Ein neuer Firmensitz ist wie ein neues Leben: Andere Umgebung, neue Leute, (hoffentlich) bessere Bedingungen und neue Chancen. Gute Voraussetzungen für Petrolheads Germany – Der Einmannbetrieb, der alles kann. Egal ob Motorswaps inkl. Elektronik, Auspuffbau oder Karosseriearbeiten, Markus (2. vl.) ist überall ein Experte, sofern das Objekt vier Räder und einen Motor besitzt. Die Einweihungsfeier fand Anfang September mit einem großen Pulled Pork-Essen und heißen Benzingesprächen vor geöffneten Motorhauben statt. Petrolheads teilt sich das Gebäude in Speyer mit JDM Heart Performance, in der Szene bereits ein geläufiger Name. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen sah es etwas unaufgeräumt aus, aber das lag nur am kurz vorher erfolgten Umzug. Ein Vorteil des neuen Gebäudes ist eine große Lagerfläche. Wie bereits erwähnt, sind Motorswaps ein Spezialgebiet von Petrolheads, hier besonders interessant zu sehen an einem altbekannten Datsun 240Z (für manche der Sportwagen-Urmeter schlechthin, noch vor dem „Käfer auf Steroiden“ aka 911) Dieser ’73er US-Import verliert demnächst seinen bisherigen L24-Reihensechszylinder mit 130 PS und erhält stattdessen ein Aggregat mit mehr als der doppelten Leistung (serienmäßig). Es ist der Traum vieler JDM-Fans: Ein 1JZ, verbaut in allen möglichen japanischen Limousinen von Toyota, aber nie serienmäßig in Deutschland angeboten. Zusammen mit den neuen Felgen und vielen weiteren feinen Teilen, wird der 1 JZ im Z schon bald für einige erstaunte und lächelnde Gesichter sorgen, soviel steht jetzt schon fest. Neben dem Oldie waren aber noch weitere, schöne und interessante Autos zur Einweihungsparty erschienen. Honda S2k mit RPF1&Semislicks und vielen Carbon-Parts samt Hardtop. Sehr racy und ernsthaft, dieser Spaß-Roadster. Diese S14a ist ebenfalls eine alte Bekannte und hat nun einen neuen Besitzer, der einige Arbeit und Zeit in den Wagen stecken will. Und nun zum offiziellen Tiefpunkt des Tages: Selbstverständlich bezieht sich dieser Begriff nur auf die „Höhe“ dieses MX5 NA, der...
Impreza 22B: Ein Einhorn am Gardasee
gepostet von Niels Kreischer
Anfang August, Gardasee, Italien, gegen 22 Uhr abends: Absolut entspannt in den Flitterwochen und in einem Opel Cascada unterwegs (unseren beiden S13 wollten wir die 3.000 km Ochsentour nicht zumuten), strömten wir mit offenem Verdeck gerade eine dunkle Straße im schönen Seestädtchen Peschiera entlang, als ich im Augenwinkel ein altbekanntes Blau-Gold-Schema wahrnahm. In early August, Lake Garda, Italy, about 22 o’clock in the evening: Absolutely relaxed while on honeymoon and travelling in an Opel Cascada (we didn’t expect this 3.000 km trip of our two S13 ), we floated with the top down just a dark street along in the pretty seaside town Peschiera, as I perceived a well-known blue-gold scheme in the corner of the eye. Folgender innerer Dialog entspann sich in den nächsten Millisekunden: Retina an visuellen Cortex: „Subaru Impreza STi“. Cortex an Bewusstsein: „Lohnt es sich, deswegen extra zu halten? Ist viel Verkehr und ob der Hintermann aufpasst, wenn ich jetzt bremse?“ Retina erneut: „Halt Stopp! Kein normaler Impreza, dieser ist irgendwie kürzer und zweitürig! Ein Coupé.“ Cortex: „Impreza Coupé? Sieht man nicht ganz so häufig. Befehl an Beine und Arme, anhalten und Bilder machen.“ The following internal dialogue ensued in the next milliseconds: Retina to the visual cortex: „Subaru Impreza STi“. Cortex to Consciousness: „Is it worth it to stop, because there’s a lot of traffic and will the man behind us react, when I brake now?“ Retina again: „Stop! It’s no normal Impreza, this is somehow shorter and a two-door coupe!“ Cortex: „Impreza coupe is not quite as common, so instant order to legs and arms, stop and take pictures.„ Und da man ja meistens ausführt, was der eigene Wille einem vorgibt, hielt ich umgehend an und fotografierte diesen sonderbaren Impreza. And since one usually does what his own will commands, I stopped immediately and photographed this strange and fascinating Impreza. Am Heck fiel mir diese Plakette auf und spätestens da wusste ich, dass hier eine richtige Rarität vor mir stand. Subaru Impreza 22B : so etwas wie der Heilige Gral oder das regenbogenemittierende Einhorn im Scooby-Lager. Nur 424 Stück wurden 1998 von diesem Coupé mit WRC-Karosseriebauteilen gebaut, davon gerade mal 25 für den Export nach UK und Australien. Der Ursprung des Namens ist unklar, die wahrscheinlichsten Erklärungen sind: 2.2L und Bilstein-Fahrwerk oder 22B als Hexadezimalwert des damaligen Hauptsponsors 555 Besonderheiten dieser Pretiose sind der 2,2 Liter Motor EJ22 mit sehr sehr konservativ geschätzten 280 PS, ein serienmäßiges Bilsteinfahrwerk mit Eibach-Federn, die bereits erwähnten WRC-Verbreiterungen, ein bis auf die Höhe vollständig einstellbarer Heckflügel und das niedrige Gewicht von 1270 kg. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt tauchen die 22B so gut wie nie auf und wenn doch, sind Preise nordwärts von 80k € eher die Regel als die Ausnahme. Relativ überschaubare Situation also und die Chance, einem solchen Rallye-Einhorn im Alltag zu begegnen, tendiert wohl gegen Null. Umso schöner daher diese Zufallsbekanntschaft und flüchtige Begegnung am Straßenrand. At the rear, I noticed this plaque and the latest since I knew that here was a real rarity standing right in front of me. Subaru Impreza 22B: something like the Holy Grail or the rainbowfarting Unicorn in the Scooby-Universe. Only 424 units were built of this coupe with WRC-body components in 1998, of which just 25 were made for export to the UK and Australia. The origin of the name is unclear, the most likely explanations are: 2.2L and Bilstein Suspension or 22B as a hexadecimal value of the then main sponsor 555 Special features of this preciousnesses are the 2.2 liter engine EJ22 with very very conservative estimate of 280 hp, a standard Bilstein suspension with Eibach springs, the aforementioned WRC-body parts, one (except for the height) fully adjustable rear wing and the low weight of 1270 kg. In the used car market, the 22B appears as good as ever and if so, the prices northbound of 80k € are more the rule rather...
ÜBERfest 2k16: Circuit Soul
gepostet von Niels Kreischer
ÜBERfest ist zurück! Nach der kreativen Pause im letzten Jahr gab es nun ein Wiedersehen mit alten Freunden und der exklusiven Location im Fahrerlager des Sachsenrings, der damit auch gleichzeitig Namensgeber der diesjährigen Ausgabe „Circuit Soul“ ist. Was genau macht aber die „Seele“ einer solchen Veranstaltung aus? Da ist in erster Linie das Thema das Treffens, im Falle des Überfests: „Markenoffenheit, Qualität und Exklusivität“. Aber auch die Organisation und der reibungslose Ablauf spielen eine große Rolle dabei, wie man als Besucher im Endeffekt eine solche Veranstaltung empfindet. Und bei diesen Punkten hat die 2016er Auflage nochmals einen deutlichen Fortschritt gegenüber 2014 gemacht. Dafür Respekt, meine Damen und Herren. Dass zur Teilnahme am Überfest grundsätzlich eine bebilderte Bewerbung und ein Auswahlverfahren gehörten, sorgte im Vorfeld bisweilen für Diskussionen. Aber ohne diese Vorauswahl würde die Qualität der Fahrzeuge einfach nicht das gewünschte „Jedes Auto ein Hingucker“-Niveau erreichen. Dabei geht es aber niemals um persönliche Sym- oder gar Antipathien, stattdessen zählt nur das Konzept des Wagens, die Umsetzung sowie die optische und technische Qualität. Dass das Überfest mit diesem hohen Anspruch in Kombination mit der vollkommenen Markenoffenheit in Deutschland nur sehr wenige Nachahmer hat, ist so schade wie verwunderlich. Ist denn wirklich so abwegig, sich als Fahrer eines 90er Jahre-Nissan neben einen Airride-Golf VI mit 20″ BBS und Bentley-oder Lamborghini-Bremsen zu stellen? Und wieso gibt es eigentlich Animositäten zwischen Audi-Turbo-Quattro- und BMW-Sauger-RWD-Besitzern? Weshalb existiert nochmal dieser bereits legendäre Zwist zwischen Opel- und VAG-Veredlern? Im Prinzip verfolgen wir doch alle das gleiche Ziel: Autos schneller, schöner oder einfach individueller machen. Dass einem nicht automatisch alles gefallen kann, ist selbstverständlich und liegt in der Natur der Sache (damit sind ausdrücklich nicht dieser Ascona C oder der Audi 200 gemeint). Aber das muss es ja im Endeffekt auch überhaupt nicht. Respekt vor der geleisteten Arbeit, der aufgewendeten Zeit und manchmal eben auch „nur“ vor dem finanziellen Einsatz kann man dennoch haben. Denn mir ist jemand, der sich für das geerbte Geld von Opa einen fetten Schlitten kauft, immer noch lieber als jemand, der automobile Indivualität generell als unnötigen Quatsch abtut und Tuner für Verrückte hält. Gerade bei markenoffenen Treffen ist die Inspiration für das eigene Projekt doch besonders hoch. Im eigenen „Lager“ bleibt man trendmäßig doch oftmals unter sich und versucht eher, sich durch besondere Ausführungen des ähnlichen Themas von der Masse abzuheben. Schaut man stattdessen auch ab und zu mal über den Tellerrand und sieht sich die Konzepte und Ideen der „anderen“ an, kommt man meiner Meinung nach viel eher zu neuer Inspiration. Selbst wenn die Umsetzung auf dem Modell eines anderen Herstellers vielleicht nicht ganz so gefällt, könnte der gleiche Mod am eigenen Auto ein richtiger Volltreffer sein. Glücklicherweise war die Vielfalt beim diesjährigen Überfest erneut hoch und das Auge bekam wieder große Abwechslung geboten. Auch die Ohren wurden dank des erstklassigen DJs mit einem astreinen Mix gestreichelt und kulinarisch war mit dicken Burgern und fantastischem Softeis (mein erstes seit gefühlt 15 Jahren!) ebenfalls für zufriedene Gesichter gesorgt. Alles prima, also? Ja absolut. Bis auf das Wetter. Aber hey, wir haben 2016 und dass dieses Jahr so ziemliches jedes Outdoor-Event mindestens einmal nass wird, ist ja schon die Regel und nicht die Ausnahme. Sah der Morgen noch sommerlich und ganz nach Ende Juli aus, zogen die Wolken gegen Mittag immer weiter zu und am Nachmittag regnete es dann auch etwas. Die Gelegenheit für Bilder von nassen Autos auf feuchten Straßen. Aus diesem Grund wurde die Pokalverleihung (in Form der Sachsenringrennstrecke) auch leicht vorgezogen, was aber nichts am starken Applaus für die Sieger änderte. Das sind sie: Mercedes Benz S-Klasse W109 Ford Escort Cosworth BMW 328i e36 Toyota Corolla AE86 BMW e30 mit M3-Motor aus dem e46 Porsche Carrera 911 (997) BMW e46 Im Anschluss an die Auszeichnungen konnten wir am USED4-Stand noch den einen oder anderen Kunden glücklich machen und ließen danach das Überfest langsam ausklingen… Wir bedanken uns mit einem virtuellen...
German Kanjo Racer: Phils Civic EE9
gepostet von Niels Kreischer
Auf dem Kanjo-Highway der japanischen Großstadt Osaka sind sie im Schutz der Nacht unterwegs: Die Kanjozoku in ihren gleichnamigen Racern, leergeräumten und aufgepumpten Honda Civic und CRX mit den legendären VTEC-Saugern. Phils EE9 würde unter diesen lauten und schnellen Pocket Rockets nicht weiter auffallen, vom Lenkrad auf der falschen Seite vielleicht einmal abgesehen. Aber laut, wild und schnell ist sein Civic ebenfalls und wenn auch nicht auf japanischen, dann immerhin auf deutschen Autobahnen unterwegs. Im Gegensatz zu den Kanjozoku muss Phil noch nicht einmal das Gesetz brechen, wenn er den fünften Gang ausfährt. Phils Liebe zu japanischen Automobilen begann bereits während seiner Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker in einem Mazda Betrieb. Seine Gunst fiel dann aber nicht auf einen Colt oder Evo, sondern auf den Honda Civic der 4. Generation als VTEC-Modell mit 150 PS aus 1,6 Litern. Das perfekte Auto zu finden, stellte sich aber nicht als ganz so einfach heraus. Erst beim dritten Anlauf erstand Phil schließlich im Jahr 2012 dieses gut erhaltene Exemplar und begann direkt mit dem Einbau der obligatorischen Teile, die ein Auto schneller, lauter und steifer machen. Konkret waren dies die TSS-Goodies wie Ansaugktrakt, Fächerkrümmer und Endschalldämpfer sowie zwecks Versteifung der Fahrgastzelle einen Käfig und Domstreben von Wiechers. Als sich Ende 2014 die Kopfdichtung verabschiedete, sah Phil die Gelegenheit zur Optimierung gekommen und so hielten eine Cometic-Kopfdichtung, ARP-Kopfschrauben, eine Moroso-Ölwanne sowie Anzeigen für Öldruck und -temperatur Einzug in seinen Civic. Mit der Hilfe seiner Freundin Sandy und seinem Schwiegervater in spe gelang ihm die Reperatur in der heimischen Werkstatt ohne Probleme und nach drei Wochen lief der Motor wieder so, wie ein B16A1 zu laufen hat: giftig, gierig und drehzahlhungrig. Aber die Saison 2014 war dennoch gelaufen. Wie tröstet man sich als Autoprojektbesitzer also am besten? Car Parts. Car Parts. Car Parts. Zwischenzeitlich hatte Phil glücklicherweise auch Alex von Nation Zero kennen und schätzen gelernt und durch ihn kam er günstig an ein guterhaltenes Paar Recaro Speed aus dem Integra DC2 sowie den dazugehörigen Extra Low-Konsolen. Auch im Bereich der Felgen konnte Alex weiterhelfen, ein Satz Rota Slipstream wanderte von seinem ehemaligem EJ8 an den EE9. Für höhere Standfestigkeit bei den Bremsen ersetzte Phil die Scheiben durch gelochte Zimmermänner und die Beläge durch EBC Greenstuff, gut erkennbar durch die offenherzigen Rotas. Seitdem sitzen Phil und Sandy deutlich bequemer und der Civic bremst zudem deutlich standfester. Nicht das Schlechteste, wenn sie wieder einmal mit den anderen Nation Zeros unterwegs zu den diversen Veranstaltungen in ganz Deutschland sind. Und zwar selten langsam. Veranstaltungen wie z.B. das Driften in Allstedt, in dessen Rahmen auch diese Bilder entstanden. Wie es mit dem Civic weitergehen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Momentan fährt & genießt Phil nur, aber das Summen in seinem Kopf mit Ausdrücken wie „Turbo“, „Drehmoment“, „Nissan“, „Heckantrieb“ und „SR20DET“, hervorgerufen durch seine Nation Zero-Freunde, wird stärker und stärker. Mal sehen, wie lange er dieser Nissan-Versuchung noch widersteht oder ob am Ende der Honda Virus nicht doch die Oberhand behält. Aber ganz egal ob Kanjo oder Nismo, USED4 wird auf jeden Fall dabei sein. Niels Kreischer – USED4.net #nzero #nationzero #honda #civic #used4 Bedanken möchte Phil sich ganz besonders bei seiner Mutter, seiner Freundin Sandy, ihrem Vater, seinen Kumpels Simon Pilz und Tobias Reitmeier, sowie Alex und den anderen Jungs von Nation Zero für ihre Unterstützung und Hilfe. Specs: Civic EE9 Neulackiert in Lila (Farbcoe unbekannt) Bj. 1990 B16A1 mit 150 PS (Serie) Cometic-Kopfdichtung ARP-Kopfschrauben Moroso Ölwanne mit Schwallblechen TSS offene Ansaugung TSS Fächerkrümmer 4-2-1 TSS Endschalldämpfer Wiechers Käfig mit Kreuzstreben und Seitenstreben Wiechers Domstreben vorne und hinten beide oben Rota Slipstream in 16×7″ ET40 mit Yokohama Parada 205/45 R16 Momo Sportlenkrad Spoon Schaltknauf Öldruck- und Temperaturanzeigen statt Radio Zimmermann-Scheiben gelocht mit EBC Greenstuff-Belägen GFK-Haube von Aerodynamics in Carbonoptik Recaro Speed-Sitze aus dem Integra DC2 mit Extra...
Allstedt – Ein Märchen wird wahr
gepostet von Niels Kreischer
Once upon a time… Die Zahnfee: ein Fabelwesen, das kleine Kinder für seine verlorenen Zähne entschädigt. Aber auch Märchentanten wie sie, müssen mit der Zeit gehen. Aus diesem Grund hat sie kürzlich ihr Berufsbild auch stark modernisiert. Statt Goldmünzen für ausgefallene Milchzähne unter Kissen zu legen, liefert sie mittlerweile für ein paar Euro ausgefallene Driftevents für Milchbubis und Goldmädels. Daran könnte sich übrigens auch der Sandmann mit seiner ausgelutschten Schlafsandnummer gerne mal ein Beispiel nehmen. Aber zurück zum eigentlichen Kern dieser Geschichte: Driften in Allstedt. Nachdem es 2015 den ersten und direkt erfolgreichen Anlauf gegeben hatte, zogen die Zahnfee und ihr Orga-Team (vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Arbeit) das Ganze noch etwas größer und beeindruckender auf. Im Januar diesen Jahres wurde aus diesem Zweck im Schwäbischen extra ein Motorsportverein gegründet, der SXOC e.V. Vorsitzende: die Zahnfee (keine Zauberei) Als eingetragener Verein fällt das Mieten und Versichern einer solchen Veranstaltung deutlich leichter und auch die Aufgaben verteilen sich auf mehrere Köpfe. Diese Aufstockung war allerdings auch dringend nötig, denn die Teilnehmerzahl wuchs dieses Jahr massiv und so war auf der Strecke auch immer ganz schön was los. Streckenweise waren aber auch schöne Teile ganz los. (Nein, es ist eigentlich weiterhin ein S-Chassis-Treffen der Foren SXOC und SXCE, aber E36 sind halt so schön günstig, im Vergleich zu S13 und S14) Ob Privatmann oder Profifahrer, ob S-Chassis oder Fremdprodukt, hier hatte einfach jeder seinen Spaß. Der bereits für den Tag vorhergesagte Regen ereilte das Treffen erst gegen Samstagabend, dann allerdings durchaus heftig.Um im Märchenthema zu bleiben: Es blies derart wild über den Platz, dass man meinen konnte, der böse Wolf stünde vor der Tür. Größere Schäden waren zum Glück zwar nicht zu beklagen, aber die angesetzte Mitgliederversammlung des SXOC e.V. musste bis auf Weiteres verschoben werden. Aber Allstedt ist bei Weitem nicht nur Driften, Allstedt ist auch Reparieren, Diskutieren, Reifen montieren und hart Parkieren. Übersetzt heißt das, auch der Parkplatz bietet für den Besucher (Eintritt kostenlos) ein großes Spektrum an schönen und faszinierenden Wagen. Beispiele gefällig? Schön. Faszinierend. Schön. Faszinierend. Schön. Faszinierend. Schön. Faszinierend. Schön und faszinierend. Der ehemalige russische Militärflugplatz Allstedt ist aber auch ohne Drift-Event jederzeit einen Besuch wert. Mit seiner Abgeschiedenheit, den gewaltigen Dimensionen und der beeindruckenden Infrastruktur, die durch die erhaltenen und verfallenen Gebäuden gleichermaßen geprägt wird, ein wirklich geschichtsträchtiger Ort. Ihr findet, Drift wird am besten durch bewegte Bilder dokumentiert? Dann freut euch, wir haben auch von diesem Event feines Videomaterial mitgebracht. Hier das tolle Video unseres Medienpartners NIGHTRUN. Das Onboard-Video von Stefan Brencher, unserem USED4-Editor und zertifiziertem Driftexperten („Driften ist Monstertrucks“). In den nächsten Tagen sollte noch ein weiteres Video folgen, also schaut hier ruhig mal wieder vorbei. Fazit: Allstedt 2017 ist schon jetzt dick und rot im Kalender markiert und das, obwohl der Termin derzeit noch gar nicht feststeht. Warum? Endlich hat Deutschland einen großen Grassroots-Drift-Event von Driftern für Drifter und das feiern wir und unterstützen es, wo wir nur können. Die Stimmung ist super, die Teilnahmebedingungen und -kosten äußerst human und die Strecke ist zwar talentfordernd und reifenmordend, aber eben auch lang, breit, abwechslungsreich und einfach märchenhaft schön. Die Zahnfee hat offensichtlich ihren neuen Platz in der Welt gefunden: Vom Fabelwesen zur Managerin von Driftevents. Und wenn sie nicht gestorben ist, organisiert sie auch 2017 Driften in Allstedt. USED4.net – Where the magic happens. Bilder und Video: Stefan Brencher – USED4.net Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Video: Sahand Fujiyama –...
Jacatu 2016: Der Regen fällt, die Stimmung steigt
gepostet von Niels Kreischer
„Es muss Sommer sein, der Regen wird wärmer.“ So ähnlich hätte das Motto der diesjährigen Auflage des Jacatu in Speyer lauten können. Gleißender Sonnenschein wechselte sich ab mit heftigen Regengüssen und teilweise starkem Wind, was aber die Teilnehmer keineswegs daran hinderte, ihre automobilen Schätze zu präsentieren und sich die Ideen und Erzeugnisse der anderen Tuningfans anzusehen. Auch USED4 hatte sich für diesen zweiten Besuch des Jacatu nach 2015 viel vorgenommen: Wir hatten zum ersten Mal einen eigenen Stand mitgebracht, an dem wir unser volles Merchandise-Programm in Form von Stickern, Shirts, Caps und Keyrings anboten. Außerdem hatten wir mit unserem Platz direkt am Eingang die beste Sicht auf alle ankommenden Fahrzeuge. Aber immer wieder dieser verdammte Regen. Gefühlt seit November ist das schon so. Hat das permanente Prasseln und Plätschern denn überhaupt irgendeinen Vorteil? Mal vom lebensnotwendigen Wässern der Natur abgesehen, ist es besonders aus Sicht eines Open-Air-Autotreffens nur schwer vorstellbar, welches objektive Plus so ein Schauer haben könnte. Vielleicht genügt den Zweiflern unter euch ja bereits dieses Bild als Antwort? Fun is what you make of it. Oder frei nach Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.„ Wer also selbst schon einmal bei einem Jacatu war, kennt die gelöste, freundliche Atmosphäre und das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten vor geöffneten Motorhauben. Stylemäßig ist so gut wie alles erlaubt und deshalb war auch so gut wie alles vertreten. Hier einige Beispiele… Sei es satter Stance. Formidables VIP Rallye-Readiness Stylishes Show&Shine, was keineswegs bedeuten soll, dass es sich hier um Blender handeln könnte. Ganz im Gegenteil, unter der Haube ist in der Regel auch Party. Trackfressendes Time-Attack Obercoole Oldies Oder einfach passabler Lack mit ganz netten Felgen Wer auch bewegte Bilder sehen möchte, der möge sich das Video unseres Partners Jan Pawelczyk von Japvideography zu Gemüte führen: Fazit: Die aufgerufenen 15€ Eintrittsgebühr für den Fahrer und sein Auto (Besucher zu Fuß wie immer gratis) erscheinen von daher absolut fair. Man bekommt das erwähnte große Spektrum an Fahrzeugen, Styles und Trends geboten, kann sich austauschen und neue Ideen sammeln. Die umfangreiche Händlermeile, die Fahrzeugbewertungen und den dB-Contest an dieser Stelle mal gar nicht erst zu erwähnen. Alles in Allem eine richtig runde Sache, dieses Treffen. Und runde Sachen mögen wir. Wir werden daher auch 2017 dabei sein, wenn es wieder heißt: Japan Car Tuning – Come as you are. Das Facebook-Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in den nächsten Tagen. Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Video: Jan Pawelczyk – Japvideography...
Wild Wild East
gepostet von Niels Kreischer
Nach dem großen Erfolg unserer Wörthersee-Tour im vergangenen Jahr, hatten wir uns für 2016 auch wieder etwas besonderes vorgenommen. Es sollte dieses Mal allerdings nicht nach Österreich, sondern in den Osten der Republik gehen, genauer gesagt nach Sachsen. Dort hat USED4-Editor Philipp seine Basis und wer jetzt denkt, dieses Bezeichnung klingt eher nach James Bond-Bösewicht und wäre eventuell etwas übertrieben – ist es nicht! In seiner NISSAN-Garage fand dann auch der erste Abend statt. Es wurde gegrillt, getrunken, gefachsimpelt, gelacht und gestaunt. Ein Auszug der vertretenen Modelle: Honda NSX und Mitsubishi Lancer RalliArt Honda Integra DC2 Willis famoser Toyota Chaser JZX100, der bei USED4 bereits das eine oder andere Mal präsentiert wurde. Und natürlich auch die beiden Nissan von Philipp und mir, sein mit NISMO-Parts verwöhnter R32 GT-R und mein(e) schmutzige S13. Am darauffolgenden Tag fuhren wir dann nach Leipzig zum JDM Season Opening, über das wir bereits mit einem FB-Album berichtet hatten. Das Wetter war über das ganze Wochenende eigentlich wie seit Weihnachten schon: Wechselhaft, aber oft kalt, nass und windig, also nicht wirklich angenehm, sobald man aus dem Auto stieg. Wie hier auf dem Fichtelberg, dem höchsten Punkt unseres Trips, gut zu sehen: Schneefall, Sicht keine 20 Meter und so kalt, dass die Heizung im Auto auf mollig stand. Aber das Wetter wechselte ständig und so hatten wir auch warme, sonnige Phasen, wie hier auf dieser Brücke. Eine Gelegenheit, die Philipp sich selbstverständlich nicht entgehen ließ. Weitere Bilder, die unterwegs entstanden. Aufgrund einiger technisch oder krankheitsbedingter Ausfälle und des teilweise wirklich deprimierenden Wetters waren die Voraussetzungen vielleicht nicht ganz so gut wie im vergangenen Jahr, aber für ein wenig Spaß hat es dann doch gereicht… Bilder: Philipp Berndt – USED4.net Text: Niels Kreischer – USED4.net...
Star Road Shop – Veredelte Damen
gepostet von Niels Kreischer
Unser Gasteditor Alex Götz hat eine tolle Reise hinter sich: Drei Wochen quer durch Japan mit Städtetrips nach Hiroshima, Kyoto und selbstverständlich auch Tokio. Außer dem eigentlichen Zweck der Reise, Land und Leute kennenzulernen, hatte für Alex auch das Thema Auto eine besonders hohe Priorität. Als Besitzer eines `72er Datsun 240Z (S30) wollte er im Mutterland von Sushi, Manga und Kirschblütenkomasaufen Kontakte knüpfen und vielleicht das ein oder andere günstige Originalteil für seine holde Dame („Fairlady“, so der offizielle Name in Japan) ergattern. Hauptziel hierfür war der nicht nur in Z-Kreisen bekannte Shop „Star Road“, der in einem Vorort von Tokio seinen Stammsitz hat. Typisch für Japan ist der äußerst begrenzte Platz und die effizient geparkten Kunden- und Firmenwagen. Wie man sieht, kümmert sich Star Road neben den klassischen Z auch um andere Modelle, hier ein C110 „Kenmeri“. Ein echter GT-R (nur 197 Stück gab es davon) ist es zwar nicht, aber dieser KGC110 Skyline 2000 GT-X hat es dafür umso dicker hinter den Ohren: Denn Star Road hat auch hier den hauseigenen Standardmotor verbaut. Und „Standard“ bezieht sich hierbei nicht auf den Motor an sich, denn der ist alles andere als profane Massenware, sondern meint schlicht und einfach: Star Road ballert dieses Monster von Verbrennungsmaschine in jede Karosse, die nicht schnell genug Iie (いいえ „Nein“) sagt. Es handelt sich hierbei um einen ehemals 2,8 Liter großen L28 Reihensechszylinder aus dem Datsun 280Z, der im Hubraum massiv auf 3,2 Liter vergrößert und mit drei 50er Solex-Doppelvergasern ausgestattet wurde. Resultat sind brüllende 380 Sauger-PS (vorher 150), die aus den leichtgewichtigen Chassis‘ echte Boden-Boden-Raketen machen. Einer Rakete auch optisch am ähnlichsten ist dabei dieser orangefarbene Z. Selbstverständlich auch hier der 3,2 Liter große L-Motor: Engine Porn deluxe. Fender Flares sind momentan äußerst hip. Aber auf diesem Modell dazu auch noch period correct. Auch im Innenraum herrscht ein Mix aus schickem Style und sachlicher Funktion. Typisch Nissan: die Handbremse zeigt gen Himmel. Alex bekam vom Firmenbesitzer Shoji Inoue sogar eine Probefahrt in diesem blauen Schmuckstück spendiert. Mit Carbon Fender Flares, der richtigen Tiefe und den Star Road hauseigenen, fetten „GLOWSTAR“-Felgen (in Kooperation mit Work entworfen und produziert), ist dieser sexy S30 ein Auto, das bereits im Stand herausschreit: „Porsche wer? Ferrari was? Corvette warum?“ Alex möchte sich noch einmal ausdrücklich bei Inoue-san für die äußerst freundliche Aufnahme und die Tour durch den Shop bedanken, die damit endete, dass der Chef ihm für seinen Z ein Set dringend benötigter Rückleuchten persönlich aus einem Projektauto ausbaute und mitgab. Domo Arigato! Bilder: Alex Götz Text: Niels Kreischer – USED4.net Star Road Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern folgt in den nächsten Tagen....