Allstedt Airport 🛩️ – Fly-In zum Main

Wer unsere Berichterstattungen der Drift-Events auf dem Flugplatz Allstedt schon länger verfolgt, weiß Bescheid: Allstedt ist ein Flugplatz. Ein aktiver noch dazu. Also kam mir im vergangenen Jahr die Idee, mal diese andere Seite der Location zu testen, die ich bisher immer nur peripher berührt hatte: wenn während der Driftevents mal wieder ein Flugzeug startete oder die alte Antonov AN-2 direkt neben der Driftstrecke stand. So fragte ich meinen guten Kumpel Christian, der seines Zeichens Fluglotse, Familienpapa, semiprofessioneller Pilot, Abenteurer durch und durch ist und unser erster USED4-Podcast-Gast war. Was genau meine Frage war? Na, ob er Lust hätte, mit mir nach Allstedt zu fliegen, das Driften kennenzulernen und ein paar coole Bilder von oben zu machen. Da Chris immer für jeden Spaß zu haben ist, sagte er direkt Ja. So flogen wir also am vergangenen Samstag von seinem Heimatflughafen Mainz-Finthen mit der Vans RV7, an der er eine Flugbeteiligung hat, in ca. 60 Minuten nach Allstedt. Mit dem Auto brauche ich normalerweise 3-4 Stunden, bei Stau gerne auch mal länger. Stau in der Luft gibt es eigentlich nie, man muss höchstens mal kurz warten, bis die Flugzeuge, die sich gerade im Landeanflug befinden, durch sind. Und mit einer Vmax von über 350 Klamotten ist man einfach auch schnell von A nach B oder in diesem Fall von EDFZ nach EDBT. Vor Ort angekommen, zahlten wir die 5,50€ Landegebühr und stürzten uns ins Matsuri-Getümmel: SXOC Main Matsuri, das sind mittlerweile Dimensionen eines Kleinstadt-Dorffestes, wobei die Vorstände des SXOC nach der legendären Jubiläumsfeier 2024 alles etwas eingedampft haben: weniger Autos, damit weniger Menschen, kein Nachtdrift mehr und einfach ein bisschen weniger von allem. Von allem außer dem Spaß. Denn der ist mit dem etwas reduzierten Umfang nicht kleiner, sondern eher größer geworden: mehr Seattime, weniger Gedränge, einfach eine entspanntere Stimmung. In den zwei Jahren ist man ja auch älter geworden. Zwei Jahre, um genau zu sein. Auf der Strecke ging es rund wie bisher auch schon, aber nicht nur mir fiel auf, dass das fahrerische Niveau mittlerweile neue Höhen erreicht hat. Perfekte Tandems, atemberaubende Trains, wildeste Qualmproduzenten. In Allstedt existieren mittlerweile Skills, die sich vor niemandem verstecken müssen. Aber ich war nicht das einzige USED4-Mitglied mit Kamera in Allstedt! Auch Marco und Jessi hatten ihre Ausrüstung dabei und deshalb übergebe ich jetzt an Marco: Neu in diesem Jahr war die Skidpad-Strecke, die das Team BAINROW komplett neu gelayoutet hatte. Wo bisher eine einfache Freifläche zum Üben aufgemalt war, haben die Schwarzwälder einen technisch anspruchsvollen Track geschaffen, der den Fahrern einiges an Können abverlangte – aber auch jede Menge Spaß machte. Am Donnerstagnachmittag wurde dort ein Teamdrift-Wettbewerb namens „Shred the Pad“ ausgetragen: mehrere Autos pro Team, gemeinsam durch den Track, so eng und so stylisch wie möglich. Den Sieg holte sich am Ende das Schweizer Drift-Team KAOS: P1 KAOS DriftP2 Den AssisP3 352Drift Team KAOS auf dem Skidpad. Und auf der großen Strecke. Das Fahrerlager bei Tag. … und bei Nacht. Battlebriefing vor den Top 16 der Vereinsmeisterschaften. Nils Peternieks (mittleres Bild) schaffte es trotz anhaltender technischer Probleme an seinem Auto in der Qualifikation auf den ersten Platz. Autos vor dem HATE: Die Jury bei der entbehrungsreichen Arbeit oben auf dem Hangar. Happy Awesome Tandem Escalation! Team KAOS (und Freunde) beim Eskalieren nach dem HATE. Kevin am Mic Team KAOS bei der Preisverleihung Shred the Pad. Die Gewinner der Vereinsmeisterschaften: Samuel Kern Jan Streubel Jimmy Willems Manuel Fehrenbach Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns, Jessica Wuckelt und ihr großes Talent für tolle Fotos bei USED4 begrüßen zu dürfen. Hier einige weitere ihrer besten Bilder vom Matsuri: Main Matsuri 2026, ein echter Höhenflug für mich und Dank der erstklassigen Bilder und Texte von Jessi und Marco, eines der entspanntesten Allstedt Drifts aller Zeiten für mich. Man wird ja auch nicht jünger. Ach Quatsch! Immer weiter. 🙂 Wir sehen uns beim Miyabi Dori Invitational im Oktober! Text und Bilder:Niels Kreischer – USED4.net Marco Menke...

Allstedt 2024 – 10 Jahre Jux & Drifterei 🦅...

Seit Albert Einstein ist klar: Die Zeit ist eine kontinuierliche Größe, die je nach Gravitation und Beschleunigung mal langsamer und mal schneller vergehen kann [Quelle: Wikipedia] Beschleunigung, davon gibt es in Allstedt seit jeher richtig viel, längs aber auch ganz besonders quer. Ist dieser Umstand vielleicht auch der Grund dafür, warum sich die 10 Jahre, die der SXOC Skidclub e.V. in Allstedt schon Driftveranstaltungen arrangiert, anfühlen, als wären es gerade mal 5? Wer weiß, auf jeden Fall war das diesjährige Drift Matsuri der Anlass, das Jubiläum ganz groß zu feiern. Und groß, das heißt: mehr Autos (>170), mehr verrückte Menschen, mehr prominente Menschen (Elias von den Driftbrothers, Max Heidrich, Adam Zalewski) ein riesiges Fahrerlager bis zum Horizont, eine Leinwand mit Beamer und sogar eine waschechte Bühne, auf der die Wiesbadener Coverband Mallet richtig rockte. Nie dagewesene Szenen folgten… Rock `n Roll, Baby! Der nächste Morgen war hart. Aber Allstedt war schließlich noch nie was für die Weichen. Zwei Unwetter biblischen Ausmaßes waren im Laufe der Woche über die Party hereingebrochen und so manches Zelt, Objektiv oder auch Paar Schuhe wurde vollständig durchnässt oder zerstört. Aber auch wenn es mal nicht regnete oder stürmte, kam es zu dem einen oder anderen Crashu auf dem Matsuri-Track und die Schraubereien im Fahrerlager waren allüberall zu sehen. Das tat der guten Stimmung aber überhaupt keinen Abbruch… Allstedt ist aber nicht nur Party, Sturm und Kabelbinderreparaturen, Allstedt ist vor allem DAS!Drift, Tandem, Big Entry, Walltap, Dirtdrop, Train, Burnout, Door to Door, Backward Entry… Spaß ist toll, aber Gewinnen ist besser und so gab es auch im Jubiläumsjahr einen Allstedt Allstars-Contest und ein HATE-Masters. Beim Allstedt Allstars judgten Elias Hountondji, Adam Zalewski und Max Heidrich uphill mit allerbester Aussicht. Durchsetzen konnte sich am Ende Dirtdrop-Phil vom Foot the Fuck down!-Team aus der Schweiz, der mit seiner V8-S13 die schönsten Sounds Linie ablegte. Das HATE-Masters gewann dann das bunt gemische Team aus Jimmy (Team Undecided!), Martin (White Smoke Drift), Dominik (Nightspeed!) und Lukas (ebenfalls Undecided!) Man könnte also auch sagen: Unentschieden zwischen White Smoke und Nightspeed. 😀 Weitere Bilder von den wilden Nacht-Battles beim HATE. Die Zeit, mal erscheint sie schneller, mal langsamer. Das haben wir bereits gelernt. Aber manchmal scheint sie auch kurz stillzustehen. Als du, Alex aka Zahnfee, deinen Rückzug als Präsident des SXOC Skidclub e.V. verkündestet, war das für mich so ein Moment. Du würdest es sicher nicht wollen, aber ich mache es trotzdem:Danke dir für alles, Alex. Du hast die Show 10 Jahre lang mit einer unglaublichen Energie und einer bewundernswerten Chuzpe zu immer neuen Highlights und durch alle Untiefen geführt. Ganz wie eine echte Fee. Dass die HATE-Gewinner dir ihren fetten Pokal gewidmet haben, ist daher nur konsequent. Die neuen Bosse Leon und Kevin haben bereits bewiesen, was sie drauf haben und so kannst du dich beruhigt auf deine neue Rolle als Fahrer, Mitglied und Senior-Präsident zurückziehen. Im Namen von USED4.net: Alles alles Gute dich und deine Familie! <3Bild und Text: Niels Kreischer – USED4.net Alle Bilder vom Drift und aus dem Fahrerlager ab morgen (04.07.24) auf unserem...

Allstedt 2023 – Drift Pics

Unsere Drift-Bilder vom Main-Event des SXOC e.V. in Allstedt Niels Kreischer –...

Allstedt 2023 – Sweet Summer Haze

Ein süßer Sommertag irgendwo im Nirgendwo… Der Dunst der Hitze legt sich über das Land. Der SXOC e.V. Skidclub hatte zum fröhlichen Matsuri geladen und aus allen Landesteilen reisten die Menschen und Drifter an. Auf eigener Achse, mit einem Trailer, manche sogar mit einem Wohnmobil und einer, ein ganz besonderer, mit seinem Radlader. Es ist Radlader-Leon und er hat diesen Namen aus einem bestimmten Grund erhalten: seiner Frisur. Sein Fortbewegungsmittel ist natürlich auch außergewöhnlich: ein FAUN FRISCH 1400C-Radlader, gelb, riesig und 40 km/h schnell. Damit reiste Radlader-Leon über mehrere Tage aus Gifhorn nach Allstedt (208km), den Vokuhila im Wind. Währendessen lieferten seine Kumpels den turbogeswappten 740er Volvo an, den sie alle zusammen erst kurz vor dem Event fertiggestellt hatten. So ein Radlader ist unglaublich durstig groß laut praktisch! Man kann mit ihm Barrieren versetzen und Tribünen rearrangieren. Bodo, der Baggerfahrer, wäre stolz. Diese Barrieren waren eine der neuen Notwendigkeiten, um die Sicherheit der vielen vielen Zuschauer zu gewährleisten und endlich passende Bierabstellflächen zu bieten. Und weil man im Sitzen schlecht über eine vergitterte Wasserbox auf einer Palette blicken kann, wurden auch noch fahrbare Tribünen angeschafft. Man kann ohne Übertreibung behaupten, Allstedt-Drift by SXOC e.V. is on another level. Next Level sind übrigens auch die Big Entrys von Dennis, Jimmy, Jan, Marco, Fabi und Co. Im Infield der Applauskurve zu stehen, wenn die Könner mit >100 Klamotten anfliegen und den Drift einleiten, das bedeutet Adrenalin und Gedanken an die eigene Lebensversicherung. Im Fahrerlager tummelte sich derweil allerlei Buntes: Hawaii-Hemden-Hipster, Sailor Moons und andere schöne Menschen. Außerdem auch einige liebe Hunde ❤️ Wo gehobelt wird, fallen Späne Wo gekloppt wird, fallen Zähne Wo gedriftet wird, verliert manche Felge die eine oder andere Strähne. Stimmts Samir? Von links nach rechts die Folge der Ereignisse… Et voilá: Weitere Bilder der heftigen Action auf der Strecke. Und so senkt sich bereits der Abend über Allstedt, den unreifen Verrückheiten und den verrückten Reifenhaufen. Der SXOC e.V. hat wiedermal geliefert und der große Andrang, trotz der mittlerweile vielen Parallelangebote wie Private-Events und Stylestedt, war beeindruckend. Das Matsuri war ein Ausbund an fröhlicher Ausgelassenheit mit dem richtigen Schuss Wahnsinn. I need a Radlader in my life.   Alle Bilder in Kürze auch auf unserem Facebook-Auftritt.   Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net...

In Kürze fliegt die Schürze – Allstedt 2022...

Ja, eigentlich heißt das Sprichwort korrekt „In der Kürze liegt die Würze“ und das passt auch viel besser zu meinem diesjährigen Allstedt-Main-Event. Ich war nur von Samstagmittag bis Samstagnacht vor Ort, für ein Event, das von Dienstag bis Sonntag geht, eine wirklich kurze Zeit. Aber Allstedt kickt auch schon, wenn man nur fünf Minuten an der Applauskurve steht. Allstedt, das ist Action, Adrenalin, Atmosphäre, Alkohol und eine kleine Prise Anarchie. A wie Allstedt also, aber wer A sagt, muss auch B sagen und das steht in Allstedt eindeutig für BMW. Die 3er-Reihe der Bayrischen Motor Werke ist die günstige und nicht minder spaßige Drift-Alternative, für alle die, denen ein S-Chassis mittlerweile zu teuer und/oder zu schade ist. So trieben sich einige weiß-blaue Schleuderfreunde auf der Strecke herum, teilweise dem Tod nahe, teilweise richtig schick und teuer aufgerüstet. Aber nicht alles ist BMW, es gibt zum Glück auch noch Unbeirrbare wie Jimmy, Kenny, Thommy und viele mehr, die mit ihrem S-Chassis nicht nur cruisen, sondern auch ballern. Besonders erwähnenswert sind für mich Jan und Alisha, das Duo Congeniale. Bei jedem Event als Tandem am Start und sich immer weiter verbessernd. Weitere tolle Nicht-BMWs… Der Flugplatz Allstedt wird bekanntlich immer beliebter, die Anzahl der Veranstaltungen steigt und so manches Event hinterlässt auch dauerhafte Spuren, wie zum Beispiel die neue Cross-Strecke direkt neben der Fahrbahn. Moto-Cross, das bedeutet hoch Springen, ein Zustand, der für Drifter in der Regel unerwünscht ist, die Ausnahme hieß Ebisu-Jump (mittlerweile übrigens auch eine Crossbahn für Dirtbikes und Offroadler.) Deshalb musste der neu augeschüttete Sprunghügel mit einer dicken Barriere Reifen vor ungewollten Abhebungen geschützt werden, als Nebeneffekt gab es witzige Bihoku-Circuit-Erdwall-Vibes. Nur dass eben nicht Keiichi Tsuchiya und Max Orido dort saßen und judgten, sondern fröhliche SXOCler, die die Aussicht genossen und die Fahrer anfeuerten. Das HATE-Briefing war kurz und knackig…. So wie Mr. Hettel himself auch. Und als dann die Dunkelheit ganz hereingebrochen war, ging der Zauber los. Die Gewinner des HATE: 1. Die Schweizer (Foot the Fuck down) 2. Team Durchfall (Kenny Dahlke und Thomas Gatke) 3. Die Gummibärenbande (Jimmy Willems und Danny Fernekohl) Allstedt Allstars: Jimmy Willems Weitester Abflug: Samuel Kern Bestes Kostüm: Ebenfalls die Schweizer Und zum Abschluss noch schnell in Kürze: Da flog die Schürze. Bis bald in Allstedt. 🙂   Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net Das Facebook-Album mit allen Bildern auf...

The Spirit of Allstedt

Wie beschreibt man am besten den Spirit, den eine Veranstaltung innehat? Wie wäre es mit Fakten, Fakten, Fakten? Was: Der Driftober des SXOC Skidclub e.V. auch genannt Autumn (= Herbst) Matsuri (= japanisch 祭り oder 祭 für Volksfest) Wo: Auf dem Flugplatz Allstedt im Grenzgebiet Sachsen-Anhalt/Thüringen Wer: Eine Gruppe Freunde/Drifter/Mediatypen Womit: Nissan Skyline R32, 200SX S13, Silvia S14 und S15, Lexus IS 200, Toyota Chaser, BMW E36 und E46 Warum: Das ist eine berechtigte Frage. Die Antwort ist vielschichtig und sehr individuell. Ich denke, man kann es mit „Das ist die pure Lust am Leben“ zusammenfassen. (Wer das jetzt gesungen hat, ist selbst Schuld.) Wie sieht sowas aus? Vielleicht lassen wir einfach ein Bild sprechen. Denn nichts transportiert das Gefühl und die Atmosphäre des Moments besser, als ein Bild.     Oder noch besser: viele Bilder. Die sprichwörtliche Liebe zu Autos und speziell zur legendären Drift-Epoche in Japan, Anfang der 2000er, war etwas, das alle Beteiligten vor Ort verband. Die Optik der Wagen, die Tiefe, die Liveries (= Beklebungen), all das ist ein Teil des Spirits und spielt eine wichtige Rolle. Aber nicht alle waren mit ihren Autos zum Driften da, schließlich sind viele 90er-Jahre Japaner mittlerweile schon gestandene Wertanlagen. Da überlegt man es sich zweimal, ob man die teure Karosse über den russischen Beton schrubbelt. Es sich zweimal überlegt haben und trotzdem fest dazu entschlossen, das war der Teil der Crew, der die Strecke dann auch unter die (selbstverständlich period correcten) Räder nahm. Der Spirit mag das so. Darunter waren manche, die zum ersten Mal im Real Life quer fuhren, einige hatten dagegen schon etwas Erfahrung gesammelt und wieder andere waren richtig alte Hasen mit Wettbewerbserfahrung. Eine bunte Mischung also, die viele unterschiedliche Perspektiven bietet. Ein Umstand, den wir in einem weiteren Artikel über das Autumn Matsuri näher erläutern möchten. USED4-Editor Andy Kmoch (selbst Drifter, S15 Silber) hat einige der Fahrer interviewt und wird das Ergebnis in den kommenden Tagen ebenfalls auf USED4.net veröffentlichen. Man darf gespannt sein, welche Welten da aufeinanderprallen…. Trailern vs. auf eigener Achse Tandem vs. Don’t touch me Steering Lock vs. Kratzerschock Apropos Aufeinanderprallen… Natürlich klappt nicht immer alles und es gibt eigentlich kein Drift-Event, bei dem nicht mindestens eine Schürze fliegt oder sich zwei Autos berühren (wie die Nightspeed IS200 und Skyline auf dem ersten Bild). Manchmal ist auch ein Ladedruckschlauch undicht und das Auto spuckt wegen des überschüssigen Sp(i)rits Flammen (S15 Rot) oder die Turboleitung leckt und alle drei bis vier Runden muss man etwas Wasser nachfüllen (S14a). Wenn das ganze Auto aber nicht läuft, weil ein unerklärlicher Fehler den Motor zum Stottern und Minderleisten bringt, dann es natürlich schon sehr bitter, da die lange Anreise und der hohe Aufwand quasi umsonst waren (E36). Aber wenn’s läuft, dann ist richtig Party im Salat. Das Fahrerlager versprühte dabei ebenfalls mächtige JDM-Vibes. Like it’s 2001. Und wir meinen nicht das Britney Spears/Backstreet Boys 2001. Das Wetter war stets wechselhaft, selten schien die Sonne, oftmals war es windig, meistens war es kalt. Wenigstens hatten die Motoren so volle Leistung. Aber man macht das Beste draus: Mit Bier, Bass, Bommelmütze und bisschen Ballerei wurde einem schon schnell warm. That’s the Spirit. Wem das gefallen hat, der kann sich auf das bereits erwähnte Special-Feature von und durch Andy Kmoch freuen: ein Interview mit den Driftern dieses wilden Wochenendes!   Niels Kreischer – USED4.net...

Allstedt bleibt anders

Wahrlich außergewöhnliche Zeiten, in denen wir leben… Von Lockdown über Klimawandel, von E-Mobilität zu Abstandsregeln. Momentan gibt es wirklich vieles, das wichtiger scheint, als ausgelassenes Reifenschreddern im wilden Osten. Aber ist es nicht gerade dann wichtig, auch mal loszulassen (wie das Lenkrad beim Gegenpendler), sich zurückzulehnen (wie in die uralten, durchgeballerten billo Halbschalen) und sich das Hier und Jetzt ganz bewusst zu machen (z.B. mit einer Hopfenkaltschale in der Hand sowie aggressivem Euro-Dance von der aufgedrehten Großanlage im rechten und brutalem V8-Gehämmer im linken Ohr)? Das Freunde, ist das wahre Leben, das ist pure Existenz. Bevor wir aber zu sehr ins Philosophische abdriften, lieber zurück zu den harten Fakten: Coronabedingt gab es in 2021 bereits mehrere Privat-Events, vom SXOC Skidclub e.V. organisiert und von vielen Mitgliedern eifrig genutzt. Der übliche Massenansturm auf das Main-Event Anfang August fiel daher aus nachvollziehbaren Gründen etwas kleiner aus, am Ende waren es dann aber doch über 80 Autos, die an den Start gingen. Respekt. Ein Beweis für die Anziehungskraft, die das Driften in Allstedt ausübt. Vor Ort gab es die gewohnte Mischung bayerischer Mittelklasse. Mal mehr zerbumst… Mal weniger… Die jeweiligen Einstufungen sind dabei fließend. Der Zustand kann sich innerhalb einer Runde dramatisch ändern. Selbstverständlich waren auch japanische Sport-Youngtimer in vielen Farben und Formen vor Ort und hielten die Sonnenflagge Nippons hoch. Und auch Exoten wie der Frankenstein-Z31 mit V8 und zwei offenbar absolut serienmäßige C-Klassen mit spektakulärer Seitenneigung kamen schön quer. Zumindest die beiden Benz könnten aber noch an ihrer Optik arbeiten. Das Wetter war typisch 2021, also ein nicht enden wollender April mit ständigem Wechsel aus Regen und Sonne. Dass dabei auch mal ein grandioser Regenbogen entsteht, ist ein schöner Nebeneffekt. Die Abenteuer im Allstedter-Fahrerlager sind ähnlich bunt wie der Regenbogen… Gute Laune am Fliesentisch, Schrauben und Posen, Quatschen und Chillen, Trinken und Grillen, Dixi und Büsche, Relaxen und mal eben den Motor wechseln. Und mit der Rotweinflasche angesäuselt auf dem Motor-Scooter durch die Gassen ballern: Die Backstage in Allstedt bietet wirklich alles, was das Drifter- und das Rockerherz begehren. Bei der Wahl zu Mr. Allstedt treten an: Zahnfee, Lukas, Gaston & Kürsat (v.l.n.r.) Euer Vote bitte an niels.kreischer@used4.net Nachts sind alle Katzen grau. Nur Lukas ist manchmal blau. Deshalb bekam er auch seinen eigenen Limbo – Contest, ganz für sich alleine, aber mit vielen Gästen. Dank der Festbeleuchtung war es mir möglich, einige interessante Mitzieher zu machen. Lukas‘ liebevolle Anfeuerungen gaben dem Ganzen auch akustisch ein besonderes Flair. Das H.A.T.E.-Masters-Finale bekam ich dann leider nicht mehr mit (Termine, Termine), aber die glorreichen Sieger will ich euch nicht vorenthalten: Den Assis/Track_Maniax + ein Henkel vom Pokal für die Wälder. Gratulation! Eine Ost-West-Deutsche Gemeinschaft. Wir sehen uns spätestens beim nächsten Main Event 2022, wenn die Welt hoffentlich wieder etwas normaler geworden ist. Bis dahin fahrt bitte immer vorsichtig.   In Gedenken an Adrian. Bilder und Text Niels Kreischer – USED4.net Die komplette Bildersammlung erscheint morgen (01.09.)  bei Facebook:...

Don’t mess with Allstedt

Das wahre Texas liegt in Deutschland! Im Grenzgebiet Thüringens/Sachsen-Anhalts (Thüsachs), um genau zu sein. Dort im Busch, wo noch wirklich wilde Tiere und unbekannte Gefahren lauern. Wo noch die echten Werte zählen: Flaggen, Bier und V8. Ein Land, in dem selbst die zarte Zahnfee etwas gröber auftreten muss, um zu überleben. Hier kommt die Nacht stets plötzlich und brutal über das Land. Wie ein brünftiger Bison auf Brautschau. Da helfen auch die primitiven Leuchtsäulen der Ureinwohner nur wenig. Kaum hat die Dämmerung eingesetzt, streifen schon einäugige Monster durch die Steppe, stets auf der Suche nach der nächsten Tür. Funken sprühen und Qualm steigt auf, wenn die Tiere der Dämmerung ihre Revierkämpfe austragen: Wer ist der King in der Kurve? Und wer muss die Arena mit traurigem Warnblinker verlassen? Der nächste Morgen bricht an und die Wildnis erwacht zu neuem Leben. Die wenigen menschlichen Bewohner haben sich hier arrangiert. Es wird Beute weggeschafft, die Nähe zu anderen Menschen gesucht und das eigene Nutztier gepflegt. Auch das eine oder andere Selfie entsteht, man ist schließlich auch ein kleines bisschen stolz, dass man hier im Grenzgebiet überlebt. Dieser Stolz steht den abgebildeten wilden Männern und Frauen sogar ganz besonders ins Gesicht und teilweise auch auf den Körper geschrieben. Man kann ihn immer spüren, selbst wenn sie Maske oder Helm tragen. Es ist schon ein außergewöhnliches Volk, die sympathischen Ureinwohner Allstedts, sie nennen sich in ihrer unverständlichen Gurgelsprache selbst „SXOC“. Doch der vermeintliche Frieden des Morgens täuscht, die Jäger und Gejagten beginnen sogleich erneut ihr beeindruckendes Schauspiel von Clipping Point und Backward Entry. Das Schicksal schlägt dabei manchmal unerbittlich zu. Nicht jeder schafft es durch den langen Tag. Ausgeweidet und auf die Seite gerollt. Ein Pferd, das sich ein Bein bricht, wird auch erschossen. Es ist wirklich traurig mitanzusehen. Aber Freunde, so ist eben die Natur. Die Verpflegung der Siedlung erfolgt übrigens durch die Luft. Hier landet gerade wieder das Buschtaxi und versorgt die Menschen am Boden mit dem Allernötigsten: Kardanwellen (S14) und Querlenker (e46). Der Job des Piloten ist in der Tat überlebenswichtig. Weitere Szenen des harten Siedlungslebens. Es ist wahrlich kein leichtes Dasein mit vielen Entbehrungen. So gibt es beispielsweise nirgendwo Lillet Wild Berry, sondern nur Bier. Bei einem Loch in der Scheibe, wird diese nicht einfach getauscht, sondern mit einem bewaffneten Panda beklebt. Sie können schließlich auch Ironie, diese SXOCler. Und ist der e36 kaputt, nimmt man halt eine Stock-C6. Pragmatisch und das Beste aus der Situation gemacht. Bewundernswert, diese Bescheidenheit. Eine neue Nacht, noch wilder und hasserfüllter (sie nennen es selbst HATE), als die davor. Die teilweise dramatischen Ereignisse fordern auch von mir und meinem Equipment Tribut. Ich muss abbrechen und Allstedt für eine gewisse Zeit verlassen, um zu regenerieren. Leider kann ich aus diesem Grund nicht dokumentieren, welches Team als Sieger aus dieser Nacht der langen Messer hervorging. Es hat sich den Triumph aber wirklich verdient, das steht fest. Im Juni 2021 werde ich wieder hier sein und vom wilden Treiben der Drifter in Allstedt berichten. In Gods own country, wo man sich die Segnung noch per Sticker erteilen lässt.   Love ya’all(stedt)! Es grüßt herzlich aus der Wildnis, Euer  – Frank J. Hardcastle – USED4.net Alle diese Bilder und noch viele mehr, in Kürze auf unserer Facebook-Seite. Danke an Jan, Tobias und Andy für die zusätzlichen Bilder....