Vom 13. bis 15. August machte die Drift Masters Championship Station in Deutschland. Die sechste Runde fand im Rahmen des ausverkauften Iron Drift King Festivals in Ferropolis statt. Ferropolis, die Stadt aus Eisen, liegt auf einer Halbinsel im Gremminer See bei Gräfenhainichen. Eine feste Rennstrecke gibt es hier nicht – das Gelände ist sonst vor allem für Festivals wie Splash! oder Full Force bekannt. Für den Iron Drift King wird die Strecke jedes Mal komplett neu aufgebaut. Dazu werden Betonbarrieren als Streckenbegrenzung und Schutzzäune für die Zuschauer aufgestellt. Erst dann wird aus dem Festivalgelände eine Driftstrecke – eingerahmt von fünf stillgelegten riesenhaften Tagebau-Baggern. Drumherum Wasser, Strände und Badegäste. Mir ist kein anderes Motorsport-Event bekannt, bei dem man zwischendurch schwimmen gehen kann. Aber genau das macht den Iron Drift King so besonders. Die Möglichkeit der Abkühlung wurde an diesem sehr heißen Wochenende auch intensiv genutzt – von Besuchern und auch von Fahrern und Teams. Das Wochenende startete schon am Mittwoch mit einem Highlight: Während die DMGP-Teams und wir vom SXOC Skidclub e.V. noch die Camps aufbauten, konnte man eine Teil-Sonnenfinsternis bestaunen (mit etwa 85% Abdeckung die stärkste seit 1999). Später am Abend gab es auch noch die Gelegenheit für ein Fotoshooting auf der nun fertig aufgebauten Strecke. Noch bevor die Fahrer des DMGP am Donnerstagmorgen ihre ersten Trainingsläufe absolvierten, durfte sich der SXOC an die Strecke herantasten. Warum der SXOC überhaupt da war? Wir durften die Pausen im DM-Zeitplan mit Showruns für die Zuschauer füllen. Im Vergleich zum letzten Jahr waren alle Fahrer spürbar entspannter. Es entwickelten sich schneller als erwartet (und eigentlich geplant!) erste längere Trains. Im Anschluss übernahm der DMGP die Strecke. Am späten Abend startete das Fahrerfeld der Drift Masters in das erste Nachttraining. Freitag wurde fleißig weiter trainiert: Während am Freitagabend die Pro-Fahrer ihre Autogrammstunde gaben… … machten sich die SXOC-Fahrer für ihre erste H.A.T.E.-Show bereit. Ziel war es, den Besuchern eine großartige Show mit vielen schönen Trains zu bieten. Und der SXOC hat geliefert. Gleich im Anschluss ging es bei Drift Masters in die Qualifikation. Und die hatte es in sich: Conor Shanahan legte einen 98-Punkte-Run hin und belegte den ersten Platz knapp vor Maschine James Deane. Hinter den beiden Iren schafften es Piotr Więcek und Jack Shanahan auf den dritten und vierten Platz. Damit standen ausgerechnet die vier härtesten Verfolger des im DMGP führenden Paweł Korpuliński auf den ersten vier Plätzen. Die Ausgangslage für einen spannenden Samstag hätte nicht besser sein können. Der Samstag brachte uns dann noch mehr Hitze. Für das DM-Fahrerfeld hieß das: Veränderte Grip-Verhältnisse und entsprechende Anpassungen an den Setups. Nach den Battle-Trainings am Vormittag starteten am Nachmittag dann die Top 32, gefolgt von der Präsentation der Top 16 Fahrer. Angeführt wurden die Autos vom RWB (RAUH-Welt BEGRIFF) Artemis, welcher an diesem Iron Drift King Weltprämiere feierte. Mit dem Sonnenuntergang hinter den Baggern verwandelte sich Ferropolis erneut. Die Strecke wurde wieder kühler und schneller. Dazu Scheinwerfer im Rauch, reichlich Pyrotechnik und die farblich beleuchteten Eisenriesen. Wer einmal Nachtdrift vor dieser Kulisse erlebt hat, versteht, was diese Runde im Drift Masters Kalender so besonders macht. In der Top 16 traf Paweł Korpuliński auf Conor Shanahan – das zehnte Aufeinandertreffen der beiden. Nach einer abgerissenen Frontstoßstange in Pawełs chase run und einem langen Review durch die Judges ging der Sieg an Conor. Für Tabellenführer Korpuliński war das Wochenende damit frühzeitig beendet – und die Meisterschaft wieder offen. Am Ende des Abends hieß der Sieger (und damit auch der Iron Drift King 2026) Piotr Więcek. Der Pole arbeitete sich durchs Bracket, schlug im Finale den Top-Qualifier Conor Shanahan und machte aus einem dritten Platz in der Quali ein 106-Punkte-Wochenende. Damit übernahm er die Tabellenführung – 22 Punkte vor Korpuliński. Wir müssen noch über Jack Shanahan sprechen: Er war mit einer Fußverletzung und auf Krücken angereist und verpasste das Donnerstagstraining. Die Moderatoren Kevin und Shifty brachten es mehrfach auf den Punkt: „Jack kann mit dem...