Jan.05

Einwintern bei Philipp mit Pizza & PS ❄️🍕🏁...

Das Ende der Saison ist immer ein ganz besonderer Moment: teils bedauert man, dass es schon wieder vorbei ist, teils rekapituliert man das Erlebte und ein kleiner Teil in einem freut sich wohl auch auf die ruhigere Zeit, in der man nicht ständig unterwegs ist und sich im schlimmsten Fall noch zwischen zwei tollen Events im vollgepackten Kalender entscheiden muss. Im vergangenen Oktober waren wir zu einem ganz besonderen „Season-End“ in Sachsen eingeladen, dem sogenannten Einwintern bei USED4-Kollege Philipp Berndt. (Speaking of vollgepackt: am selben Wochenende waren wir auch noch auf der Shoptour bei HEL / Soaped / Kaido und auf dem JDM Mania Season End – der Artikel dazu folgt in Kürze) Auf dem Gelände von Philipps Abschleppbetrieb Hübler in Hainichen fanden sich Friends & Family beim fröhlichen Pizza & PS-Schlemmen ein, all day long aufgepumpt von Oldshool Beats. Das Wetter war zwar wechselhaft (wie ja das ganze Jahr 2025 eigentlich schon), aber dank heißem Kaffee und frischer Pizza kam die Wärme auf jeden Fall schonmal von Innen, wenn man durch den Anblick der heißen Gefährte nicht sowieso bereits in Wallung geraten war. Apropos Wallung: beginnen wir mit dem Titel-W124, dessen optische Präsenz vor Ort einfach überwältigte und für den sich die Sonne extra durch die Wolken zwängte: Heftiger Benzo. So ein W124 ist allerdings schon eher gängig, da sind wir ganz ehrlich. Auch wenn er noch so piekfein gestylt ist, wie dieses VIP-Exemplar, mit glänzenden Messer-Felgen auf Bags. Hand aufs Herz, wann habt ihr stattdessen das letzte Mal einen echten Escort MK II RS2000 in freier Wildbahn gesehen? Und dann auch noch so extrem umgebaut, wie dieser violett touch pearl-farbigen Widebody-Traum (heißt bei den Ford-Kennern „Spezial“ oder auch „X-Pack“) mit 345er Pirellis auf der (angetriebenen) Hinterachse und zwei Doppelwebern für das gewisse Mehr an Mehrleistung. Riffelblechfußmatten passten nie besser. Wieder ganz anders, aber kein bisschen weniger cool: dieser NSX NA 1 Das letzte Gruppenbild mit dem RS4 leitet auch die Galerie der Autos ein, die ebenfalls vor Ort waren („Ich bin der RS4 und ich bin auch dabei.“) und die, jedes für sich, begeisterten. Die Vielfalt und Qualität konnte absolut überzeugen. Vom bereits erwähnten RS4 zu EVO 6 und 9, über R32 auf LM GT2 und R34 (ein R33 in Midnight Purple war selbstverständlich ebenfalls da) zu einem M3, Lexus IS, 370Z, zwei weiteren RS4 und sogar einem Bulli: egal also, wie ihr eure persönliche Auto-Pizza belegen würdet, quasi jedes Topping war vorhanden. Noch ein besonderer Ford, dieses Mal aber ein Sierra XR4i, mit klassischem Tuning des 2.8L V6 und Dreiteiler-Käselochfelgen. Seltener als fast alle Ferraris: Philipps phänomenaler Puma Motorsport Evo gab sich ebenfalls die Ehre, langjährige USED4-Fans kennen das Auto aus dem legendären Artikel von Philipp über das Entstehen des Fahrzeugs. Leider reichte es nur für drei schnelle Bilder, dann stürzten schon wieder die Regenmassen auf uns herab: Die JDM-Fahne hielten übrigens auch diese Hotboi-Schmuckstücke hoch: Richies S14a, ebenfalls in Midnight Purple, Marcels weißer Soarer sowie Sippis MX5 auf ultraheißen Work Equip 03 ließen die Luft brennen, auch bei den gefühlten 2° Umgebungstemperatur: Last but not least, die Bilder von Yvonnes S13 und dem 635 CSi von Flgntlt-Bremi im Paarflug, zwei klassische Karossen auf Kreuzspeichen und in edler Aufmachung. Sharknose beim 6er und Pignose Kouki-Front bei der S13. Und sie haben noch etwas gemeinsam: Beide waren sie schon einmal in Japan. Der BMW von Bremi ist eine japanische Erstauslieferung und daher nippontypisch vollausgestattet. Dazu kamen noch einige VIP-Accessoires und ein Nardi Classico. Yvonnes S13 wurde dagegen einst in Japan gebaut und direkt nach Deutschland verschifft, allerdings bekam das Auto erst hier die Veredelung mit der Lackierung in Millennium Jade, ebenfalls einem Nardi-Holzlenkrad und den Brada BR1-Felgen verpasst (um nur einige der vielen Modifikationen zu nennen). Wer hätte sich das 1989 in Japan oder 2010 beim Kauf in Schwabach vorstellen können? Bewegte Bilder des Events gibt es übrigens auch von uns, hier unser YouTube-Short vom EINWINTERN ❄️:...

180SX Social Club 2025

Wir lernten Ryo und seinen tollen 180SX (das blaue Auto auf Bild 3) im April diesen Jahres auf dem Umihotaru-Parkplatz kennen. Er ist auf vielen Treffen unterwegs und hat uns jetzt Bilder eines ganz besonderen Meetings geschickt: Das 2025er Treffen des 180SX Social Clubs! Wie bereits in den vergangenen Jahren, fand es dieses Jahr erneut Anfang November statt. Die Location mit der beeindruckenden Industriekulisse ist eigentlich eine Kartbahn: Saitama Kart Park Und für einen S-Chassis-Fan, aber auch für jeden anderen Liebhaber eines schönen Fahrzeugs, standen hier definitiv heiße Exemplare zur Begutachtung und Bewunderung bereit. Und das ist nur ein Auszug! Diese Bilder und noch viele weitere mehr gibt es ab sofort in einem Album auf unserer Facebook-Seite facebook.com/USED4.net Hier noch Videos der Events aus 2024 und 2023: Bilder: ryo.180SX Text: Niels Kreischer –...

Dez.09

Essen Motor Show ’26 – 6-Gänge-Menü 🥘...

Endlich wieder lecker Essen: die EMS ’26 öffnete am 28.11. (dem sogenannten „Pressefreitag“) ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher. Besucher wie uns, die die neuesten Trends, die schmackhaftesten (Tuning-)Rezepte und die frischesten Styles als Erste probieren wollten. Und wir kamen definitiv auf unsere Kosten, denn der Tisch für Tuninggourmets war reichlich gedeckt: Die Halle mit der TUNING EXPERIENCE bietet eine große Vielfalt, alle möglichen Styles und Marken. Ob Bosozoku-Bolide, Rennsport-Replika oder ein Bulli auf Steroiden, hier werden alle Geschmäcker bedient. Man kann sich den ganzen Tag lang inspirieren lassen, frische Ideen aufsammeln oder einfach die Kreativität und Handwerkskunst der Aussteller bewundern. In meinen Augen ist es aber ein kleiner Dämpfer (und damit kein Bauteil von TEIN, die auf dieser EMS einen wirklich beeindruckenden Stand aufgebaut hatten!), dass einige der beeindruckendsten Ausstellungstücke offensichtlich (noch) nicht fertiggestellt waren oder (man will ja niemanden etwas unterstellen) es auch niemals werden. Ganz klar, dass dann Motorräume besonders dann clean aussehen, wenn die halbe Antriebstechnik noch fehlt. Wären alle Autos in so einem Zustand ausgestellt, ich verlöre wohl bald die Lust daran. Mein persönlicher Idealzustand wäre die bestehende Straßenzulassung als erstrebenswerter Zustand für die Autos, denn das ist doch die wahre Kunst heutzutage oder sehe ich das falsch? Sicher, wenn ein Projekt wie der ESP-ONE (s. u.) konstruiert wird, ist die Straßenzulassung sowieso kein Thema, aber bei einem Serienauto, das getunt wird, finde ich es bewundernswerter, wenn gleichzeitig die Zulassungsfähigkeit erhalten bleibt und das Auto nicht zum reinen Showobjekt auf dem Trailer verkommt. Welchen Wert hat es dann noch, außer einem Werbepotential für eine Firma und deren verbauten Teile oder Dienstleistungen? Ich freue mich über eure Meinung dazu. Aber Ernst bei Seite, hier die versprochenen Bilder des TEIN-Stands. TEIN Europe does exist! (War für mich neu, scheint aber wohl einfach an mir vorbeigegangen zu sein) Und Gutachten für die Fahrwerke der Autos, die wir lieben, werden vielleicht bald Realität. Aber zurück zum Thema Tuningautos auf der EMS. Und hier überzeugt einfach jedes Jahr die Mischung. Seht selbst: (K)eine (neue) Erkenntnis: Kotflügelverbreiterungen sind weiterhin ein absoluter Trend, kaum ein Auto kam ohne sie aus. Dazu Fitment vom Allerfeinsten: die Kotflügelkante küsst das Felgenhorn, nicht den Reifen. Aber auch in den anderen Hallen gab es einige Highlights: der bereits erwähnte ESP–ONE von Hollyhall ist der nächste Brecher von den Thüringer Jungs mit den Zauberhänden. Extrem ist eigentlich eine zu niedliche Beschreibung dieses Konzepts, das einen gerenderten Lotus Esprit in die Realität beamen soll, mit den ganzen Hürden und Herausforderungen, die so ein Projekt eben mit sich bringt. Die Maße der individuell hergestellten HRE-Felgen sind einfach nicht von dieser Welt: 14 x 18 +35 vorne / 19 x 20 +40 hinten Auf dem Stand der TOFUGARAGE herrschte dagegen das Farbkonzept: Weiß ist heiß. Ob R34, Supra, S14a, GT86 oder der coole Honda-Kei-Car-Pickup, alle ausgestellten Autos erstrahlten in frischem Weiß. Der Tofu-Signature NSX von Alex parkte dagegen auf dem Partnerstand von SONAX. Welche Farbe er hat? Ich weiß es nicht, aber ihr ahnt es sicher. Für Fans japanischer Fahrzeuge gab es aber noch viele weitere Highlights, hier einige Beispiele. Schon lange etabliert ist die Tatsache, dass die Car-Youtuber wie JP Performance und Co. hier einen Stand haben, ihre Fans begrüßen und mit Merch, Autogrammen und Kalendern versorgen. Das war auch in diesem Jahr der Fall und man kann sich eine EMS ohne YouTube-Beteiligung eigentlich nicht mehr vorstellen. Besonders am Eröffnungsfreitag begegnet man eigentlich ständig einem bekannten Gesicht aus den Sozialen Medien. Das führt manchmal zu skurrilen Begegnungen, wenn Misha Charoudin mit seiner kleinen Familie am gleichen Essenstand wie die maskierte 187 Straßenbande steht und sich Currywurst mit Pommes gönnt. Hier noch einige Impressionen der Messe, die auch dieses Jahr mit viel Abwechslung, großartigen Umbauten und eine guten Mischung aus Jung und Alt überzeugte. Wie die Messeleitung erst kürzlich bekanntgab, wird der Young- und Oldtimerbereich zukünftig auch von der EMS mitorganisiert und nicht mehr von einem externen Dienstleister....

STYLESTEDT – Dress for the Moment 🦋

Driften ist Style. Zu dieser einfachen Erkenntnis kam ich nicht erst 2022 bei der ersten Auflage von STYLESTEDT: Good Style is forever, denn auch schon Next Level 2019 setzte den Fokus auf Optik, Tiefe und Felgen der teilnehmen Autos. Von den japanischen OGs des Driftens in den Jahren ab 2000 mal gar nicht erst zu reden. Und an diesem so einfachen wie wirksamen Grundsatz, dass das Aussehen der Autos einen Großteil des Charmes beim Driften ausmacht, hat sich bis heute nichts geändert. Nun also die Neuauflage von STYLESTEDT, dem Optik-Event des SXOC e.V. Skidclubs auf dem Flugplatz Allstedt. Oder mit anderen Worten: ALLSTEDT ist für Alle STYLESTEDT ist für Styler Und das anwesende Lineup war definitiv nicht von schlechten Eltern: Der späte Termin Ende Oktober war natürlich mit einem großen Wetterrisiko verbunden, aber zumindest der Regen blieb größtenteils aus. Dafür windete es aber permanent und das machte es dann auch richtig frostig: Chillige 6° Außentemperatur, aber gefühlte -5° Grad wegen der steifen Brrrrrrise auf dem Flugplatz im Niemandsland zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Keine Übertreibung, Wetter-App said so. Aber es gab Abhilfe: rein in die  Autos! Hier konnte man sich etwas aufwärmen und manchmal wurde es sogar sehr schnell richtig heiß! Onboard ist also hot, aber auch von außen kommt es richtig nice, wenn die Nissan, BMW, Toyota, Mazda, Mercedes und Co. mit 80 oder mehr Klamotten durch die Applauskurve pflügen. Style on (Clipping) Point, bis in die Nacht. Gutes Styling ist aber auch, wenn die Autos stehen: Szenen aus dem Fahrerlager. Mieses Wetter, beste Laune. Alles eine Frage der Einstellung. Mein flammender Appell aus 2022, dass es gar nicht so schwierig ist, das eigene Driftauto optisch in die richtige Richtung aufzuwerten, gilt übrigens auch heute noch uneingeschränkt: Und wie man am großen Auflauf der Drifter beim STYLESTEDT ’25 sehen konnte, setzt sich diese Einstellung auch in Drift-Deutschland mehr und mehr durch. Wenn Artikel wie dieser daran einen klitzekleinen Anteil haben, dann haben wir von USED4 – Drifting, Culture, Sports schon viel erreicht. Es bleibt zu hoffen, dass auch beim SXOC-Main-Event 2026 der Trend weiter anhält. Keep Drifting fun. And sexy.   Last but not least: Alles Gute auch an dieser Stelle nochmal, lieber Alex „Zahnfee“ Schock! ❤️ Willkommen im Club der wilden Vierziger. Harhar.   Das Facebook-Album mit vielen zusätzlichen Bildern: STYLESTEDT ’25 – Dress for the Moment 🦋 Und für die Mitglieder des SXOC-WhatsApp-Chats lade ich die Bilder auch noch einmal in einen Google-Drive-Ordner hoch.   Niels Kreischer –...

HEIZR Logistics 🔥🏗️

HEIZR – Das ist schwäbisch für Heizer (wer hätt’s denkt?) und damit ist auf jeden Fall mal nicht der schwer schuftende Mensch mit der Schaufel in der Dampflok gemeint. Nein, „herum zu heizen“ ist jene süße Sünde, die wir Autofans alle irgendwann mal begehen, manche sogar regelmäßig, manche gelegentlich und andere so lange, bis sie es ganz plötzlich nicht mehr tun (können). Aber bei einem solchen HEIZR-Event rollen die Autos höchstens im Schritttempo zu ihrem Parkplatz, danach stehen sie, sehen dabei gut aus und die Besitzerin oder der Besitzer sucht erstmal das Weite/den Food-Truck/die Toilette oder ihre bzw. seine Freunde aus dem Porsche-Club. Denn Porsche-Modelle, davon gibt es auf den HEIZR-Events Varianten in allen Farben und Formen, alt und neu, besonders und ganz regulär schnell/teuer/sportlich. Die Porsche AG war sogar ganz offiziell vor Ort vertreten. Weit haben sie es ja nicht, aber das muss man trotzdem erstmal hinbekommen. Aber bei Weitem nicht nur schwäbisch-boxendes, sondern auch viel alternativ-automobiles wird geboten, sei es aus Italien, aus England, den USA oder Japan. Auf dem HEIZR Logistics-Event, um das es hier konkret geht und welches im September in wunderbarem Industrie-Ambiente auf dem Gelände der Firma Wolff & Müller in Denkendorf bei Stuttgart stattfand… …wurden den Auto-Gourmets in der Tat allerfeinste Kfz-Qualitäten dargereicht. Unsere Marktforschung besagte kürzlich, ihr wäret schon groß. Also bildet euch am besten selbst ein Urteil: HEIZR, das sind beileibe nicht nur Autos, das ist auch ein Lifestyle. Beweise nachfolgend. Die Haupthalle mit den Highlights, wie den beiden Mercedes CLK GTR (warum nur einen, wenn man zwei haben kann?), einem leibhaftigen Shelby Daytona Coupé, einem diabolischen Lancia Stratos plus Deltra Integrale Sidekick, bot den Besucherinnen und Besuchern wahrlich außergewöhnlich und spektakuläre Ansichten, die noch mehr sättigten, als die tolle Pizza oder die leckeren Bowls aus der Food-Area es jemals könnten. Automobile Faszination in Reinkultur. Legenden aus vielen Jahrzehnten des Fahrzeugbaus und Rennsports. Mudflaps zum Niederknien, Hecks wie mit dem Fallbeil modelliert, Spoiler wie Cessna-Tragflächen. Und dazu freshe Beats im Ohr, Pizzazunge und Bier am Hals, gute Laune, alte Freunde, neue Bekanntschaften und ganz viel Inspiration (für Transpiration war es glücklicherweise bereits zu kalt) bei dem gleichzeitigen Gefühl, hier unter Gleichverspinnten zu sein. Unser eindeutiges Fazit: HEIZR is hot. Egal, ob man emotional bei Porsche, BMW, Mercedes oder JDM sein Kreuzchen macht, hier steppt für ein paar Stunden ganz gewaltig der Auto-Bär. Sollte man definitiv mal erlebt haben, bevor man irgendwann auf die ewige Autobahn A5 auffährt. Wir planen jedenfalls, auch beim nächsten HEIZR-Event mit wieder dabei zu sein, dann aber mit mindestens zwei S13. Die waren nämlich spürbar Mangelware. Sowas aber auch.   Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Alle Bilder und noch viele mehr, ab heute Abend auf unserer...

Messel Motor Klassik 2025

Ein Name wie Donnerhall: Messel Motor Klassik! Und gleichzeitig die perfekte Zusammenfassung, worum es bei dieser Veranstaltung geht: Klassische Kraftfahrzeuge, die sich in der Mitte des hessischen Ortes Messels zusammenfinden. Die Voraussetzung für die Teilnahme (ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen) ist einzig und allein das Mindestalter von 20 Jahren (des Fahrzeugs), gerne aber auch älter. Denn ein BMW 3er E90 von 2005 ist alles, aber noch kein Youngtimer, oder? Aber grundsätzlich macht diese große Bandbreite auch den Charme der Messel Motor Klassik aus, die 2025 zum 10. Mal stattfand. Beispiele gefällig? Die Liebe zu Autos ist vielvälftig und bunt. Ob Manta, DS, 840Ci, E-Type oder G-Modell. Alles, was aus eigener Kraft unter dem aufblasbaren Torbogen durchrollt, wird gefeiert. Manche haben sogar besonders viel Charme, wie unser Titelbild, der Chevy Impala SS Convertible, der standesgemäß mit Old School-HipHop im Radio und Hund auf der Rückbank mit 5 km/h wogend die Menge teilte. Lässig und ganz besonders auch dieses Auto, ein 911 (964) in einer außergewöhnlichen Farbkombination (Lack Türkis / Innenraum Sternrubin), die es so nur in den 90er Jahren geben konnte: Ein weiterer Beweis für die bunte Mischung der MMK, dieser Opel Senator 4.0 24V Irmscher, ein 4 Liter großer Reihensechszylinder mit 272 PS und 395 Nm. (Übrigens zu verkaufen) Und auch das Japanlager war mit interessanten Exemplaren vertreten, u.a. zweimal mit einem NISSAN Bluebird (davon ist der eine meiner, aber das soll natürlich keine Eigenwerbung sein. Hust.) Einmal ganz klassisch und einmal sportlich als Grand Prix-Sondermodell im typischen 80er-Jahre-Look, mit drehzahlhungrigem CA18DE 16V-Motor und Dreispeichenfelgen. Aber nicht nur die Versorgung mit automobilen Delikatessen war gesichert, auch die kulinarischen Bedürfnisse wurden gestillt mit Bratwurst und Cola/Wasser/Apfelschorle/Bier und im Anschluss mit Kaffee und Kuchen. Fazit: Voller Magen und tolle Wagen. Hier noch einige Impressionen der MMK 2025, die verdeutlichen, wie groß und trotzdem persönlich die Veranstaltung dieses Jahr war: Auch 2026 wird es wieder eine Messel Motor Klassik geben, die Planungen laufen bereits und das Datum steht ebenfalls schon fest: Sonntag, 6. September 2026. Vielleicht seid ihr dann ja auch dabei, wenn es auf dem Rathausplatz und in den Straßen drumherum wieder rund geht.   Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Messel Motor Klassik online: https://www.messel-motor-klassik.de/ Alle Bilder aus dem Artikel und noch viele mehr in unserem...

RØMØ: ONE FUEL, MANY CULTURES

  RØMØ: EINE ANDERE ZEIT, DIE GLEICHE LIEBE Ein Besuch beim Rømø Motor Festival – und was es mit meinem Blick auf unsere Szene macht Text & Fotos: Phigraphie Die Luft ist salzhaltig. Der Wind bläst einem den Sand so penetrant ins Gesicht, dass man irgendwann aufhört, ihn wegzuwischen. Die Augen tränen, nicht nur vom Gegenlicht des flachen Nordseehorizonts, sondern auch vom Sound, der irgendwo zwischen bassigen Wummern und metallischen Zwitschern liegt. Alte V8, flache Reihenmotoren, Harley-Fehlzündungen. Pure Liebe ❤️ Es ist laut – und doch so friedlich. Wie ein Sturm, den man schon lange gebraucht hat, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Der Ort Ich bin in Rømø, Dänemark. Genauer gesagt: auf einem kilometerbreiten Autostrand, der für ein Wochenende im Jahr zur Bühne wird. Nicht für Influencer. Nicht für Show-n-Shine-Wettbewerbe. Nicht für Trophäen. Sondern für alte Maschinen – und für Menschen, die sich erinnern wollen, wie es war, analog unterwegs zu sein. Daran, wie es einmal war. Und wie es immer noch sein könnte. Das Rømø Motor Festival Das Rømø Motor Festival ist kein neues Event. Und doch fühlt es sich an wie ein altes Versprechen, das man irgendwann gegeben und fast vergessen hat. Seinen Ursprung hat das Ganze viel früher, als man vermuten würde:Bereits 1916 fanden hier auf Rømø erste Strandrennen statt. Damals, als das Automobil noch jung war und der Strand als natürliche Rennbahn diente. Frei von Grenzen, Regeln und Asphalt.Piloten aus Dänemark und Deutschland kamen, um ihre Fahrzeuge über das Wattenmeer zu treiben. Ohne Sponsoren. Ohne Lautsprecher. Nur Wind, Sand und pure Power. Was heute als Rømø Motor Festival wiederbelebt wurde, ist also mehr als eine Hommage.Es ist eine Fortsetzung im Geist von Bonneville, wo Geschwindigkeit zur Religion wurde.Und im Takt des Race of Gentlemen an der amerikanischen Ostküste,wo man sich gegen den Lärm der Gegenwart entscheidetund für den Lärm alter Motoren im Morgengrauen. Nur dass hier keine Kulisse gebaut wird.Hier ist alles so.Seit über hundert Jahren. Hier, an der dänischen Nordsee, ist alles ein bisschen anders. Vielleicht, weil es karger ist. Vielleicht, weil es dadurch ehrlicher wirkt. Vielleicht, weil man sich fühlt wie auf einem fremden Planeten: Einem aus Stahl, Salz – und Sehnsucht. Ein bisschen Mad Max. Ein bisschen Dune. Aber vor allem: pure skandinavische Entschleunigung. Die Fahrzeuge? Keine Trailer-Queens. Sie tragen Rost. Patina. Kratzer. Geschichten. Charakter. Sie riechen nach Öl, Leder und vergangenen Zeiten. Manche sehen aus, als hätte man sie aus einem Muschelfriedhof gezogen. Andere wirken wie aus einem Bonneville-Zeitstrahl gefallen. Das hier ist Burning Man – für Autoenthusiasten. Okay die Musik ist eine andere. Keine elektronischen Beats, kein digitales Flimmern.Sondern der dumpfe Puls von V8-Motoren, das raue kreischen mechanischer Reihensechser, das metallische Einatmen durch offene Vergaser und Fehlzündungen in den Abgas- aber auch Ansaugtrakt.Kein Sounddesign, sondern in Klang gewordene pure Ehrlichkeit. Es ist diese ungeschönte Geräuschkulisse, die in Rømø zur Soundtrack-Spur wird.Sie vermischt sich mit dem Wind, dem Sand, dem rauschen des Meeres und plötzlich wirkt alles vollkommen im Einklang.Wie ein Festival, das nie mit einem Künstler Line-up geplant wurde. Es einfach passiert, weil Menschen zusammenkommen, die dasselbe fühlen. Und wer bist du? Ich bin ein absoluter Niemand hier. Ich bin kein Aussteller. Kein „GTR-Dude“. Kein Creator. Ich bin einfach da – nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Und genau das fühlt sich richtig an. Denn plötzlich sieht man alles ein bisschen klarer. Es ist pure Entschleunigung. Etwas, das wir alle auch mal wieder gebrauchen könnten. Ohne diesen Social-Media-Filter, ohne „Du gehörst dazu“, ganz ohne Likes. Verrückt, oder? Entschleunigung und Speed schließen sich nicht aus. Gleich und gleich und doch ganz anders Ich treffe Ilja Heinrich, einen deutschen HotRod-Builder mit einem Dodge 440cui, der klingt, als hätte ihn der Teufel persönlich abgestimmt. Und gestaltet. Das Gespräch endet mit einem Gedanken, den ich nicht mehr loswerde: Es ist Zeit, sich zusammenzusetzen. Szeneübergreifend. Nicht, um Unterschiede zu diskutieren – sondern um unsere Liebe zu feiern. Die gleiche Sprache, in...

Aug.07

Reis, Reis, Baby – Reisbrennen 2025 🍛

Wer behauptet, Reis an sich wäre eintönig und würde immer gleich schmecken, irrt. Unser zweiter Besuch beim größten Treffen asiatischer Fahrzeuge außerhalb des Mutterlands Japan, zeigte mir diesmal ganz besonders, wie vielfältig die Veranstaltung am Ende ist. Für sprichwörtlich jede(n) der oder die nur ein Quäntchen Autoliebe im Herzen trägt, ist was dabei. Beispiele gefällig? Rumfetzen auf der Rundstrecke 🏁 Timeattack ⏱️ Viertelmeile 🛣️ Drift Cup 🏆 Drift Show 🎇 Leistungsprüfstand 🏋🏻‍♂️ Show & Shine 🦋 Beleuchtungscontest 🪩 Sound Off 🔊 Händlermeile 🏬 Party 💃🏻 Reis als Religion ✝️Selbst wenn ihr neue Anhänger sucht (oder sollte man in der Autoszene vielleicht besser „Jünger“ sagen?), so wie Jesus Off Road auf seinem heiligen Hügel, dann seid ihr auf dem Reisbrennen auch richtig. Das ist der Beweis: Reis ist Reis, aber ihr habt es selbst in der Hand, was ihr draus macht und wie es euch am Ende schmeckt. 🍱 Wir sehen uns 2026 auf jeden Fall wieder auf dem Lausitzring. Und wenn alles klappt, dann vielleicht in einer besonders spannenden Art und Weise. 🥊Bis dahin: Stay tuned und lang lebe der Reis. 🍚 Text und Bilder:Niels Kreischer – USED4.net Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern ab Morgen auf unserer...