Jeglicher Abschied von etwas Liebgewonnenem fällt schwer. Sei es nun ein Mensch, der einem ans Herzen gewachsen ist, ein Haustier oder auch ein lebloser Gegenstand, wie in diesem Fall, ein Auto, von dem man sich trennen muss. Die gemeinsame Vergangenheit, all die guten und die vielleicht auch weniger guten Erfahrungen haben ihre Spuren hinterlassen und beinflussen auch in Zukunft das eigene Dasein. Jan und sein Driftbuddy, ein Nissan 200 SX S13 (das vermutlich beliebteste Driftauto weltweit), haben in den vergangenen fünf Jahren für nichts weniger als Fuore bei den deutschen Fans des Street-Drifts gesorgt. Sein kompromissloser, aber dennoch immer souveräner Style begeisterte tausende Zuschauer der Noname Heroes-Videos und auch die Leser unserer Artikel. Kritik? Vereinzelt, aber wayne? Dass Jan seine S13 nun an einen amtlichen Noname Heroes-Fan verkauft hat, dafür gibt es nur einen Grund: Die veränderten Kurzzeitkennzeichen-Bestimmungen; daraus macht er kein Geheimnis. Der neue Besitzer möchte seinen ganz persönlichen Dori-Star hegen und pflegen und möglichst wieder TÜV-tauglich machen. Wir wünschen ihm bei diesem Vorhaben viel Erfolg und freuen uns jetzt schon darauf, den Wagen wieder auf der Straße zu sehen. Jan wollte sich aber nicht ohne einen passenden Abschluss von seiner S13 verabschieden und so trafen wir uns einen Tag vor dem Verkauf, um einige letzte Aufnahmen zusammen mit seiner Freundin Dani und ihrer eigenen S13 zu machen. Fire Zweckgebundener Arbeitsplatz mit einer Prise Individualismus. Jan, sein Nissan und der Blick auf das Wesentliche: Die Kurve vor ihm. Auch die Sonne spielte mit und ließ gar nicht erst zu, dass eine melancholische Stimmung aufkam, ganz im Gegenteil, ein letzter schwungvoller Drift war obligatorisch. Und selbst das romantische gegenseitige Haubenöffnen kam nicht zu kurz. Links mit den serienmäßigen ~45° und rechts mit lässigen 90°. Gemeinsam an der Tankstelle: Wild und Mild Der symbolische Abschied, festgehalten für alle Zeiten. Danke Canon. Aber genug der Nostalgie, wenden wir uns noch einmal der Gegenwart zu: Danis pinkrote S13 setzt Kontraste mit ihren weißen Felgen und dem rosaroten Heart-Handle Aaaaaaawwww, that’s cute. Auch ihr Auto fährt, wie man hier gut sehen kann. Das ist bei einer S13 nicht ja zwangsläufig selbstverständlich. (Ich darf sowas sagen, ich habe ja schließlich selbst eine.) Danis Pläne mit dem Wagen bestehen hauptsächlich im Erhalt und dezenter Optimierung. Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg und ein Wiedersehen mit ihr in einem anderen Beitrag hier auf USED4.net ist auch schon fest geplant. Das war nun aber erstmal Teil I unserer NoName Heroes-(Photo)-Drive-by-Shootings, die Fortsetzung mit zwei weiteren S-Chassis folgt in den kommenden Tagen… Und das Facebook-Album mit diesen und vielen weiteren Bildern in hoher Auflösung erscheint im Anschluss ebenfalls. Niels Kreischer – USED4.net ...
Blaue Liebe: Datsun 510 Bluebird
gepostet von Niels Kreischer
Wem ist es noch nie so ergangen? Stundenlang sitzt man vor dem Computer, klappert im Internet eine Autoplattform nach der anderen ab. Immer auf der Suche nach dem einen Auto. Vor nicht ganz sieben Jahren fand Jérôme genau auf diese Weise sein Traumauto. Es handelt sich um einen Datsun 510 Bluebird, Baujahr 1970. Der Zustand war original, abgesehen von ein wenig Rost, Staub und Dreck, der sich in den letzten 45 Jahren angesammelt hatte. Also die ideale Basis für einen gelernten KFZ-Mechaniker wie ihn, einen sportlichen Viertürer auf die Beine beziehungsweise Räder zu stellen. Nach drei Jahren Umbauzeit stand das Ergebnis zum ersten Mal legal auf der Straße. Der aufbereitete Lack und das tiefergelegte, sportlich abgestimmte Fahrwerk harmonierten hervorragend mit den ATS-Felgen und geben dem eigentlich als Familienlimousine erdachten Wagen das gewünschte sportliche Aussehen. Um die knapp 900Kg Kampfgewicht auch in einer respektablen Zeit den Berg hinauf zu jagen, durfte die Leistungssteigerung des 1,6l Vierzylinders natürlich nicht fehlen! Neben den wichtigsten Änderungen wie der Nachbearbeitung der Einlasskanäle, der Erhöhung der Verdichtung auf 10:1, dem Einbau einer spitzeren Nockenwelle und zwei Doppelweber-Vergasern mit passender Ansaugbrücke, wurden noch diverse kleinere Änderungen vorgenommen. Der L16 Motor leistet jetzt 97.5PS und 114Nm bei 6700U/min, was für genügend Vortrieb sorgt. Während des ganzen Um- und Aufbaus wurde darauf geachtet, dass „sofern es möglich war“ zeitgemäße Teile verbaut wurden, die auch in den 70er Jahren erhältlich waren. Was sich verständlicherweise auch auf die Bauzeit auswirkte. Schließlich findet man solche Teile nicht an jeder Ecke. Der Innenraum ist zum größten Teil original. Zwei OMP-Schalensitze im Retrolook mit passenden 3-Punkt-Gurten sorgen dafür, dass man bei Haarnadel-Kurven auch an Ort und Stelle sitzen und immer Herr der Lage bleibt. Also zumindest meinen Geschmack hat Jérôme genau getroffen: Einen elegant-sportlichen Japaner aus den späten 60ern, der optisch wie auch technisch etwas her macht und schon beim Betrachten automatisch ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass die Liebe zu den raren japanischen Oldtimern Bestand hat. Im diesem Sinne: Vielen Dank Jérôme. In erster Linie für das gelungene Fotoshooting, aber auch für die anschließende Ausfahrt in deinem Traumauto. Manuel Frey – USED4.net Specs: Motor: Nissan L4 1,6L Nismo Benzinpumpe Elektrische Zündverteiler Doppel-Weber Vergaser Ø 40mm mit passender Ansaugbrücke BRE Streetrace Nockenwelle 270° Champion Aluminium Wasserkühler mit Elektrolüfter Einlassbearbeitung am Zylinderkopf von Ø27mm auf Ø40mm -Verdichtung erhöht auf 10:1 Fahrwerk: Nismo Tieferlegungsfedern ca. -50mm Vorne + Hinten Nismo Stabilisator 32mm Vorne Tokico Stoßdämpfer Blau Vorne + Hinten Polyurethan Fahrwerksbuchsen Vorne + Hinten ATS Felgen 7×14“/ ET +25 mit 195/55 R14 Vorne + Hinten Innenraum: OMP Sitze OMP 3 Punkt Gurte Grant...
Vier S13 und ein Porsche
gepostet von Niels Kreischer
Das Leben ist eine stetige Aneinanderreihung von Eindrücken. Als Fotograf hat man die fantastische Möglichkeit, einzelne dieser Eindrücke für die Ewigkeit festzuhalten. Ich präsentiere euch daher mit Vergnügen einige Snapshots, die in der letzten Zeit von meiner Kamera eingesaugt wurden. Da ich selbst Besitzer einer S13 bin und viele meiner Freunde ebenfalls ein S-Chassis ihr Eigen nennen, ist die Häufung dieses Fahrzeugtyps in meinen Snapshots sicher nicht weiter verwunderlich. Als kleinen „Ausgleich“ habe ich dafür auch DIE deutsche Supersportwagen-Ikone der 80er hinzugefügt: Einen leibhaftigen Porsche 959. Der Nissan 200 SX von Marc hat in den letzten beiden Jahren eine beeindruckende Transformation erfahren: Vom Shiny Slider zum Hardcore-Drifter. Und 2015 greift er wieder an. Wau! (sagt Dagi, der Dobermann) Er ist ein Porsche und er sieht gut aus. Bi-Turbo, Allradantrieb, 450 PS, 3,7 Sek 0-100, nur 292 Stück gebaut. Lower Life Problems. Aber wozu sonst hat man Freunde? Erinnerung an einen schönen Sommer: Meine S13 und die eines guten Freundes im Sonnenlicht an einer Tankstelle. Niels Kreischer – USED4.net...
One night in Bangkok!
gepostet von Niels Kreischer
Okay, zugegebenermaßen waren es sogar zwei Nächte und zwei Tage, die wir in Thailands pulsierender Hauptstadt Bangkok mit ihren endlosen Straßen und Häuserschluchten verbrachten, bevor wir auf die Insel Koh Chang weiterflogen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Bangkok eine beeindruckende und facettenreiche Stadt ist, die auch in der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, in Sachen Car Culture zu überzeugen wusste. Honda Civic EG6 auf TE37. Das Straßenbild beherrschen Fahrzeuge von Toyota, sei es als Taxi, Pickup oder SUV. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel… Ein Toyota-Coupé, das schon viel gesehen und erlebt hat. Noch ist es nicht zu spät für eine Restauration (so das Urteil der Fachfrau im grünen Kleid) Der Kontrast zum vorherigen Auto könnte wohl nur durch einen Lexus LFA noch größer sein: Toyota Prius High-Tech-Hybrid mit sattem Stance und Top-Felgen. (Volk CN28?) Nur JDM in Bangkok? Nein, auch Bayern ist vertreten: Sinistrer e46 in einer Seitengasse. Auch hier ist Vielfalt in der Autowelt trumpf. Speaking of Seitengassen: Dieses unscheinbare Z33-Schmuckstück stand in einer ebenso einsamen wie malerisch beleuchteten Straße. Nissan Z: Der meistverkaufte Sportwagen der Welt findet sich in allen Ecken der Welt. Deal with it, 911, Mustang and Corvette. Lower Lifestyle… Honda Brio 1.2 Liter i-VTEC mit 88 PS. Pocket Rocket. Sorta-Flush: Nur weil man Bus fährt, muss man deswegen ja nicht auch auf nette Felgen verzichten. Und Laufflächenabdeckung? Dieses Wort existiert einfach nicht in Thailand. Zum Abschluss noch eine typische Straßenszene in Bangkok: Ein Mann, ein EK4 und ein Laden, der goldene Buddhafiguren in Lebensgröße verkauft (geschlossen). Eine Nacht in Bangkok. Seid versichert, ihr werdet sie nicht vergessen… Niels Kreischer –...
Snapshot: Siegerehrung der Drift-Champions auf der EMS...
gepostet von Niels Kreischer
Unserer bescheidenen Meinung nach ist jeder der den Driftsport betreibt, grundsätzlich ein Gewinner, aber diese Herren sind ganz besonders erfolgreich. Die DU-Organisatoren der Firma Idecon um Martin Montag nutzten den Rahmen der diesjährigen Essen Motorshow erneut, um die Sieger der Drift United Championship Saison 2014 zu ehren. Auf Platz 1. landete verdient Marcel Uhlig #33: Der Drift United Championship Sieger 2014! René „The Shredder“ Portz belegte in seinem Soarer den sehr guten 2. Platz. (In seinen Armen liegt Dirk Hattenauer von der Firma SONAX) Und Rookie Christoph Krämer (hier herzlich beglückwünscht von Martin Montag, Idecon) konnte in seiner ersten DU-Saison bereits auf den dritten Platz vorfahren. Respekt! Die drei Erstplatzierten mit ihren Pokalen und Siegerschecks. Hier kann sich Florian Hägemann (Marketingchef bei ThyssenKrupp Bilstein) ein Lächeln nicht verkneifen. Der Zusammenhalt in der Drift United Serie ist sprichwörtlich. Gut zu sehen am Gruppenbild der Gewinner und weiterer Fahrer/Freunde/Kollegen aus der DU. Von l.nr. Christian Kögler, Thomas Reh, Dennis Köhler, René „The Shredder“ Portz, Marcel Uhlig #33, Christoph Krämer, Kevin Wieland und Dennis Voll. Als besonderes Schmankerl hatten sich die deutschen Driftserien Drift United, Nürburgring Drift Cup sowie die Sport Auto Drift Challenge einen speziellen EMS1014-Driftevent einfallen lassen: Den Drift of Champions Dabei fuhren die sechs besten Fahrer der o.g. Serien ihren Sieger unter sich aus. Das Resultat sieht folgendermaßen aus: 1. Platz Christoph Krämer 2. Platz Joe Hountondji 3. Platz Kevin Corsius (Aufgrund eines technischen Defekts haben wir von dieser Ehrung und der eigentlichen Driftaction leider keine Bilder.) Wir beglückwünschen die Sieger und freuen uns auf eine actionreiche Saison 2015. Keep Drifting Fun! Bilder: Dominik Jahnke – USED4.net Text: Niels Kreischer –...
Essen Motorshow 2014
gepostet von Niels Kreischer
Vielfalt und Toleranz bereichern unsere Welt: Was im ganzen Leben gilt, trifft auch für den Kosmos Essen Motorshow zu. Auf vergleichsweise engem Raum tummeln sich derart viele Stilrichtungen, Interessen und unterschiedliche automobile Leidenschaften, dass dem neugierigen und trendorientierten Autofan die neuen Eindrücke nur so um die Ohren klatschen. Beispiele für die große Vielfalt gefällig? Die optimierte Sportlimousine wie die neuen Manhart-Modelle MH2 400 WB (430 PS und 592 Nm, vorne) und MH4 550 (555 PS und 820 Nm, hinten). Die legendäre Sportwagenikone (Ferrari) Dino im Besser-als-Neu-Zustand. Ein Opel Astra als Gesamtkunstwerk mit getuntem Turbo-Motor, aufwändiger Lackierung… und Sattlerarbeiten, die auch einen Rolls die Augenbraue lupfen lassen würden. Zwar ebenfalls ein Opel, aber damit sind bereits alle Gemeinsamkeiten genannt. Denn dieser Manta geht quer und macht sich gerne schmutzig: Der Stachelrochen von Gerrit-Jan Toonen aus den Niederlanden. Die Vielfalt bezieht sich selbstverständlich aber nicht nur auf die Fahrzeuge, auch die Herrinnen der Schöpfung sind in allen Farben und Formen vertreten. Doch zurück zu den Schönheiten auf vier Rädern. Wir meinen: Seit dem 300 SL Coupé gab es keinen eleganteren Mercedes-Heckabschluss. Der neue Mercedes AMGT GT. Ganz anders, aber trotzdem toll: Drift MX5 von V-Maxx Autosport. Etwas älter, aber mindestens genauso cool: Jaguar XJ-S V12, mit seinem Fahrer Tom Walkinshaw 1984 Gewinner der European Touring Car Championship (ETCC). Neue Trends bei den Felgen oder nur eine Messespielerei? Beleuchtete Naben bei ATS und eine Polycarbonat-Felge der Marke Windrad. Essen Motorshow: Ein wichtiger Faktor ist und bleibt Styling&Car-Hifi. Wie auch in den vergangenen Jahren schon, setzt sich die LEDifizierung der Kfz-Beleuchtung weiter durch. Aber auch klassisches Kühlergrillcleaning existiert noch. Zumindest solange die Wagen noch einen Grill haben. (Zum i8 und i3 schiel‘) Apropos Schielen: Die Augen so manchen Besuchers wurden von diesen Damen bis in den ungesunden Bereich...
Nürmeet 2014: Die S-Chassis-Szene lebt!...
gepostet von Niels Kreischer
Das jährliche Treffen der S-Chassis-Szene mit Teilnehmern aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Luxemburg, auch kurz genannt „Nürmeet“, fand 2014 bereits zum 12. Mal statt und seine Popluarität scheint ungebrochen. Eine im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gewachsene Anzahl an S12, S13, S14 und S15 machten sich auf den Weg ins tiefe Eifeltal, in dem der beschauliche Ort Niederheckenbach liegt. Doch was sind eigentlich die Beweggründe für einen Besuch auf dem Nürmeet? Der Austausch mit anderen Besitzern, die man bisher möglicherweise nur aus dem Forum SXCE.de her kannte. Das Begutachten der Wagen, Fachsimpeleien und Benzingespräche, eigene Ideen zu präsentieren oder sich inspirieren zu lassen und dazu natürlich die erstklassige Verpflegung vom Grill sowie das abwechslungsreiche Abendprogramm samt obligatorischen Vorstellungsrunden am Freitag- und Samstagabend zu genießen. Ebenfalls zur Tradition gehören der gemeinsame Ausflug über die Eifelstraßen am Samstag sowie die Fahrt zur Nordschleife, die dann von vielen auch für eine Runde auf der Strecke genutzt wird. Das Nürmeet ist trotz des diesjährigen Wachstums ingesamt ein kleines, aber feines Autotreffen geblieben, das seinen ganz individuellen Charme aus der Mischung von PS-Geflüster, Lagerfeuerromantik und Familienausflug besitzt und deshalb für ein harten Kern seit Jahren einen festen Termin im Kalender darstellt. Auch wenn dieses Jahr das Wetter am Haupttag, dem Samstag, nicht wirklich berauschend war, hinderte das die Teilnehmer nicht daran, die ehemalige Wiese (mittlerweile mehr ein Schotterplatz) vor dem Jugendheim in Niederheckenbach zu stürmen und sich ganz der Leidenschaft nach Turbos, Felgen und Bodykits hinzugeben. S15³ Rocket Bunny-S13 Nürmeet ohne Noud und seine RB25-S13: Onvorstelbaar! So dezent können 412 PS aus 1.8 Liter Hubraum aussehen… S14a mit der richtigen Höhe, passenden Felgen und erstklassiger Stickerauswahl. Hecktrick: S15, S13 Silvia, R32 und der Rest S14 bzw. S14a. Die NoName-Heroes waren ebenfalls zu Gast und...
Civic Type-R: Diesen Mugen muss man einfach mögen...
gepostet von Niels Kreischer
Ein Honda Civic Type-R FN2 ist an sich bereits ein seltener Anblick auf deutschen Straßen. Hauptgrund für diese Exklusivität der Topversion der letzten Civic-Modellreihe ist die kurze Bauzeit von 2007 bis 2010, ausgelöst durch die EU5-Norm, die jeder Neuwagen ab 2011 erfüllen musste (und die der K20Z4 des Type-R bedauerlicherweise nicht erfüllte.) Ganz im Gegensatz zu einem Massenmodell wie beispielsweise dem VW Golf, hat es der tuningbegeisterte Besitzer eines Civic Type-R daher prinzipiell eher leicht, ein Unikat zu schaffen. Denn dafür genügt eigentlich schon ein Satz Felgen und etwas Optik. Kathy und Dimi Gaivoronski war das aber zu simpel und so begannen sie, ihren milanoroten 2007er FN2 mit den edelsten und hochklassigsten Teilen aufzurüsten. Gekauft hatten sie ihn im Jahre 2009 und da Kathys Vater seines Zeichens Kfz-Meister ist, der dazu auch seinen Beruf liebt, erledigten sie alle Umbauten in Handarbeit. Die Farbaufträge der Karosserieteile übernahm ein befreundeter Lackierer. Und dieser hatte durchaus viel zu tun. Mugen, der japanische Hersteller von exklusiven Tuningteilen für Honda-Modelle lieferte augenscheinlich sein komplettes Programm für den FN2 nach Neuss. Ob Bodyparts, Anzeigenhalter (speziell für den Linkslenker umgebaut), Schaltwegeverkürzung und sogar die Kennzeichenhalter sind Original-Mugen… Laut Dimi ist in erster Linie Kathy „Schuld“ daran, dass sie nur Originalteile von den besten Herstellern verwenden. Wäre er allein für das Auto verantwortlich gewesen, hätte er es vermutlich mit Nachbauten verbastelt. Frauen kennen sich eben mit Marken und Qualität aus… Aber die Liste der Hersteller ist noch mit einigen anderen Hochkarätern bestückt. So ist das Fahrwerk ein Produkt der Firma Tein (Super Flex), die Abgasanlage stammt von TODA (Edelstahl ab KAT), der Krümmer von TEGIWA, die Gurte lieferte TAKATA und die Felgen (Rays CE28N) stammen von niemand Geringerem als der Firma VOLK. Kathy und Dimi sind aber nicht nur große JDM-Fans, sondern...