GT-Show Suzhou China
In Suzhou, rund 1,5 Stunden von Shanghai entfernt, fand dieses Jahr wieder die legendäre GT Show Suzhou statt. Und eins vorweg: Das hier ist keine normale Messe – es ist ein Statement.
Natürlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen und so fuhr ich also nach Suzhou.




Vom Presse-Ticket zur kompletten Überraschung
Alles begann relativ unspektakulär. Wir nahmen Kontakt mit der Essen Motor Show auf, die vor Ort den German Pavilion organisiert, und fragten nach einem Presseticket – ohne wirklich zu wissen, was uns erwartet.
Spoiler: Wir waren komplett unvorbereitet und ahnungslos. China muss sich in Sachen Tuning, Szene und Community absolut nicht verstecken – im Gegenteil. Was hier abgeht, ist auf einem Level, das selbst erfahrene Messegänger überrascht. Aber
Ein riesiges Dankeschön geht an Ito, unseren Ansprechpartner hinter dem German Pavilion. In Rekordzeit organisierte er, dass wir an unsere Tickets kommen. Und nicht nur das: Wir wurden direkt noch zu einem gemeinsamen Abendessen mit dem rund 30-köpfigen deutschen Team eingeladen – eine Einladung, die man definitiv nicht ausschlägt.

Schon die Anreise hatte Gänsehaut-Potenzial
Bereits am Donnerstag, dem Tag der Anreise nach Suzhou, lag etwas in der Luft.
Auf den Parkplätzen rund um die Hotels: keine Serienautos, sondern pure Szene. Getunte Lamborghinis neben GR Yaris, überall Sound, überall Bewegung. Man wusste sofort: Hier passiert etwas Großes.
Zehn Hallen – und jede sprengt deine Erwartungen
Freitagmorgen ging es dann aufs Gelände. Dank perfekter Organisation ohne große Wartezeit rein – und dann der Moment:
Boom.
Selbst für China hatten wir dieses Ausmaß nicht erwartet. Und zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Ahnung, wie groß es wirklich ist.
Die Messe erstreckt sich über 5 gigantische Hallen, jede davon mit zusätzlichem Stockwerk – und überall: Autos, Builds, Stände, Menschen. Komplett vollgepackt. Kein Raum verschenkt. Das gesamte Areal umfasst 120.000 Quadratmeter


















Internationale Szene – wer hier alles so rumläuft
Auch personell ist die Messe absolute Champions League:
- Larry Chen
- Yuki Lee
- Zai Bullzai Hamdan
- Adik Jun
- Hiroshi Tamura
- Kei Miura
- Toshiya Ichiraku
- Keiichi Tsuchiya
- Hanavocado, das Stututu Girl
- Re Amemiya
Und viele mehr.
Deutschland mittendrin – gefragt wie nie
Auch Deutschland war stark vertreten:
- German Pavillon
- VDAT e.V.
- EMS
- E-Mags Media (inkl. Kult-Wackeldackel, der zum Nachteil der Chinesen leider nicht zum Verkauf stand 😂)
- H&R (gleich mit zwei Ständen!)
- EVC Electronic
- WS Racing
- P.AD.
- SlyStyle Performance
- Capristo Automotive










- Eibach
- KW Automotive
- SIXNINE Wheels
- BBS
Man merkt schnell: „German Engineering“ zieht hier richtig.
Und wer bei den Bildern genau aufgepasst hat, dem mag aufgefallen sein das auf den EMS Plakaten der Skyline von unserem Used4.net Moderator Philipp Bernd zu sehen ist.
3–4 Stunden anstehen? Kein Problem.
Was uns sofort aufgefallen ist: gigantische Warteschlangen.
Der Grund? Limitierte Modellautos. Besucher nehmen hier 3–4 Stunden Wartezeit in Kauf, nur um eines dieser Teile zu ergattern.
Ähnlich bei Autogrammstunden der Szene-Größen.
Und trotzdem: alles ruhig, organisiert, respektvoll. Keine Hektik, kein Chaos.


Community statt Ego – das macht den Unterschied
Was diese Messe wirklich besonders macht, ist die Atmosphäre.
Ein Beispiel: Ein Drifter hatte seinen eigenen Stand mit einem Subaru BRZ – und verkauft dort seinen eigenen Energy-Drink in kleinen NOS-Flaschen, um sein Hobby zu finanzieren.
Sein Name: Diablo.
Typisch China: Viele wählen westliche Namen, weil ihre echten Namen für Ausländer schwer auszusprechen sind. Aber egal wie der Name ist – die Leidenschaft ist echt.


Alte Bekannte und neue Geschichten
Mitten auf der Messe dann ein unerwartetes Wiedersehen:
Jeffrey Li.
Der Typ, der einstmals mit seinem Santana einfach mal von China bis zum Wörthersee fuhr. Ich stand vor seinem Auto, schrieb ihm – und Minuten später standen wir zusammen da und haben uns über seine nächste Tour unterhalten.
Jeffrey ist ein Kerl, der die alte Schule und Community für mich verkörpert.
2026 will er wieder los. China → Deutschland. Komplett irre. Komplett legendär. Und jetzt mit USED4-Sticker. Gute Fahrt, Jeffrey!






Zwischen Fame und Realität – und keiner macht ein Ding draus
Eine Begegnung, die besonders hängen geblieben ist:
Eine junge Dame Namens Zhuo Neo Pat mit ihrem Evo 10. Das Auto? Absolut on point mit Varis Body Kit und geilen Felgen vom lokalen Markt „RAVIZE“. Nichts fehlt, alles stimmig.
Wir kamen ins Gespräch, bisschen Smalltalk, USED4-Sticker verteilt. Sie erzählte, wie schwer es teilweise ist, so ein Auto in China zu fahren wegen der strengen Bestimmungen.
Auch hatte sie einen Anfahrtsweg von dezenten 15 Stunden zur Messe.
Währenddessen bildet sich um uns eine kleine Menschenmenge. Klar – westlicher Typ, ich kann ein bisschen Chinesisch, das zieht Aufmerksamkeit an.
Was ich erst später erfahre: Sie ist TikTok-Influencerin mit knapp 1 Million Followern.
Gleich daneben Jeffrey (ein anderer Jeffrey) der auch mit seinem BRZ Breitbau ausstellt und zu Hause auch noch ein paar unheimliche schöne Autos hat. Man merkt bei ihm einfach, dass er Benzin im Blut hat!
Wie haben uns direkt verstanden und Kontakte ausgetauscht. Im späteren hat er mich auch zu einem der berüchtigten Undergroundevents eingeladen an dem ich familienbedingt leider nicht mehr teilnehmen konnte.
Und genau das ist der Punkt: Du merkst es nicht. Keine Attitüde, kein Gehabe. Einfach ein normaler Talk unter Petrolheads.




Models, Medien, Madness
Was man ebenfalls nicht ignorieren kann: die enorme Anzahl an Models.
Sobald sich irgendwo eine Traube aus Fotografen bildet, weißt du: Da passiert gerade was.
Besonders extrem war es beim Gulf-Stand:
Eigener DJ, Party-Atmosphäre, mehrere Sportwagen und sogar ein kleiner Helikopter – natürlich alles in klassischer Gulf-Lackierung.












Okay, etwas merkwürdig waren die Glascontainer mit den Streaming Mädels. Das ist für mich wie mit den drei Muscheln, man sieht es, aber versteht nicht, wofür.

Fazit – China hat verstanden, worum es geht
Die GT Show ist nicht einfach nur groß. Sie ist nicht einfach nur laut.
Sie ist echt.
Hier geht es nicht nur um Builds, sondern um Menschen. Um Geschichten. Um Leidenschaft.
Und genau deshalb sagen wir:
China ist längst angekommen – und spielt ganz vorne mit.



























Zum Abschluss will ich mich selbst nochmal herzlich bei Ito und dem ganzen EMS Team herzlich bedanken. Und ich kann euch auch sagen, Ralf der Organisator der EMS hat mir ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Die EMS 2026 solltet ihr nicht verpassen das es ein paar echt schöne Überraschungen geben wird.













































































































































































