Das Ende der Saison ist immer ein ganz besonderer Moment: teils bedauert man, dass es schon wieder vorbei ist, teils rekapituliert man das Erlebte und ein kleiner Teil in einem freut sich wohl auch auf die ruhigere Zeit, in der man nicht ständig unterwegs ist und sich im schlimmsten Fall noch zwischen zwei tollen Events im vollgepackten Kalender entscheiden muss. Im vergangenen Oktober waren wir zu einem ganz besonderen „Season-End“ in Sachsen eingeladen, dem sogenannten Einwintern bei USED4-Kollege Philipp Berndt. (Speaking of vollgepackt: am selben Wochenende waren wir auch noch auf der Shoptour bei HEL / Soaped / Kaido und auf dem JDM Mania Season End – der Artikel dazu folgt in Kürze) Auf dem Gelände von Philipps Abschleppbetrieb Hübler in Hainichen fanden sich Friends & Family beim fröhlichen Pizza & PS-Schlemmen ein, all day long aufgepumpt von Oldshool Beats. Das Wetter war zwar wechselhaft (wie ja das ganze Jahr 2025 eigentlich schon), aber dank heißem Kaffee und frischer Pizza kam die Wärme auf jeden Fall schonmal von Innen, wenn man durch den Anblick der heißen Gefährte nicht sowieso bereits in Wallung geraten war. Apropos Wallung: beginnen wir mit dem Titel-W124, dessen optische Präsenz vor Ort einfach überwältigte und für den sich die Sonne extra durch die Wolken zwängte: Heftiger Benzo. So ein W124 ist allerdings schon eher gängig, da sind wir ganz ehrlich. Auch wenn er noch so piekfein gestylt ist, wie dieses VIP-Exemplar, mit glänzenden Messer-Felgen auf Bags. Hand aufs Herz, wann habt ihr stattdessen das letzte Mal einen echten Escort MK II RS2000 in freier Wildbahn gesehen? Und dann auch noch so extrem umgebaut, wie dieser violett touch pearl-farbigen Widebody-Traum (heißt bei den Ford-Kennern „Spezial“ oder auch „X-Pack“) mit 345er Pirellis auf der (angetriebenen) Hinterachse und zwei Doppelwebern für das gewisse Mehr an Mehrleistung. Riffelblechfußmatten passten nie besser. Wieder ganz anders, aber kein bisschen weniger cool: dieser NSX NA 1 Das letzte Gruppenbild mit dem RS4 leitet auch die Galerie der Autos ein, die ebenfalls vor Ort waren („Ich bin der RS4 und ich bin auch dabei.“) und die, jedes für sich, begeisterten. Die Vielfalt und Qualität konnte absolut überzeugen. Vom bereits erwähnten RS4 zu EVO 6 und 9, über R32 auf LM GT2 und R34 (ein R33 in Midnight Purple war selbstverständlich ebenfalls da) zu einem M3, Lexus IS, 370Z, zwei weiteren RS4 und sogar einem Bulli: egal also, wie ihr eure persönliche Auto-Pizza belegen würdet, quasi jedes Topping war vorhanden. Noch ein besonderer Ford, dieses Mal aber ein Sierra XR4i, mit klassischem Tuning des 2.8L V6 und Dreiteiler-Käselochfelgen. Seltener als fast alle Ferraris: Philipps phänomenaler Puma Motorsport Evo gab sich ebenfalls die Ehre, langjährige USED4-Fans kennen das Auto aus dem legendären Artikel von Philipp über das Entstehen des Fahrzeugs. Leider reichte es nur für drei schnelle Bilder, dann stürzten schon wieder die Regenmassen auf uns herab: Die JDM-Fahne hielten übrigens auch diese Hotboi-Schmuckstücke hoch: Richies S14a, ebenfalls in Midnight Purple, Marcels weißer Soarer sowie Sippis MX5 auf ultraheißen Work Equip 03 ließen die Luft brennen, auch bei den gefühlten 2° Umgebungstemperatur: Last but not least, die Bilder von Yvonnes S13 und dem 635 CSi von Flgntlt-Bremi im Paarflug, zwei klassische Karossen auf Kreuzspeichen und in edler Aufmachung. Sharknose beim 6er und Pignose Kouki-Front bei der S13. Und sie haben noch etwas gemeinsam: Beide waren sie schon einmal in Japan. Der BMW von Bremi ist eine japanische Erstauslieferung und daher nippontypisch vollausgestattet. Dazu kamen noch einige VIP-Accessoires und ein Nardi Classico. Yvonnes S13 wurde dagegen einst in Japan gebaut und direkt nach Deutschland verschifft, allerdings bekam das Auto erst hier die Veredelung mit der Lackierung in Millennium Jade, ebenfalls einem Nardi-Holzlenkrad und den Brada BR1-Felgen verpasst (um nur einige der vielen Modifikationen zu nennen). Wer hätte sich das 1989 in Japan oder 2010 beim Kauf in Schwabach vorstellen können? Bewegte Bilder des Events gibt es übrigens auch von uns, hier unser YouTube-Short vom EINWINTERN ❄️:...
Das Jahr 2025 – Japan, Podcasts und Premieren 🆕...
gepostet von Niels Kreischer
Mehr ist mehr. Zumindest, wenn es um unser Angebot für euch hier bei USED4.net geht. Wir haben uns im vergangenen Jahr weiter gesteigert, was die Anzahl der Veröffentlichungen, aber auch die Vielfalt angeht: denn 2025 haben wir unseren Podcast USED4.net gestartet! Mit mittlerweile bereits sechs Folgen sind wir auf einem guten Weg und wollen dieses Format auch 2026 mit neuen Themen und Gesprächspartnern fortsetzen. Seid gespannt! Mein persönliches USED4-Jahr ’25 begann allerdings erst Ende März und das auch noch mit einem Rückblick: Das Making-Of des erfolgreichen R35-Videos mit Chris, als Artikel mit vielen Hintergrundinfos, auch zum USED4-Youtubekanal. Am 11. April ging dann der Artikel zum allerersten USED4-Podcast online, ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Blogs. Das Gespräch mit Christian über seinen Ferrari Dino hat sehr viel Spaß gemacht und wir bekamen von euch auch positives Feedback: Im April erfüllten Yvonne und ich uns einen langgehegten Traum: der Trip nach Japan entpuppte sich für mich als mein bisher beeindruckendster Urlaub. Ob in Tokio oder auch in der Fuji-Gegend, es verging eigentlich kaum eine Minute, in der ich nicht von etwas fasziniert war und die Kamera zücken musste. Um euch daran teilhaben lassen zu können, startete ich im Anschluss die Sakura Special 🌸 – Reihe, die bisher sechs Folgen ergeben hat und das große Finale mit dem Hakone Turnpike steht sogar noch an. Damit ihr von den Beiträgen auch einen Mehrwert habt, als einfach nur schöne Bilder und Schwärmereien, packe ich ans jede Ende eines Sakura Specials auch eine Bonus Stage mit vielen Tipps und Infos. Das Sakura Special #1 🌸 Tokyo Streets ging am 21. April online: In Tokio machten wir aber nicht nur Bilder und aßen Ramen, nein wir tranken auch Bier und produzierten dabei einen Podcast mit dem NIGHTSPEED!-Mitglied (und USED4-Ehrenmember) Dominik Jahnke, der große Wellen schlug. Besonders in den beiden Beer-Pitchern, die wir in der Karaoke-Bar während der 60 Minuten Mietzeit vernichteten. Aber hört am besten selbst rein und schaut euch die Bilder an: Direkt im Anschluss gab es schon die nächste Sakura Special 🌸 – Folge mit dem Thema Autobacs und Up Garage: Das Sakura Special 🌸 zu den beiden berühmten Parkplätzen Daikoku Futo PA und Umihotaru PA teilte ich aufgrund der hohen Anzahl von Bildern und Infos in zwei Teile: Im Juni fand unser S-FEST ’25 – VIBE & STYLE statt und selbstverständlich berichtete ich im Anschluss auch wieder darüber. Eigenlob und so. Übrigens wurde hier auch Podcast 004 produziert, unser erster Video-Podcast überhaupt: Anfang Juli ging dann das nächste Sakura Special 🌸 on Air: #4 Fuji Speedway, die legendäre Rennstrecke am Fuße des Fuji UND eines Friedhofs. Ja, richtig gelesen. Nicht am Fuji, sondern auf dem Lausitzring findet das Reisbrennen statt, ein Treffen asiatischer Fahrzeuge epischen Umfangs. Mein Bericht darüber ging am 7. August online: Podcast 003 war ein Widersehen mit Dominik, der nach unserem Karaoke-Koma ja noch vier weitere Wochen in Japan verbrachte und dabei so viel erlebte, dass es für drei Urlaube gereicht hätte. Mein zweites Supras at Ring (SaR) überhaupt und ein richtiges Highlight in diesem Jahr. Das Gruppenfoto auf der Grand Prix-Strecke des Nürburgrings hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt: Am 9. September ging dann der Artikel zum Podcast 005 online, bei dem einerseits der Gesprächspartner (USED4-Editor Philipp Berndt), aber auch ganz besonders die Location ein Knüller war: Das PACE-Museum in Dortmund! An einem Montag (wenn eigentlich geschlossen ist): Support your local car community – das nehmen wir wörtlich: Yvonne und ich sind beide im Orga-Team der IDA Messel, einem Autofreunde-Clubs in unserem Heimatort. Dieses Jahr haben wir dabei einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt und die Vielfalt der Autos an diesem Tag war wirklich atemberaubend: Nur eine Woche später ging das nächste Sakura Special 🌸 online: #5 NISMO und die Omori-Factory. Besonders für NISSAN-Fans (wie mich selbst) ein Schmankerl: Das HEIZR-Event war eine absolute Premiere für uns,...
180SX Social Club 2025
gepostet von Niels Kreischer
Wir lernten Ryo und seinen tollen 180SX (das blaue Auto auf Bild 3) im April diesen Jahres auf dem Umihotaru-Parkplatz kennen. Er ist auf vielen Treffen unterwegs und hat uns jetzt Bilder eines ganz besonderen Meetings geschickt: Das 2025er Treffen des 180SX Social Clubs! Wie bereits in den vergangenen Jahren, fand es dieses Jahr erneut Anfang November statt. Die Location mit der beeindruckenden Industriekulisse ist eigentlich eine Kartbahn: Saitama Kart Park Und für einen S-Chassis-Fan, aber auch für jeden anderen Liebhaber eines schönen Fahrzeugs, standen hier definitiv heiße Exemplare zur Begutachtung und Bewunderung bereit. Und das ist nur ein Auszug! Diese Bilder und noch viele weitere mehr gibt es ab sofort in einem Album auf unserer Facebook-Seite facebook.com/USED4.net Hier noch Videos der Events aus 2024 und 2023: Bilder: ryo.180SX Text: Niels Kreischer –...
Sakura Special #6 🌸 Yamanakako-See und Chureito-Pagode 🏯...
gepostet von Niels Kreischer
Willkommen zum sechsten Sakura Special! 🌸 Der Titel des Artikels klingt im ersten Moment vielleicht eher touristisch angehaucht, aber einer der Punkte, der mich an Japan am meisten fasziniert hat, war die Tatsache, dass an sprichwörtlich jeder Ecke ein automobiles Highlight wie ein Hakosuka (siehe nachfolgende Galerie, leider zu schnell für die Kamera), ein NSX Type-R, ein Kenmeri oder eben auch ein Ferrari 296 GTB auftauchen konnte. Einfach so und überall. Nachdem wir also einige Tage in Tokio verbracht hatten, unternahmen wir in der Zeit danach mehrere ausgiebige Fahrten rund um die fünf Seen des Fuji Lake Districts (mehr Tipps und Infos dazu in der Bonus Stage am Ende). Dabei hielten wir mehr als einmal spontan an, weil ich wieder etwas Besonderes am Straßenrand stehen sah. So besonders wie diese beiden superheißen Toyota Crown in TwoTone-Lackierung und mit VSKF bzw. SSR Visconti Felgen, die dort einfach königlich parkten. Übrigens, während ich diese Fotos schoss, was nur wenige Minuten dauerte, rollten an mir folgende drei Autos vorbei: Bilder vom Straßenrand zu machen, war noch entspannt, aber da ich ja selbst fuhr und trotzdem den Blick ständig schweifen ließ, damit wir auch ja kein Auto verpassen würden, gab es einige brenzlige Situationen. (Wir haben dabei gemerkt: auch Japaner wissen, wo die Hupe ist.) So entstanden dann Aufnahmen wie die nachfolgenden. Die meisten aufgenommen von Yvonne, die bei meinen ständigen „DA!“-Ausrufen, Reaktionen wie ein Kolibri haben musste. Ein Kolibri mit einer Canon 6D im Anschlag. Aber ganz egal, wie autoverrückt man auch ist, wenn man Japan nur auf das automobile Thema reduziert, verpasst man sehr viel. Die Natur und Landschaft (dazu zählen für mich auch Straßen) sind so umwerfend schön, dass man heilfroh ist, eine Kamera dabei zu haben. Man fährt so dahin: Straßen und Bäume, ab und zu ein Haus, eine Brücke oder ein Strommast. Und im Hintergrund immer wieder plötzlich der Mount Fuji. Man biegt links ab und BAM! Anfangs war der Anblick so vollkommen unerwartet, dass wir anhielten, ausstiegen und Bilder wie dieses machten: Der Anblick dieses einsamen Bergs bei klarem, wolkenfreiem Himmel und Sonnenschein, war und ist jedes Mal wieder atemberaubend und war für mich schon allein die Reise wert. Aber der Fuji ist nur eins der Highlights in der Region Yamanakako. Ein anderes, bei Touristen überaus beliebtes Ziel und Fotomotiv, ist die Chureito-Pagode Wenn ihr nicht den kompletten Berg in Serpentinen hoch anstehen möchtet, folgt uns für mehr Tipps. Nein, einfach nach unten scrollen, in der dicken Bonus Stage gibts zusätzliche Infos. Atemberaubende Sonnenuntergänge an der berühmtesten japanischen Pagode, mit dem Symbol Japans im Hintergrund hin oder her, aber ihr seid ja auch für die Autos hier. Und die beiden Toyota Crowns vom Anfang des Artikels waren bei Weitem nicht die einzigen Roadkills, aber seht selbst: Mitsubishi Lancer Evolution für spezieller Kulisse… Ein Toyota GT86. Cool, echt nettes Auto. Aber was ist denn da im Hintergrund!? Toyota MR2 Turbo (W2) mit 3S-GTE, Mismatch-Wheels (TE37 an der HA und CE28N an der VA) und einem ganz besonderen Lenkrad, das weniger dem Umgreifen, sondern mehr dem Angriff dient. Oder auch dieser 500E auf einem Random-Parkplatz: schwäbische V8-Power als Coproduktion aus den 90ern von Mercedes und Porsche, selbstverständlich in Japan als Linkslenker ausgeliefert. Oder dieser gemachte 5er BMW mit großem Understatement auf Heckklappe und Kennzeichen. Wenn da wirklich „nur“ ein 2 Liter-Turbo die Vierrohr-Remus-Anlage versorgt, dann wären die BBS, das Gewindefahrwerk und das Lipkit zwar nicht übertrieben, aber irgendwie schon wild. Aufgenommen habe ich die Bilder übrigens auf dem Parkplatz von Kondo Racing: absolut interessante Firma, die offenbar auch häufiger auf der Nordschleife ihre Runden dreht. Die GR86/Boxster-Kombination auf den letzten beiden Bildern stand eine Hausnummer weiter. Ich fand das Bild irgendwie cool: die beiden Landstraßenhelden belauern sich den ganzen Tag. Weitere Impressionen der Gegend, von interessanten Autos, Zügen oder Bussen. Ja Busse! Nennt mich verblendet, aber warum sehen sogar die Reisebusse einfach cooler aus als in Europa. Bonus-Stage 🌸...
Essen Motor Show ’26 – 6-Gänge-Menü 🥘...
gepostet von Niels Kreischer
Endlich wieder lecker Essen: die EMS ’26 öffnete am 28.11. (dem sogenannten „Pressefreitag“) ihre Pforten für die Besucherinnen und Besucher. Besucher wie uns, die die neuesten Trends, die schmackhaftesten (Tuning-)Rezepte und die frischesten Styles als Erste probieren wollten. Und wir kamen definitiv auf unsere Kosten, denn der Tisch für Tuninggourmets war reichlich gedeckt: Die Halle mit der TUNING EXPERIENCE bietet eine große Vielfalt, alle möglichen Styles und Marken. Ob Bosozoku-Bolide, Rennsport-Replika oder ein Bulli auf Steroiden, hier werden alle Geschmäcker bedient. Man kann sich den ganzen Tag lang inspirieren lassen, frische Ideen aufsammeln oder einfach die Kreativität und Handwerkskunst der Aussteller bewundern. In meinen Augen ist es aber ein kleiner Dämpfer (und damit kein Bauteil von TEIN, die auf dieser EMS einen wirklich beeindruckenden Stand aufgebaut hatten!), dass einige der beeindruckendsten Ausstellungstücke offensichtlich (noch) nicht fertiggestellt waren oder (man will ja niemanden etwas unterstellen) es auch niemals werden. Ganz klar, dass dann Motorräume besonders dann clean aussehen, wenn die halbe Antriebstechnik noch fehlt. Wären alle Autos in so einem Zustand ausgestellt, ich verlöre wohl bald die Lust daran. Mein persönlicher Idealzustand wäre die bestehende Straßenzulassung als erstrebenswerter Zustand für die Autos, denn das ist doch die wahre Kunst heutzutage oder sehe ich das falsch? Sicher, wenn ein Projekt wie der ESP-ONE (s. u.) konstruiert wird, ist die Straßenzulassung sowieso kein Thema, aber bei einem Serienauto, das getunt wird, finde ich es bewundernswerter, wenn gleichzeitig die Zulassungsfähigkeit erhalten bleibt und das Auto nicht zum reinen Showobjekt auf dem Trailer verkommt. Welchen Wert hat es dann noch, außer einem Werbepotential für eine Firma und deren verbauten Teile oder Dienstleistungen? Ich freue mich über eure Meinung dazu. Aber Ernst bei Seite, hier die versprochenen Bilder des TEIN-Stands. TEIN Europe does exist! (War für mich neu, scheint aber wohl einfach an mir vorbeigegangen zu sein) Und Gutachten für die Fahrwerke der Autos, die wir lieben, werden vielleicht bald Realität. Aber zurück zum Thema Tuningautos auf der EMS. Und hier überzeugt einfach jedes Jahr die Mischung. Seht selbst: (K)eine (neue) Erkenntnis: Kotflügelverbreiterungen sind weiterhin ein absoluter Trend, kaum ein Auto kam ohne sie aus. Dazu Fitment vom Allerfeinsten: die Kotflügelkante küsst das Felgenhorn, nicht den Reifen. Aber auch in den anderen Hallen gab es einige Highlights: der bereits erwähnte ESP–ONE von Hollyhall ist der nächste Brecher von den Thüringer Jungs mit den Zauberhänden. Extrem ist eigentlich eine zu niedliche Beschreibung dieses Konzepts, das einen gerenderten Lotus Esprit in die Realität beamen soll, mit den ganzen Hürden und Herausforderungen, die so ein Projekt eben mit sich bringt. Die Maße der individuell hergestellten HRE-Felgen sind einfach nicht von dieser Welt: 14 x 18 +35 vorne / 19 x 20 +40 hinten Auf dem Stand der TOFUGARAGE herrschte dagegen das Farbkonzept: Weiß ist heiß. Ob R34, Supra, S14a, GT86 oder der coole Honda-Kei-Car-Pickup, alle ausgestellten Autos erstrahlten in frischem Weiß. Der Tofu-Signature NSX von Alex parkte dagegen auf dem Partnerstand von SONAX. Welche Farbe er hat? Ich weiß es nicht, aber ihr ahnt es sicher. Für Fans japanischer Fahrzeuge gab es aber noch viele weitere Highlights, hier einige Beispiele. Schon lange etabliert ist die Tatsache, dass die Car-Youtuber wie JP Performance und Co. hier einen Stand haben, ihre Fans begrüßen und mit Merch, Autogrammen und Kalendern versorgen. Das war auch in diesem Jahr der Fall und man kann sich eine EMS ohne YouTube-Beteiligung eigentlich nicht mehr vorstellen. Besonders am Eröffnungsfreitag begegnet man eigentlich ständig einem bekannten Gesicht aus den Sozialen Medien. Das führt manchmal zu skurrilen Begegnungen, wenn Misha Charoudin mit seiner kleinen Familie am gleichen Essenstand wie die maskierte 187 Straßenbande steht und sich Currywurst mit Pommes gönnt. Hier noch einige Impressionen der Messe, die auch dieses Jahr mit viel Abwechslung, großartigen Umbauten und eine guten Mischung aus Jung und Alt überzeugte. Wie die Messeleitung erst kürzlich bekanntgab, wird der Young- und Oldtimerbereich zukünftig auch von der EMS mitorganisiert und nicht mehr von einem externen Dienstleister....
Der HEL / Soaped / Kaido – Shop 🏬
gepostet von Niels Kreischer
Schaumparty in Chemnitz? Je nachdem, wie alt ihr seid, ist euch so ein feucht-fröhlicher Exzess aus den 90ern oder Anfang der 2000er vielleicht noch ein Begriff. Aber auch wenn die Zeiten der Dissen und Clubs „Dank“ den Socials vorbei zu sein scheinen, zumindest die Schaumparty kommt zurück nach Karl-Max-Stadt! (Schon wieder so ein Begriff aus der Vergangenheit) Denn Markus, Besitzer und Geschäftsführer des beeindruckenden Markenkonglomerats aus dem Titel, expandiert und macht sich und seine wunderschöne S12 Silvia dabei gerne mal richtig nass. Auf dem Gelände der Firma Kaido Autosport (das auch gleichzeitig Geschäftssitz von HEL Deutschland Automotive und Soaped.de ist) enstand unter großem Aufwand und mit einigen Rückschlägen (Beton kann manchmal schneller hart werden als einem lieb ist, wenn der Verzögerer fehlt) eine Waschhalle vom Allerfeinsten. Mit Hebebühne für die Unterbodenwäsche, die für eine große Sauberkeit auch an den uneinsehbaren Stellen sorgt. Und das ist schließlich wichtig, meine lieben Damen und Herren. Apropos nass: Godzilla auf der Außenwand der Waschhalle badet ebenfalls, allerdings am Chemnitzer City Beach, der alte Schlawiner mit dem langen Schwanz. Ziel ist es, die stylishe Waschhalle zu einem neuen Treffpunkt für Auto-Enthuasiasten in Chemnitz und Umgebung zu machen: dabei ist das Waschen dann wahrscheinlich nur Nebensache. Denn am Grill zu stehen, mit einer eiskalten Maurergranate in der Hand, über das eigene oder das Auto des Gesprächspartners zu quatschen und dabei einfach eine gute Zeit zu haben, das ist viel wichtiger als ein sauberes Auto. Stimmts? Wünschen wir Markus weiterhin gutes Gelingen dabei, aber die Chancen stehen bereits gut. Und auch der Rest des Geländes hat schon fast Freizeitpark-Charakter. Phantasialand für PS-Infizierte sozusagen. Da wäre zum Beispiel der Raum, in dem die HEL-Stahlflexleitungen entstehen. Entstehen? Ja genau, jede Leitung ist millimetergenaue Handarbeit von Magic Mike (ja genau, aus dem Film). Oder das Soaped.de-Depot, in dem all‘ die guten Sachen zum Saubermachen auf euch warten: Und im hinteren Teil des Lagers sind dann die Projekte geparkt. Zwei heiße S14a wären da, eine rote EUDM (Turbo), die andere JDM (Sauger): Die rote S14a ist schon seit ewigen Zeiten im Besitz von Markus (und auch schon seit über einem Jahrzehnt zerlegt), hier gemeinsame Bilder unserer beiden S-Chassis aus dem Jahr 2004 bei einem Besuch in Bonn: Ich will hier jetzt gar nicht im Detail auf diese absolut spannenden Autos und die Geschichte dazu eingehen, denn es wird einen USED4-Podcast darüber geben! Markus im Gespräch mit USED4-Editor Andy Kmoch. Seid elektrisiert. In der Halle stehen aber noch weitere Highlights, z.b. der Honda Accord Wagon SiR V-TEC, der Opel Vectra A mit C20XE, der auf HKS Tribute Tourenwagen umgebaut wird und diverse Felgensätze á la NISMO, SSR, Rays. In einem anderen Gebäude stehen dann noch der Kaido-Altezza mit BEAMS-Motor und TE37-Rädern und ein weiterer Accord, dieses Mal ein Type-R (EURO R) in unschuldigem Blau. Von den Motoren, Getrieben und Recaros in den Regalen mal gar nicht erst zu sprechen. Wie gesagt: Phantasialand für PS-Menschen. Auch das Büro ist ein wunderbarer Aufenthaltsort für Humanoide mit Benzin im Blut. S12-Wandbild, Modellauto-Sammlung, S-FEST-Pokale auf dem Regal: alles da, was man fürs Feeling braucht. Und die Good Vibrations setzen sich auch bei Schmuddelwetter draußen fort: mit den farbenfrohen Graffitis an den Firmenwänden ergeben sich perfekte Fotospots für die eigene Karre. Wir haben deshalb auch nicht lange gezögert und die S13 von Yvonne direkt mal in Szene gesetzt: Das war schon unser Shopping-Trip nach Chemnitz zum freundlichen Markus und seinem Team. Beeindruckend, was hier entstanden ist und welche Möglichkeiten es zukünftig geben wird. Das war unser erster, aber sicherlich nicht unser letzter Besuch hier. Der USED4-Podcast mit Markus erscheint in den nächsten Tagen, so stay tuned. Edit: Jetzt ist er da! Wer es jetzt bis hier hin geschafft hat, darf sich über folgende Rabattcodes freuen: 15% auf Soaped-Produkte und ebenfalls 15% auf Produkte der Firma HEL mit dem Rabattcode USED4 Gültig bis zum 31.12.2025 Bilder: Yvonne Spilger – USED4.net Text und Bilder: Niels Kreischer –...
STYLESTEDT – Dress for the Moment 🦋
gepostet von Niels Kreischer
Driften ist Style. Zu dieser einfachen Erkenntnis kam ich nicht erst 2022 bei der ersten Auflage von STYLESTEDT: Good Style is forever, denn auch schon Next Level 2019 setzte den Fokus auf Optik, Tiefe und Felgen der teilnehmen Autos. Von den japanischen OGs des Driftens in den Jahren ab 2000 mal gar nicht erst zu reden. Und an diesem so einfachen wie wirksamen Grundsatz, dass das Aussehen der Autos einen Großteil des Charmes beim Driften ausmacht, hat sich bis heute nichts geändert. Nun also die Neuauflage von STYLESTEDT, dem Optik-Event des SXOC e.V. Skidclubs auf dem Flugplatz Allstedt. Oder mit anderen Worten: ALLSTEDT ist für Alle STYLESTEDT ist für Styler Und das anwesende Lineup war definitiv nicht von schlechten Eltern: Der späte Termin Ende Oktober war natürlich mit einem großen Wetterrisiko verbunden, aber zumindest der Regen blieb größtenteils aus. Dafür windete es aber permanent und das machte es dann auch richtig frostig: Chillige 6° Außentemperatur, aber gefühlte -5° Grad wegen der steifen Brrrrrrise auf dem Flugplatz im Niemandsland zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt. Keine Übertreibung, Wetter-App said so. Aber es gab Abhilfe: rein in die Autos! Hier konnte man sich etwas aufwärmen und manchmal wurde es sogar sehr schnell richtig heiß! Onboard ist also hot, aber auch von außen kommt es richtig nice, wenn die Nissan, BMW, Toyota, Mazda, Mercedes und Co. mit 80 oder mehr Klamotten durch die Applauskurve pflügen. Style on (Clipping) Point, bis in die Nacht. Gutes Styling ist aber auch, wenn die Autos stehen: Szenen aus dem Fahrerlager. Mieses Wetter, beste Laune. Alles eine Frage der Einstellung. Mein flammender Appell aus 2022, dass es gar nicht so schwierig ist, das eigene Driftauto optisch in die richtige Richtung aufzuwerten, gilt übrigens auch heute noch uneingeschränkt: Und wie man am großen Auflauf der Drifter beim STYLESTEDT ’25 sehen konnte, setzt sich diese Einstellung auch in Drift-Deutschland mehr und mehr durch. Wenn Artikel wie dieser daran einen klitzekleinen Anteil haben, dann haben wir von USED4 – Drifting, Culture, Sports schon viel erreicht. Es bleibt zu hoffen, dass auch beim SXOC-Main-Event 2026 der Trend weiter anhält. Keep Drifting fun. And sexy. Last but not least: Alles Gute auch an dieser Stelle nochmal, lieber Alex „Zahnfee“ Schock! ❤️ Willkommen im Club der wilden Vierziger. Harhar. Das Facebook-Album mit vielen zusätzlichen Bildern: STYLESTEDT ’25 – Dress for the Moment 🦋 Und für die Mitglieder des SXOC-WhatsApp-Chats lade ich die Bilder auch noch einmal in einen Google-Drive-Ordner hoch. Niels Kreischer –...
HEIZR Logistics 🔥🏗️
gepostet von Niels Kreischer
HEIZR – Das ist schwäbisch für Heizer (wer hätt’s denkt?) und damit ist auf jeden Fall mal nicht der schwer schuftende Mensch mit der Schaufel in der Dampflok gemeint. Nein, „herum zu heizen“ ist jene süße Sünde, die wir Autofans alle irgendwann mal begehen, manche sogar regelmäßig, manche gelegentlich und andere so lange, bis sie es ganz plötzlich nicht mehr tun (können). Aber bei einem solchen HEIZR-Event rollen die Autos höchstens im Schritttempo zu ihrem Parkplatz, danach stehen sie, sehen dabei gut aus und die Besitzerin oder der Besitzer sucht erstmal das Weite/den Food-Truck/die Toilette oder ihre bzw. seine Freunde aus dem Porsche-Club. Denn Porsche-Modelle, davon gibt es auf den HEIZR-Events Varianten in allen Farben und Formen, alt und neu, besonders und ganz regulär schnell/teuer/sportlich. Die Porsche AG war sogar ganz offiziell vor Ort vertreten. Weit haben sie es ja nicht, aber das muss man trotzdem erstmal hinbekommen. Aber bei Weitem nicht nur schwäbisch-boxendes, sondern auch viel alternativ-automobiles wird geboten, sei es aus Italien, aus England, den USA oder Japan. Auf dem HEIZR Logistics-Event, um das es hier konkret geht und welches im September in wunderbarem Industrie-Ambiente auf dem Gelände der Firma Wolff & Müller in Denkendorf bei Stuttgart stattfand… …wurden den Auto-Gourmets in der Tat allerfeinste Kfz-Qualitäten dargereicht. Unsere Marktforschung besagte kürzlich, ihr wäret schon groß. Also bildet euch am besten selbst ein Urteil: HEIZR, das sind beileibe nicht nur Autos, das ist auch ein Lifestyle. Beweise nachfolgend. Die Haupthalle mit den Highlights, wie den beiden Mercedes CLK GTR (warum nur einen, wenn man zwei haben kann?), einem leibhaftigen Shelby Daytona Coupé, einem diabolischen Lancia Stratos plus Deltra Integrale Sidekick, bot den Besucherinnen und Besuchern wahrlich außergewöhnlich und spektakuläre Ansichten, die noch mehr sättigten, als die tolle Pizza oder die leckeren Bowls aus der Food-Area es jemals könnten. Automobile Faszination in Reinkultur. Legenden aus vielen Jahrzehnten des Fahrzeugbaus und Rennsports. Mudflaps zum Niederknien, Hecks wie mit dem Fallbeil modelliert, Spoiler wie Cessna-Tragflächen. Und dazu freshe Beats im Ohr, Pizzazunge und Bier am Hals, gute Laune, alte Freunde, neue Bekanntschaften und ganz viel Inspiration (für Transpiration war es glücklicherweise bereits zu kalt) bei dem gleichzeitigen Gefühl, hier unter Gleichverspinnten zu sein. Unser eindeutiges Fazit: HEIZR is hot. Egal, ob man emotional bei Porsche, BMW, Mercedes oder JDM sein Kreuzchen macht, hier steppt für ein paar Stunden ganz gewaltig der Auto-Bär. Sollte man definitiv mal erlebt haben, bevor man irgendwann auf die ewige Autobahn A5 auffährt. Wir planen jedenfalls, auch beim nächsten HEIZR-Event mit wieder dabei zu sein, dann aber mit mindestens zwei S13. Die waren nämlich spürbar Mangelware. Sowas aber auch. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Alle Bilder und noch viele mehr, ab heute Abend auf unserer...