Im begehbaren Kleiderschrank in Darmstadt, in einer Karaoke-Bar in Tokio oder Montags im geschlossenen PACE-Museum: als USED4-Podcaster kommt man rum und sieht viele interessante Dinge. Dinge wie den R32 GT-R von USED4-Editor Philipp, der nach Auftritten auf dem Ultrace (Artikel folgt) und am Comer See, auf „seinen“ Parkplatz im Dortmunder Automuseum namens PACE zurückkehrte. Wir nutzten die Gelegenheit und stellten Philipp einige Fragen: Und da „hören“ richtig toll ist, „hören“ und „sehen“ aber noch viel besser, hier einige Bilder der ganzen Aktion: Vom Ankommen am Pace, dem Fahren mit dem Fahrstuhl in die schwarze Ebene und dem Rangieren mit dem beeindruckenden Fahrzeugrangiergerät, professionell und souverän bedient von Khanh und Co. Godzilla kann fliegen, mit Phil hinterm Steuer. Als der Skyline dann auf seinem Podest korrekt platziert war (Millimeterarbeit!), durfte Phillipp auch wieder aussteigen und fing umgehend an zu putzen. Wir bauten daher erstmal unser Equipment auf und starteten dann irgendwann ganz sanft mit dem Podcast… Auf den Bildern wirkt es vielleicht so, als würde ich einen Monolog führen, aber Philipp hatte sein Mikrofon am Shirtkragen, ich wollte meins lieber in der Hand halten. So redeten wir also über Phils R32 und die Geschichte, wie es schlussendlich dazu kam, dass er einen Platz im Pace zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Spannend! Aber wir sprachen nicht nur über den Skyline, auch die vielen anderen interessanten Ausstellungsstücke sahen wir uns an und diskutierten sie ausführlich. Ganz allein im PACE, sowas erlebt man auch nicht jeden Tag. Wie überheblich das klingt. Ehrlich gesagt erlebt man das eigentlich nie! Das wäre das bessere Wort. 😀 Auf jeden Fall eine klasse Aktion von JP Krämer, der das persönlich möglich gemacht hat. Vielen Dank auch an Khanh und seine Helfer für die Präzisionsarbeit bei bestem Humor und natürlich auch an Philipp, der mir und euch einige bemerkenswerte Dinge gesagt und auch geschrieben hat, wie zum Beispiel in seinem neuesten Artikel über das Strandrennen in RØMØ. Er wird über diese Podcastaufnahme auch einen eigenen Artikel schreiben, den ihr in Kürze hier auf USED4.net lesen könnt. Last but not least geht mein Dank an die Produktionsleiterin Yvonne, die stets dafür sorgt, dass man den roten Faden nicht verliert, genügend Zucker hat und auch irgendwann zum Ende kommt. So wie auch in diesem Artikel hier. Alle Bilder findet ihr ab morgen auf unserer Facebook-Seite. Podcast: Philipp Berndt – USED4.net Bilder: Yvonne Spilger – USED4.net Text und Bilder: Niels Kreischer –...
RØMØ: ONE FUEL, MANY CULTURES
gepostet von Philipp Berndt
RØMØ: EINE ANDERE ZEIT, DIE GLEICHE LIEBE Ein Besuch beim Rømø Motor Festival – und was es mit meinem Blick auf unsere Szene macht Text & Fotos: Phigraphie Die Luft ist salzhaltig. Der Wind bläst einem den Sand so penetrant ins Gesicht, dass man irgendwann aufhört, ihn wegzuwischen. Die Augen tränen, nicht nur vom Gegenlicht des flachen Nordseehorizonts, sondern auch vom Sound, der irgendwo zwischen bassigen Wummern und metallischen Zwitschern liegt. Alte V8, flache Reihenmotoren, Harley-Fehlzündungen. Pure Liebe ❤️ Es ist laut – und doch so friedlich. Wie ein Sturm, den man schon lange gebraucht hat, um wieder klare Gedanken fassen zu können. Der Ort Ich bin in Rømø, Dänemark. Genauer gesagt: auf einem kilometerbreiten Autostrand, der für ein Wochenende im Jahr zur Bühne wird. Nicht für Influencer. Nicht für Show-n-Shine-Wettbewerbe. Nicht für Trophäen. Sondern für alte Maschinen – und für Menschen, die sich erinnern wollen, wie es war, analog unterwegs zu sein. Daran, wie es einmal war. Und wie es immer noch sein könnte. Das Rømø Motor Festival Das Rømø Motor Festival ist kein neues Event. Und doch fühlt es sich an wie ein altes Versprechen, das man irgendwann gegeben und fast vergessen hat. Seinen Ursprung hat das Ganze viel früher, als man vermuten würde:Bereits 1916 fanden hier auf Rømø erste Strandrennen statt. Damals, als das Automobil noch jung war und der Strand als natürliche Rennbahn diente. Frei von Grenzen, Regeln und Asphalt.Piloten aus Dänemark und Deutschland kamen, um ihre Fahrzeuge über das Wattenmeer zu treiben. Ohne Sponsoren. Ohne Lautsprecher. Nur Wind, Sand und pure Power. Was heute als Rømø Motor Festival wiederbelebt wurde, ist also mehr als eine Hommage.Es ist eine Fortsetzung im Geist von Bonneville, wo Geschwindigkeit zur Religion wurde.Und im Takt des Race of Gentlemen an der amerikanischen Ostküste,wo man sich gegen den Lärm der Gegenwart entscheidetund für den Lärm alter Motoren im Morgengrauen. Nur dass hier keine Kulisse gebaut wird.Hier ist alles so.Seit über hundert Jahren. Hier, an der dänischen Nordsee, ist alles ein bisschen anders. Vielleicht, weil es karger ist. Vielleicht, weil es dadurch ehrlicher wirkt. Vielleicht, weil man sich fühlt wie auf einem fremden Planeten: Einem aus Stahl, Salz – und Sehnsucht. Ein bisschen Mad Max. Ein bisschen Dune. Aber vor allem: pure skandinavische Entschleunigung. Die Fahrzeuge? Keine Trailer-Queens. Sie tragen Rost. Patina. Kratzer. Geschichten. Charakter. Sie riechen nach Öl, Leder und vergangenen Zeiten. Manche sehen aus, als hätte man sie aus einem Muschelfriedhof gezogen. Andere wirken wie aus einem Bonneville-Zeitstrahl gefallen. Das hier ist Burning Man – für Autoenthusiasten. Okay die Musik ist eine andere. Keine elektronischen Beats, kein digitales Flimmern.Sondern der dumpfe Puls von V8-Motoren, das raue kreischen mechanischer Reihensechser, das metallische Einatmen durch offene Vergaser und Fehlzündungen in den Abgas- aber auch Ansaugtrakt.Kein Sounddesign, sondern in Klang gewordene pure Ehrlichkeit. Es ist diese ungeschönte Geräuschkulisse, die in Rømø zur Soundtrack-Spur wird.Sie vermischt sich mit dem Wind, dem Sand, dem rauschen des Meeres und plötzlich wirkt alles vollkommen im Einklang.Wie ein Festival, das nie mit einem Künstler Line-up geplant wurde. Es einfach passiert, weil Menschen zusammenkommen, die dasselbe fühlen. Und wer bist du? Ich bin ein absoluter Niemand hier. Ich bin kein Aussteller. Kein „GTR-Dude“. Kein Creator. Ich bin einfach da – nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Und genau das fühlt sich richtig an. Denn plötzlich sieht man alles ein bisschen klarer. Es ist pure Entschleunigung. Etwas, das wir alle auch mal wieder gebrauchen könnten. Ohne diesen Social-Media-Filter, ohne „Du gehörst dazu“, ganz ohne Likes. Verrückt, oder? Entschleunigung und Speed schließen sich nicht aus. Gleich und gleich und doch ganz anders Ich treffe Ilja Heinrich, einen deutschen HotRod-Builder mit einem Dodge 440cui, der klingt, als hätte ihn der Teufel persönlich abgestimmt. Und gestaltet. Das Gespräch endet mit einem Gedanken, den ich nicht mehr loswerde: Es ist Zeit, sich zusammenzusetzen. Szeneübergreifend. Nicht, um Unterschiede zu diskutieren – sondern um unsere Liebe zu feiern. Die gleiche Sprache, in...
Supras at Ring ’25 🏁
gepostet von Niels Kreischer
Es war erst mein zweiter Besuch auf einem SaR, aber die JZA80-Group trifft sich bereits seit 2008, mit einigen wenigen Ausnahmen, regelmäßig zum größten Supra-Meeting Kontinentaleuropas. Seit 2017 jetzt auch durchgehend am Nürburgring, ein Umstand, der dem Treffen seinen aktuellen Namen verliehen hat: Supras at Ring Und eine bessere Beschreibung dieses automobilen Top-Ereignisses kann man sich auch kaum vorstellen, wenn ~80 Supras der Generationen 2, 3, 4 und 5 am Nürburgring für Bilder wie dieses zusammenkommen…. Is that a Supra? Damn son, it is. 80ish of them. On the famous Nürburgring. Mit der offiziellen Unterstützung von Toyota Deutschland, die gleich fünf eigene Supras aus ihrer Sammlung dabei hatten, darunter auch eine MK 5 Final Edition (auf dem Gruppenbild links vorne).Dieses 441 PS-Biest mit Recaros, besserer Aero, größeren Bremsen und sportlicherem Fahrwerk war aber nur eines der vielen Highlights des Treffens. USED4-Mitglied und SaR-Mitorganisator Andy Kmoch steht auf dem letzten Bild stolz wie Oskar vor dem äußerst seltenen Schätzchen (nur 300 Stück für Europa). Ein weiterer persönlicher Höhepunkt für mich war diese Wektor-Supra (Sorry Andy, ich sage weiterhin die Supra.) Pures 80er-Jahre Gold. Dem aufmerksamen Lesenden ist sicher bereits das wechselhafte Wetter aufgefallen, Metronomen nennen dieses Phänomen auch „Nordschleifensommer“. Aber genug vom Wetter, ihr wollt ja sicher Supras sehen. Und davon gab es wie gesagt eine ganze Menge! Die MK 4 Supras (Modellcode JZA80) waren am häufigsten vertreten, darunter Perlen wie diese: Aber auch die MK 3 und die MK5 waren mit richtig interessanten und beeindruckenden Exemplaren vor Ort. Besonders die MK 3 erzeugt bei mir oft Habenwill-Gefühle, weil sie optisch der S13 so sehr ähnelt. Und der Gedanke daran, dass es die MK 3 in Japan auch serienmäßig mit dem 1JZ und satten 280 PS gab, lässt mich in Gedanken schwelgen. 1990 eine Supra mit famosen 280 Bi-Turbo-PS, Heckantrieb und dieser Optik auf dem deutschen Markt zum Kampfpreis: Sorry Porsche, aber ob ihr dann die Krise Mitte der Neunziger überlebt hättet? Aber zurück in die Gegenwart, Supras at Ring und den diesjährig erstmals verliehenen Awards für verschiedene Kategorien wie „Best Supra“, „Farthest Trip“, „Best Engine Bay“ uvm. Gewählt von den Teilnehmenden selbst, also maximal demokratisch. Impressionen von der Preisverleihung und dem Parkplatz vor dem RingWerk: MK 2 Bilder werden vermisst? Ich dachte schon, ihr fragt gar nicht mehr: Und jetzt noch einige Aufnahmen vom Gruppenfoto auf der Start/Ziel-Geraden der Grand Prix-Strecke des Nürburgrings. Kann es für eine Auto-Community etwa cooleres geben? Supras at Ring. Schönes kann so einfach sein. Bilder und Text:Niels Kreischer – USED4.net Das Facebook-Album mit allen Supras in Kürze auf unserer...
USED4-Podcast 003 – Dodo out of Tokio 🗾
gepostet von Niels Kreischer
Dodo is back – in unserem neuesten Podcast berichtet Dominik Jahnke über seine Erlebnisse, die nach dem Podcast 002 – Dodo in Tokio geschehen sind. https://open.spotify.com/episode/6LWmssT3U51ewjwl9e4tqJ?si=-P2tePscQFaXp4anL-KHMw Denn einige Tage nach unserem Gespräch in der Karaoke-Bar machten er und seine Freundin Lisa sich auf einen epischen Road-Trip quer durch Japan, der beinahe vier Wochen andauern sollte. In Dominiks brandneuer, (35 Jahre alten) S14-Zenki mit Navan-Bodykit und Style, der aus allen Ritzen quillt. Hier einige Impressionen von der Reise, die seine Berichte im Podcast wunderbar bebildern: Den angesprochenen Friedhof in Nachbarschaft zum Fuji Speedway haben wir im Sakura Special #4 – Fuji Speedway ausführlich präsentiert. Das S-FEST, das bei der Aufnahme kurz bevorstand, ist mittlerweile auch schon Geschichte, hier nachzulesen: S-FEST ’25 – VIBE & STYLE Daikoku Futo war ebenfalls schon Thema in einem Sakura Special #3.1 Daikoku Futo PA Die SXOC-Events der letzten Jahre: Allstedt 2024 – 10 Jahre Jux und Drifterei 🦅 Allstedt 2023 – Sweet Summer Haze 🌄 In Kürze fliegt die Schürze – Allstedt 2022 👩🏻🍳 Die importierte PS13 meiner Frau und der PAO von Dominiks Freundin Lisa: Wir hoffen, der Podcast hat euch so gut unterhalten, wie uns selbst. Die nächste Folge ist schon aufgenommen und hier wird wieder die Location etwas ganz ganz besonderes sein: Das PACE-Museum in Dortmund, an einem Montag… Bis bald und hört niemals auf, zu fahren. 🌸 Bilder: Dominik Jahnke – NIGHTSPEED! Text: Niels Kreischer – USED4.net...
Sakura Special #4 🌸Fuji Speedway
gepostet von Niels Kreischer
Der Fuji Speedway: Japans wohl legendärste Rennstrecke, erbaut im Jahr 1966. Der schnelle Rundkurs mit Blick auf den Berg Fuji liegt in Oyama, Präfektur Shizuoka und war schon oft Schauplatz historischer Ereignisse, wie zum Beispiel dem nicht stattgefundenden Regen-Duell zwischen Niki Lauda und James Hunt 1976. Das Rennen, bei dem Lauda sich wegen der Wetterlage weigerte, zu fahren und so von Hunt im Kampf um die Weltmeisterschaft noch überholt wurde. Mindestens ebenso wichtig und geschichtsträchtig war die Vorlage des berühmten Schiftzugs am Eingang des Fuji Speedway für das Design des S-FEST 2023-Shirts: Dieses berühmte Tor auch einmal live und nicht nur auf unseren Shirts zu sehen, das hatten wir uns für unseren Japan-Trip fest vorgenommen. Und um keine falsche Spannung aufzubauen: hat auch prima geklappt. Aber wie so oft, ist das, was man sich in Gedanken vorab als das absolute Highlight vorstellt (also vor dem Tor zu stehen und das Bild vom Shirt nachzustellen), am Ende doch anders oder wird sogar noch übertroffen. Und im Falle des Eingangs des Fuji Speedways, musste man nur einige Schritte zurückgehen und bekam dann auch noch die ENEOS-Tankstelle auf dem Vorplatz mit auf die Linse. Und diese Kombination, sehr geehrte Damen und Herren, hat für mich dann endgültig alle Haken gesetzt auf der imaginären JDM-Heaven-Liste: Der abgestellte Cube in einer Farbe, die an Millenium Jade erinnert, der blühende Kirschbaum hinter der Waschbox – der auch hier perfekte Tankservice für unseren Miet-Tiida (ja, kein GT86 und kein R34, wir haben Japan in einem Automatik-Nissan von 2011 erkundet) und einfach die perfekte Lage bei schönstem Sonnenschein. Kann es noch besser werden? Entscheidet selbst…Denn auch wenn wir nicht direkt an die Rennstrecke konnten, so hatte doch ein anderes Highlight fürs Publikum geöffnet und nach Zahlung eines geringen Obolus‘ durften auch wir hinein: das Fuji Speedway Motorsports Museum! Der Fuji Speedway ist seit dem Jahre 2000 übrigens im Besitz von Toyota. Das erklärt vielleicht die beiden GT und GR 86 vor dem Eingang, den GRMN GR86 auf der Rennstrecke und auch den LFR (LFA-Nachfolger), der dort seine Testrunden drehte: https://youtube.com/shorts/Igkz0iebOFo?feature=share Im Museum selbst kann man im Erdgeschoss zuerst einige besondere Exemplare der (hauptsächlich japanischen) Renngeschichte betrachten. Spannende Autos und eine tolle Historie, die in unserem egozentrischen Europa oftmals gänzlich unbekannt ist (ich schließe mich da nicht aus). Japan dagegen zeigt auch den Stellenwert einer Marke wie Porsche. Wirklich beeindruckt, ging es dann im ersten Stock aber richtig rund. Der Anblick, wenn man die Rolltreppe zum ersten Mal hochfährt, ist wirklich ganz besonders… HKS Supra MK V mit 2JZ-Umbau und 700 PS. Fahrer: Nobutero „Nob“ Taniguchi. Lexus LFA und Toyota 2000 GT, jeweils in der Rennversion – die beiden Toyota Modelle mit der wahrscheinlich höchsten Wertsteigerung ever. (LFA bis 1 Mio Euro, als Nürburgring Edition noch deutlich darüber, 2000 GT ab 1 Mio bis zu 2,5 Mio Euro) HKS R32 GT-R mit der Startnummer 87 – für mehr Hintergrundinfos schaut bei Larry Chen vorbei. Tom’s Supra MK3 und TRD AE86 N2 Levin Tourenwagen: Mazda 787B Vierscheiben-Wankel (Le Mans – Gewinner 1990) und Toyota GT One (Le Mans – Teilnehmer 1998 und 99). Im Display mit Soundkulisse. Gänsehaut. Toyota Supra MKIV und Toyota 90C-V (1990) Rallye-Abteilung mit Mitsubishi Lancer Evolution 3, Toyota Celica ST1985, Subaru Impreza WRX STI 1996, Toyota Celica Turbo Safari-Rallye 1986, Toyota 222D Gruppe-B Prototyp auf MR2-Basis und ein Mitsubishi Starion Rallye-Renner von 1984. Weitere Exemplare, alle besonders grün, besonders selten, besonders schnell oder besonders erdnusshaltig: Im 2. Stock gibt es dann ein hübsches Café mit der perfekten Aussicht auf die Strecke. Der Cappuccino ist auch wirklich sugoi. Fazit:Das Fuji Speedway samt Motorsports Museum ist ein Pflichtbesuch für jeden JDM-Fan, wenn er oder sie einen Japan-Trip plant. 🏁 Bonus Stage 🌸 Und jetzt kommt die Stelle, an der es kirschblütenmäßig so richtig klatscht: der Grund, warum wir die komplette Japan-Serie Sakura (Kirschblüte) Special genannt haben. Wieso? Aufpassen und weiterlesen. Auf dem Weg zum Fuji Speedway kamen...
Concorso d’Eleganza Villa d’Este
gepostet von Philipp Berndt
VILLA D’ESTE MEETS BOOST: WIE DIE JDM SCENE DEN COMER SEE AUFMISCHTE Text: Philipp Georg Berndt Es gibt Orte, die scheinen nicht für Leute wie uns gemacht zu sein. Orte, an denen der Geruch von altem Leder und Zigarren in der Luft hängt, wo der Marmor glänzt, das Wasser ruhig liegt und der Applaus nur flüstert. Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See ist genau so ein Ort. Und doch stand ich genau dort – mit meinem Mitsubishi Lancer Evolution. Nicht irgendwo auf dem Besucherparkplatz, nicht in der Ecke, nicht am Rand der Wahrnehmung – sondern mitten im Geschehen. Prominent platziert, direkt vor der Villa Erba. Eingeladen von den Visionären des Club d’Ultrace und HFMSTRS, um gemeinsam mit BMW M Power ein neues Kapitel im Buch der Eleganz aufzuschlagen. DER ORT, AN DEM TRÄUME FLANIEREN Die Concorso d’Eleganza Villa d’Este ist mehr als ein Oldtimertreffen – sie ist ein Mythos. Seit 1929 werden an diesem Ort nicht nur Autos ausgestellt, sondern Geschichten erzählt. Zwischen der ehrwürdigen Villa d’Este, der modernen Villa Erba und der eher intimen Villa Grumello wechseln Fahrzeuge im Laufe des Wochenendes die Szenerie – kuratiert, bewegt, gefeiert. Fahrzeuge fahren von Villa zu Villa, gleiten durch Como, um sich der Öffentlichkeit und Jury in unterschiedlichen Settings zu präsentieren – fast wie in einem Modehaus mit wechselnden Kulissen. Wer darf teilnehmen? Die Weltelite. Sammler, Designer, CEOs, Ikonen. Ein Christian von Koenigsegg. Ein Horacio Pagani. Ein Luca Betti von Kimera Automobili. Und diesmal eben auch: ein Evo. Mein Evo. In der Welt der automobilen Haute Couture nimmt das Concorso d’Eleganza einen ebenso legendären Platz ein wie das Goodwood Festival of Speed, die Monterey Car Week mit der Pebble Beach Concorso (Was im übrigen soviel heißt wie Wettbewerb). Doch im Unterschied zu vielen Show-&-Shine-Events, bei denen Replikas und Hommagen gern gesehene Gäste sind, heißt man hier ausschließlich die Originale und Automobile mit besonderen Geschichten willkommen. Echte Ikonen. Kein Abziehbild, sondern Geschichte auf Rädern. DER JUNGE MIT DEM LAUTEN AUTO Der Eintrittspreis für Besucher liegt bei mindestens 500 Euro pro Tag bis hin zu 9999 Euro. Eine Grenze, die filtert. Die Atmosphäre ist still, niveauvoll, fast meditativ. Und dann war da ich. Mitten unter 25 gezielt ausgewählten Fahrzeugen, die von Club d’Ultrace und HFMSTRS eingeladen wurden, um das Event zu verjüngen, zu öffnen, neu zu denken. Mein Evo VII, inzwischen auf IX umgebaut, trug erneut die FLGNTLT x Puma Livery – weltweit einzigartig. Das einzige Straßenauto der Welt mit offizieller Puma-Beklebung. Eine Hommage an eine Zeit, in der Style, Haltung und Popkultur miteinander verschmolzen. Entsprungen der Super Taikyu Serie. Doch das war nur die Oberfläche. Seit dem letzten Bericht von meinem Auto, hat sich vieles getan. Unter dem Lack: HKS Hipermax Performer Fahrwerk, maßgefräste Radnaben für meine NISMO LMGT4-Felgen in Heritage-Weiß. Carbon Ralliart-Spiegel, ein kompletter Evo IX Umbau, inkl. der kompletten Werksverspoilerung, Canards, Goldene Air-Inlets in der Haube, MR Vortex Generator, Coolerworx Shifter. Alles mit Hingabe, alles mit Gefühl. Mehr Craftsmanship als Customizing. Meine Art des Restomods. ZWEIFEL, DIE ZU STERNSTUNDEN WERDEN Als die Einladung kam, war mein erster Gedanke: „Das kann nicht ernst gemeint sein.“ Zwischen Respekt, Überforderung und dem logistischen Albtraum, den LKW samt Evo von Hainichen nach Mailand zu bewegen. Und doch: Wenn ich zusage, dann mit 100%. Kein halber Auftritt. Kein Vielleicht. Fragen Sie Niels. Er hat mich schon so oft zum S-Fest eingeladen. Ich habe immer wieder unter Tränen absagen müssen, weil ich nicht zu 100% zusagen konnte. Klar könnte ich es mir einfach machen und sagen „Ich komme“, aber das ist eine Sache des Respekts. Wenn ich zusage, dann zu 100%. Und dann steht man da. Neben einem IMSA E36 GT von BMW mit JUDD Motor. Vor der Villa. Auf Schotter. In einem Kontrast, der schöner kaum sein könnte. Die Jungs von Ultrace wollten eigentlich meinen weißen GTR sehen, aber der Evo war lauter, wilder, echter. Ein Fremdkörper? Vielleicht. Aber einer mit Haltung. COCKTAILS, CLUBMUSIK & CONVERSATIONS Freitagabend an der Villa Erba. Der Duft von frisch gebratenem Smashburger...
Sakura Special #3.2 🌸 Umihotaru PA
gepostet von Niels Kreischer
Jede(r) kennt Daikoku. Aber habt ihr auch schonmal von Umihotaru gehört? Das ist ebenfalls ein Mautstraßen-Parkplatz in der Tokyo Bay und mindestens so spektakulär wie Daikoku. Kann nicht sein? Dann nehmt das:Eine künstliche Insel, mitten im Meer. Darauf ein Parkhaus mit Platz für 500 Autos und LKW, gestaltet wie ein Kreuzfahrtschiff mit fünf Decks, einer Kommandobrücke aka Aussichtsplattform und einer schiffsartigen Beleuchtung. Erreichbar von der einen Seite durch einen Tunnel und von der anderen Seite über eine Brücke. Und das alleine wäre ja schon außergewöhnlich genug, aber Umihotaru PA (das bedeutet auf Deutsch übrigens „Meeresglühwürmchen“) war Treffpunkt eines der beeindruckendsten Tuningmeets, auf dem wir bisher zu Gast waren. Warum uns das Glühwürmchen im Meer so dermaßen geflasht hat? Wenn eine derart große Anzahl getunter Autos, davon die meisten wirklich gut umgebaut, mit tollen Felgen und heftiger Tiefe, an einem beliebigen Abend unter der Woche, vollkommen ohne Einladung und Organisation, einfach random im einzigen Mautstraßen-Meeres-Parkhaus der Welt zusammenfindet, dann ist das einfach mindblowing. Aber seht doch einfach selbst. Ob 80er: Die wilden, wilden 90er: Und die Nullerjahre bis heute: Natürlich gibt es dort auch Getränkeautomaten, Restaurants, Aussichtsplattformen und Läden. Außerdem ein Kino mit Filmen über den Bau des Rastplatzes und der kompletten Aqua-Linie (damit ist die Maut-Autobahn gemeint, auf der sich Umihotaru befindet.) Man kann also richtig viel Zeit verbringen und die Aussicht genießen oder eben ein Tuningtreffen miterleben, das in unseren Breitengraden ein filmreifes Highlight gewesen wäre und in Tokyo ein normaler Donnerstagabend und nur stattfand weil Daikoku gerade geschlossen hatte. Wir wollen so bald wie möglich wieder nach Japan. Versteht ihr, warum? Bonus Stage 🌸 Der Umihotaru PA im Netz: https://www.japan.travel/de/spot/1536/ (deutschsprachig) Nächster Stop in unserer Sakura Special-Reihe wird übrigens der legendäre Fuji-Speedway mit dem dazugehörigen Museum und einmaligen Ausstellungsstücken. Die Bonus Stage in diesem Artikel wird etwas ganz besonderes…. Seid gespannt und Stay Kawaii! Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Das Facebook-Album mit allen Bildern ab morgen (06. Juni) auf unserer...
Sakura Special #3.1 🌸 Daikoku Futo PA
gepostet von Niels Kreischer
Seit dem letzten Sakura Special ist einige Zeit vergangen, aber diese Pause machen wir sicher ganz schnell vergessen, wenn wir euch erzählen, was das Thema des diesmaligen Specials ist! *trommelwirbel* Okay verdammt, ihr habt ja schon die Überschrift gelesen. Na dann, reden wir nicht länger drum herum, sondern fahren stattdessen ein bisschen drum herum! Denn die erste Besonderheit am Daikoku Futo PA (Parking Area) ist die Anfahrt, die einfach in Kreisen passiert. Wie bei fast allen Auf- und Abfahrten der Expressways in Tokio, erfolgt auch hier Verkehrsführung in sanften Radien, über mehrere Ebenen, in unterschiedlichen Höhen. Hintergrund ist der Platzmangel, den es aufgrund der Baudichte in der gesamten Tokyo Bay gibt. So baut man also einfach vertikal. Einmal angekommen am Daikoku, sucht man sich einen Stellplatz (in der Regel ist noch viel frei) und schlendert los. Ob man sich jetzt erst einen Kaffee an der Vending Machine zieht, was zu Essen holt oder gleich auf der Parkfläche von Auto zu Auto hetzt und die Scheiben vollsabbert, das ist jedem und jeder selbst überlassen. Ihr ahnt sicher, wie es bei uns abgelaufen ist…. Auf jeden Fall gilt immer: Eintritt nur per Auto (oder Motorrad). Versucht bitte NICHT, zu Fuß oder per Fahrrad auf den Daikoku zu gelangen, das ist erstens gefährlich, zweitens verboten und drittens auch mega uncool. Je nach Stärke des Ansturm der Tuningkarren schließt die Polizei den Parkplatz auch gerne mal komplett. Dann müssen alle Autos das Gelände verlassen. Entweder kreisen sie dann für einige Zeit auf den unterschiedlichen Expressways und kehren dann zurück, in der Hoffnung, der PA ist zwischenzeitlich wieder geöffnet worden oder sie suchen einen anderen Ort, um sich und ihre Autos zu zeigen. Wir waren insgesamt zwei Mal am Daikoku und haben einmal eine Sperrung erlebt, die uns dann zu einem weiteren berühmten Parkplatz in der Tokyo Bay führte…. Dazu mehr am Ende dieses Artikels. Währenddessen wurde es in Daikoku schon langsam dunkel, ein Umstand, der ganz einfach noch mehr Tuningfans anlockte. Den Licht oder besser gesagt Beleuchtung, ist ein wichtiger Faktor im Themenkomplex „Individualisieren des eigenen Autos“. Die Atmosphäre bei Nacht ist einfach ganz besonders, vor allem durch die Architektur, die man so aus Europa nicht kennt. Einmal fuhr ein Rettungswagen von seiner Station auf der Ebene des Parkplatzes los zu einem Einsatz. Er kam dann insgesamt drei Mal an uns vorbei! Auf dem Parkplatz und dann jeweils einer anderen Ebene der Autobahn über uns. Kein schöner Anlass, aber trotzdem einfach spektakulär anzusehen. Bonus Stage 🌸 Der Daikoku Futo PA auf Google Maps: https://maps.app.goo.gl/axTGHySLJAkbjrRf6 Das Restaurant auf dem Parkplatz im Netz: https://www.shutoko-sv.jp/parking_area/pa/?id=1431075208-683388 Tipps für den Besuch: Kommt am besten kurz vor der Dämmerung, dann ist die Zeit, bis die Polizei den Parkpplatz möglicherweise schließt, noch ausreichend lang. Oder ihr wollt den Zauber des Daikoku einmal in den frühen Morgenstunden erleben? Dann am besten aber mit einer Hintergrundinfo im Gepäck, dass auch was los ist, weil sich ein Club trifft oder ein bestimmter Jahrestag wie der RX7-Day am 7. Juli oder der S15-Day am 15. Mai stattfindet.. So, liebe Freundinnen und Freunde der automobilen Leidenschaft, das war das Feature über einen der berühmtesten Parkplätze der Welt. Und glaubt uns, das war erst der Anfang… In Teil 3.2 des Sakura Specials 🌸 stellen wir euch ein Schiff im Meer vor, das man von einer Seite nur per Tunnel erreicht, auf der anderen Seite nur über eine Brücke verlässt und auf dessen Decks ein Tuningtreffen stattfand, dessen Umfang und Qualität uns einfach umgehauen hat: den Umihotaru PA.Seid gespannt und Stay Kawaii!! Das Facebook-Album mit allen Bildern geht ab morgen (28.5) online. Bilder:Yvonne Spilger – USED4.net Text und Bilder: Niels Kreischer –...