willkommen auf der Drift-Etage. Bitte alles aussteigen… Einen Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes hatten sich die Veranstalter des Deutschen Gymkhana Drift Cups für das Finale ausgedacht: Die Strecke wurde auf dem Parkdeck des Loop5-Shopping-Centers in Weiterstadt bei Darmstadt aufgebaut, sodass die Zuschauer in luftiger Höhe und mit bester Aussicht ins Rhein-Main-Gebiet den spannenden Zweikämpfen um die Gymkhana-Krone zusehen konnten. Eine Besonderheit stellte dabei die Streckenbegrenzung in Form ganzer Stapel nagelneuer Syron-Reifen dar, die laut Veranstalter einen Gesamtwert von 500.000 € hatten. Aufgrund der zwangsläufig doch beengten Platzverhältnisse wurde von den Fahrern besondere Präzision und Konzentration verlangt. Ob das Bewusstein, teilweise nur ca. 1m vom gähnenden Abgrund – im Begrenzer und instabilen Fahrzustand, unter den Augen von hunderten Zuschauern, Smartphones und Kameras – den Sekundenbruchteilen nachzujagen, eine Rolle gespielt hat, ist zu bezweifeln. Denn dafür waren die Fahrten viel zu wild und die Geschwindigkeiten zu hoch. Ganz im Sinne der bereits erwähnten Zuschauer. Auch die Fahrzeuge der Teilnehmer erfüllten die Ansprüche der unterschiedlichsten Geschmäcker: Vom C-Kadett mit extremen Overfendern, über die S-Chassis in Form von zwei S13 und dem legendären V8-Pickup-Monster der Driftbrothers, je einem R33 und R34 Skyline, zu einem 190er Mercedes und last but not least den obligatorischen BMW e30 und e36, war alles vertreten, was Heckantrieb und Sperrdiff hat. Lars Verbraeken in seinem 1JZ-GTE e30 Die Driftbrothers im S13/BMW V8/Galant-Frontswap-Pickup. 😀 Champion Patrick Becker im C-Kadett: stark, leicht und wendig. Dimi Patsatzis im S13. USED4-Sticker inklusive. <3 Der spätere Gesamtcupsieger Oliver Harsch. Sehr gerne und häufig genutzt wurde auch die Möglichkeit, in einem der Boliden als Beifahrer Platz zu nehmen und eine Runde auf dem Parcours hautnah mitzuerleben. Am Freitag standen Training und die Drifttaxifahrten auf dem Programm, Samstags stieg dann die Hautpveranstaltung mit den Qualifikationen und den spannenden Finalläufen. R34...

Nürmeet 2011

Das Treffen des SXCE (SX-Club Europe) findet seit 2003 jährlich im August, anfangs in Bonn, mittlerweile aber in dem kleinen Dorf Nieder-Heckenbach, ganz in der Nähe des Nürburgrings statt. Die Show-Off-Wiese ^^   Es war ursprünglich ein Treffen für alle Nissan S-Chassis-Modelle, hat sich aber im Laufe der Zeit in ein Event mit festem Stammplatz im Kalender gewandelt, bei dem man endlich alte Freunde wiedertrifft, die man sonst aufgrund der großen Entfernungen nicht ständig sieht, nette Menschen aus ganz Europa kennenlernt, Benzin quatscht, vor geöffneten Motorhauben steht, in anderen Wagen probesitzt und -fährt, Ausfahrten zu interessanten POI´s macht und natürlich auch Runden auf der berühmtesten Strecke der Welt dreht: der legendendären Nordschleife des Nürburgrings.   Nieder-Heckenbachs Einwohnerzahl verzehnfacht sich im August.   Auch die Feierei kommt nicht zu kurz, wenn man nach der berüchtigten Vorstellungsrunde („Meine Name ist X, im Forum heiße ich Y, das ist mein fünftes Nürmeet, leider wie immer ohne SX, der zerlegt zu Hause steht“) rund um das Lagerfeuer in der Grillhütte sitzt. Gerne auch mal etwas feucht-fröhlich wird beispielsweise im Anschluss einem vorlauten Toyota-Fahrer mit seinem MR-2 dank einer großen Rolle Klebeband gezeigt, auf wessen Rasen er gepinkelt hat. ^^ Der Besitzer (der übrigens einen befreundeten SX-Fahrer zum Nürmeet transportiert hat, dessen zwei S13 beide nicht fahrtüchtig sind 😉 ) nahms mit Humor und fuhr mit diesem Schriftzug sogar auf der Nordschleife. 😀   Die Stimmung ist friedlich, freundlich, offen und herzlich, jeder ist willkommen, egal ob er Besitzer eines S-Chassis ist, war oder werden will und so freuen sich hoffentlich alle Teilnehmer bei der Heimfahrt schon auf das nächste Nürmeet.   Übrigens, 2012 wird das 10. Jubiläum gefeiert und wir würden uns freuen, dann möglichst viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen. 🙂 Das komplette Nürmeet-Album findet ihr wie immer...

Apr.06

Rennwerk Orange

Rezas Sucht nach schnellen Autos ist eine Erbkrankheit. Den BMW 2002ti in der originalen BMW-Farbe „Inka-Orange“ bekam er von seinem Vater vermacht, als dieser seine Rennaktivitäten einstellen musste, nicht zuletzt auch auf Drängen von Rezas Mutter. 😉 Dies geschah bereits vor 15 Jahren und macht man sich nun bewusst, dass Reza erst 30 Kerzen auf dem Kuchen ausblasen muss, stellt man umgehend fest, dass dieser BMW eine Jugendliebe ist. Gibt es einen größeren Liebesbeweis als echten Perserteppich? Seit 1996 nahmen sein Vater und er an Oldtimer-, Gleichmäßigkeits-, und Orientierungsrallyes teil, nachdem sie den 02 mit Hilfe eines maroden Teilespenders wieder fit gemacht hatten. 1999 wechselten sie dann die Positionen, denn Reza übernahm im Yassemi-Racingteam das Steuer und steckte die Ziele etwas höher. Nachdem der Wagen zwischen 2000 und 2001 komplett restauriert und wiederum in Inka-Orange lackiert worden war, begannen Reza und Co. 2003, die notwendigen Modifikationen an Bremsanlage, Achsen, Fahrwerk, Innenraum, Käfig und Instrumentierung vorzunehmen. Sicher nicht die schlechteste Ansicht… 2004 erfolgte dann der lang ersehnte Einstieg in den Slalomsport, bei dem sehr schnell klar wurde, dass die Fahrwerks-  und Reifenkombination vollkommen ungeeignet für diesen Zweck war. Aus diesem Grund rüstete Reza ein spezielles Slalomfahrwerk der Firma HANS FAHRWERKTECHNIK samt Sportreifen nach und aus dem gesunden, aber langweiligen Orangensaft wurde ein doppelter Wodka-O. 😀 Wer bei den abgeklebten Scheinwerfern spontan auch an andere Dinge denken muss, soll mir eine Email schreiben. 😉 Im Jahr 2006 erfolgten weitere Fahrwerksoptimierungen und die schwere Serienhaube tauschte ihren Platz gegen ein gewichtsoptimiertes GFK-Teil. Nachdem dieses Gewichtsmanko beseitigt war, konnte auch das Projekt „Bergrennen“ erstmalig in Angriff genommen werden. 2007 brachte dann ein Upgrade in der Kraftübertragung in Form eines Sperrdifferenzials und eines Getrag 5-Gang Sportgetriebes. Die Haftung wurde mit Hilfe von ATS Felgen in 8 x 13 ET1 verbessert, auf denen sich Yokohama Formel 3 Slicks sichtlich wohlfühlen. Damit diese wirklich feiste Rad/Reifenkombi auch unter die eher schmalen Hüften des 02er passen, mussten künstliche Vebreiterungen angebracht werden.                                                                                                     Overfender from Hell äääähh Holland. (In der Tat kommt Reza bei den Niederländern extrem gut an. Warum nur?) Da im Rennsport im Allgemeinen – im Bergrennsport aber im Besonderen –  jedes Gramm zuviel schmerzt, wurden 2008 die hinteren Seiten-  sowie die Heckscheibe gegen ihre federleichten Verwandten aus Makrolon ersetzt. Aus dem identischen Grund löste auch die GFK-Heckklappe ihr schweres Serienpendant aus Blech ab. Für Pragmatiker: Abrisskante             Für Liebhaber: GFK in seiner erotischsten Form Im Motosport ist Stagnation Rückschritt. Dieser einfache Satz ist ebenso wahr wie kostenintensiv. 2009 zog daher ein neuer Motor in den 02 ein, um das Leistungsgewicht diesmal von der anderen Seite her zu reduzieren, zusätzlich erfolgten weitere Fahrwerksmodifikationen und es gab einmal wieder neue Reifen, die dann im Jahr 2010 erneut fällig waren. (Man könnte fast vermuten, Reza würde mit dem 02 Driften, aber auch Gripfahren kostet Gummi.) Schwarzes Gold auf einem fünfzackigen Stern. In dieser Saison nun erfolgt eine Pause, in der Auto und Fahrer sich regenerieren und auf neue Großtaten vorbereiten wollen, um ihre bisherigen Erfolge wie z.B. den 1. Platz in Walldürn 2007 und einen sehr guten 3. Platz 2010 beim Bergslalom in Zotzenbach noch zu toppen. Wie der Titel „Rennwerk Orange“ vermuten lässt, spielt das Thema Farbe eine große Rolle und zieht sich durch das Projekt wie ein roter, pardon, orangefarbener Faden. Im Sinne der Corporate Identity tragen sowohl das Teamzelt, als auch die beiden Teamfahrräder den Farbton des 02 und Reza ist dank dieser auffälligen Lackierung in der Slalomszene bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. So sehen ihn die Rehe im Wald, kurz bevor´s ….  ^^ Danken möchte Reza in erster Linie seinem Vater und seinen zahlreichen Unterstützern...

Dez.08

Porsche-Museum in Stuttgart

Lohnt sich ein Besuch im Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen? Hat man auch nur einen Milliliter Benzin im Blut, beantwortet sich diese Frage von allein. Sollte man jedenfalls meinen, denn Porsche ist nicht umsonst einer der faszinierendsten Autohersteller der Welt, hat eine ebenso glorreiche wie lange Tradition und eine immens große Fangemeinde auf dem ganzen Globus. Als automobiler Enthusiast gleichwelcher Ausprägung ist es daher eine Art Pflicht, dem repräsentativen Aushängeschild und mittlerweile zu einem Art Wahrzeichen der Porsche AG gewordenen Museum, einen Besuch abzustatten. Nur: Allzu hohe Erwartungen haben es an sich, enttäuscht zu werden. Dies trifft leider in gewisser Weise auch hier zu. Die Kritikpunkte sind schnell aufgezählt Der Umfang der Ausstellung insgesamt ist zu gering, selbst wenn man jedes Schild liest, ist man nach 1,5 Stunden durch. Von einem Hersteller, der berühmt ist für seine Klein-  und Kleinstserien, würde man sich noch mehr Vielfalt erwarten. Viele Modelle werden gar nicht gezeigt, dafür andere mehr als ausreichend. („Oh, noch ein 356. Diesmal in rot.“) Konkret gibt es beispielsweise keine Porsche 912 und 914 zu sehen. Auf die Möglichkeit, in einem aktuellen Porsche-Modell Probe zu sitzen, ohne abschätzende Blicke des Händlers auf sich zu spüren, wird verzichtet. Warum eigentlich? Reicht der Eintrittspreis für eine solche Aktion, die sicher jeder Museumsbesucher mit Begeisterung nutzen würde, nicht aus? Davon abgesehen, ist das Museum natürlich ein architektonisches Meisterwerk (wenn auch von außen größer wirkend als es innen tatsächlich ist), man bekommt wertvolle und teilweise berühmte Einzelstücke gezeigt, die Technik von damals und heute wird anschaulich und an Beispielen gut erklärt. Es ist ein heller und sehr lichter Bau, der geschickt mit Perspektiven und räumlicher Wahrnehmung spielt. Nach ca. zwei Stunden verlässt man das Museum dann wieder und versucht sich klarzumachen, dass man eben im ideellen Herzen von Porsche war und viele und kleine und große Jungs in Asien, Amerika und Australien davon träumen, es einem gleich zu tun. Man weiß nicht, ob man es ihnen wirklich wünschen soll, weil sie möglicherweise anschließend ebenso ernüchtert wären. Aber genug der Worte, hier die Impressionen: Porsche 959 Ein Mann. Ein Wort. Die Sau. (Man achte auf die Beschriftung) Even Steve! Old School Dish 12V Geschüttelt, nicht gerührt. Can you say „Downforce“? Glasfaserkomponente (GfK) Niels Kreischer –...