UK Imports: Wie geht das?

Das Preisgefälle bei britischen Rechtslenkern und die enorme Auswahl an sportlichen Japanern, lässt vielen das Wasser im Mund zusammenlaufen und gerne wird über einen Import nachgedacht, was automatisch viele Fragen aufwirft. In einem kurzen Guide möchte ich euch zeigen, dass der UK Import gar nicht so kompliziert ist, man aber doch einige wichtige Dinge beachten muss. Der drohende Brexit mit aktuell ungewissem Ausgang erzeugt beim Thema UK-Auto-Import eine gewisse Brisanz, da nicht abzusehen ist, ob auch zukünftig zollfrei Wagen aus UK importierbar sein werden. UK or not UK? Viele Fahrzeuge auf der britischen Insel kennt und sieht man auch hierzulande. Civic, Impreza, Mitsubishi Evo, Toyota Supra, Mazda RX7 und RX8 sind jedem Auto Enthusiasten bekannt und diese findet man auch auf deutschen Straßen. Leider ist die Auswahl in unseren Gefilden oft mager und die Preise gleichzeitig hoch. Da liegt ein Import nahe, der bei EU-Rechtslenkern im Prinzip nicht allzu schwierig ist. 1. Suche Am Anfang steht natürlich die Suche bei der uns besonders das Internet weiter hilft. Hier haben sich mit der Zeit besonders die Seiten Autotrader.co.uk und Pistonheads.com als wahre Fundgruben erwiesen. Speziell bei Pistonheads findet man sehr sportliche und gut motorisierte Autos, die sich ein Japan-Fan in den meisten Fällen besonders gerne wünscht. Ich empfehle dabei hauptsächlich bei Händlern zu suchen, da ihr euch in diesem Fall mit den gängigen Suchmaschinen Infos verschaffen könnt und auch Anhand des Fuhrparks seht, um was für einen Händler es sich handelt. Ist es ein Hinterhof-Shop oder ein größerer Händler? Gibt es Foren-Einträge oder Infos und Kommentare zum Händler? Wichtige Infos, mit denen ihr euch im Vorfeld absichern könnt, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Trick ist auch ein Blick auf die gesamte Liste der angebotenen Fahrzeuge: Sind alle Fahrzeuge auf dem selben Gelände fotografiert? Handelt es sich auf den Fotos aller Fahrzeuge um die selbe Umgebung und existiert die Adresse? Ein Blick auf den Händler per Google Streetview ist ganz besonders hilfreich. 2. Euro-Zulassung Auf dem britischen Markt gibt es freilich eine Vielzahl an Japan-Importen, die genauso wie EU-Modelle angeboten werden. Wichtig ist nach Möglichkeit ein EU-Modell mit e-Zulassung zu erwischen. Geht euch hierbei sicher, indem ihr eine Kopie des Fahrzeugbriefs (V5 Certificate) anfordert und dort unter dem Punkt „type approval number“ die Nummer der e-Zulassung findet. Diese beginnt (ihr ahnt es schon) mit den Zeichen „e“ und einer Nummer gefolgt ein einem Sternchen (z.B. e1*98/14… )und zeigt euch, dass es sich um ein waschechtes EU-Fahrzeug handelt. Sollte die Nummer nicht im Brief zu finden sein, steht sie auf einer der Metallplaketten im Motorraum. Bittet in dem Fall einfach um Fotos der Plaketten, um genau sicher zu gehen. Sollte der Wagen keine e-Zulassung haben, wird in Deutschland eine Vollabnahme beim TÜV plus einem teuren Abgasgutachten nötig. Das ist in der Regel der Fall wenn man sich für einen Skyline oder ähnliches entscheidet, was es definitiv nur im japanischen Markt gibt bzw. gab. Achtet daher sehr darauf, dass ihr wirklich ein richtiges UK-Modell kauft. Ein weiterer Hinweis auf einen Japan-Grauimport ist im Übrigen der Blick auf den Tacho. Auf vielen Innenraum Fotos kann man erkennen, dass ein Tacho bei 180kmh zu Ende ist, was in den meisten Fällen für ein JDM-Modell spricht. Sollten in dem Fall auch noch Aufkleber und Plaketten im Motorraum in japanischer Sprache sein, könnt ihr euch sichergehen, dass es sich definitiv um ein JP-Modell handelt, das euch bei der Zulassung mehr Probleme machen wird. Andererseits sprechen aber auch von Fahrzeug zu Fahrzeug viele Argumente für einen solchen Import. Schließlich haben japanische Imprezas oft die besseren Triebwerke, den Skyline gibt es ausschließlich aus JP und flotte Toyota Altezza oder Chaser erhält man ebenfalls nur per Grauimport.   3. MOT, Tax, HPI check, Service history? Hat man erst einmal ein paar Fahrzeuge in Betracht gezogen gilt es die Händler nach allen Details zu fragen und zu jedem bisschen auszuquetschen. Dabei sollte ganz besonders nach einem „HPI check protocol“gefragt...