„Es muss Sommer sein, der Regen wird wärmer.“ So ähnlich hätte das Motto der diesjährigen Auflage des Jacatu in Speyer lauten können. Gleißender Sonnenschein wechselte sich ab mit heftigen Regengüssen und teilweise starkem Wind, was aber die Teilnehmer keineswegs daran hinderte, ihre automobilen Schätze zu präsentieren und sich die Ideen und Erzeugnisse der anderen Tuningfans anzusehen. Auch USED4 hatte sich für diesen zweiten Besuch des Jacatu nach 2015 viel vorgenommen: Wir hatten zum ersten Mal einen eigenen Stand mitgebracht, an dem wir unser volles Merchandise-Programm in Form von Stickern, Shirts, Caps und Keyrings anboten. Außerdem hatten wir mit unserem Platz direkt am Eingang die beste Sicht auf alle ankommenden Fahrzeuge. Aber immer wieder dieser verdammte Regen. Gefühlt seit November ist das schon so. Hat das permanente Prasseln und Plätschern denn überhaupt irgendeinen Vorteil? Mal vom lebensnotwendigen Wässern der Natur abgesehen, ist es besonders aus Sicht eines Open-Air-Autotreffens nur schwer vorstellbar, welches objektive Plus so ein Schauer haben könnte. Vielleicht genügt den Zweiflern unter euch ja bereits dieses Bild als Antwort? Fun is what you make of it. Oder frei nach Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.„ Wer also selbst schon einmal bei einem Jacatu war, kennt die gelöste, freundliche Atmosphäre und das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten vor geöffneten Motorhauben. Stylemäßig ist so gut wie alles erlaubt und deshalb war auch so gut wie alles vertreten. Hier einige Beispiele… Sei es satter Stance. Formidables VIP Rallye-Readiness Stylishes Show&Shine, was keineswegs bedeuten soll, dass es sich hier um Blender handeln könnte. Ganz im Gegenteil, unter der Haube ist in der Regel auch Party. Trackfressendes Time-Attack Obercoole Oldies Oder einfach passabler Lack mit ganz netten Felgen Wer auch bewegte Bilder sehen möchte, der möge sich das Video unseres Partners Jan Pawelczyk von Japvideography zu Gemüte führen: Fazit: Die aufgerufenen 15€ Eintrittsgebühr für den Fahrer und sein Auto (Besucher zu Fuß wie immer gratis) erscheinen von daher absolut fair. Man bekommt das erwähnte große Spektrum an Fahrzeugen, Styles und Trends geboten, kann sich austauschen und neue Ideen sammeln. Die umfangreiche Händlermeile, die Fahrzeugbewertungen und den dB-Contest an dieser Stelle mal gar nicht erst zu erwähnen. Alles in Allem eine richtig runde Sache, dieses Treffen. Und runde Sachen mögen wir. Wir werden daher auch 2017 dabei sein, wenn es wieder heißt: Japan Car Tuning – Come as you are. Das Facebook-Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in den nächsten Tagen. Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Video: Jan Pawelczyk – Japvideography...
Wild Wild East
gepostet von Niels Kreischer
Nach dem großen Erfolg unserer Wörthersee-Tour im vergangenen Jahr, hatten wir uns für 2016 auch wieder etwas besonderes vorgenommen. Es sollte dieses Mal allerdings nicht nach Österreich, sondern in den Osten der Republik gehen, genauer gesagt nach Sachsen. Dort hat USED4-Editor Philipp seine Basis und wer jetzt denkt, dieses Bezeichnung klingt eher nach James Bond-Bösewicht und wäre eventuell etwas übertrieben – ist es nicht! In seiner NISSAN-Garage fand dann auch der erste Abend statt. Es wurde gegrillt, getrunken, gefachsimpelt, gelacht und gestaunt. Ein Auszug der vertretenen Modelle: Honda NSX und Mitsubishi Lancer RalliArt Honda Integra DC2 Willis famoser Toyota Chaser JZX100, der bei USED4 bereits das eine oder andere Mal präsentiert wurde. Und natürlich auch die beiden Nissan von Philipp und mir, sein mit NISMO-Parts verwöhnter R32 GT-R und mein(e) schmutzige S13. Am darauffolgenden Tag fuhren wir dann nach Leipzig zum JDM Season Opening, über das wir bereits mit einem FB-Album berichtet hatten. Das Wetter war über das ganze Wochenende eigentlich wie seit Weihnachten schon: Wechselhaft, aber oft kalt, nass und windig, also nicht wirklich angenehm, sobald man aus dem Auto stieg. Wie hier auf dem Fichtelberg, dem höchsten Punkt unseres Trips, gut zu sehen: Schneefall, Sicht keine 20 Meter und so kalt, dass die Heizung im Auto auf mollig stand. Aber das Wetter wechselte ständig und so hatten wir auch warme, sonnige Phasen, wie hier auf dieser Brücke. Eine Gelegenheit, die Philipp sich selbstverständlich nicht entgehen ließ. Weitere Bilder, die unterwegs entstanden. Aufgrund einiger technisch oder krankheitsbedingter Ausfälle und des teilweise wirklich deprimierenden Wetters waren die Voraussetzungen vielleicht nicht ganz so gut wie im vergangenen Jahr, aber für ein wenig Spaß hat es dann doch gereicht… Bilder: Philipp Berndt – USED4.net Text: Niels Kreischer – USED4.net...
Star Road Shop – Veredelte Damen
gepostet von Niels Kreischer
Unser Gasteditor Alex Götz hat eine tolle Reise hinter sich: Drei Wochen quer durch Japan mit Städtetrips nach Hiroshima, Kyoto und selbstverständlich auch Tokio. Außer dem eigentlichen Zweck der Reise, Land und Leute kennenzulernen, hatte für Alex auch das Thema Auto eine besonders hohe Priorität. Als Besitzer eines `72er Datsun 240Z (S30) wollte er im Mutterland von Sushi, Manga und Kirschblütenkomasaufen Kontakte knüpfen und vielleicht das ein oder andere günstige Originalteil für seine holde Dame („Fairlady“, so der offizielle Name in Japan) ergattern. Hauptziel hierfür war der nicht nur in Z-Kreisen bekannte Shop „Star Road“, der in einem Vorort von Tokio seinen Stammsitz hat. Typisch für Japan ist der äußerst begrenzte Platz und die effizient geparkten Kunden- und Firmenwagen. Wie man sieht, kümmert sich Star Road neben den klassischen Z auch um andere Modelle, hier ein C110 „Kenmeri“. Ein echter GT-R (nur 197 Stück gab es davon) ist es zwar nicht, aber dieser KGC110 Skyline 2000 GT-X hat es dafür umso dicker hinter den Ohren: Denn Star Road hat auch hier den hauseigenen Standardmotor verbaut. Und „Standard“ bezieht sich hierbei nicht auf den Motor an sich, denn der ist alles andere als profane Massenware, sondern meint schlicht und einfach: Star Road ballert dieses Monster von Verbrennungsmaschine in jede Karosse, die nicht schnell genug Iie (いいえ „Nein“) sagt. Es handelt sich hierbei um einen ehemals 2,8 Liter großen L28 Reihensechszylinder aus dem Datsun 280Z, der im Hubraum massiv auf 3,2 Liter vergrößert und mit drei 50er Solex-Doppelvergasern ausgestattet wurde. Resultat sind brüllende 380 Sauger-PS (vorher 150), die aus den leichtgewichtigen Chassis‘ echte Boden-Boden-Raketen machen. Einer Rakete auch optisch am ähnlichsten ist dabei dieser orangefarbene Z. Selbstverständlich auch hier der 3,2 Liter große L-Motor: Engine Porn deluxe. Fender Flares sind momentan äußerst hip. Aber auf diesem Modell dazu auch noch period correct. Auch im Innenraum herrscht ein Mix aus schickem Style und sachlicher Funktion. Typisch Nissan: die Handbremse zeigt gen Himmel. Alex bekam vom Firmenbesitzer Shoji Inoue sogar eine Probefahrt in diesem blauen Schmuckstück spendiert. Mit Carbon Fender Flares, der richtigen Tiefe und den Star Road hauseigenen, fetten „GLOWSTAR“-Felgen (in Kooperation mit Work entworfen und produziert), ist dieser sexy S30 ein Auto, das bereits im Stand herausschreit: „Porsche wer? Ferrari was? Corvette warum?“ Alex möchte sich noch einmal ausdrücklich bei Inoue-san für die äußerst freundliche Aufnahme und die Tour durch den Shop bedanken, die damit endete, dass der Chef ihm für seinen Z ein Set dringend benötigter Rückleuchten persönlich aus einem Projektauto ausbaute und mitgab. Domo Arigato! Bilder: Alex Götz Text: Niels Kreischer – USED4.net Star Road Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern folgt in den nächsten Tagen....
Eine Stufe weiter auf der Supra-Leiter
gepostet von Niels Kreischer
Viele Supra-Fans stehen heutzutage vor der Qual der Wahl: Doch eine klassische und relativ preiswerte Supra Mk3 nehmen oder lieber die Mk4 mit dem omnipotenten 2JZGTE. Oder anders gesagt: Auf der einen Seite die Mk3 mit dem 7MGTE und den bekannten Kopfdichtungsproblemen. Auf der anderen Seite die schnelle und wütende Mk4, die als handgeschaltete LHD mittlerweile in beinahe unerreichbaren finanziellen Sphären schwebt und als relativ preiswert importierbare Rechtslenkerversion nicht jedermanns Fall ist. Felix dachte sich daher: Why not both? Seine MK3-Supra aus dem Jahre 1990 wird deshalb konsequenterweise von einem 2JZ-Aggregat aus der MK4 angetrieben, das auch noch zusätzlich auf Single-Turbo umgebaut wurde. Ursprünglich geplant war der Swap übrigens nicht, aber als Felix innerhalb eines Jahres gleich zwei Motorschäden mit dem serienmäßigen 7MGTE zu beklagen hatte, kam das Angebot eines Freundes wie gerufen, seinen 2JZ zu übernehmen. Der Single Turbo-Umbau war bereits vollzogen und der verwendete Borg Warner S300SX S362 kann im Falle eines Falles richtig dicke Backen machen; bis 700 PS sollten später einmal drin sein. Noch muss sich Felix aber mit dem Ladedruck etwas zurückhalten, fährt er aktuell auf Serien-ECU und den OEM-Einspritzdüsen. Auf einer kurzen Proberunde konnte ich aber schon feststellen, dass bereits etwas über 400 PS in einer Mk3 mächtig viel Laune machen. Das Auto deshalb einen Sleeper zu nennen, wäre aufgrund der klassischen Sportwagenform der Mk3 mit Klappscheinwerfern und Hatchback aber sicher etwas übertrieben. Allerdings traut der Fahrer eines klassischen Vertreterdieselkombis diesem Toyota die beinahe doppelte Serienleistung dann in der Regel doch nicht zu. Dass Felix seine Supra vor allem zum Fahren und weniger zum Putzen und Angucken hat, kann man auch gut am Fliegengrab auf der Frontschürze erkennen. USED4 driving Wer sich bisher gefragt hat, ob der Sleepy-Eye-Modus bei der Mk3 aufwändig umzusetzen wäre, den interessiert vielleicht folgender Fun Fact: Diese Halb-Acht-Stellung ist Serie. Der Pilot kann die Klappscheinwerfer schließen, öffnen und eben auch nur halb öffnen. Cool, Toyota. Ein weiteres schickes Feature der Supra-Baureihe ist das Targa-Dach. Mehr Kopffreiheit als bei einem Schiebedach und mehr Sicherheit bei einem Überschlag als bei einem Cabrio. Um die Mehrleistung auch wieder einfangen zu können, montierte Felix dicke Brembo-Sättel, die eigentlich in einer Mercedes S-Klasse verbaut waren und die mit ihren 330mm-Scheiben samt 4-Kolben-Sätteln auch das Maß der Serien-Mk4-Bremse erreichen. Die originalen TTE Grand Stand-Felgen in 18″ sind zeitgenössisch und wirken dennoch modern. Wohl wahr. Wer sich mittlerweile vielleicht gefragt hat, welche außergewöhnliche Location wir für die Aufnahmen genutzt haben: Der Museumseisenbahnverein Hanau e.V. hatte uns das Gelände freundlicherweise zur freien Verfügung gestellt. Felix bekam sogar die Erlaubnis, auf die drehbare Rangierplattform zu fahren. Wie man sieht, es nicht ganz so einfach, exakt die Spurweite der Eisenbahn zu treffen, aber am Ende verlief das harte Parken erfolgreich. 3.0i Turbo und 395 PS – Stimmt doch alles, Herr Wachtmeister. Der Lack ist dem originalen Weinrot der Mk3 sehr ähnlich, stammt hier aber von Fiat und heißt Rosso Siena. Allerdings ist Felix mit einigen Stellen an seiner Supra nicht zufrieden und hat sich für die kommenden Monate viel vorgenommen. Sowohl optisch als auch technisch möchte er sie weiter optimieren. Mit seinen gerade mal 21 Jahren hat Felix aber bereits jetzt schon viel erreicht: 2JZ-Swap in Eigenregie (mit Unterstützung durch seine Freundin Isabell, Bruder Paul sowie den guten Kumpels Marc und Tom), das Ganze TÜV-bar gemacht und auf die Straße gebracht. Wenn ich überlege, wie ich mit 19 drauf war, kann ich nur sagen: Respekt Felix, du machst einen großen Schritt weiter auf der Supra-Leiter*. Niels Kreischer – USED4.net *Supraleiter sind eigentlich Materialien, deren elektrischer Widerstand beim Unterschreiten der sogenannten Sprungtemperatur (abrupt) auf null fällt. Da sage nochmal einer, bei USED4 lernt man nichts. Specs: Mk3 Supra Bj. 90 2JZGTE-Umbau Borg Warner S300SX S362 Turbo Tial Wastegate Tial BOV Front Mounted Intercooler Zur Zeit noch OEM-Steuergerät und OEM-Einspritzdüsen verbaut, gemessen 395 PS bei 0,6 Bar (aktuell gefahren mit 0,8-0,9 Bar) Spec Stage 3+ Sinterkupplung Greddy Auspuffanlage mit...
Cars&Coffee Frankfurt: Edel und teuer, aber auch gut?...
gepostet von Niels Kreischer
Ein „Cars & Coffee“: für mich der Inbegriff der automobilen Entspanntheit. Verschiedene Marken, unterschiedliche Philosophien, automobile Konzepte und Ansichten, alle friedlich vereint an einem Ort. Dazu kostenloser Eintritt für das interessierte Publikum, Fachsimpeln und Staunen aus nächster Nähe, mit einer Tasse duftendem Kaffee in der einen und dem Partner/Smartphone/Kind in der anderen Hand. Besonders die Vielfalt macht in meinen Augen den Reiz eines solchen Treffens aus, die Geschmäcker sind nunmal verschieden, sei es bei der Wahl des Lieblingsautos oder bei der Sorte des Kaffees. Und so ist es am Ende eben diese Mischung aus edel und volksnah, aus exklusiv und dieTaschenwarennichtsotief, technisch anspruchsvoll und simpelabertrotzdemtoll, die den Geist eines solchen Treffens ausmacht Und hier hat das Cars&Coffee – Frankfurt, erstmalig veranstaltet von den Ride-Along-Verantwortlichen Peter van Dongen und Alen Vasic aus den Niederlanden, eindeutig noch etwas Verbesserungspotenzial für das nächste Jahr. Denn die strikten Auswahlkritierien, die vorab bei Facebook veröffentlicht wurden, schränkten das Teilnehmerfeld auf neue Sportlimousinen, Sportwagen und Supersportwagen ein. Und das, obwohl auf dem Gelände ausreichend Platz auch für Modelle mit weniger finanziellem, aber dafür umso mehr automobilem Wert gewesen wäre. Diese freiwillige Selbstbeschränkung fand ich persönlich so schade wie unnötig und die Atmosphäre litt in meinen Augen ebenfalls darunter. Eine sehr ähnliche Erfahrung hatte auch bereits Kollege Stefan Brencher Anfang April beim C&C in München gemacht. Denn wenn ein Gallardo Spyder Performante neben dem Audi R8 parkt und direkt daneben ein brandneuer AMG GT S, setzt beim Publikum trotz aller Faszination auch schnell eine gewisse Sättigung ein. Denn dann gibt es neben teuer eben nur noch teurer und die meisten Modelle kennt der Autofan bereits aus dem Internet oder Zeitungen. Für mich fehlten Autos, die zwar alt, aber trotzdem faszinierend oder schlicht historisch wertvoll sind. Traumwagen der eigenen Jugend, kultige Liebhaberfahrzeuge aus dem Alltag vergangener Jahrzehnte, aber auch aktuelle Exoten, die vielleicht nicht ganz so pricey, aber dennoch cool sind. Wer jetzt persönliche Enttäuschung vermutet, hat absolut recht: Mein eigener Nissan 200SX wurde ohne weitere Begründung abgelehnt. Das Treffen hatte aber selbstverständlich auch positive Aspekte: Beeindruckende Autos, eine erstklassige Kulisse, den bereits erwähnten freien Eintritt und glücklicherweise auch perfektes Frühlingswetter: Petrus ist PS-Fan. Und ab und zu mogelte sich doch ein etwas älteres Modell in die Reihen der Supersportler, wobei dieser 190er EVO preislich wohl selbst auch vorne mitspielt. Dieser 964 Turbo S parkte im sprichwörtlichen Hinterhof, aber ein derart schönes, offensichtlich stark modifiziertes Schmuckstück hat jederzeit einen Platz in unserem Artikel verdient. Dazu bot die Klassikstadt in Frankfurt als Ort des Geschehens nicht nur ein passendes Panorama, sondern selbst auch viele automobile Köstlichkeiten, die dank ebenfalls kostenlosem Zugang wohlbekömmlich und leicht verdaulich waren. McLaren P1 GTR: Die Rennversion vom Hybrid-Supersportler. Cool. Ferrari FXX: Zwar keine Straßenzulassung, aber dafür waren Rennstreckenbesuche und offizielle Werksunterstützung mit dem 800 – 860 PS starken Carbonflitzer im damaligen Preis von 1,5 Mio € inbegriffen. Porsche 964 RS in Blütengelb und mit lückenloser Historie der bisherigen 72tkm. Preis? Schlanke 289.000 €. Viel Geld für Gelb, aber sicher jeden Cent wert. Aber auch solche Autos haben ihren Platz in der Geschichte verdient. BMW e21 315, 190er Mercedes 1.8 und Seat 131 Supermirafiori. Währenddessen lief das Meeting auf dem Hof natürlich weiter und so versuchte ich, noch einige der Schätze vor die Linse zu bekommen. Der i8 ist immer noch ein seltener Anblick auf unseren Straßen. Leider oder zum Glück? Die Meinungen driften da auseinander. Noch ein gelber Porsche, dieses Mal aber „nur“ ein S. Der aber trotzdem deutlich schneller sein dürfte als sein Großvater. Konzernbrüder: Alfa 4C und Ferrari 488. Vierzylinder-Turbo und V8-Bi-Turbo. Italian Boost, sozusagen. C63 AMG. Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. Außer vielleicht durch Hubraum + Ladedruck. (Siehe z.B. den aktuellen Nachfolger C63 AMG mit Bi-Turbo-V8) SLS AMG, sponsored by DA DY? Nein, das wollen wir gar nicht unterstellen, jedem sei sein Erfolg gegönnt und ein tolles Auto ist so ein SLS definitiv. Viele bunte Farben…Da kann sich der...
Car Throttle Meet: Nürburgring
gepostet von Stefan Brencher
Bisher ging es für mich im Jahr 2016 mehr um Autotreffen als um Drift- und Motorsportveranstaltungen. Dieses Wochenende war ich zum Beispiel auf dem Car Throttle Meet am Nürburgring. Die Jungs luden ins Fahrsicherheitszentrum II ein und versprachen neben Drift-Taxifahrten, selber Driften und vielen Sportwagen auch eine attraktive Gästeliste bestehend aus den Allstars von Car Throttle und Speedhunters. Die Kollegen von Car Throttle waren für mich vor Ort gar nicht so leicht auszumachen, da ich selber nicht wirklich weiß was die eigentlich genau machen?! Genau erkannt habe ich aber meine Fotografie-Ikone Dino Dalle Carbonare. Seine Arbeiten verfolge ich als Fotograf seit Jahren und für mich ist er neben Larry Chen und Alex Wong einer der ganz Großen im Auto- und Autosportfotografen-Business. An diesem Wochenende habe ich ihn zum ersten Mal getroffen und war echt begeistert wie locker er drauf ist und wie gut man sich mit ihm unterhalten kann. Vielen Dank für die schöne Zeit Dino! Auf dem VIP-Parkplatz reihten sich auch nach und nach die Sport- und Supersportwagen aneinander. Für einen Freitag, der ja beim Schnitt der normal veranlagten Bevölkerung ein normaler Werktag ist, war echt viel los und viele Autoenthusiasten folgten dem Aufruf von Misha, aka. Boosted Boris von der Ring-Garage. Oben zu sehen, ist übrigens der vermutlich attraktivste Audi R8 auf unseren Straßen. Wie viel hinten rauskommt, wenn man unten rechts draufdrückt ist nicht ganz klar, aber es sind vermutlich etwa 1.000 PS! Der Audi wurde von seinem Besitzer übrigens auf Heckantrieb umgebaut und bekommt demnächst einen alternativen Antrieb für die Vorderachse (glaube ich). Auf der bewässerten Kreisbahn schenkten sich die Jungs von Car Throttle und Speedhunters währenddessen richtig ein und prügelten die Ring-Garage GT86 im Kreis herum. Oben zeigt Dino, dass er nicht nur den richtigen Bildwinkel kennt. Auf dem Treffen selbst tauschte man sich in Zwischenzeit über Driftsport, Motoren, Räder und alles was schön und schnell ist aus – Enthusiasten unter sich! Die Stimmung auf dem Event war entspannt und alle hatten eine richtig gute Zeit. Der Porsche Spyder hier wurde erst vor drei Tagen in Leipzig gebaut und vom kanadischen Besitzer als Einführung in den angemessenen Porsche-Alltag direkt mal über den Ring geprügelt (vermutlich unter Berücksichtigung der korrekten Einfahrbedingungen eines solchen Fahrzeugs). „I did seven laps yesterday!“ freute er sich. Nächster Stop auf seinem Trip ist Nizza, wo es diversen Pässen in den französischen Alpen an den Kragen geht. Wir wünschen immer gute Fahrt und viel Freude mit dem Auto. #carlife Schön zu sehen waren die unterschiedlichsten Fabrikate und Ausbaustufen auf dem CT-Meet. Neben ringtauglichen Leichtbauten gab es auch hochwertig umgebaute Showcars… Nein, eigentlich nicht! Alles was hier auf den Parkplatz fuhr, kennt in der Regel nur eine Richtung, Vorwärts, und zwar so schnell wie möglich. Somit diesmal tatsächlich ein Autotreffen voll und ganz nach meinem Geschmack. Mein GT86 blieb auch nicht lang allein. Am Vormittag parkte ein wunderschöner AE86 neben mir und am Nachmittag stand dort ein gut getarntes Spoiler-Tier. Der Camouflage GT ist mit einem Kompressor versehen der aus dem FA20 etwa 320 PS rausholt. Mir persönlich reicht bei dem Auto die Serienleistung schon aus um sehr viel Spaß zu haben, aber spannend ist so eine Option schon. Wann immer ich einen alten BMW auf Kreuzspeichen-Felgen sehe, schlägt mein Herz höher. Bei diesem E21 gefiel mir auch die Farbkombination sehr gut. Eines der Fahrzeuge die man sich stundenlang von allen Seiten ansehen könnte. Aus der gleichen Gegend (und vielleicht auch aus der gleichen Garage?) wie der E21 kommt dieser genau so schön zusammengebaute BMW E46, wobei die Rundenzeiten des orangen Autos vermutlich eine ganz andere Sprache sprechen als die des blauen Dreiers. Nebendran reitet Misha (Team Car Throttle/Team Speedhunters/Team Ring Garage/Team Boostes Boris/Team Moskau Inkasso) die Social-Media Welle und koordiniert die angereisten Gäste. Die Organisation lief super, was auch der Grund für den Spaß war, den alle hatten. Auf dem Parkplatz der Drifter hatte Thorsten Keßler sein Einsatzgerät gerade fertig gemacht. Das Foto entstand...
Ti amo Alfa Romeo 4C
gepostet von Stefan Brencher
Der Alfa Romeo 4C ist ein Sportwagen der italienischen Automobilmarke Alfa Romeo. So viel zu den Fakten und zu dem was Wikipedia über den Wagen zu sagen hat. Was beim Händler vor einem Jahr wirklich passierte: „Herr Schorsch, dieser Wagen fährt sich wie ein Kart! Mehr Dynamik ist fast unmöglich mit einem aktuellen Sportwagen!“ – „Wann sind Sie denn das letzte mal Kart gefahren?“ – „Oh, eigentlich noch nie…„ 2013 wurde der Wagen im Rahmen eines schweizer Autosalons vorgestellt und ich saß neben Robert, Hannes und Kilian auf der Couch in München, es gab Pizza und im Fernsehen lief die aktuelle Folge Top Gear. Richard Hammond fuhr diesen flachen Wagen zum Gardasee und erzählte dabei, dass jeder Autoenthusiast mal einen Alfa Romeo besessen haben muss. Das ist bei mir aber irgendwie nur oberflächlich hängengeblieben. Heckantrieb, 1.8l Turbo-Vierzylinder (aus der Guilietta) und etwa 240 PS sind die wichtigsten Eckdaten zu diesem wohlgeformten Chassis welches in der Nähe von Neapel gebaut wird. Der Schorsch hat den Alfa dann beim Händler gekauft und ist damit am Wochenende zur Kartbahn nach Ampfing gefahren um hier einen real Vergleich zwischen seinem Alfa und einem Kart herzustellen. Die Formen des Alfa sind wirklich schön anzusehen und wie beim Mercedes AMG GT S gibt es auch hier viel Potential für stundenlanges Anstarren von allen Seiten. Ein weiteres Auto für eine Liebesbeziehung also, allerdings eher nicht wie die von Romeo und Julia. Die beiden waren 14 und 18 Jahre alt, die Beziehung hielt 3 Tage und endete mit 6 Toten. (Was auch durchaus auf manche Mustang-Meetings zutreffen könnte) Am Ende des Tages sagte der Schorsch übrigens: „So ein Kart ist ja wirklich ganz witzig, aber nach drei Runden ist mir ein Fuß eingeschlafen. Da fahre ich doch lieber meinen 4C!„ Hoffentlich ergibt sich...
Liebe am Straßenrand...
gepostet von Stefan Brencher
Sonntagnachmittag, München „Am Moosfeld“ – es reihen sich Autofachgeschäfte, Schrottplätze und Laufhäuser in diesem Stadtteil an der A94 aneinander. Dank der in Riem stattfindenden Bauma (Weltleitmesse für Baumaschinen, viele geile Bagger) musste ich auf dem Weg zu einem Arbeitskollegen einen Umweg durch das Industriegebiet nehmen. Gähnende Leere und so gut wie keine Autos auf der Straße. Der Frühling macht sich langsam in der schönsten Stadt der Welt breit, aber es gießt schon den ganzen Tag in Strömen und in Gedanken bin ich wie immer ganz woanders, bis… …ich dieses Auto am Straßenrand sah! Ein Mercedes, das habe ich sofort erkannt, aber was für einer?! Mir ist dieses Fabrikat aus Stuttgart noch nie untergekommen und ich zog intuitiv nach rechts an den Straßenrand, sprang aus dem Auto und glotze die Karre an! Grundgütiger, was eine Erscheinung! Jetzt kann man sagen: „Bub, übertreib mal nicht!„, aber ganz im Ernst, ich mache mir absolut nichts aus der Marke Mercedes (warum weiß ich gar nicht genau), aber dieser Wagen ist einfach schön. Schön im Sinne von Ästhetisch. Er ist angenehm anzusehen. Was der jetzt kann wusste ich gar nicht, aber zum Glück gab es in der Windschutzscheibe einen kleinen Zettel auf dem genau stand worum es sich hier dreht: Mercedes-Benz AMG GT S stand da. 510PS und 650 Nm Drehmoment hätte der, 5.900 Km Laufleistung und einen kombinierten Kraftstoffverbrauch von 9,4l / 100 Km – klar! Das Ganze aus einem 4l V8-Motor mit zwei Turboladern. Ganz ehrlich? Mir alles egal! Ich würde den Wagen ansehen. Die ganze Zeit und aus allen erdenklichen Blickwinkeln. Nachts in der Garage und am Tag an einem schönen Ort in der Nähe, schließlich will ich damit nicht so viel rumfahren. Am Wochenende würde ich mir ein Bier und einen Stuhl nehmen und mich...