Alpenpanorama – Mit MX 5 und 180 SX Richtung Italien...

Dies ist mein Bericht über unsere kleine Italienreise vom 12.07.17 – 19.07.17. : Auf den Spuren von Goethe und Hannibal. Nein, im Ernst, wir wollten einfach mal in Richtung Süden strömen und da bietet sich La Bella Italia ja seit jeher als Ziel an. Außerdem ist schließlich Sommer, wir haben Urlaub, bewegen unsere Autos gerne und es ist eben doch eine andere Art der Erholung, wenn man mal von Zuhause rauskommt. Wir, das sind Daniel und meine Wenigkeit, Jan-Philip (JP), zwei Freunde aus Dieburg, die eine große Leidenschaft für Autos teilen. Und so fuhren wir also los… Bei insgesamt zwei Teilnehmern an der Reise selbstverständlich auch mit zwei Autos, schließlich war der Weg das Ziel. Mein Nissan 180SX Bj. 1997 (Kouki) mit SR20DE, digitaler Klima, Tein-Fahrwerk, SSR Type-C und einer nicht zu leisen Catback von Big in Japan Daniels Mazda MX5 NB 1.8 Bj. 99 mit serienmäßiger Klima in Form des Cabriodachs, einem Magnaflow-ESD, Eibach 30mm-Federn und ansonsten im gepflegten Serienzustand Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen: Beide haben 140PS, Heckantrieb, einen Auspuff, der Melonen verschießen könnte, beide sind schwarz, wiegen ähnlich viel und blieben auf der gesamten Tour ohne Mängel… Nicht einmal ein nennenswerter Ölverbrauch beim MX5.   Befahren wurden auf unserem Trip die folgenden Pässe und Routen: Der Hantenjochpass, das Timmelsjoch, der Jaufenpass, das Penserjoch und viiieeellll italienische Landstraße. Außerdem waren wir an den Ufern des Gardasees, des Comer Sees, des Lago Maggiore sowie des Lago Mergazzo. Auf dem Rückweg ging es dann über den Julierpass durch die Schweiz, Lichtenstein und Österreich zurück Richtung hessische Heimat. Hauptsächlich auf Neben- und Landstraßen durch viele nette Orte, die man so auf der eintönigen Autobahn nie zu sehen bekommen würde. Insgesamt haben wir etwas mehr als 2000 km zurückgelegt, viel gesehen und uns richtig gut erholt.   Goethe und Hannibal wussten eben schon zu ihrer Zeit, dass man gelegentlich die Alpen überqueren muss, um sich selbst zu finden.   Bilder und Text: Jan Naschinski – USED4.net    ...

Walk on the K-Side of Life

Meine K-Side-Geschichte ist ähnlich der Story von Paris Hilton: Alles begann mit einem Video… Als ich dieses feine Stück Film gesehen hatte, war die Sache für mich gefühlt eigentlich schon gelaufen. Ein privat und mit dennoch hohem Aufwand organisiertes Treffen, das offenbar viele hochwertig umgebaute Wagen und deren überaus gut gelaunte Besitzer in Scharen anzog… Autoherz, was willst du mehr? Ich war sofort angefixt und wollte unbedingt, wenn irgendwie möglich, beim nächsten Mal mit meiner S13 dabei sein. Nur hatte die Sache offensichtlich einen großen Haken: Im Video war kein einziges japanisches Modell zu sehen… Dieses “Problem” löste sich aber schon kurz darauf in Wohlgefallen auf, als nämlich Chris Kappenberger, der Organisator, Namensgeber und Kopf der ganzen Aktion, mit mir in Kontakt trat und mich fragte, ob ich denn nicht 2017 auch dabei sein wollte. Denn offenbar war die Abwesenheit von JDM-Ware gar nicht gewollt, ganz im Gegenteil. Chris wünschte sich mehr Abwechslung auf dem bisher eher BMW- und VAG-lastigen Treffen, das 2017 zum dritten Mal als Kombination aus Skate- und Car-Meet stattfand. Wofür das “K-Side” eigentlich steht? Das “K” für Kappenberger, soweit klar, aber auch die “Seite” hat eine weitergehende Bedeutung: Auf der K-Side des Lebens lässt man den harten, manchmal tristen Alltag hinter sich und genießt stattdessen eine Runde Mario Kart, chillt mit einem Bier in der einen und der Herzensdame in der anderen Hand auf einem Liegestuhl in der Sonne oder schaut sich gemütlich die Autos der anderen Besucher an, fachsimpelt ein wenig über dieses und jenes, also beispielsweie wieviel Luft noch im Radkasten sein darf (“Versteh die Frage nicht.”) oder welche Lautstärke der Auspuff haben sollte (“Versteh die Frage nicht. Auspuff ist so laut.”) Und so kam es dann auch: Am 5. August fuhren wir auf das Partygelände bei Aschau am Inn, um unsere ganz persönliche K-Side 2017 zu erleben. Um das “wir” zu präzisieren: Alex Prey mit seiner Drift-S13 Sahand von NIGHTRUN mit seiner BBS LM-S13 (Sein Video vom K-Side erscheint morgen (Montag). Also nur noch eine Night schlafen und dann runt das Video.) Und ich mit meiner eierlegenden Wollmilchsau-S13 Die beeindruckende Location, gelegen in einem großen Bauernhof, bot ein Rundumpaket an Entspannung, Ablenkung, sportlicher Betätigung, optischer Reize und neuer Ideen für das eigene Auto. Der wie ein BMW Art Car rüberkommende Playstation-e36 war mir aus dem Video noch bestens in Erinnerung geblieben und wurde selbstverständlich auch genutzt. Dagegen waren Skaten und Shisha-Rauchen für mich nur zum Zuschauen, das Eine aus gesundheitlichen Gründen und das Andere auch. Die automobile Vielfalt beim K-Side war durchaus beachtlich, mit einer leichten Tendenz zur Marke BMW. So viele BMWs und dennnoch jeder anders, jeder ganz speziell. Ich bin bei USED4, ich merk sowas immer schnell. Nein im Ernst, die angereisten BMWs waren ausnahmslos tief, schön, laut oder stark und einige sogar schön tief und lautstark. Ein weiterer Japaner hatte es aufs Gelände geschafft, dieser beeindruckende Impreza versprühte massenhaft Boxer-Testosteron. Aber auch richtige Exoten waren angetreten, beispielsweise dieser BMW 2000 CA aus dem Jahr 1968, mit ursprünglich 100 PS,  liefert jetzt mit seinen beiden Doppelwebern stramme 140 Pferde. Das sind angemessen viele Ponys im Stall, damit sich die BBS, die in der mit viel Aufwand verbreiterten Karosse sitzen, auch schnell genug drehen können. Dieser 02er Turbo gab sich ebenfalls die Ehre. Und auch wenn der obruT-Schriftzug auf der Frontschürze fehlte, Überholprestige en Masse vorhanden. BMW = Boy, Make Way! Klanglich und optisch ein absolutes Highlight, dieser De Tomaso Pantera GTS. They don’t make’ em like that anymore… Caddy Cool: 210 Diesel-PS, O.Z. an den Füßen und Leder/Alcantara im Cockpit. Swagger. Die VAG- und Mercedes-Fraktion hatte ebenfalls einige absolute Sahnestücke aufgefahren. Das Niveau war ausgesprochen hoch, aufgrund der Vorauswahl und der nur auf Einladung möglichen Teilnahme und so manches Mal fühlte ich mich beim Fotografieren wie im Süßwarenladen, wenn man gar nicht weiß, wohin man zuerst greifen soll. Chris schätzt die Anzahl der Autos auf 125 und die Besucher auf...

Reisbrennen 2017: Reis, Reis, Baby!

Vom 4.  bis 6. August war es soweit, das Reisbrennen am Lausitzring fand endlich wieder statt. Wer von uns schraubt für dieses Treffen nicht bis zur letzten Minute noch an seinem Auto und wartet mit bangem Blick zur Uhr auf die letzten Teile per Post? Mir selbst erging es nicht anders mit meiner Bastelbude, wie ich den Integra so gerne nenne. Allein schon auf dem Weg zum Lausitzring ist die Chance nicht gering, anderen Pilgern des beliebten Importtreffens zu begegnen. Bereits hier zeigt sich für mich ein gewisser Zusammenhalt der Szene. Nicht selten wird man freundlich angehupt und wird mit einem Peace Zeichen oder einen Daumen hoch gegrüßt. Für mich war dieses Jahr auf der Hinfahrt ein 33er Skyline das Highlight! Von Weitem erkannten wir den Skyline durch seine typischen Rückleuchten schon, aber als wir dann neben ihn fuhren und hupten, drehte sich älterer Mann mit weißem Haar (geschätzt 50-60 Jahre alt) zu uns und erwiderte unser Peace Zeichen. Der Anfang von Reisbrennen, für die meisten die obligatorische wilde Jagd nach dem besten Stellplatz auf dem Campinggelände. Jeder hat seinen persönlichen Favoriten, was die vier Bereiche angeht. Sei es die VIP Area mit der perfekten Anbindung zur Party und Händlermeile, das Infield mit seinen breiten Straßen zum Cruisen, der Silent Hill oder das Speedway Camp, wo man seine Ruhe hat und Chillen kann. Ich habe mir alle angeschaut und jedes hat seine Vorteile. Die erste Anlaufstelle war für mich dieses Jahr die “Waschstation”, wo viele ihrem kleinen Liebling nach der langen Reise eine Dusche gönnten. Dort traf ich mich mit meinem Kumpel Denis, um gemeinsam unsere Autos für die Hot Import Area vorzubereiten. Hier waren wieder einmal jede Menge wirklich schöne Exemplare zu begutachten. Wie beispielsweise der Turbocivic von “Baumi” oder die Rocket Bunny S13 von “EMPERADOR” und vielen weiteren mehr…     Aber man sollte auch einen Blick in die anderen Areas werfen, der weite Weg ins Infield, Silent Hill und Speedway Camp lohnt sich zu garantiert. Das Programm beim Reisbrennen bietet jede Menge Spaß und Abwechslung. Von der Viertelmeile über Time Attack bis hin zum Driften, wird eigentlich alles geboten, was das Autofahrerherz begehrt. Mich persönlich reizt am meisten immer das freie Fahren. Die Tickets sind limitiert und man sollte sich besser vor dem Event für eines bewerben, da diese meist recht schnell ausverkauft sind. Es ist für mich ein riesiger Unterschied auf der Strecke oder auf der normalen Straße schnell zu fahren und es macht hier einfach viel mehr Spaß. Man versucht alles aus seinem Auto zu holen und die perfekte Linie zu finden. Auch empfindet man (zumindest geht es mir so) eine gewisse Verbundenheit mit den anderen Fahrern. Es tut einem in der Seele weh, wenn man mitbekommt, dass für manches Auto die Belastung wohl zu groß war. Als ich in die Box fuhr und einen roten GT86 Rocket Bunny mit Warnblinklicht davor sah, blutete mir das Herz. (Falls der Besitzer das hier liest, ich hoffe, die Schäden halten sich in Grenzen und das gute Stück fährt bald wieder.) Auch traf man hier alte und neue Bekannte. Beispielsweise war ich kurz zu Besuch in der Box bei RHD Speedmaster, um dort den neuen GT Wing einmal in Natura anzuschauen, mir Infos zum Preis und der Eintragbarkeit zu besorgen und selbstverständlich auch einen netten Plausch mit Chris zu führen. Merx-Tuning stattete ich dagegen einen Besuch ab, um mir eine neue Anzeige für mein Auto zu kaufen und auch im Infield bei den Jungs von Yakin Autolab schaute ich vorbei, um ein paar richtig coole Sticker im authentischen Japan-Style zu ergattern. Auch die Pokaljäger kommen hier nicht zu kurz, es gibt jede Menge Kategorien im Show and Shine Bereich, dB-Contest und Sonderkategorien wie dem Beleuchtungscontest. Auch ich habe für 10€ mein Glück versucht, leider ohne Erfolg. Doch so schön das Reisbrennen auch war, so schnell ging es leider auch wieder zu Ende. Auf dem Nachhauseweg wurde mir...

Japan Trip Teil III

An diesem Tag reiste ich von Fukuoka nach Tokyo via ANA 23.Mai (Taichi und Chanko-Nabe) Ich habe bereits seit über drei Jahren über Facebook Kontakt mit Taichi, einem Japaner, der in der Hauptstadt Tokyo lebt. Im letzten Jahr trafen wir uns zum ersten Mal und ich versprach ihm, dass ich wieder nach Tokyo kommen würde, um ihn zu besuchen. Dieses Versprechen wollte ich natürlich auch halten. Taichi holte mich nach meiner Ankunft in Tokyo Minato bei Hamamatsucho ab. Wir fuhren einige Bahnstation weiter und er führte mich schließlich, wie es für Japan teilweise typisch ist, durch eine unheimliche, dunkle Gasse, in der dann plötzlich ein Aufzugschacht auftauchte, der uns in ein ordentliches Restaurant brachte. Dieses Mal war das Restaurant auf Chanko-Nabe spezialisiert (Diese Chanko Variante bekommt man soweit nur in Tokyo). Auch hier musste man selbstverständlich wieder seine Schuhe ausziehen, da alles wie gehabt mit Tatami ausgelegt war. Was Chanko-Nabe ist? Eine Art Eintopf, in dem zuerst Fischfleisch und Hühnerfleisch gekocht werden. Danach kommen dann Pilze, Cognac, Negi, Skitake Pilze, Bambussprossen und weitere, mir unbekannte Zutaten, dazu. Während wir aßen unterhielt ich mich mit Taichi auch über das Thema Tuning und wie es sich damit in Japan verhält. Viele Deutsche reden ja gern darüber, dass man in Japan alles machen darf, die Straßen so wunderschön für tiefe Autos sind usw. Als ich ihm das erzählte, musste er zuerst einmal herzhaft darüber lachen. Wenn ich ihn richtig verstand, hat man es als Tuner in der homogenen, normierten Gesellschaft in Japan nicht leicht. Man kommt natürlich auch mit dem Gesetz in Konflikt, denn wirklich schnell fahren darf man in Japan nirgendwo (in der Stadt meist 40 km/h, außerorts maximal 60 km/h und auf den Highways zum Großteil 80 km/h bis höchstens 120 km/h), dazu ist der Unterhalt für solche Autos sehr hoch, in Tokyo muss der Besitzer einen Stellplatz vorweisen können, um das Auto überhaupt zulassen zu können (Ausnahme sind hier die Kei-Cars, das sind die kleinen Autos mit den gelben Nummernschildern. Diese besitzen einen 660ccm Turbomotor) und die Strafen für Vergehen sind äußert kostspielig, wenn man erwischt wird. Zusammengefasst kann man sagen, dass Japaner zwar im Bereich des Tunings deutlich mehr Spielraum haben als wir, aber ein Auto-Paradies ist Japan sicher auch nicht. Wir redeten aber nicht nur, wir tauschten auch Geschenke aus: Taichi hatte für mich DVDs über Rennen auf dem berühmten Wangan und auf japanischen Rennstrecken sowie japanische Integra- und Civic-Zeitschriften. Er bekam von mir einen Obstler aus der Heimat und natürlich für sein aktuelles Projekt und seine Freunde Used4.net- und ChargedUpPerformance-Sticker. Nach dem lustigen und interessanten Abend begleitete er mich noch bis Hamamatsucho (da ich gut angeheitert war) wo wir uns dann auch verabschiedeten. 24.Mai (Super Autobacs) Der langerwartete Besuch bei Super Autobacs stand an. Super Autobacs ist eine Art ATU Japans. Allerdings, vorsichtig ausgedrückt, ein kleines bisschen besser ausgestattet. Alles was auf den Bildern hier zu sehen ist, war nur Teil der Performance Abteilung, die ca. 1/4 der Geschäftsfläche einnimmt. Es wurden aber auch Standardartikel wie Anhängerkupplungen, Sitzbezüge, Aschenbecher, Duftspender uvm. angeboten. Zusätzlich befand sich außerhalb des Gebäudes noch eine riesige Werkstatt, in der man die gekauften Teile direkt einbauen lassen konnte oder sein Auto einfach nur zu Reparatur hinbrachte. Zusätzlich gab es noch ein Showroom für gebrauchte Wagen. Eine weitere Kette, ganz ähnlich zu Super Autobacs, ist die UP-Garage, zu der ich es aber leider dieses Jahr nicht geschafft habe. Die UP-Garage beschränkt sich auf den Verkauf von gebrauchten Tuningteilen wie Felgen, Fahrwerke, Bodykits, Carbonhauben etc. Wer hier etwas Größeres wie Felgen kaufen will, kann es zum Beispiel zu Mehmet von Autopoint Fukuoka schicken. Dieser verschifft das dann via Container nach Deutschland. 25.Mai (Der letzte Tag und eine Überraschung von Dai für mich) Mein letzter Tag in Japan, Dai holte mich netterweise vom Hotel ab. Ich habe Dai letztes Jahr am Mobara Twin Circuit kennengelernt. Er besitzt eine eigene Werkstatt für Tuningautos und ist auch...

Japan Trip Teil II

8.Mai (Aburayama; Yama = Berg) Ich wusste schon von meinem Besuch vor einem Jahr, dass sich auf einem der vielen Berge, die ich von Tommys Haus aus sehen kann, eine Aussichtsplattform befindet. Diese war heute mein Ziel. Nachdem ich mir im Convenience Store zur Stärkung zuerst etwas Verpflegung gekauft hatte, wanderte ich direkt los. (Diese 24/7-Stores sind übrigens sehr beeindruckend. Es handelt sich um kleine aber feine Einkaufsläden, die man an jeder Ecke in Japan findet. Man kann sich das Ganze wie ein unserer Tankstellenläden als Basis vorstellen. Man kann sich hier aber auch ein Bento, also z.B. ein frittiertes Huhn mit Reis bestellen und vom Verkäufer aufwärmen lassen. Außerdem bieten diese Shops die Möglichkeit, die Strom- oder Internetrechnung zu zahlen, die Post von hier aus zu verschicken, Papiere kopieren zu lassen und noch vieles weitere mehr, von dem ich selbst vielleicht erst bei meinem nächsten Besuch erfahre. (Die drei größten Ketten in Japan sind 7-Eleven, Lawson und FamilyMart) Dem einen oder anderen automobilen Leckerbissen lief ich bei dieser Gelegenheit auch über den Weg. So versorgt, ging es weiter in Richtung Aburayama. Ich hatte laut Handy-Navi eine Laufweg von 8km vor mir. (Noch in Deutschland hatte ich eine spezielle Handykarte für das japanische Netz mit 6GB Datenvolumen gekauft, was es mir ermöglichte, Apps wie WhatsApp, Google Maps, Facebook, Line etc. zu nutzen.) Allein auf diesem kurzen Weg erblickt man bereits viele Dinge, die einen immer wieder staunen lassen und deutlich vor Augen führen, wie unterschiedlich Deutschland und Japan sind. Zum Einen die typische Architektur der klassischen Häuser sowie auch der Gärten, auf die man manchmal einen kleinen Blick erhaschen konnte. Auch habe ich auf dem Weg dorthin ein riesiges Areal gesehen, das mit einem Metallnetz in mehreren Metern Höhe umspannt war. Es handelt sich dabei in der Regel um Golf- oder Baseballplätze; diese Sportarten sind in Japan äußerst beliebt. Ab dem Zeitpunkt, als ich am Fuße des Berges ankam, konnte ich mich dann der beeindruckenden Natur erfreuen. Das ein oder andere Mal kreuzte auch eine Schlange (völlig ungiftige Nattern) oder eine Eidechse meinen Weg. An der Aussichtsplattform angekommen, genoss ich erstmal den Blick über Fukuoka und ließ mich dort auch für zwei bis drei Stunden nieder, um zu lesen und den Moment zu genießen. Nach meiner Rückkehr am Abend erzählte mir Izumi, dass sich dort oben wohl gerne die Bikergangs oder auch Tuningfans treffen würden. Leider hatten sie zum Zeitpunkt meines Besuchs offenbar etwas anderes vorgehabt. 10. Mai (Tenjin) An diesem Tag stand Zentral Fukuoka (Tenjin) auf dem Plan. Hier gab es eine schöne Einkaufsmeile, Restaurants und natürlich ein Gaming Center, in dem ich des Öfteren meine Zeit verbrachte, um Initial D zu zocken. (Speicherstand mitnehmen? Kein Problem, einfach einen der Angestellten fragen und schon bekommt man eine ID-Card für die Initial D-Automaten ausgehändigt) Hier ist zu erwähnen, dass es in Fukuoka (und auch generell in Japan) mehr Frauen als Männer gibt, dementsprechend sind auch viele Shoppingmöglichkeiten stark nach dem weiblichen Geschlecht ausgerichtet. Auch gab es in Tenjin einen Anime & Manga-Laden zu dem es mich als Otaku natürlich hingezogen hat. 11.Mai (Autopoint Fukuoka)   Ich stand schon seit einer Weile in Kontakt mit Mehmet, dem Inhaber von Autopoint Fukuoka. Dementsprechend war für mich ein Besuch bei ihm eine meiner höchsten Prioritäten. Also ging es via Bus zum Bahnhof und weiter mit dem Zug Richtung Itoshima. Bei Autopoint Fukuoka angekommen, wurde ich auch direkt von Mehmet herzlich empfangen und auf einen kühles Getränk nach Innen gebeten, wo wir uns eine Weile unterhielten, u.a. auch über einen vergangenen Einkauf von mir bei ihm. Danach zeigte er mir noch sein Grundstück und erzählte mir von seinem Werdegang: wie es ihn nach Japan verschlug, seine ersten Arbeiten dort, der Weg zur Selbstständigkeit und die vielen Probleme, die man als Ausländer in Japan zu bewältigen hat, wenn man dort Fuß fassen will. Zur Mittagspause fuhren wir dann gemeinsam zu 7-Eleven, um uns etwas...

Japan Trip 2017 Teil I

Vorwort: Zuallererst möchte ich sagen, dass ich auf meine eigene Art auch ein ziemlicher Autofan bin, zugleich aber eine starke Vorliebe für Mangas/Anime, die Kultur und auch der japanischen Sprache habe, die ich aktuell im Selbststudium erlerne. Aus diesem Grund war der Urlaub nicht rein autofixiert, alle Bilder und Begegnungen mit Autos sind eher durch Zufall entstanden (abgesehen vom Besuch bei Super Autobacs). Es war für mich bereits der zweite Japantrip und in erster Linie dafür gedacht, das Land und die Leute besser kennenzulernen sowie Freunde zu besuchen. Ich hoffe dennoch, dass mein Bericht für alle Japanbegeisterte interessant und lesenswert ist und vielleicht die eine oder andere neue Erkenntnis bringt. Erste Woche: 1.Mai Abflug um 16.15 in München via Lufthansa. Hier hatte ich Glück, dass das Flugzeug mehr als unterbesetzt war. Somit konnte ich kurz vor dem Abflug meinen Sitzplatz umbuchen und mir eine Vierer-Sitzreihe in der Mitte für mich alleine sichern. Da die Flugdauer nach Tokyo Haneda mit 11 Stunden und 35 Minuten angesetzt war, habe ich mir hier die Zeit mit ein paar Filmen vertrieben, zu meinem großen Vergnügen war auch “The Fast an the Furious” dabei.   Am 2.Mai um 10.50 Uhr (Japanischer Zeit) kam ich dann in Haneda an, um anschließend direkt zum Anschlussflug nach Fukuoka zu spurten. Sicher in Fukuoka angekommen, wurde ich auch direkt von meiner guten Freundin Izumi abgeholt. Weiter ging es dann per Auto zu ihr nach Hause (der Ort, an dem ich auch die nächsten drei Wochen wohnen sollte). Dort wurde ich erst einmal mit köstlichem Gebäck und Macha (Grüner Tee) bewirtet und konnte mich noch etwas erfrischen, bevor ihr Mann und mein guter Freund Tommy, von der Arbeit nach Hause kam. 4.Mai Am Donnerstag bot mir Izumi an, sie zur Kimonoanprobe zu begleiten. Für diese Anprobe kam extra eine Kimonolehrerin mit ihrem Mann (Familie Miyata) aus Osaka angereist. Im Kaffee Brisa Do wurden mir erst einmal alle Damen vorgestellt (Herr Miyata und ich waren die einzigen Herren). Nachdem die Damen sich dann zur Anprobe zurückgezogen hatten, erkundigten Herr Miyata und ich diesen Teil von Fukuoka, so besuchten wir unter anderem auch einen Tempel. Hier wurde mir erklärt, dass wenn man an einem an einem Schrein betet und ein Geldopfer darbringen möchte, in der Regel wird eine 5Yen Münze benutzt, da diese eine gewisse Bedeutung hat. Leider war mein Japanisch nicht gut genug, um diese Bedeutung gleich zu verstehen. Ich musste die Information erst aus dem Internet heraussuchen: Das japanische Wort für „5“ ist „go“ und das Wort „Yen“ wird als „en“ ausgesprochen, 5 Yen also „go-en“, was ein Homophon zu goen (御縁) ist. 縁 – en bedeutet Beziehung oder Verhältnis (und kann sogar mit „Schicksal“ übersetzt werden), während 御 – go ein Höflichkeitspräfix ist. Wo würde man mehr wollen, dass eine gute Beziehung aufgebaut wird, als bei der Darbietung von Osaisen (お賽銭) – Geld, das man in die Opferkästen von Schreinen wirft, bevor man betet. (Quelle: https://lostmyheartinjapande.wordpress.com/2017/01/27/japan-in-bildern-die-wichtigkeit-der-5-yen-munze/) Als wir von unserer Tour zurückkehrten, waren die Damen bereits fertig umgezogen und in ihren Kimonos losgezogen, um ein kleines Fotoshootings zu veranstalten. Später überließ mir dann sogar Herr Miyata seinen Kimono, was zu einem weiteren, für alle Beteiligten sehr spaßigen Shooting führte. Der restliche Abend im Kaffee verlief ähnlich lustig, wir aßen, lachten und sangen zusammen. 5.Mai Tagsüber stand ein Autobacs-Besuch auf dem Programm und passend dazu kreuzten die ersten getunten Civic und 32er Skyline meinen Weg.   Da es sich um einen recht kleinen Autobacs handelte, gab es dort nichts besonderes, abgesehen von der kleinen Hello Kitty-Accessoires-Auswahl. Abends führte mich Tommy dann zu “Franks Chop Shop”, einem wirklich coolen Barber Shop, wo es dann natürlich erst einmal um die korrekte Bartpflege ging und auch meine Glatze frisch rasiert und poliert wurde. So gepflegt, zog es uns direkt in den ersten Britischen Pub (http://www.morris-pub.com/redfox.html#menu). Mit Fisch and Chips und Shochu starteten wir in den Abend. Der nächste British Pub ließ aber...

Allstedt 2017: Und alle so Yeah!

Ist Hype planbar? Eigentlich nicht, sollte man meinen. Ein Hype entsteht normalerweise spontan und aus dem Bauch heraus. Bei Allstedt ist das anders. Jeder, der in den vergangenen beiden Jahren zum Driften in Allstedt war, wusste im Prinzip bereits, was ihn 2017 erwarten würde. Und auch die Frischlinge, für die das Ausrasten auf Allstedter Asphalt eigentlich neu sein müsste, ahnten nicht zuletzt auch durch unsere Berichterstattung über die Events der Jahre 2015 und 2016,  was auf sie zukommen würde. Dass die Facebook-Seiten des SXOC e.V. und die WhatsApp-Gruppen in den Tagen nach dem Event trotzdem vor euphorischen Danksagungen und Jubelarien geradezu überlaufen, lässt nur einen Schluss zu: Die Zahnfee hat wieder gezaubert. Das Programm vollgepackt mit Leckereien wie dem Nachtdriften, einer Walltap-Competition, der Eskalation in drei Stufen (Anfänger/Allzeitbereit/Amok)… … und einer mitternächtlichen Mitgliederversammlung, die alles bot, was die deutsche Vereinsordnung eigentlich nicht vorsieht. Und auch wenn niemals alles zu 100% glatt laufen kann und sich bei einigen wenigen Teilnehmern der grundsätzliche Gedanke “Menschenleben > Driftspaß” erst noch manifestieren muss, war das “Wochenende” (dehnbarer Begriff, die Strecke war bereits ab Donnerstag freigegeben) im Endeffekt doch eine permanente Aneinanderreihung von Höhepunkten. Ein Beweis für die Qualität der SXOC-Veranstaltungen ist dabei sicher die hohe Zahl der Wiederholungstäter. Und auch der Parkplatz bot wieder massenhaft menschliches und automobiles Eye Candy. Seien es (zu) wartende Drifter…   …oder parkende Prinzessinnen, die sich ihren frischgewaschenen Lack zwar niemals auf der Strecke schmutzig machen würden, aber dennoch beim coolsten deutschen Grassroot-Driftevent ganz vorne dabei sein wollten. Ein besonderes Highlight war schließlich das Nachtdriften, das in drei aufeinanderfolgenden Nächten abgehalten wurde. Eine ganz spezielle Atmosphäre im gleißenden Licht der Strahler, die Natur bereits verstummt und… …die Drifter entweder äußerst spärlich oder… …massiv illuminiert. Dominic Toretto hätte sein Muscleshirt for Freude zerissen. Ein beeindruckende Szenerie, selbst wenn man nur am Streckenrand stand und den Auslöser drückte. Es ging aber nicht um Style und Optik allein. Nein Nein, in erster Linie wurde das Können bewertet. Und so sieht die Reihenfolge der Könner aus: Platz Martin Weigmann (S14, White Smoke Driftteam) Platz Dennis Köhler (MX5 NA, Foolish Players Special) Platz Jan Skala (R33, Noname Heroes) Zur Feier des Tages (und der Nacht) gab es dann noch eine Überraschung in Form eines Feuerwerks. Fanden alle ausgesprochen gut. Sogar Katy Perry stand kurzzeitig der Mund offen. Die Zahnfee möchte die Gelegenheit nutzen und folgenden Personen ausdrücklich danken: Tobi&Caro, Jay, Martin, Lukas, Ata, Andi aka Loki, Benni, dem Aufbau- und Abbauteam, Jens & Co, Marius und Dennis, Matthias, Flo und Nico, Markus Flecki, File 404, Jan, Sahand, Sebastian, Georg, Niels, Brencher und viele, die ich jetzt vergessen habe – DANKE! Es ist demnach nicht fair, wenn nur mir gedankt wird, dutzende Mitglieder rissen und reissen sich den A**** auf. Jedes Jahr. Kommen früher, bleiben länger, arbeiten härter. Euch allen noch einmal ein RIESIGES DANKESCHÖN! Allstedt hat sich damit in kürzester Zeit: Zu einem Festival der fliegenden Fetzen Einer Party der posierenden Parker Einem Happening der Heftigen Einem Vollgasabenteuer der Videofilmer Einem faszinierenden Fokus für Fotografen Und zu einem beispiellosen Beisammensein der besonders Blöden entwickelt. <3 Allstedt 2018 wird noch größer, schöner und besser, da bin ich mir sicher. Aber wenn nicht, also wenns genauso bleibt, ists auch gut. Because Keep Drifting Fun. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Das Album mit diesen und vielen weiteren Bildern erscheint morgen auf unserer...

US Car – Treffen Epperthausen

Zugegeben: US-Cars waren bislang bei USED4 stark unterrepräsentiert. Woran das liegt? Das wissen wir ehrlich gesagt selbst nicht so genau, denn Heckantrieb, viel Leistung und coole Optik gibt es in den US of A ja auch mehr als genügend. Um diese Scharte auszuwetzen, machte ich mich am vergangenen Wochenende auf in die nahegelegene Thomashütte bei Epperthausen (bei wems jetzt noch nicht klingelt: das liegt im Großraum Darmstadt)  zum jährlich stattfindenden “US Car & Bike Treffen”. Der Name ist Programm und die erste Szene, die ich nach dem Parken miterleben durfte, schien dann prompt auch wie inszeniert: Wir waren kaum ausgestiegen und 10 Meter gelaufen, als ein aktueller Mustang V8 ausparkte und seinen Motor auf dem Kiesparkplatz aufheulen ließ. Als wäre das das Signal, stieg die Partnerin des Fahrers zu ihm in den Wagen und es folgte das obligatorische Weglassen aus dem Stand mit durchdrehenden Rädern. (Vom Kiesplatz wie gesagt) Wider aller Erwartung (man kennt ja die “Why Can’t Mustang Drivers Leave Meets?”-Videos bei Youtube), konnte sich der Mustang auf der Straße halten und es ging alles gut. “Na das kann ja heiter werden.”, dachte ich mir. Und es wurde heiter, aber in einem deutlich angenehmeren Sinn. Sofort nach Betreten des weitläufigen Geländes beschlich mich ein altbekanntes Gefühl aus meiner Kindheit. Damals gab es in meiner Heimatstadt Darmstadt ganze vier US-Kasernen und das Stadtbild war geprägt durch die vielen coolen Autos mit Army-Kennzeichen. Deez Nuts aus dem Candy Shop, der auch sicher Lollipops hat. Für 50 Cent das Stück.   Fuzzy Dices in diesem Mercury (und in jedem zweiten anderen Auto auf dem Platz): Bereitschaft für illegale Autorennen oder einfach nur noch ein cooles Accessoire?   Deutsch-Amerikanische Volksfeste fanden statt und in den Night Clubs der GIs kamen sich Deutsche und Amerikaner auch auf anderen Ebenen näher. Das Verhältnis zwischen Einheimischen und den Befreiern/Besatzern war ungeacht einiger Konflikte und Meinungsverschiedenheiten (Vietnam-Krieg, Stationierung der Pershing-Raketen, Golf-Krieg I und II) größtenteils freundlich und von Pragmatismus geprägt. Man hatte sich aufeinander eingestellt und ließ sich größtenteils in Ruhe. Dem großen Reiz des American Way of Life erlagen aber, wie in allen (westlichen) Gesellschaften, auch in Deutschland viele Menschen. Ich wollte als Kind auch immer nach Kalifornien, um dort bei Colt Seavers auf der Fläche seines Pickups mitzufahren, KITTs Turbo Boost -Taste zu drücken oder mit dem A-Team aus dem Van heraus Platzpatronen auf korrupte Militärs zu verballern. Fakten, Fakten, Fakten: Ford Hot Rod. Aus dem Jahre 1934. Zu verkaufen. Bestmögliches Nummernschild für einen derartigen Brocken Chevy Van mit viel Platz, Style und in einer fröhlichen Farbe (Orange is the new Black?)   Und was drückt sich nunmal besser im “Bigger is better”-Mantra aus, als ein US-Car mit Hubraum, gemessen in Maßkrügen, und serienmäßig eingebauter Coolness. Dementsprechend groß waren auch die Beteiligung und die Vielfalt der vorhandenen Fahrzeuge. Chevy Two-Ten 2100B mit scharfer Two-Tone-Lackierung Dodge Viper mit Klebekennzeichen. Man fragt sich, was seltener ist. Und dann auch noch kombiniert. Hell Yesssssssssssssss! *Schlangengeräusch* Böses, böses Pony Gleich zweimal das Thema Camaro: Aber durchaus unterschiedlich interpretiert. Corvette C1 Convertible Chevrolet Impala SS Turbo-Jet V8 396 cui im kultigen 76er-Style und mit ultraheißen Felgen Chevy Pickup aus den 50ern. Mag Fußgänger zum Frühstück. Noch ein Chevy Impala, dieses mal aber als Convertible und eindeutig ein Modell aus den 70ern Meine Vermutung: Eine Corvette mit einer Art Wektor-Umbau. Die harmonisch eingepassten Seitenblinker haben mich fasziniert. GMC K15 mit einem an Klarheit und Symmetrie nicht zu überbietendem Gesicht. Me likey a lot. The Wheels On The Bus Go Round And Round… Der Mann mit dem Hacky’s-Shirt ist übrigens Hacky selbst. Seines Zeichens Organisator der ganzen Chose. Friedliche Ponys auf der Weide Gesichter können sie, die Amis. Hier ein Challenger SRT (Dafür musste man jetzt kein Experte sein, ich weiß) Meiner bescheidenen Meinung nach die beste Farbe für den aktuellen Mustang: Ruby Red Hal(l)o Master Chief! Beruflich Aliens bekämpfen und in der Freizeit Hauben halten. Why not?   Was ist...