Realität vs. Fiktion: perfekte Autobilder schießen mit Gran Turismo 7

Der Winter ist in Deutschland, wenn auch ziemlich mild, in vollstem Gange und somit bleibt es uns verwehrt, tolle Bilder von dem zu machen, was wir hier alle lieben: (Sommer-)Autos.

Ich habe selbst noch nie eine Spiegelreflex-Kamera besessen, demnach weiß ich nur rudimentär, was verschiedene Objektive, Blenden und Verschlusszeiten bewirken. Von Perspektiven besitze ich bestenfalls ein Grundverständnis. Aber hey, ich kann, wie jeder andere in unserer Zeit auch, Filter über Fotos legen, damit sie etwas cooler aussehen und alle Bilder für meine USED4-Artikel mache ich mit dem Smartphone.

Vielen von euch geht es sicher ähnlich wie mir. Wer sich in diesem Thema weiterentwickeln möchte, dem lege ich ans Herz, sich eine PlayStation 4 oder 5 zuzulegen, denn der Gran Turismo 7 Fotomodus „Scapes“ lehrt euch spielerisch, welche Faktoren der Fotografie welche Auswirkungen auf das jeweilige Motiv haben.

Scapes ist für mich das heimliche Highlight in Gran Turismo 7. Es macht unglaublich viel Spaß, die zahlreichen Autos in Szene zu setzen. Die Auswahl der Orte kann nach Ländern vorgenommen werden, oder nach Tageslicht, oder nach Untergrund. Egal, was ihr präferiert, Scapes hat es. Es gibt wirklich tausende Szenarios. Ihr wollt Bilder von eurem liebsten Auto in Argentinien, China, Österreich, oder der Türkei? Kein Thema! Bilder bei Tag, Nacht, Regen, Schnee, auf der Straße, im Museum, fahrend, oder stehend? Scapes kann es.

Ich vermute, auf dem Markt in Ahrweiler hat vorher noch niemand mit japanischen Kennzeichen geparkt.

Der Grad an Realismus ist dabei atemberaubend, Realität und Fiktion verschmelzen gänzlich. Kein Wunder, die auswählbaren Schauplätze basieren auf echten Fotos.

Zusätzlich hält Scapes eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten bereit, damit ihr eure Fotografieskills im heimischen Wohnzimmer erweitern könnt.

Carspotting Tokio: Ein Bild, verschiedene Verschlusszeiten. Zusätzlich kann die vom Fahrzeug gefahrene Geschwindigkeit, sowie die Kameraverfolgungsrate eingestellt werden, um Bilder nicht gestochen scharf, sondern realistisch „verwackelt“ aussehen zu lassen. Kein Spottingbild auf der Straße ist schließlich perfekt, auch wenn man den Assist BMW M4 auf Volk Racing TE 37 SL gern perfekt erwischt hätte.

Diesen GR Supra haben wir gerade noch im Feierabendverkehr in Ginza gesehen. 😀 Um die Bilder realistisch wirken zu lassen, ist es zum Teil von Vorteil, dass vom Hintergrund nicht zu viel zu erkennen ist.

Bei diesem Bild war die Szenariovorlage nicht ideal und sah grundlegend unrealistisch aus, was man durch das Einstellen der Blende und entsprechende Unschärfe regulieren konnte. Blendlicht-Intensität, Bildtemperatur, Helligkeiten der Umgebung und des Autos, sowie diverse andere Dinge lassen sich ebenfalls anpassen.

Die Spritpreise im Hintergrund aus längst vergangenen Tagen an der ED-Tankstelle auf der Döttinger Höhe kann man über die Veränderung der Blende sehen, oder eben nicht. Letzteres ist aktuell vermutlich besser.

Ganz Gran-Turismo-like wird den Nerds unter uns wirklich was geboten, denn ihr könnt variieren, ob nur das Standlicht, oder auch Abblendlicht, Aufblendlicht, Nebelscheinwerfer, Bremslichter, oder Blinker leuchten sollen. Alles realistisch und getrennt voneinander, so wie es die reale Funktion am Auto vorgibt. Yes, please.

Um Bilder möglichst real wirken zu lassen, empfehle ich, die Farbintensität bzw. den Kontrast etwas nach unten zu regulieren. Auch wenn ich im echten Leben farbintensive Bilder mag, so sieht es ingame schnell realitätsfremd aus.

Außerdem lässt sich die Bildtemperatur von kühl bis warm stufenlos verstellen.

Je nach Lichtverhältnissen und gewünschter Wirkung kann man alle Einstellungen und Filter am Fahrzeug entkoppelt von der Umgebung verändern.

Für die coolen early 90s Retro-Shots ist es auch möglich, eine Filmkörnung in der gewünschten Intensität über die Fotos zu legen.

Wer auf Patina steht, kommt auch anderweitig auf seine Kosten. Das Auto eurer Wahl kann mit schwachen bis starken Beschädigungen, Dreck, Reifen- und Bremsenstaub, sowie Ölflecken versehen werden.

Falls ihr die Bilder gern als Smartphone-Hintergrund nutzen wollt: Kein Thema, das Format ist natürlich einstellbar.

Nun seid ihr an der Reihe. Wir wollen eure schönsten Ingame-Fotos sehen! Egal ob Gran Turismo, Forza, Need for Speed, oder Assetto Corsa, schickt uns eure coolsten Shots über die Insta-Story. Wir reposten sie dann, damit wir alle im Winter ein paar tolle Bilder zu sehen haben und uns somit die Wartezeit auf den Frühling etwas verkürzen können.

Und für die Quote und weil wir diese Frontansicht alle lieben: Hier ist noch ein R34 GT-R.

Bilder und Text:

 

Andy Kmoch – USED4.net