Die Narren sind los: Faschingsdrift 2017

Wie sieht er aus, der typische Sonntag vor dem Rosenmontag? Die Karnevalisten schwingen sich langsam aber sicher zur Höchstform auf, es wird vorgeglüht und die Kostüme werden gerichtet, damit dann auch alles sitzt. Für die Drifter gilt das ganz genauso, hier wird ebenfalls geschwungen, allerdings spielt Alkohol dabei absolut keine Rolle und die Verkleidungen beschränken sich ausschließlich auf die Autos. So gibt es auch hier (Wer)wölfe. Oder Höllendämonen im zarten Körper eines e34. Nicht zu vergessen: Der Klassiker Frankenstein wurde ebenfalls gerne zitiert. Beim traditionellen Faschingsdrift des IDS am Hockenheimring ging es also auch in diesem Jahr wieder hoch her oder besser anders gesagt: viel quer. Bei bestem Wetter und vergleichsweise angenehmen Temperaturen wurde ge-e-braked, poweroversteered und ge-shiftlocked, was die Kisten hergaben. Aber wie so oft bei großen automobilen Events, ist auch der Besucherparkplatz ein besonders interessanter Ort. Man war hin und her gerissen zwischen der Action auf der Strecke und den Pretiosen auf dem Parkplatz vor der Mercedes-Tribüne. Dem aufmerksamen Betrachter wird der hohe Anteil von Modellen der Bayerischen Motorenwerke aufgefallen sein. Zufall? Sicher nicht. Heckantrieb, Verfügbarkeit von starken Motoren, Preis/Leistung und nicht zuletzt auch die sportliche Optik der Nierenträger ist für viele Drifter ausschlaggebend. Aber die Mischung machts bekanntlich. Und so gibt es auch diejenigen, die auf ein seltenes oder zumindest außergewöhnliches Chassis setzen. Am Ende des Tages zählt vor allem: Hat’s Spaß gemacht? Auch wenn heute schon Aschermittwoch und damit alles vorbei ist, die gute Stimmung vom Sonntag bleibt allen Beteiligten sicher noch länger in Erinnerung. Also, Fasching ist rum, aber die Driftsaison 2017 hat gerade erst begonnen. Keep Drifting Fun!   Niels Kreischer – USED4.net Das Album mit allen Bildern in voller Auflösung ab morgen (Donnerstag) bei Facebook online.      ...

Driftchallenge und TunerGP: High Performance-Days 2015...

Im Jahr 2002 war ich zum ersten Mal auf einer SportAuto Driftchallenge. Damals bestand “Driften durch die Sachskurve” hauptsächlich noch aus gemächlichem Anfahren, plötzlichem Kickdown, eventuell leichtem Ziehen der Handbremse und anschließendem Absolvieren der Kurve in überschaubarer Geschwindigkeit, aber mit qualmenden Reifen. Was damals die Massen (und auch mich) begeisterte, würde heute noch nicht einmal für das Qualifying zur Driftchallenge genügen, geschweige denn für eine gute Platzierung in den Finalläufen. Heute sind Highspeed-Entrys mit vorherigem Twerken auf der Geraden und reifenfressendem >500PS-Vollgasdrift durch die Kurve und bis zu Start/Ziel die Norm und nicht die Ausnahme. Und das finden wir verdammt nochmal gut! Das Niveau der einzelnen Teams ist mittlerweile knackig hoch und die Konkurrenz um die Zuschauergunst, die Platzierung, aber auch die Sponsorengelder ist hart. Umso schöner ist daher die Tatsache, dass man in der deutschen Driftszene noch immer an einem Strang zieht und sich im Falle eines Falles mit Ersatzteilen und KnowHow zur Seite steht. Das finden wir sogar noch besser! Die Resonanz bei der 2015er-Auflage war gewohnt gut, das Wetter hielt, die Currywurst schmeckte und Gummigeruch waberte in verschiedenen Geschmacksrichtungen durch die Luft. Nachdem ich die letzen drei Jahre in Sachen Driftchallenge pausiert habe, war es für mich eine besondere Überraschung, eine eigene Lady-Drift-Battle geboten zu bekommen. Schnelle Frauen in ihren M3, CLK oder SLK, die es krachen ließen: Das finden wir am besten! Zu den Ergebnissen der Driftwettbewerbe: Den grandiosen 1. Platz sicherte sich Joe Hountondji in seinem S13/Mitsubishi-Pickup mit LS-V8-Herz. Dieses Mal konnte der Seriensieger Remmo Niezen für sich “nur “den zweiten Platz verbuchen. Schade, Holland. Bronze erreichte der ambitionierte Youngster Chris Krämer in seiner 1JZ-S13 vom GT Radial-Team. Im Lady-Battle kam es zu einem Patt, da sich das Publikum partout nicht zwischen Denise Ritzmann im e30 und Corinna Gräff...

IDS Faschingsdrift 2013 am Hockenheimring...

Schön (kalt) war es! 🙂 Bei bestem Sonnenschein und klirrenden Temperaturen fanden sich auch dieses Jahr die Faschingsdrifter zum Trainieren und Testen des Materials für die kommende Saison ein. Und was wurde da gleich Gas gegeben… Von Winterschlaf oder Frühjahrsmüdigkeit keine Spur: Die Geschwindigkeiten stiegen von Runde zu Runde, so manche Schürze verlor den Halt, ein S14 bekam das Heck neu modelliert und hier und da verlor auch ein Reifen mit einem lauten Knall seine strukturelle Integrität (Danke, Geordi LaForge 😀 ) und dennoch waren (fast) alle glücklich und froh. Diesen Eindruck hatte ich zumindest, wenn ich in die Gesichter der Anwesenden und Querfahrenden blickte. Froh, dass der Winter nun bald vorbei sein möge und man auch endlich wieder ohne Mütze, Schal und Handschuhe vor die Tür gehen kann. Insgesamt war das Faschingsdriften (die Verkleidungen blieben wohl dieses Mal zu Hause. Und nein, damit meine ich nicht die Türverkleidungen) eine äußerst entspannte und runde Sache: Kein Wettbewerbsdruck und trotzdem steile Winkel, voller Einsatz und gute Laune. SO macht Driften rundherum Spaß. Man sieht sich auf den kommenden Events… 🙂 Niels Kreischer – USED4.net Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern findet ihr hier: Klick  ...

2. Street- und 1. Pro-Lauf IDS Hockenheimring

Samstag früh – 3:45 Uhr – Oberbayern – 50km östlich von München – Der Wecker klingelt und reißt mich aus dem Schlaf… “Was ist denn jetzt verkehrt?” – Erinnerung – Ahh, stimmt, IDS am Hockenheimring. Duschen, Lederhose an, Kamera eingepackt und ab auf die Autobahn Richtung Hockenheim. Ankunft um 8 Uhr bei bestem Wetter…  Also die Kamera ausgepackt und los gings… “FUN UP – FOOT DOWN – it’s super mega action hot dori time!” Hier für euch die Eindrücke des 2. Street- und 1. Pro-Lauf der IDS auf dem Hockenheimring am Samstag den 14. Mai 2011. Stickerbomb im Fahrerlager – Viele Driftautos haben mindestens so viele Aufkleber wie Newtonmeter Drehmoment Nach dem obligatorischen Briefing der Fahrer ging es raus auf die Strecke – “it’s dori-time!” Nahezu völlig stickerfrei, aber offensichtlich trotzdem genug Newtonmeter! Für mich eines der coolsten Autos am Platz! Auch Patrick “Patze” Ritzmann hat es in seinem 2JZ befeuerten BMW E46 wieder ordentlich rund gehen lassen. Patrick schien, neben den Jungs von MPS, auch einer der wenigen gewesen zu sein, die die Mauer im östlichen Streckenabschnitt nicht für eine Streckenbegrenzung hielten. Dies blieb nicht ohne Folgen – Wir sagen: “SEXY!“ “Clipping Point” nannte sich die Mauer für die Jungs aus der PRO-Klasse – Mehr davon! Dimi Patsatzis überzeugte mit feinen Winkeln und ordentlich Qualm! Absolut verrückter Bausatz der Drift Brothers – aber wie es so ist: form < funtion Auch die Street-Klasse zeigte eindrucksvoll wie es geht – Quer! Ganz klar die Szene dominierend (neben BMW) die Nissan S-Chassis! Auch Speed-Industries waren wieder kräftig vertreten – hier im Bild: Tobias Welti Das USED4.net Team bedankt sich bei allen Organisatoren und Verantwortlichen für die geniale Umsetzung dieses Events. Die Ergebnisse findet Ihr HIER und alle weiteren Bilder gibt es in unserem Facebook-Fotoalbum. Stefan Brencher –...