Die Leichtigkeit der Illusion Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte, der GroĂteil der hier lesenden Personen kennt das: Eigentlich sollte man einfach Digital Detox anstarten â keinen Bildschirm mehr und ab ins Bett.Aber es gibt doch da dieses eine (oder hundert) Scheunenfund-Video (Garagenfund, Feldfund … you name it) auf YouTube.Oder âFirst clean in 500 Years for this rusted out Golf MK IIIâ.20 Minuten? Na komm, das gebâ ich mir noch. Ist ja auch ausgesprochen befriedigend zuzuschauen. Es sei denn, es sieht danach aus wie vorher. Dann lasst das Video bitte auf eurer SD-Karte und nicht auf meiner Tube. Eigentlich könnte ich sowas auch mal wieder machen. Na klar, zack, zack â bisschen sauber gemacht, so eine Ranzbude von Kleinanzeigen, und wieder weg damit.Ignorieren wir einfach die unfertigen Projekte und Baustellen, die schon an diversen Orten verteilt sind…Hm, nix Interessantes im Netz… naja, Schicksal. Dann halt nichâ. An dieser Stelle könnte dieser Artikel enden… aber dann hĂ€tte ich wohl gar nicht erst angefangen, oder? *Das Telefon* „Hast du morgen Zeit?“ „Japp, was machste?“ „Berge ’nen Benz aus einer Tiefgrarage in Zehlendorf, der da schon seit Jahren steht.“ „You son of a bitch, I’m in!“ Ja hervorragend, da brauche ich ja nicht einmal selber ein Auto kaufen und habe den gleichen Effekt … mega. Damit wĂ€re also schon mal klar, seit wann der Wagen in der Tiefgarage steht. Elf Jahre also. Okay, die Garage wirkt ein bisschen feucht und im Auto riecht es entsprechend muffig, aber keine 170 Tausend auf der Uhr â und anspringen will er auch nicht. Top. Mit der Hilfe meines langweiligen grauen Kombis den Sternenkreuzer aus der Ecke gezottelt. Leider sah man genau, welche Seite an der Wand gestanden hat und welche den Elementen, sprich den anderen Garagenbewohnern, ausgesetzt war das letzte Jahrzehnt.Aber alles in allem: stabiler Koffer. Traktionskontrolle anno 1991 ist auch an Bord. Mega selten bestellt, heute quasi so nicht mehr zu bekommen. Auch â oder gerade â im Tageslicht macht der Baby-Benz trotz seines SchlĂ€fchens einen recht schlanken FuĂ, und meine letzte Erfahrung mit Sternenware ist schon eine Weile her und verlief eher lieblos und zufĂ€llig. Trotz DIN-Kennzeichens und quasi erster Hand … den hĂ€tteste mal nicht weggeben sollen, raunt es irgendwo ganz leise im HinterstĂŒbchen. „Kannste kaufen…“ raunt es nun in der realen Welt. „Verschenken kann ich den aber nicht. Der Mann braucht das Geld.“ Und ich eigentlich kein weiteres Auto. Eigentlich. Aber nein. Der lĂ€uft nicht, soll zu viel kosten und ich hab auch so genug zu tun. *Das Telefon* „Auto lĂ€uft jetzt. Pumpe, Filter und neue Batterie und springt auf den ersten SchlĂŒsseldreh an. Von unten sieht der top aus, also komm‘ vorbei und sag ob du ihn haben willst. Bremse krieg‘ ich nicht freigebremst aber neue Scheiben hab ich schon bestellt, kriegste dazu.“ Aber ich brauche doch garkein Auto… „Ja ok ich ich komm‘ rum“ Ach komm‘, so einmal ĂŒbergewaschen sieht er doch wirklich gut aus und du musstest doch auch kichern wĂ€hrend der Probefahrt, natĂŒrlich bezahlen wir zu viel Geld dafĂŒr. „Ich nehm‘ ihn dir ab aber er muss hier noch ne Weile bleiben, da ich erstmal Platz schaffen muss.“ – höre ich mich sagen Nachdem Kauf, kommt der Hype: was ist zutun? – Bremsscheiben gibt es dazu > aber BelĂ€ge mach ich auch neu. – BremsschlĂ€uche sowieso, kosten nix, freut sich der TĂVer drĂŒber. – StoĂdĂ€mpfermanschetten vorn sehen fertig aus, was kosten die DĂ€mpfer? Jaaa machen wir auch mit, was kostet die Welt? – Domlager natĂŒrlich auch, klar. – der Auspuff hat es auch hinter sich > her damit. – ZĂŒndkerzen, alle Filter und Ăl sind obligatorisch. An der Stelle möchte ich mit dem Positiven beginnen: FĂŒr einen 201er gibt es so gut wie alles noch, und das gröĂtenteils sogar spottbillig und in verschiedenen QualitĂ€tskategorien. Wer also ins OldtimergeschĂ€ft einsteigen...
HEIZR Logistics đ„đïž
gepostet von Niels Kreischer
HEIZR – Das ist schwĂ€bisch fĂŒr Heizer (wer hĂ€tt’s denkt?) und damit ist auf jeden Fall mal nicht der schwer schuftende Mensch mit der Schaufel in der Dampflok gemeint. Nein, „herum zu heizen“ ist jene sĂŒĂe SĂŒnde, die wir Autofans alle irgendwann mal begehen, manche sogar regelmĂ€Ăig, manche gelegentlich und andere so lange, bis sie es ganz plötzlich nicht mehr tun (können). Aber bei einem solchen HEIZR-Event rollen die Autos höchstens im Schritttempo zu ihrem Parkplatz, danach stehen sie, sehen dabei gut aus und die Besitzerin oder der Besitzer sucht erstmal das Weite/den Food-Truck/die Toilette oder ihre bzw. seine Freunde aus dem Porsche-Club. Denn Porsche-Modelle, davon gibt es auf den HEIZR-Events Varianten in allen Farben und Formen, alt und neu, besonders und ganz regulĂ€r schnell/teuer/sportlich. Die Porsche AG war sogar ganz offiziell vor Ort vertreten. Weit haben sie es ja nicht, aber das muss man trotzdem erstmal hinbekommen. Aber bei Weitem nicht nur schwĂ€bisch-boxendes, sondern auch viel alternativ-automobiles wird geboten, sei es aus Italien, aus England, den USA oder Japan. Auf dem HEIZR Logistics-Event, um das es hier konkret geht und welches im September in wunderbarem Industrie-Ambiente auf dem GelĂ€nde der Firma Wolff & MĂŒller in Denkendorf bei Stuttgart stattfand… …wurden den Auto-Gourmets in der Tat allerfeinste Kfz-QualitĂ€ten dargereicht. Unsere Marktforschung besagte kĂŒrzlich, ihr wĂ€ret schon groĂ. Also bildet euch am besten selbst ein Urteil: HEIZR, das sind beileibe nicht nur Autos, das ist auch ein Lifestyle. Beweise nachfolgend. Die Haupthalle mit den Highlights, wie den beiden Mercedes CLK GTR (warum nur einen, wenn man zwei haben kann?), einem leibhaftigen Shelby Daytona CoupĂ©, einem diabolischen Lancia Stratos plus Deltra Integrale Sidekick, bot den Besucherinnen und Besuchern wahrlich auĂergewöhnlich und spektakulĂ€re Ansichten, die noch mehr sĂ€ttigten, als die tolle Pizza oder die leckeren Bowls aus der Food-Area es jemals könnten. Automobile Faszination in Reinkultur. Legenden aus vielen Jahrzehnten des Fahrzeugbaus und Rennsports. Mudflaps zum Niederknien, Hecks wie mit dem Fallbeil modelliert, Spoiler wie Cessna-TragflĂ€chen. Und dazu freshe Beats im Ohr, Pizzazunge und Bier am Hals, gute Laune, alte Freunde, neue Bekanntschaften und ganz viel Inspiration (fĂŒr Transpiration war es glĂŒcklicherweise bereits zu kalt) bei dem gleichzeitigen GefĂŒhl, hier unter Gleichverspinnten zu sein. Unser eindeutiges Fazit: HEIZR is hot. Egal, ob man emotional bei Porsche, BMW, Mercedes oder JDM sein Kreuzchen macht, hier steppt fĂŒr ein paar Stunden ganz gewaltig der Auto-BĂ€r. Sollte man definitiv mal erlebt haben, bevor man irgendwann auf die ewige Autobahn A5 auffĂ€hrt. Wir planen jedenfalls, auch beim nĂ€chsten HEIZR-Event mit wieder dabei zu sein, dann aber mit mindestens zwei S13. Die waren nĂ€mlich spĂŒrbar Mangelware. Sowas aber auch. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Alle Bilder und noch viele mehr, ab heute Abend auf unserer...
Leihen heiĂt teilen: Was es bedeutet, meinen GT-R einem Museum zu ĂŒberlassen...
gepostet von Philipp Berndt
Was es bedeutet, meinen GT-R im Museum zu lassen Die Liebe im PACE ist keine einfache. Sie fĂŒhlt sich vielmehr wie ein Licht an.Es ist ein Atemzug. Es ist ein Fenster (oder Fenster, die die Ausstellung umgeben) in eine automobile Welt. Das Licht legt sich, egal ob natĂŒrlich durch die Sonne oder aus den perfekt inszenierten LEDs wie Staub auf eine Schallplatte, lĂ€sst die Konturen weicher wirken und gibt dem Raum und all den darin befindlichen Exponaten einen Puls. Und plötzlich klingt hier mein R32 Skyline GT-R etwas anders. Nicht lauter, sondern klarer. Fast so, als hĂ€tte das Museum ihm eine neue Stimme gegeben, ohne ihm die StraĂe zu nehmen. Als Jean Pierre mich im Dezember fragte, ob ich ihm meinen GT-R leihen wĂŒrde, musste ich nicht ĂŒberlegen. Weil es keine SelbstverstĂ€ndlichkeit ist, fĂŒr Arbeit, Leidenschaft und Haltung gesehen zu werden. Und GENAU deshalb ist dies fĂŒr mich eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, zu teilen. Stolz war da, klar. Ein bisschen Scham auch. Man fragt sich: Ist das Auto wirklich perfekt genug? Entspricht es den Erwartungen? Aber vielleicht ist das die falsche Frage. Vielleicht geht es darum, dass manche Dinge gröĂer werden, wenn sie vielen gehören. Zumindest fĂŒr eine Saison. Es geht nicht ĂŒber ihn, sondern ĂŒber das, was er geschaffen hat Es ist mir wichtig, an dieser Stelle klar zu machen, warum dieser Artikel nicht ĂŒber Jean Pierre selbst handelt. Nicht, weil ich ihm zu wenig Respekt zollen wĂŒrde, im Gegenteil. Ich sehe ihn nicht als Prominenz, sondern als Mensch. Als jemanden, der der deutschen Szene in den letzten Jahren unbestreitbar viel Gutes getan hat. Technisch und auch menschlich. Aber ĂŒber ihn ist bereits genug gesagt und geschrieben worden. Er steht im Rampenlicht, er trĂ€gt Verantwortung, er inspiriert. DafĂŒr braucht es keine weiteren Hymnen. Das wĂ€re Wiederholung und vielleicht sogar das Gegenteil von dem, was ihn im Kern ausmacht. Viel spannender ist es, ĂŒber das zu sprechen, was er erschaffen hat. Denn Orte wie das PACE sind mehr als eine VerlĂ€ngerung seiner Person. Sie sind ein Geschenk an die Community. RĂ€ume, in denen nicht nur die Projekte von JP, sondern auch die Leidenschaft vieler anderer Platz finden. Gerade als jemand, der die Gelegenheit hatte, sein eigenes Auto dort hineinzugeben, durfte ich sehen, wie respektvoll, professionell und menschlich dieses Projekt gefĂŒhrt wird. Ohne Filter, ohne kĂŒnstliche Distanz. Und genau darĂŒber will ich darĂŒber schreiben: nicht ĂŒber den Menschen, der lĂ€ngst genug Scheinwerferlicht trĂ€gt, sondern ĂŒber das, was er möglich macht. Ein Museum, das nicht von Stars handelt, sondern von Geschichten, Maschinen und einer Kultur, die uns alle verbindet. Essen Motor Show â 08. Dezember Die Ăbergabe an JP war so unspektakulĂ€r, dass sie gerade deshalb magisch wurde. Nicht nur wegen dieser Ăbergabe…einfach weil dieser Tag etwas Umarmendes und Magisches hatte.Es war der letzte Abend der Essen Motor Show. StĂ€nde wurden abgebaut, Tore geschlossen, die letzten Besucher hinausbegleitet: Hektik, Chaos, KĂ€lte. Mit meinem Freund Markus sinnierte ich noch durch die Hallen, als JP mich plötzlich kontaktierte und sich mit mir absprach, wie wir die Ăbergabe am schnellsten und besten ĂŒber die BĂŒhne bekommen. Als ich ihn an seinem Stand beim Abbau traf, hatten er und sein Team Stress ins Gesicht geschrieben, aber trotzdem Zeit fĂŒr ein LĂ€cheln. Wir sprachen uns kurz ab und natĂŒrlich klang das mal wieder alles einfacher als es war. Weil die Hallen untereinander abgeriegelt waren, konnte ich natĂŒrlich nicht einfach so „Godzilla“ an seinen Stand fahren. Selbst Jean Pierre konnte daran wenig Ă€ndern, als er zu mir kam um mich zu begleiten. Irgendwie schaffte ich es dann ĂŒber Umwege in die andere Halle zu seinem Stand. Ich machte ein paar Bilder bei der Ăbergabe, er stieg zu mir in den GT-R, wir fuhren gemeinsam aus den Hallen hinaus, vorbei an abbauenden Crews und stapelnden Gabelstaplern. Kurze Worte, ehrliches Interesse, ein HĂ€ndedruck und plötzlich war mein Auto nicht mehr nur meins. Also zumindestens fĂŒhle es sich irgendwie so an. Aber...
Sakura Special #5 đž NISMO Omori-Factory
gepostet von Niels Kreischer
Der Sommer war heiĂ und vollgepackt mit Events, aber jetzt gibt es endlich die Fortsetzung unserer Sakura Special đž – Reihe. Und zwar mit einem ganz besonderen Highlight fĂŒr alle Fans der Marke NISSAN: Die NISMO Omori-Factory in Yokohama, Japan! Allein das GebĂ€ude von Weitem zu sehen und dann auf dem Parkplatz zu stehen, sorgte dafĂŒr, dass die langgehegte Vorfreude auf den Besuch plötzlich in den roten Bereich schnellte und wir in ca. 2,7 Sekunden das GebĂ€ude betreten mussten… (Wer die R35 Reminiszenz erkannt hat, darf sich selbst auf die Schulter klopfen) Und drinnen ging es Schlag auf Schlag weiter: NISSAN R390 GT1 an der Wand, RB26 und VR38 in verschiedenen Ausbaustufen und Versionen vor den Besuchern aufgebaut, als könnte man sie in den Einkaufwagen packen und mitnehmen. Hmmm, wer weiĂ? Wenn diese Ikonen des japanischen Maschinenbaus aber nur ein Vorgeschmack auf das absolute Highlight fĂŒr mich als S-Chassis-Fan bedeuteten, dann ist dem geneigten NISSAN-Fan wohl irgendwie klar, was jetzt kommen muss: Ein leibhaftiger NISMO 270R. Einer von nur 30 jemals produzierten Exemplaren. So etwas wie das legitime Einhorn unter den S-Chassis, wenn ein Tommykaira M18Si der leicht abgedrehte Pferdeonkel ist. Wie beim 400R steht der Modellname gleichzeitig fĂŒr die Leistung: 270 PS, 345 Nm, mit StraĂenzulassung, als offiziell verkauftes NISSAN-Modell und das 1994. Ich, 16 damals, fand einen Mitsubishi Eclipse mit 150 Sauger-PS schon echt schnell, wie wĂ€re so ein 270R erst bei mir eingeschlagen? Unvorstellbar. 270 Rrrrrrrrrrrr Danach konnt es fĂŒr mich in der Omori-Factory kaum noch eine Steigerung geben, da bin ich ehrlich. Okay, so baut man eigentlich keinen Spannungsbogen auf, aber hey, vielleicht wirds fĂŒr euch ja jetzt erst spektakulĂ€r. Wie zum Beispiel mit diesem R34 GT-R Z-Tune. Der Zusatz mit Z bedeutet: das Auto wurde im Jahr 2005 mit nur 18 weiteren von NISMO aufgekauft, gestrippt und von Grund auf neu und besser aufgebaut. 2,8 Liter Stroker 500 PS ab Werk, Yessir. Einfach traumhaft, sowas einmal live und in Farbe zu sehen. Aber der 270R…. Auch beeindruckend, der R35 GT3-Renner, der mit Kampfspuren und in voller Kriegsbemalung im Showroom ruhte. Die neue Zeit reprĂ€sentierten die Elektrorenner aus der Formel E und ein NISMO Ariya. Deutlich spannender (hehe) wurde es fĂŒr mich aber hinter den Glasscheiben: die Werkstatt fĂŒr Kundenautos, hauptsĂ€chlich NISSAN Skylines der verschiedensten Generationen standen hier, um repariert, gewartet und natĂŒrlich auch getunt (ja, wo sind wir denn?) zu werden. Traumautos, absolut jeder einzelne von ihnen. Die Preise dafĂŒr sind auch im Mutterland schon lange durch die Decke gegangen, aber NISMO weiĂ, wie man auch weniger solvente Fans bei Laune hĂ€lt: Mit dem NISMO Fan-Shop! Ersatz- und Tuningteile (davon etliche wieder neu aufgelegt von NISSAN), fĂŒr viele GT-R-Modelle und andere beliebte NISSAN-Klassiker, dazu NISMO-Felgen, -Merch und auch NISMO-Shirts und -Jacken (das ist ja bekanntlich kein Merch, sondern sinnvoll und notwendig. Man braucht ja schlieĂlich was zum Anziehen) Wer hier als NISSAN-Fan reingeht und mit leeren HĂ€nden rauskommt, hat was verpasst. Besonders die sprichwörtliche Freundlichkeit der sympathischen Angestellten, deren Kleiderschrank zu Hause sehr wahrscheinlich auch vor NISMO-Klamotten platzt. GlĂŒcklich und zufrieden erreichten wir gemeinsam mit einer super stylischen NISMO-Jacke wieder den Parkplatz, auf dem sich bereits neue Autos eingefunden und so manche Haube geöffnet hatte. Daher auch unsere ganz eindeutige Empfehlung: When in Tokyo, then NISMO Omori-Factory. Bonus Stage đž Der NISMO-Shop online: https://shop.nismo.co.jp/ Die genaue Lage der Factory (Klick aufs Bild): Und die Empfehlung, wie ihr am besten dort hinkommt: mit dem Mietwagen. đ Unser nĂ€chstes Sakura-Special wird ĂŒbrigens weniger auto-, aber dafĂŒr mehr landschaftslastig: Der Yamanakako-See und die Chureito-Pagode stehen auf dem Programm und im Hintergrund wird sehr oft der Mount Fuji zu sehen sein. Das eine oder andere Auto schleicht sich dann aber auch ins Bild, keine Sorge. Stay Kawaii. Das Facebook-Album mit allen Bildern geht morgen online. Text und Bilder: Niels Kreischer –...
Messel Motor Klassik 2025
gepostet von Niels Kreischer
Ein Name wie Donnerhall: Messel Motor Klassik! Und gleichzeitig die perfekte Zusammenfassung, worum es bei dieser Veranstaltung geht: Klassische Kraftfahrzeuge, die sich in der Mitte des hessischen Ortes Messels zusammenfinden. Die Voraussetzung fĂŒr die Teilnahme (ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen) ist einzig und allein das Mindestalter von 20 Jahren (des Fahrzeugs), gerne aber auch Ă€lter. Denn ein BMW 3er E90 von 2005 ist alles, aber noch kein Youngtimer, oder? Aber grundsĂ€tzlich macht diese groĂe Bandbreite auch den Charme der Messel Motor Klassik aus, die 2025 zum 10. Mal stattfand. Beispiele gefĂ€llig? Die Liebe zu Autos ist vielvĂ€lftig und bunt. Ob Manta, DS, 840Ci, E-Type oder G-Modell. Alles, was aus eigener Kraft unter dem aufblasbaren Torbogen durchrollt, wird gefeiert. Manche haben sogar besonders viel Charme, wie unser Titelbild, der Chevy Impala SS Convertible, der standesgemÀà mit Old School-HipHop im Radio und Hund auf der RĂŒckbank mit 5 km/h wogend die Menge teilte. LĂ€ssig und ganz besonders auch dieses Auto, ein 911 (964) in einer auĂergewöhnlichen Farbkombination (Lack TĂŒrkis / Innenraum Sternrubin), die es so nur in den 90er Jahren geben konnte: Ein weiterer Beweis fĂŒr die bunte Mischung der MMK, dieser Opel Senator 4.0 24V Irmscher, ein 4 Liter groĂer Reihensechszylinder mit 272 PS und 395 Nm. (Ăbrigens zu verkaufen) Und auch das Japanlager war mit interessanten Exemplaren vertreten, u.a. zweimal mit einem NISSAN Bluebird (davon ist der eine meiner, aber das soll natĂŒrlich keine Eigenwerbung sein. Hust.) Einmal ganz klassisch und einmal sportlich als Grand Prix-Sondermodell im typischen 80er-Jahre-Look, mit drehzahlhungrigem CA18DE 16V-Motor und Dreispeichenfelgen. Aber nicht nur die Versorgung mit automobilen Delikatessen war gesichert, auch die kulinarischen BedĂŒrfnisse wurden gestillt mit Bratwurst und Cola/Wasser/Apfelschorle/Bier und im Anschluss mit Kaffee und Kuchen. Fazit: Voller Magen und tolle Wagen. Hier noch einige Impressionen der MMK 2025, die verdeutlichen, wie groĂ und trotzdem persönlich die Veranstaltung dieses Jahr war: Auch 2026 wird es wieder eine Messel Motor Klassik geben, die Planungen laufen bereits und das Datum steht ebenfalls schon fest: Sonntag, 6. September 2026. Vielleicht seid ihr dann ja auch dabei, wenn es auf dem Rathausplatz und in den StraĂen drumherum wieder rund geht. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Messel Motor Klassik online: https://www.messel-motor-klassik.de/ Alle Bilder aus dem Artikel und noch viele mehr in unserem...
USED4-Podcast 005 – Phil im PACE đŒïž
gepostet von Niels Kreischer
Im begehbaren Kleiderschrank in Darmstadt, in einer Karaoke-Bar in Tokio oder Montags im geschlossenen PACE-Museum: als USED4-Podcaster kommt man rum und sieht viele interessante Dinge. Dinge wie den R32 GT-R von USED4-Editor Philipp, der nach Auftritten auf dem Ultrace (Artikel folgt) und am Comer See, auf „seinen“ Parkplatz im Dortmunder Automuseum namens PACE zurĂŒckkehrte. Wir nutzten die Gelegenheit und stellten Philipp einige Fragen: Und da „hören“ richtig toll ist, „hören“ und „sehen“ aber noch viel besser, hier einige Bilder der ganzen Aktion: Vom Ankommen am Pace, dem Fahren mit dem Fahrstuhl in die schwarze Ebene und dem Rangieren mit dem beeindruckenden FahrzeugrangiergerĂ€t, professionell und souverĂ€n bedient von Khanh und Co. Godzilla kann fliegen, mit Phil hinterm Steuer. Als der Skyline dann auf seinem Podest korrekt platziert war (Millimeterarbeit!), durfte Phillipp auch wieder aussteigen und fing umgehend an zu putzen. Wir bauten daher erstmal unser Equipment auf und starteten dann irgendwann ganz sanft mit dem Podcast… Auf den Bildern wirkt es vielleicht so, als wĂŒrde ich einen Monolog fĂŒhren, aber Philipp hatte sein Mikrofon am Shirtkragen, ich wollte meins lieber in der Hand halten. So redeten wir also ĂŒber Phils R32 und die Geschichte, wie es schlussendlich dazu kam, dass er einen Platz im Pace zur VerfĂŒgung gestellt bekommen hatte. Spannend! Aber wir sprachen nicht nur ĂŒber den Skyline, auch die vielen anderen interessanten AusstellungsstĂŒcke sahen wir uns an und diskutierten sie ausfĂŒhrlich. Ganz allein im PACE, sowas erlebt man auch nicht jeden Tag. Wie ĂŒberheblich das klingt. Ehrlich gesagt erlebt man das eigentlich nie! Das wĂ€re das bessere Wort. đ Auf jeden Fall eine klasse Aktion von JP KrĂ€mer, der das persönlich möglich gemacht hat. Vielen Dank auch an Khanh und seine Helfer fĂŒr die PrĂ€zisionsarbeit bei bestem Humor und natĂŒrlich auch an Philipp, der mir und euch einige bemerkenswerte Dinge gesagt und auch geschrieben hat, wie zum Beispiel in seinem neuesten Artikel ĂŒber das Strandrennen in RĂMĂ. Er wird ĂŒber diese Podcastaufnahme auch einen eigenen Artikel schreiben, den ihr in KĂŒrze hier auf USED4.net lesen könnt. Last but not least geht mein Dank an die Produktionsleiterin Yvonne, die stets dafĂŒr sorgt, dass man den roten Faden nicht verliert, genĂŒgend Zucker hat und auch irgendwann zum Ende kommt. So wie auch in diesem Artikel hier. Alle Bilder findet ihr ab morgen auf unserer Facebook-Seite. Podcast: Philipp Berndt – USED4.net Bilder: Yvonne Spilger – USED4.net Text und Bilder: Niels Kreischer –...
RĂMĂ: ONE FUEL, MANY CULTURES
gepostet von Philipp Berndt
RĂMĂ: EINE ANDERE ZEIT, DIE GLEICHE LIEBE Ein Besuch beim RĂžmĂž Motor Festival â und was es mit meinem Blick auf unsere Szene macht Text & Fotos: Phigraphie Die Luft ist salzhaltig. Der Wind blĂ€st einem den Sand so penetrant ins Gesicht, dass man irgendwann aufhört, ihn wegzuwischen. Die Augen trĂ€nen, nicht nur vom Gegenlicht des flachen Nordseehorizonts, sondern auch vom Sound, der irgendwo zwischen bassigen Wummern und metallischen Zwitschern liegt. Alte V8, flache Reihenmotoren, Harley-FehlzĂŒndungen. Pure Liebe â€ïž Es ist laut â und doch so friedlich. Wie ein Sturm, den man schon lange gebraucht hat, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Der Ort Ich bin in RĂžmĂž, DĂ€nemark. Genauer gesagt: auf einem kilometerbreiten Autostrand, der fĂŒr ein Wochenende im Jahr zur BĂŒhne wird. Nicht fĂŒr Influencer. Nicht fĂŒr Show-n-Shine-Wettbewerbe. Nicht fĂŒr TrophĂ€en. Sondern fĂŒr alte Maschinen â und fĂŒr Menschen, die sich erinnern wollen, wie es war, analog unterwegs zu sein. Daran, wie es einmal war. Und wie es immer noch sein könnte. Das RĂžmĂž Motor Festival Das RĂžmĂž Motor Festival ist kein neues Event. Und doch fĂŒhlt es sich an wie ein altes Versprechen, das man irgendwann gegeben und fast vergessen hat. Seinen Ursprung hat das Ganze viel frĂŒher, als man vermuten wĂŒrde:Bereits 1916 fanden hier auf RĂžmĂž erste Strandrennen statt. Damals, als das Automobil noch jung war und der Strand als natĂŒrliche Rennbahn diente. Frei von Grenzen, Regeln und Asphalt.Piloten aus DĂ€nemark und Deutschland kamen, um ihre Fahrzeuge ĂŒber das Wattenmeer zu treiben. Ohne Sponsoren. Ohne Lautsprecher. Nur Wind, Sand und pure Power. Was heute als RĂžmĂž Motor Festival wiederbelebt wurde, ist also mehr als eine Hommage.Es ist eine Fortsetzung im Geist von Bonneville, wo Geschwindigkeit zur Religion wurde.Und im Takt des Race of Gentlemen an der amerikanischen OstkĂŒste,wo man sich gegen den LĂ€rm der Gegenwart entscheidetund fĂŒr den LĂ€rm alter Motoren im Morgengrauen. Nur dass hier keine Kulisse gebaut wird.Hier ist alles so.Seit ĂŒber hundert Jahren. Hier, an der dĂ€nischen Nordsee, ist alles ein bisschen anders. Vielleicht, weil es karger ist. Vielleicht, weil es dadurch ehrlicher wirkt. Vielleicht, weil man sich fĂŒhlt wie auf einem fremden Planeten: Einem aus Stahl, Salz â und Sehnsucht. Ein bisschen Mad Max. Ein bisschen Dune. Aber vor allem: pure skandinavische Entschleunigung. Die Fahrzeuge? Keine Trailer-Queens. Sie tragen Rost. Patina. Kratzer. Geschichten. Charakter. Sie riechen nach Ăl, Leder und vergangenen Zeiten. Manche sehen aus, als hĂ€tte man sie aus einem Muschelfriedhof gezogen. Andere wirken wie aus einem Bonneville-Zeitstrahl gefallen. Das hier ist Burning Man â fĂŒr Autoenthusiasten. Okay die Musik ist eine andere. Keine elektronischen Beats, kein digitales Flimmern.Sondern der dumpfe Puls von V8-Motoren, das raue kreischen mechanischer Reihensechser, das metallische Einatmen durch offene Vergaser und FehlzĂŒndungen in den Abgas- aber auch Ansaugtrakt.Kein Sounddesign, sondern in Klang gewordene pure Ehrlichkeit. Es ist diese ungeschönte GerĂ€uschkulisse, die in RĂžmĂž zur Soundtrack-Spur wird.Sie vermischt sich mit dem Wind, dem Sand, dem rauschen des Meeres und plötzlich wirkt alles vollkommen im Einklang.Wie ein Festival, das nie mit einem KĂŒnstler Line-up geplant wurde. Es einfach passiert, weil Menschen zusammenkommen, die dasselbe fĂŒhlen. Und wer bist du? Ich bin ein absoluter Niemand hier. Ich bin kein Aussteller. Kein âGTR-Dudeâ. Kein Creator. Ich bin einfach da â nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Und genau das fĂŒhlt sich richtig an. Denn plötzlich sieht man alles ein bisschen klarer. Es ist pure Entschleunigung. Etwas, das wir alle auch mal wieder gebrauchen könnten. Ohne diesen Social-Media-Filter, ohne âDu gehörst dazuâ, ganz ohne Likes. VerrĂŒckt, oder? Entschleunigung und Speed schlieĂen sich nicht aus. Gleich und gleich und doch ganz anders Ich treffe Ilja Heinrich, einen deutschen HotRod-Builder mit einem Dodge 440cui, der klingt, als hĂ€tte ihn der Teufel persönlich abgestimmt. Und gestaltet. Das GesprĂ€ch endet mit einem Gedanken, den ich nicht mehr loswerde: Es ist Zeit, sich zusammenzusetzen. SzeneĂŒbergreifend. Nicht, um Unterschiede zu diskutieren â sondern um unsere Liebe zu feiern. Die gleiche Sprache, in...
USED4-Podcast 004 – S-FEST Walkaround đ€đ¶đœââïž...
gepostet von Andy Kmoch
Andy und Lucas stellen die falschen Fragen den richtigen Leuten. Oder war es umgekehrt Auf jeden Fall ein groĂer SpaĂ: Enjoy! âš +++ S-FEST ’26 am 24. Mai 2026 +++ Andy Kmoch – USED4.net...