Alfa GTA

Bei Autoenthusiasten ist aktuell die neue Alfa Giulia in aller Munde, weswegen wir uns dachten, mal einen Blick in die Zeit der alten Alfa Giulia Sprint GT und GTA Junior zu werfen. Oldtimer Fans mit Hemd und Pullunder, die gerne mit dem Sektglas in der Hand über makellose Fahrzeuge fachsimpeln, müssen jetzt ganz stark sein oder lieber gleich weg schauen. Denn dieser Alfa GTA versetzt seine H-Kennzeichen Zeitgenossen und dessen Besitzer praktisch in Schockstarre und räubert über jeden Straßenbelag, als hätte er den Rundkurs nie verlassen. Der Alfa GTA in seinem Renntrim, nicht allzu perfektem Interieur, Überrollkäfig und mattem Lack trägt seine kleinen Unfeinheiten und groben Fehler so dermaßen stolz zur Schau, dass man einfach nur mit einem Lächeln zustimmend nicken kann. Alfa Romeo hat hier Anfang der 60er ein Kunstwerk geschaffen, das schon serienmäßig – dank Karosserieteilen aus Aluminium – mit gerade mal 745kg und Motorisierungen angefangen bei einem 1,6l Vierzylinder mit 115 PS, Fahrwerte bot, die in den 90ern Fahrzeuge wie die Lotus Elise zeigten. Im Renntrimm namens “Alfa Junior 1300” drückte man im Übrigen 180 PS aus gerade mal 1,3 Litern bei Verdichtungen von 11:1. Und das in den 1960ern … Das schaffen einige moderne Motoren heute nicht mal per Aufladung. Das Ganze läuft in diesem Fall freilich ohne das Oldtimer-Klischee von älteren Herren und Damen mit großen Hüten ab. Stattdessen erhält man viel Kat-freien Lärm und pures Motorsport-Gefühl. Viel Luxus und Bling-Bling sollte man nicht erwarten. Zwar zeigen die Holzmaserung des Armaturenbretts und das Lenkrad mit ihrem Charme nochmal die genaue Epoche, dann erinnern aber wieder die Anzeigen zur Öltemperatur und Öldruck, dass es hier richtig zur Sache geht. Ein schöner Oldtimer muss nicht immer mit einem makellosen Blech in Museumsqualität glänzen. Arbeitsspuren und ein auf Einsatz getrimmtes Äußeres sowie...

A3 Lowdi and Goldi

April, das Wetter wird besser, die Röcke kürzer und die Autos werden aus dem Winterschlaf erweckt und auf Hochglanz gebracht. Ich habe das gute Wetter genutzt und mich mit einem A3 der besonderen Art und seinem Fahrer recht spontan zur Autowäsche verabredet. Der A3 von Soner treibt das Thema “tief” auf die Spitze. Seit fünf Jahren besitzt der junge Mann aus der Nähe der unterfränkischen Stadt Aschaffenburg seinen A3 8P. Bald schon wurde ihm klar, dass das Auto zwar kein Racer ist, aber doch einiges an Potential hat, Blicke auf sich zu ziehen. Nach einem Gewindefahrwerk das bald schon an seine Untergrenze kam, entschied sich Soner sein Fahrzeug auf Luftbälge zu stellen. Für viele immernoch ein absolutes No-go, doch wenn man wirklich ganz runter will und dabei nicht ganz die Alltagstauglichkeit verlieren möchte, bleiben einem nicht viele Alternativen. Leider ist so ein Airride nicht wirklich günstig und auch nichts, das man mal eben in einer Nacht und Nebel Aktion in der heimischen Garage einbaut. Hier ist Know-How gefragt. Daher beauftragte der junge Bayer die Firma “Wagn Air” dem Auto zu seiner jetzigen Form zu verhelfen. Auf 205/35er Reifen an einer 7,5×18 ET54 Audi Speedline Felge in Candy Ice Blue steht der Wagen jetzt, wie auf den Bildern zu sehen, schon super da und zieht die Blicke auf sich. Doch Soner ist das noch nicht genug: Er hat weitere Umbau und Fitting Maßnahmen geplant. 165/35er Reifen auf den gleichen Felgen. Sozusagen ein Präservativ für das Alu. Ob hier die Alltagstauglichkeit weiter erhalten bleibt, bleibt abzuwarten. Ein Pleie Überrollkäfig, US Front und ein schöner Kofferraum-Ausbau sollen in den nächsten Monaten folgen. Ein besonderer Dank geht in erster Linie an seine Familie, die das Ganze zwar mit verschiedenen Blickwinkeln betrachtet doch trotzdem hinter ihm steht und natürlich an seine Crew von Workx. Ich wünsche ihm auf jeden Fall...

Kouki Monster

Vor einigen Wochen wurde ich zum ersten Meet & Greet Treffen der RAPIDOZ Crew eingeladen und folgte der Wegbeschreibung, mit meinen Kumpels von Nightspeed im Schlepptau, in Richtung Kiel ! Was uns dort erwartete, war ein bunt gemischtes Feld von richtig leckeren BMWs, über auf den Boden der Tatsachen tiefergelegte VWs, bis hin zu Performance-Kisten wie Martins 200SX. Getreu dem Motto “less is more” finden wir weder wilde Stickerbombs, noch bunt lackierte Felgen oder Anbauteile an Martins S14a. Was zunächst wie eine handelsübliche Kouki mit großen Felgen aussieht, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als ein detailverliebtes Einzelstück, welches seines Gleichen sucht. Martins Projekt startete vor einigen Jahren mit einer originalen Rohkarosse, welche er in unzähligen Stunden mit handerlesenen Zubehörteilen aus dem fernen Osten ganz nach seinen eigenen Vorstellungen modifizierte. Um den 18 Zoll Work VS-XX in 9,5×18 und 10,5×18 gerecht zu werden, wurde die Karosse an allen vier Ecken um 50mm verbreitert. Damit sowohl Pilot als auch Passagier bei etwaigen Turbolenzen schön auf ihren Plätzen bleiben, installierte Martin Bride Gias LowMax Zwillinge in Verbindung mit Takate 6-Punkt Gurten. Generell geht es im Innenraum recht spartanisch zu. Zum oben genannten Gestühl gesellt sich ein Eigenbaubügel, welcher in einem schmucken Gold erstrahlt und bestens mit dem Carbon-Kevlar Cover der Brides harmoniert. Die Gold/Grün Kombination aus dem Innenraum finden wir auch im Motorraum wieder, was aber beim Anblick des SR22DETs schnell zur Nebensache wird, denn hier is beinahe nichts mehr so wie es eigentlich gehört. In Zusammenarbeit mit ZEX wurde nicht nur der Hubraum um 0,2L erweitert, sondern auch die Kanäle optimiert, Brennräume mit Keramik beschichtet und HKS Nockenwellen verbaut, um nur einige der Veränderung des Herzstücks zu nennen. Einen kleinen Auszug der Spec-List findet ihr weiter unten. Abschließend möchte ich mich bei Martin und seiner RAPIDOZ Crew für das tolle Treffen und die spontan entstandenen Fotos bedanken. Wir kommen wieder !   Dominik Jahnke – USED4.net   Nissan 200sx S14a (kouki) Zu 99% neu aufgebaut – AEM Breitbandlambda – Stri Anzeigen für Ladedruck/Öl-Temp/EGT – Takata Gurte – Bride Gias LowMax + LowMax Konsolen – Überrollbügel (hinten) Eigenbau nach Motorsport Richtlinien – M-Sports Carbonhaube – Ganador Spiegel – OEM Nissan Kouki Heckspoiler – Work VS XX vorn  9,5×18 O-Disk +12 / Hinten 10,5×18  O-Disk +12 – 245/35r18 / 255/40r18 Reifen – Tein Superdrift Fahrwerk + EDFC Control Unit – NRG Snap Off – NRG Short Hub – Geschlüsseltes Lenkrad – Invidia 350gt Turboback Auspuff – ZEX Motor Bearbeitung 2,2L Stroker Kanäle geweitet in/ex Kanäle poliert in/ex Größere Inconel Ventile Größere Lagerschalen ARP Kopf/Block bolzen Titan Ventil Federn 264er in/ex HKS Nockenwellen Keramik beschichtete Brennräume Schwungrad erleichtert Tomei Rockerarmstopper u.v.m. – HKS Type-R Ladeluftkühler – NGK Iridium Kerzen – HKS SSQV Blow Off – Garrett 30/71 Turbo 86ar. Internes Wastegate (vergrößert) – 19-Reihen Mocal Öl kühler – Selfmade Cooling Plate – Camber Arms rundum – Apexi Power FC – Apexi Boost Control Kit – Mishimoto X Line Kühler – DOC Race Krümmer – Selfmade Ansaugrohr – K&N57i Filter – RB25 Getriebe + Garage-D Adapter – Energy Suspension Buchsen – Alle Achsteile pulverbeschichtet – HEL Bremsleitungen – Tarrox Bremsscheiben  ...

The Nightspeed 180

Sei es Drift, Drag, Time Attack oder Stance, S-Chassis sind seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil der globalen Tuning-Kultur und erfreuen sich seit jeher über eine treue und stetig wachsende Fan-Base. Ganz getreu dem Motto “Wer suchet, der findet” offeriert der fast unüberschaubar große Zubehörmarkt beinahe alles was das Herz begehrt. Roberts S13 lief zwar einige Jahre in England, kann aber seine japanischen Wurzeln spätestens beim Querlesen der Speclist nicht lange vor uns verstecken ! If it’s drift, time attack or stance, the s-chassis has been a main player of the tuning culture for over 20 years now, with a loyal and steady growing fanbase. The nearly unmanageable amounts of after market tuning parts deliver anything your heart desires. Robert’s S13 has been running in the UK for a while, but by reading trough the speclist, it won’t be able to hide its japanese heritage ! Genauer gesagt handelt es sich bei dieser S13 um eine late spec 180SX aus dem Jahre 1998. More specifically, this is a late spec 180SX from the year 1998. Ehemals im unscheinbaren weiß getüncht, erstrahlt die S13 mittlerweile im auffälligen Lila, welches sehr schön mit den scharfen Kanten des Uras Type 3 Bodykits harmoniert. Formelry in an undescript white paint, the S13 shines in an conspicuous purple, which perfectly harmonizes with the sharp edges of the URAS Type 3 Bodykits. Das Sonnenlicht entlockt dem speziell angemischten Lila seinen blauen Perlmutteffekt – Schönes Detail ! The sunlight elicits the specially mixed purple its blue pearl effect – Beautiful detail! Die weiß gepulverten Work Emotion CR Kai in den Dimensionen 18×9,5 ET20 geben einen schönen Kontrast zur knalligen Außenhaut des 180SX und sitzen wie die Faust aufs Auge. Das Sahnehäubchen bilden die von Driftworks bezogenen Neochrome Lugnuts. The white...

Jahresrückblick 2013: 12 Monate USED4...

Schon wieder ist ein Jahr vorbei, erneut ist viel passiert und der USED4.net-Jahresrückblick geht in seine mittlerweile dritte Runde. Euch allen da draußen einfach nur zu danken, würde uns nach gar nicht ausreichen. Ihr habt mehr verdient, denn ihr seid es, die das alles immer wieder möglich machen und deshalb freuen wir uns, euch nun als großes Dankeschön die Eindrücke der Menschen zu präsentieren, die USED4.net täglich mit Leben füllen. Mit einem einfachen Klick auf den Namen springt ihr zum jeweiligen USED4-Editor und seinem Rückblick. Niels Kreischer Johannes Holländer Max Pischkale Stefan Brencher Philipp Berndt   Niels Kreischer: Mein Jahr begann in der Sonne: Im atemberaubenden Dubai am Jumeirah Beach, um genau zu sein. Dort befindet sich DIE Flaniermeile der Arabischen Emirate und alles was die automobile Welt an Sportwagen und Luxuskarossen zu bieten hat, kann man hier bequem im Sitzen an sich vorbeirollen sehen… Besonders die Bandbreite der Modelle ist dabei beachtlich. Vom extremen Aventador… bis zum Street-Sleeper 240Z mit Turboumbau war alles vertreten…   IDS Faschingsdrift am Hockenheimring: Eisigkalt trotz bestem Sonnenschein. Aber je kälter die Luft, desto höher die Leistung. Und das merkte man den Fahrern an, sie gaben einfach alles. Hier kämpfen René “The Shredder” Portz und Chris Krämer in seinem 1JZ-S13 um die besten Winkel.   Im Februar war ich dann Gast bei den NoName-Heroes in Mannheim und lernte viele ebenso nette wie autoverrückte Menschen kennen. Dieser R33 stand dabei zur rechten Zeit am rechten Ort… und dieser Miata beweist, dass Mazdas kleiner Roadster nicht für alle Körpergrößen gemacht ist…   Bei einem Besuch von Freunden in Dillingen lief uns dieser Lancia über den Weg. Ein Traum in Gelb oder doch eher ein Gelber Teufel?   Am 1. Mai stand das Überfest auf dem Programm. Eine echte Bereicherung für...

The Meeting 2013 – Technik Museum Speyer...

Gestern am 14.09.13 war es wieder soweit, Agentur Scallywags und Hypetoday luden ein zu The Meeting. Als Location wurde in diesem Jahr das Technik Museum in Speyer gewählt, besser gesagt ein Teil des Besucherparkplatzes. Ebendieses sorgte bei meiner Anreise aus dem schönen Bayern für etwas Verwirrung und ich suchte aufgrund fehlender Wegweiser erstmal eine halbe Stunde lang die Location. Sei’s drum, ich war ja eh ziemlich früh dran. Am Platz angekommen,dann gleich der erste “Nice”-Effekt; der Stand der Organisation war direkt vor einer Transall aufgebaut, was an sich schon sehr cool aussah. Der Zweite kam mit der Mitteilung, dass Besucher von The Meeting einen Rabatt auf den Eintritt in das Museum erhalten. Geslammter Golf III mit zeitlosen AZEV Felgen. Ob der gestickerbombte Ventildeckel die Aufmerksamkeit der Verkehrspolizei auf sich ziehen soll, damit sie den dicken Turbo nicht sehen? Da es am Vormittag zum Beginn der Veranstaltung regnete, musste das Rahmenprogramm bedauerlicherweise etwas geschmälert werden. So kamen die Besucher nicht in den Genuss der angekündigten B-Boy Show oder der RC Drifter, deren Fahrzeuge leider nicht ganz so wasserbeständig sind wie die Originale. Aber das Auto-Limbo war eine sehr willkommene Ablenkung/Unterhaltung. So wurde wie beim normalen Limbo eine Höhenmarkierung gelegt, die es zu unterschreiten galt. Mit jedem Durchgang wurde diese Markierung, in Form eines Absperrbandes, ein wenig abgesenkt. Erlaubt war hier fast alles, entweder man schraubte den Wagen spontan noch tiefer, sofern Werkzeug und Restgewinde vorhanden, oder man lud einfach seinen Wagen mit möglichst vielen Passagieren voll. Beim Durchfahren der “Messlatte” sah man den Fahrer meist mit besorgter Miene,… …welche einer umso erfreuteren wich, wenn sie die Hürde erfolgreich gemeistert hatten. Neben dem Limbo wurden auch Trophäen in Form von US Kennzeichen in verschiedenen Kategorien verliehen. Diese teilten sich auf in “Best Classic”, “Best of Low”,...

JDM Familie

Sicherlich brauche ich euch über den Zusammenhalt der Scene nichts zu erzählen. Mehr als in allen anderen automobilen Gruppierungen wird vermutlich die JDM-Scene, die sein, die sich auch am meisten braucht. Man fängt irgendwann klein an und gerät schnell in die Fänge dieses “Kultes”.  Dann passiert es ganz schnell und plötzlich hat man selbst einen dieser Exoten bei sich stehen. Waren wir vor fünf Jahren noch Noobs und heimliche Verehrer jener Automobile, die wir heute fahren, so kristallisierte sich schnell eine kleine Familie heraus. Landes- und bundesweit kennt man sich, was aufgrund des eher überschaubaren Kreises auch nicht wirklich schwer ist. Interessant wird es aber durch “Nachbarn” im eigenen Bundesland und der nahen Umgebung. Wenn wir uns nur einmal bewusst machen, wie viele Leute wir allein in den letzten zwei Jahren kennengelernt haben und welches Familiengefühl daraus entstand… Man gehört dazu, aber man braucht sich auch. Die kleinen Dinge im Leben verbinden. Man greift sich unter die Arme, verschafft sich Teile, verlebt Schrauberabende bei einem guten Bier und deftig Gegrilltem, so wird in unseren Heiligen Hallen nicht nur Stahl, sondern auch Freundschaften zusammen geschweißt. Dieser Artikel ist also euch allen gewidmet! Leicht haben wir es nicht. Hängen wir doch wegen Teilen manchmal Monate lang in der Luft. Ärgern uns Kleinigkeiten an und im Fahrzeug. Gibt es doch des Öfteren Probleme zu lösen. Und seien wir mal ehrlich: Ja, wir sind natürlich auch irgendwo “Automobilrassisten”. Was sagt man nicht alles gegen Fremdfabrikate, die nicht aus Fernost kommen? Uns passt nicht alles in den Kragen, 0815 schon gar nicht. Wir sind eitel und stolz. Einzelgänger sind wir. Eine verrückte Familie, die noch in den Kinderschuhen steckt, aber aktuell erwachsener wird, als ich es mir hätte noch im Jahr 2011 erträumen lassen. “Schuld” daran ist die steigende...

USED4 around the World Tour – Kuala Lumpur Formula Drift Scene...

Das Tolle an unserer Zeit, ist die Tatsache, dass uns durch das Medium Internet alle Wege offen stehen, jederzeit auf jeden Kontinent zu reisen und fast jeden Menschen kennen zu lernen. An dieser Stelle trieb mich schon lange die Idee um, einfach mal einen spontanen Trip nach Singapur und Malaysia zu machen und uns in Asien die Drift Szene anzuschauen. Wie es manchmal so ist, sind die spontanen Ideen nunmal die Besten. Ergo kam es eines Tages zum spontanen Selbstversuch dieses Abenteuer zu wagen und wie es der Zufall wollte, sagte mir Rog Stadelmann von Autoselect-Motorsport – ein bekennender BNR32 Fan – in einem Gespräch: “Komm doch mal vorbei und ich zeige dir die Stadt sowie Land, Leute und die Szene”. Ein Angebot, das man nicht ausschlagen konnte. Kurzerhand wurden die Flugtickets für das spontane Himmelfahrtskommando gebucht, Hotel und Übernachtungsmöglichkeiten kann man ohnehin vor Ort organisieren und nachdem mir die Adresse von Rog genannt wurde ging es auch schon in den Flieger: Auf nach Malaysia! Nach 16 Stunden Flugzeit am Ziel angekommen, fiel unser Blick bei der Suche nach einem Taxi bereits auf einen Nissan Skyline GT-R (BCNR33). Man muss dazu sagen das es in Malaysia einfacher ist sich für diese Fahrzeuge zu interessieren und sie zu importieren und anzumelden. Das Verkehrssystem ist wie in Japan, England und Australien: Rechtslenker-Land. Rog erklärte, dass jedoch JDM-Autos á la Nissan Skyline, S15 etc. wie etwa in UK nie offiziell in Malaysia verkauft wurden. Grundsätzlich seien die Teile aber gut und günstig zu bekommen, die Versicherung sei bezahlbar und der Super Plus Sprit preiswert. Da liegt es natürlich nahe, sich einen JDM Sportler zu importieren. Der Container muss in diesem Fall auch nicht einmal um die halbe Welt geschifft werden, wie es bei einem Import von Japan nach Europa der Fall ist. Rog selbst fährt einen alten E70 Corolla, der sehr nah am Originalzustand gehalten wird, lediglich Felgen und Fahrwerk wurden geändert. Quer lässt sich dieses Auto aber natürlich am besten bewegen. Ein Vierzylinder mit Weber Doppelvergaser und der dazugehörige Heckantrieb bekommen die Kiste sehr schnell quer. Zu unserer Überraschung war der Wagen im Innenraum – entgegen der äußerlichen Originaloptik – konsequent leergeräumt und mit Vollschalen ausgestattet. Während der Beifahrer immerhin noch in einem Sitz Platz nehmen kann, hat der Kandidat auf der Rückbank einfach nur Pech und muss mit einem alten “Batman”-Kissen seinen Frieden finden. Im Klartext: Sitzplätze auslosen oder “Shotgun”-Rules. Egal ob Kultur, Moderne oder Shopping. Kuala Lumpur ist eine Megametropole. Größer, weiter, höher, besser! Den Malaien fließt Benzin durch die Adern. Überall spürt man die Begeisterung zum Motorsport. Mit dem Sepang Circuit direkt vor den Toren der Stadt oder gar den zwei Formel-1-Autos des Mercedes Petronas Teams am Eingang der berühmten Petronas Twin-Towers, sieht man schnell, dass man in Malaysia gerne an der Spitze mitfährt und zu den Ländern gehört, die die Formel 1 austragen. Nun aber zurück zum Thema! Ein FN2 Civic Type R Sedan – egal ob Serie oder von Mugen getunt – ist hier keine Seltenheit. Diese Kisten sind dort ähnlich häufig anzutreffen wie hierzulande ein Golf GTI. Fast an jeder Ecke findet sich ein solches Exemplar, mal mehr mal weniger aufgemotzt. Honda S2000 lohnen sich hier nicht nur aufgrund des sonnigen Wetters, sondern gehören zu den beliebtesten Sportlern in Malaysia! Der ein oder andere Nissan S15 findet sich auch hier und da. Enthusiasten. Gleichgesinnte. Mit den Besitzern kommt man bei dem Thema auch schnell ins Gespräch. Am Tag Vier unserer Reise, der leider auch schon unser Letzter war, besuchten wir noch Ivan Lau, einer der in der Formula Drift Asia ganz vorne mitfährt. Kurz vor einem Lauf in der Innenstadt von Kuala Lumpur trafen wir ihn und überzeugten uns selbst von seinem fahrerischen Können und warfen nebenbei einen Blick auf den Fuhrpark. Da wäre z.B. ein AE86 Levin im perfekten Drift-Outfit und einem von Tonka überarbeiteten Motor. Der 4AGE 1.6 Liter mit NOS schiebt hier...