Bergrennen Mickhausen 2011

Am 01. und 02. Oktober 2011 war es wieder soweit. Das berühmte ADAC-Bergrennen Mickhausen ging in seine 31. Runde und zog wieder etliche Zuschauer in das kleine Dorf Münster im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Dieses motorsportliche Großereignis lockt jedes Jahr mehr als 25.000 Zuschauer an die Strecke und das Starterfeld besteht, neben den deutschen Topgrößen der Bergrennszene, auch noch aus sehr vielen Startern aus ganz Europa. Dies sorgt für ein ganz spezielles und internationales Flair rund um die Rennstrecke.

Wo wir bei der Strecke wären. In meinen Augen das Wichtigste. Bei dieser handelt es sich um die A16 Straße die von Münster nach Birkach führt. Der Start selber ist mitten in Münster; von da aus geht es dann über die insgesamt 2.2000m lange Waldstrecke bis zum Parkplatz kurz vor Birkach. Auf der Karte links kann man auch die einzelen Streckenabschnitte erkennen.

 

Im Fahrerlager, das sich über den ganzen Ort Münster erstreckte, konnte man sich die Rennboliden der einzelnen Gruppen hautnah ansehen. Das ist Motorsport zum Anfassen!

 

Gutes Werkzeug für das Bergrennen –  ein OPEL Kadett C

Am frühen Sonntagmorgen hatten alle Teilnehmer noch mit starkem Nebel und teilweise nasser Strecke zu kämpfen.

Was auf der Strecke eher unangenehm war, sorgte am Streckenrand für schöne und stimmungsvolle Lichtspiele.

Diese ruhige Atmosphäre wurde dann um ca. 9:00 Uhr von den ersten Startern in tausend kleine Teile zerrissen. Der Berg erwachte zum Leben und stand von nun an keine Sekunde mehr still.

Die Kühe am Streckenrand ließen sich davon nicht verunsichern oder beunruhigen.

Aber zurück zum Bergrennen. Ich hab mir in einem kleinen Waldstück eine gute Stelle zum Fotografieren gesucht. Der Streckenabschnitt heißt Karussell und ist der wohl interessanteste Zuschauerpunkt an der Strecke.

Der Tscheche Michl Dan in seinem sogenannten „OPEL Michl 2,8“ bei der Ausfahrt aus dem Karussell Richtung Waldkurve.

 

Absolut beeindruckend waren auch die Formelfahrzeuge, wenn sie mit über 200 Km/h in Richtug „RegalS“ (auch ein Streckenabschnitt) fuhren und mit einem infernalischen Sound alles zum Beben brachten. Die Akustik in so einem Wald ist wirklich ganz anders als zum Bepsiel am Hockenheimring. Etwas, das man erlebt haben muss.

Mittlerweile hatte sich der Nebel verzogen und ein wunderschöner blauer Himmel blieb. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter wirklich viel Glück dieses Jahr.

Nach einiger Zeit verliess ich meine Position im Wald und arbeitete mich durch das Unterholz weiter in Richtung Zieleinlauf vor. Hier sollte gleich die Rückführung stattfinden. Das ist wenn alle Auto wieder runter fahren, nachdem sie hoch gefahren sind. Macht Sinn.

Dabei war auch der oben zu sehende SUBARU Impreza GT EVO 1 von Michael Jelinek (AUT) – Geile Kiste!

Ein BMW E30 darf auf keiner Rennveranstaltung fehlen, so waren auch in Mickhausen einige zu sehen. Mir hat dieser hier besonders gut gefallen. Der funktioniert nicht nur am Berg, sondern auch vor der Eisdiele.

Vor der Eisdiele hat man mit diesen Kisten nicht viel verloren, besitzen Sie doch keine Straßenzulassung, aber am Berg sollte man sich wie Zuhause fühlen. Im Bild zu sehen ist ein NORMA M20 FC-Judd aus der Kategorie: „Rennsportfahrzeuge“.

Neben den ganzen ultrateuren Autos gab es aber auch ein paar im erschwinglichen Preisniveau. Die Tourenwagenklasse zum Beispiel bietet einem auch mit einen überschaubaren Geldbeutel die Möglichkeit Bergrennen zu fahren.

Der Berg forderte, unabhängig vom Preis des Autos, seinen Tribut bei viele Startern. Speziell bei den Formelwagen gab es am Vormittag einige Ausfälle durch Einschläge in die Streckenbegrenzung.

Nachdem die Fahrer die gut 80 Höhenmeter überwunden haben und ihre Autos nicht in der Zielschickane weggeworfen haben, ging es mit gut 140 Km/h durchs Ziel.

Achja, neben dem ganzen modernen Zeug gab es auch richtig alte und coole Rennkisten zu sehen. Hier ein NSU aus der eigenen Gruppe H.

Unterm Strich war es ein sehr schöner Tag. Die Ausfälle auf der Strecke hielten sich Gott sei Dank in Grenzen und es wurde niemand ernsthaft verletzt.

Das ganze offizielle Zeug könnt ihr auf der Website der Kollegen vom ASC-Bobingen e.V. nachlesen. In wenigen Tagen wird es hier auch die Ergebnisse des Rennens geben.

Alle weiteren Bilder natürlich in unserem facebook Fotoalbum.

Beste Grüße

Stefan Brencher– USED4.net