Reisbrennen 2017: Reis, Reis, Baby!

Vom 4.  bis 6. August war es soweit, das Reisbrennen am Lausitzring fand endlich wieder statt. Wer von uns schraubt für dieses Treffen nicht bis zur letzten Minute noch an seinem Auto und wartet mit bangem Blick zur Uhr auf die letzten Teile per Post? Mir selbst erging es nicht anders mit meiner Bastelbude, wie ich den Integra so gerne nenne. Allein schon auf dem Weg zum Lausitzring ist die Chance nicht gering, anderen Pilgern des beliebten Importtreffens zu begegnen. Bereits hier zeigt sich für mich ein gewisser Zusammenhalt der Szene. Nicht selten wird man freundlich angehupt und wird mit einem Peace Zeichen oder einen Daumen hoch gegrüßt. Für mich war dieses Jahr auf der Hinfahrt ein 33er Skyline das Highlight! Von Weitem erkannten wir den Skyline durch seine typischen Rückleuchten schon, aber als wir dann neben ihn fuhren und hupten, drehte sich älterer Mann mit weißem Haar (geschätzt 50-60 Jahre alt) zu uns und erwiderte unser Peace Zeichen. Der Anfang von Reisbrennen, für die meisten die obligatorische wilde Jagd nach dem besten Stellplatz auf dem Campinggelände. Jeder hat seinen persönlichen Favoriten, was die vier Bereiche angeht. Sei es die VIP Area mit der perfekten Anbindung zur Party und Händlermeile, das Infield mit seinen breiten Straßen zum Cruisen, der Silent Hill oder das Speedway Camp, wo man seine Ruhe hat und Chillen kann. Ich habe mir alle angeschaut und jedes hat seine Vorteile. Die erste Anlaufstelle war für mich dieses Jahr die “Waschstation”, wo viele ihrem kleinen Liebling nach der langen Reise eine Dusche gönnten. Dort traf ich mich mit meinem Kumpel Denis, um gemeinsam unsere Autos für die Hot Import Area vorzubereiten. Hier waren wieder einmal jede Menge wirklich schöne Exemplare zu begutachten. Wie beispielsweise der Turbocivic von “Baumi” oder die Rocket Bunny S13 von “EMPERADOR” und vielen weiteren mehr…     Aber man sollte auch einen Blick in die anderen Areas werfen, der weite Weg ins Infield, Silent Hill und Speedway Camp lohnt sich zu garantiert. Das Programm beim Reisbrennen bietet jede Menge Spaß und Abwechslung. Von der Viertelmeile über Time Attack bis hin zum Driften, wird eigentlich alles geboten, was das Autofahrerherz begehrt. Mich persönlich reizt am meisten immer das freie Fahren. Die Tickets sind limitiert und man sollte sich besser vor dem Event für eines bewerben, da diese meist recht schnell ausverkauft sind. Es ist für mich ein riesiger Unterschied auf der Strecke oder auf der normalen Straße schnell zu fahren und es macht hier einfach viel mehr Spaß. Man versucht alles aus seinem Auto zu holen und die perfekte Linie zu finden. Auch empfindet man (zumindest geht es mir so) eine gewisse Verbundenheit mit den anderen Fahrern. Es tut einem in der Seele weh, wenn man mitbekommt, dass für manches Auto die Belastung wohl zu groß war. Als ich in die Box fuhr und einen roten GT86 Rocket Bunny mit Warnblinklicht davor sah, blutete mir das Herz. (Falls der Besitzer das hier liest, ich hoffe, die Schäden halten sich in Grenzen und das gute Stück fährt bald wieder.) Auch traf man hier alte und neue Bekannte. Beispielsweise war ich kurz zu Besuch in der Box bei RHD Speedmaster, um dort den neuen GT Wing einmal in Natura anzuschauen, mir Infos zum Preis und der Eintragbarkeit zu besorgen und selbstverständlich auch einen netten Plausch mit Chris zu führen. Merx-Tuning stattete ich dagegen einen Besuch ab, um mir eine neue Anzeige für mein Auto zu kaufen und auch im Infield bei den Jungs von Yakin Autolab schaute ich vorbei, um ein paar richtig coole Sticker im authentischen Japan-Style zu ergattern. Auch die Pokaljäger kommen hier nicht zu kurz, es gibt jede Menge Kategorien im Show and Shine Bereich, dB-Contest und Sonderkategorien wie dem Beleuchtungscontest. Auch ich habe für 10€ mein Glück versucht, leider ohne Erfolg. Doch so schön das Reisbrennen auch war, so schnell ging es leider auch wieder zu Ende. Auf dem Nachhauseweg wurde mir...

Allstedt 2017: Und alle so Yeah!

Ist Hype planbar? Eigentlich nicht, sollte man meinen. Ein Hype entsteht normalerweise spontan und aus dem Bauch heraus. Bei Allstedt ist das anders. Jeder, der in den vergangenen beiden Jahren zum Driften in Allstedt war, wusste im Prinzip bereits, was ihn 2017 erwarten würde. Und auch die Frischlinge, für die das Ausrasten auf Allstedter Asphalt eigentlich neu sein müsste, ahnten nicht zuletzt auch durch unsere Berichterstattung über die Events der Jahre 2015 und 2016,  was auf sie zukommen würde. Dass die Facebook-Seiten des SXOC e.V. und die WhatsApp-Gruppen in den Tagen nach dem Event trotzdem vor euphorischen Danksagungen und Jubelarien geradezu überlaufen, lässt nur einen Schluss zu: Die Zahnfee hat wieder gezaubert. Das Programm vollgepackt mit Leckereien wie dem Nachtdriften, einer Walltap-Competition, der Eskalation in drei Stufen (Anfänger/Allzeitbereit/Amok)… … und einer mitternächtlichen Mitgliederversammlung, die alles bot, was die deutsche Vereinsordnung eigentlich nicht vorsieht. Und auch wenn niemals alles zu 100% glatt laufen kann und sich bei einigen wenigen Teilnehmern der grundsätzliche Gedanke “Menschenleben > Driftspaß” erst noch manifestieren muss, war das “Wochenende” (dehnbarer Begriff, die Strecke war bereits ab Donnerstag freigegeben) im Endeffekt doch eine permanente Aneinanderreihung von Höhepunkten. Ein Beweis für die Qualität der SXOC-Veranstaltungen ist dabei sicher die hohe Zahl der Wiederholungstäter. Und auch der Parkplatz bot wieder massenhaft menschliches und automobiles Eye Candy. Seien es (zu) wartende Drifter…   …oder parkende Prinzessinnen, die sich ihren frischgewaschenen Lack zwar niemals auf der Strecke schmutzig machen würden, aber dennoch beim coolsten deutschen Grassroot-Driftevent ganz vorne dabei sein wollten. Ein besonderes Highlight war schließlich das Nachtdriften, das in drei aufeinanderfolgenden Nächten abgehalten wurde. Eine ganz spezielle Atmosphäre im gleißenden Licht der Strahler, die Natur bereits verstummt und… …die Drifter entweder äußerst spärlich oder… …massiv illuminiert. Dominic Toretto hätte sein Muscleshirt for Freude zerissen. Ein beeindruckende Szenerie, selbst wenn man nur am Streckenrand stand und den Auslöser drückte. Es ging aber nicht um Style und Optik allein. Nein Nein, in erster Linie wurde das Können bewertet. Und so sieht die Reihenfolge der Könner aus: Platz Martin Weigmann (S14, White Smoke Driftteam) Platz Dennis Köhler (MX5 NA, Foolish Players Special) Platz Jan Skala (R33, Noname Heroes) Zur Feier des Tages (und der Nacht) gab es dann noch eine Überraschung in Form eines Feuerwerks. Fanden alle ausgesprochen gut. Sogar Katy Perry stand kurzzeitig der Mund offen. Die Zahnfee möchte die Gelegenheit nutzen und folgenden Personen ausdrücklich danken: Tobi&Caro, Jay, Martin, Lukas, Ata, Andi aka Loki, Benni, dem Aufbau- und Abbauteam, Jens & Co, Marius und Dennis, Matthias, Flo und Nico, Markus Flecki, File 404, Jan, Sahand, Sebastian, Georg, Niels, Brencher und viele, die ich jetzt vergessen habe – DANKE! Es ist demnach nicht fair, wenn nur mir gedankt wird, dutzende Mitglieder rissen und reissen sich den A**** auf. Jedes Jahr. Kommen früher, bleiben länger, arbeiten härter. Euch allen noch einmal ein RIESIGES DANKESCHÖN! Allstedt hat sich damit in kürzester Zeit: Zu einem Festival der fliegenden Fetzen Einer Party der posierenden Parker Einem Happening der Heftigen Einem Vollgasabenteuer der Videofilmer Einem faszinierenden Fokus für Fotografen Und zu einem beispiellosen Beisammensein der besonders Blöden entwickelt. <3 Allstedt 2018 wird noch größer, schöner und besser, da bin ich mir sicher. Aber wenn nicht, also wenns genauso bleibt, ists auch gut. Because Keep Drifting Fun. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Das Album mit diesen und vielen weiteren Bildern erscheint morgen auf unserer...

Drift: Saisonstart in Steißlingen

Comeback für den den SXOC e.V. am Bodensee. Am letzten Aprilwochende 2017 startete die Saison auch endlich für die Grassroots- & Spassdriftfamilie des kleinen Vereins. Ja, eine Familie erwächst mittlerweile aus dem bunten Haufen, dem im Laufe des letzten Jahres über 200 Personen aus ganz Europa beigetreten sind. Für das kleine Südtreffen musste jedoch die Teilnehmerzahl stark auf knapp über 20 begrenzt werden, um den Lärmschutz- und Fahrzeitansprüchen gänzlich gerecht zu werden. Die kleine Gruppe unterstrich zumindest die familiäre Stimmung, die mittlerweile ein Markenzeichen der SXOC-Veranstaltungen ist – Jeder hilft Jedem und nimmt Rücksicht. „SX“-OC war hierbei mal wieder ein leichter Etikettenschwindel, bestand doch die Fahrzeugflotte v.a. aus E36-BMW-Gerät, die offenkundig dem S-Chassis-Gott regelmäßig geopfert werden müssen, damit er beim, aktuell im Aufbau befindlichen, SX zu Hause in der Garage Gnade walten lässt. Aber Hauptsache man hat Spass am Driften, denn darum geht es eigentlich bei uns: Bei herrlichstem Frühlingswetter bot die gewohnt fein bewässerte Strecke für jeden Teilnehmer eine Herausforderung. Sei es im Kreisel die ersten Drift-Gehversuche zu absolvieren, den anspruchsvollen Parcours des Handlingkurses in einem Zug durchzudriften oder im Train mit vielen anderen keinen folgenschweren Fehler zu begehen. Das Fahrerfeld war wieder bunt gemischt. Routiniers gehörten ebenso wie Anfänger und Fortgeschrittene zum internationalen Fahrerfeld. Der jüngste von ihnen war gerade einmal 17 Jahre alt – begleitetes Fahren neu definiert und mit Bravour gemeistert. Am Samstag noch die ersten Gehversuche im Kreisel, am Sonntag den Ebisuähnlichen Hügel mit vollem Lenkeinschlag hinunter geprügelt. Wir sind stolz auf dich, Jan! Der Samstag schloß mit gemeinsamen Benzingesprächen und dem Verfolgen des zweiten Formula-D-Laufes im Hauptgebäude des Fahrenerlebenzentrums. Der Sonntag startete mit besten Wetteraussichten und munteren sowie gut eingeschossenen Fahrern – jedoch mit einem kleinen Ärgernis: Der Übungskreisel konnte aufgrund eines Buchungsfehlers meinerseits nicht genutzt werden, was überdies einen gewaltigen Stau im Fahrerlager zur Folge hatte. Um diesem zu begegnen, wurden Gruppen eingeteilt. Die Fahrer nummerierten wir gemäß ihrer Fähigkeiten, Absichten und Versicherung durch und man spürte schon im ersten 10-Minuten-Turn, dass unter Gleichen (Standard ist eine open pitlane beim SXOC e.V.) das Fahrlevel noch einmal anzog. Genau der richtige Zeitpunkt, für ein Mitglied der ersten Stunde seine Mutti auf den Beifahrersitz zu packen, die harte Linie auf der Strecke zu wählen und ein Lächeln ins immer grünlicher wirkende Gesicht zu zaubern. Ansonsten verlief die Veranstaltung wie gewohnt und ohne größere Zwischenfälle. Man bestellte, wie auch schon am Vortag, auf den Mittag wieder gemeinschaftlich Pizza, streichelte bei Bedarf den großen, flauschigen Hund und behandelte nachträglich und vergebens die eigentlich zu schützende Haut. Danach quälte man wieder gekonnt die eigenen Hinterräder, fremde Türen mit den Vorderrädern oder Motoren mit einem Begrenzerfeuerwerk – leise natürlich. Danke an alle Beteiligten und an das Fahrenerleben-Team! Bis Oktober.   Text: Gast-Kommentator Alexander Schock, Vorstand des SXOC e.V: Bilder: Diverse Fotografen, u.a. Alexander Prey, Jan Pawelczyk, Marius Erlenbruch sowie Raimund Rudolph   Und hier auch nochmal das Video unseres geschätzten Medienpartners Japvideography:...

Supras Grandma

Es war schon wieder Samstag und ich war mal wieder unterwegs. Dieses Mal in Essen, denn dort stand ein richtiges “Original”. Um genau zu sein, handelt es um eine Celica RA29, Baujahr 1976, 1991 nach Deutschland überführt und seitdem keinen Meter mehr bewegt. Klingt nach einer dieser unglaublichen Geschichten, die man selber gerne erleben würde. Nur durch reinen Zufall hat der aktuelle Besitzer die alte Lady in der Garage eines Bekannten gefunden. Zwar war sie nach 25 Jahren Standzeit in der trockenen Garage eine wirklich gute Basis, gerade auch aufgrund der Laufleistung von umgerechnet nur ca. 26.000km, allerdings war sie auch in sämtliche Einzelteile zerlegt. Bei Prüfung der Papiere wurde schnell klar, dass es sich dabei nicht um “irgendeine alte Celica” handelt. Nein, viel mehr war es ein echtes “Unicorn”, denn die Celica entpuppte sich als das äußerst seltene RA29 Modell mit dem 20R-Motor. Dieses Aggregat wurde im Laufe der Restauration mit einem 3236-Weber Vergaser aufgewertet. Die komplette Prozedur zog sich allerdings auch über mehr als ein ganzes Jahr hin, in dem täglich an dem Wagen gearbeitet wurde. Grund hierfür war ganz einfach der Mangel an Ersatzteilen, beziehungsweise die Beschaffungsprobleme dafür, denn der Teilehändler um die Ecke kam schnell an seine Grenzen. Vielmehr wurde permanent das Internet gequält, um letztlich alles aus den hintersten Ecken Japans und der USA zu besorgen. Dieser Umstand zieht sich sogar bis in die Gegenwart, denn so ist es bis heute noch nicht möglich gewesen, passende, originalgetreue Felgen zu ordern… Allerdings gab es auch einige Glücksgriffe, so ergab sich zum Beispiel die Möglichkeit, passende Domstreben zu erwerben und am Fundort des Wagens tauchte nach einiger Zeit auch noch eine TRD-Frontlippe mit der Serial 00002 auf. Diese ist zwar bereits verbaut, wird aber erst dann voll zur Geltung kommen, wenn die Celica-typischen Smilyface-Stoßstangen Einzug halten. Außerdem wurde noch ein geschüsseltes Lenkrad von Sparco verbaut und ein Ölkühler ebenfalls. Abschließend kann ich nur sagen, dass mich der Wagen begeistert hat und ich jetzt schon sehr gespannt auf das aktuelle Projekt der Jungs bin, denn dieses hört auf den vielversprechenden Namen “S13 Widebody”… Jannik Berzbach – USED4.net...

Neujahrsbesuch bei der TofuGarage Teil 1

“Wird so gegen 14:30 Uhr werden” “Passt” Es ist Neujahr, ich bin auf dem Weg zur TofuGarage und habe eigentlich überhaupt keine Ahnung, was auf mich zukommt. Am Firmensitz in Stolberg bei Aachen, erwarten mich dann zunächst einmal der Tofu-Chef Alex und seine Freundin. Nach erfolgreichem Auslandsstudium in den USA, erst seit zwei Jahren wieder in Deutschland, brachte er unter anderem seinen 2013er Scion FR-S mit. “Eigentlich hab ich das Auto damals nur gekauft, um zur Uni zu kommen”, so der 21-Jährige. Dass das Ganze dann aber schnell eskalierte, sieht man schon auf den ersten Blick. So wurde die Leistung des FA20D mit Hilfe eines Greddy-Turboladers und weiteren Komponenten mal eben mehr als verdoppelt – aktuell liegen heftige 450PS an der Hinterachse an. Und das noch bevor die Kardanwelle aus Carbon verbaut wurde und die Verluste im Antriebsstrang weiter reduzierte. Aber nicht nur an den inneren Werten wurde Hand angelegt. So steht der Wagen auf mehrteiligen Felgen von Brada in 10,5/12,5×18 Zoll mit einer massiven Reifenbreite von 315mm… “Agressive Fitment” lautet die Devise, und das ist auch unschwer zu erkennen, denn das Rocket-Bunny-Monster schaut mit seinen grün auslackierten Scheinwerfern ziemlich böse. Dass die ganze Nummer zudem legal unterwegs ist, hat mich am meisten gewundert, denn ein solcher Umbau ist mir persönlich noch nicht auf der Straße begegnet.   Aber der GT86-Zwilling ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die es in der außerordentlich großen und sauberen Halle zu bestaunen gibt. So steht direkt daneben noch eine S14 mit dem Rocket-Bunny Boss-Kit in Candy Purple (beide Wagen kennt man übrigens auch aus unserem EMS 2016-Feature). Was mir am Nissan besonders gut gefällt, ist die Rad/Reifen Kombination; so wurde nicht auf die pure Größe der Felge gesetzt, stattdessen sollte es fahrbar bleiben. So kam es, dass der Reifen noch eine gewisse Präsenz genießen darf, was dem Wagen sehr gut steht und vor allem zur Front, die an die Skylines aus den 70ern erinnern soll, super passt. Der Innenraum ist recht schlicht und aufgeräumt gehalten, neben der kompletten Überabeitung von Türverkleidungen und Co. haben lediglich andere Sitze, ein neues Lenkrad, Takata-Gurte und einige andere Details Einzug gehalten. Es finden sich aber auch noch schlichtere Fahrzeuge in der Halle, wie zum Beispiel eine absolut orginale S14 Kouki Sportline im Sammlerzustand oder ein blauer Datsun 620 Pickup aus 1976. Dieser kommt wie viele der Schätze in der Sammlung aus Griechenland und hat sein bisheriges Leben auf einem Bauernhof dort erstaunlich gut überstanden. Vom jetzigen Besitzer wurde lediglich ein anderes Lenkrad verbaut, der Sitzposition zuliebe. Benutzt wird er hauptsächlich um große Teile von A nach B zu transportieren – ein richtiges Arbeitstier eben. Unter den zahlreichen, weiteren Planen findet man dann unter anderem einen schönen, unverbastelten RX-7 (FD3S) der direkt neben einem Landrover der alten Schule steht. In unmittelbarer Nachbarschaft steht dann auch noch ein 1972er Datsun Bluebird 510 als 50. Anniversary Edition mit einem 1.8l Motor aus dem Bluebird SSS. Der Zustand ist zwar nicht sehr besonders, die Vergangenheit des Wagens aber umso mehr. “Was ich daran erkennen konnte, dass ich mehrere Gewehrpatronen beim Aussaugen gefunden habe”, so erzählt Alex nach dem Shooting in kleiner gemütlicher Runde bei einer Pizza. Die Pläne für das Auto stehen auch schon, er soll einfach “protzig/asi” werden, aber das ist bisher noch Zukunftsmusik, erstmal muss daraus eine gesunde Basis werden. Schlussendlich zu erwähnen ist dann noch die TA23 Celica im Toyo-Tires Design als Drifter. Auch wenn sie nicht allzu auffällig erscheint, so blieb an dem Auto doch bisher nichts unangetastet. Eine Hinterachse aus dem legendären AE86 (wovon auch drei Stück in der Halle standen) mit einem 100%-Sperrdiff sorgt für den nötigen Gripverlust und ein Nissan SR20DET für den gewünschten Vortrieb. Im Innenraum sind viele Teile aus Carbon zu finden, so wie das obligatorische geschüsselte Lenkrad und Vollschalensitze. Mein Fazit: Ich bin begeistert, so viele tolle Autos hab ich nichtmal auf der ein oder anderen Messe in einem einzigen Gebäude gesehen....

Jahresrückblick 2016

Der Blick zurück: Im Glück, in Liebe, in Zorn, in Dankbarkeit? Wie auch immer, die USED4-Jahresrückblicke haben erstens Tradition (seit 2011), zweitens Umfang (alle unsere Artikel des zurückliegenden Jahres) und drittens haben sie es auch in sich. Aber genug Einleitung, hier gehts per Direktlink zu den jeweiligen Autoren: Niels Kreischer Stefan Brencher (der Link führt zu allen Artikeln von Stefan in 2016. Einen separaten Rückblick gibt es aus Termingründen ausnahmsweise nicht.) Philipp Berndt Robert Kwiecien   Niels Kreischer 2016 – Was für 1 Jahr war das denn bitte? Um es ganz neutral auszurücken: Es ist wirklich viel passiert. Aber ich will nicht abschweifen, das ist mein USED4-Jahresrückblick und darum geht es jetzt auch direkt mit dem Januar und einem ganz besonderen BMW los: Dem scharfen Compact Individual von Benni Auf dieses Feature folgte eine längere Schaffenspause, die erst im Mai endete. Allerdings stieg ich dann wieder gleich richtig ein: An einem Wochenende turnte ich bei Cars&Coffee in Frankfurt herum und hatte neben aller Begeisterung auch einige kritische Anmerkungen.   Am Wochenende darauf war ich schon wieder unterwegs, dann aber eher JDM-lastig, als ich ein Feature über die Sleeper-MK3-Supra von Felix vor beeindruckendem Hintergrund erstellte. Nach dem Schaulaufen der Supersportwagen bei C&C und dem 2JZ-Porn in der Supra, standen im Juni dann zwei Events auf dem Plan, an denen ich mit meinem eigenen Auto teilnehmen konnte. Anfang Juni ging es in den wilden Osten, als ich mit einigen guten Freunden und USED4-Kollege Philipp eine tolle Tour durchs Fichtelgebirge unternahm. Das Wetter war unbeschreiblich. In der einen Minute schönster Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, in der nächsten Sekunde Schnefall und bittere Kälte. Am gleichen Wochenende stand auch noch das harmonische und abwechslungsreiche Season Opening in Leipzig auf dem Programm. Nur eine Woche später war bereits Jacatu-Zeit, dem bekannten JDM-Treffen in Speyer mit seiner über zehnjährigen Tradition. Wir nahmen erstmals sowohl mit unseren Wagen als auch mit einem eigenen USED4-Merchandise-Stand teil und genossen das feucht-fröhliche Meeting sehr. Wiederum nur ein Wochenende darauf wurde es wild, laut und dreckig. Kurz gesagt: Allstedt! Die zweite Ausgabe dieses Driftevents auf einem alten Flugplatzgelände zog noch einmal mehr Fahrer und Zuschauer an und wir würdigten das Ganze mit einem ausführlichen Feature, in dem auch Fabelwesen wie Feen eine gewisse Rolle spielen.   Im Juli lieferte ich dann ein Feature nach, das usprünglich auch in Allstedt entstanden war (die filmreife Kulisse vor Ort bot sich einfach an): Der EE9 von Phil als dezente Hommage an die Kanjo-Racer aus Osaka   Mitte Juli wurde es dann wieder ÜBER! Nach einer Pause im Vorjahr kam es nun zur dritten Ausgabe dieses (gar nicht mal so) kleinen, aber feinen Auto-Festivals. Auch waren wir selbstverständlich wieder mit einem Stand vertreten.   Auf meiner Hochzeitsreise im August hatte ich dann (neben vielen weiteren schönen Erlebnissen) am Gardasee eine Begegnung der ganz besonderen Art: Einen echten Impreza 22B sieht man ja nicht alle Tage. Genauer gesagt kann man froh sein, wenn man überhaupt jemals einen zu Gesicht bekommt, bei nur 424 produzierten Exemplaren. Markus, der Mechaniker meines Vertrauens, eröffnete Anfang August seine neue Werkstatt und ich war mit der Kamera und großem Appetit dabei: Petrolheads Germany – Pulled Pork und Power People   Ganz traditionell und altbekannt für mich dagegen der Termin im September: Nürmeet – Das Treffen der S-Chassis am Nürburgring Meine allererste Drifterfahrung sammelte ich dann mit meinem speziell dafür gekauften MX5 Mitte Oktober beim Wet and Wild – Heckschwingen in Steißlingen Veranstaltet vom SXOC e.V., dem Motorsportverein, der auch bereits Allstedt auf die Beine gestellt hatte und in 2017 weiter expandieren wird, war das Nassdriften in Steißlingen eine rundum gelungene Sache. Obwohl der MX5 das Driften eigentlich schadlos überstanden hatte, holte ich Ende Oktober noch einmal die S13 raus und fuhr mit den Kumpels der Tengoku Garage die traditionelle Saison-Abschlussfahrt durch die Wälder des Spessarts.   Wie üblich, endete mein USED4-Jahr im November mit der Essen Motor Show, die auch 2016...

Wet & Wild: Heckschwingen in Steißlingen

Grassroot-Driften in Deutschland hat ein weiteres Standbein. Nach dem überaus gelungenen Event in Allstedt, organisierte der SXOC e.V. am Wochenende vom 15.-16. Oktober im Fahren-Erleben-Fahrsicherheitszentrum in Steißlingen nun schon seine zweite Driftveranstaltung in diesem Jahr. War es in Allstedt noch trocken und heiss, wurde es in Steißlingen eher feucht und fröhlich. Die bewässerte Strecke des Fahrsicherheitszentrums wurde zeitweise gleich doppelt geflutet; zusätzlich zur Sprinkleranlage regnete es auch noch Bindfäden. Aber das tat der Stimmung selbstverständlich keinen Abbruch, die Laune war bestens. Selbst bei “kleineren” Driftschäden wie beim temporären Radverlust am OH-MEGA! Kurz zuvor war dieses Schlachtschiff noch überaus grazil durch den engen Parcours getänzelt. Aber Driften ist und bleibt nunmal ein Kontaktsport. Und wie bei jeder anderen Sportart auch, spielt die Technik eine bedeutende Rolle. Handbremse, Clutch Kick oder Power Oversteer: egal wie, Hauptsache, die Bude kam quer und blieb es für den Rest der Kurve (oder sogar Geraden) auch. Obwohl der SXOC e.V. ursprünglich einer Idee aus den beiden deutschen S-Chassis-Foren SXOC.de und SXCE.de entstammt, waren die vertretenen Marken mit Nissan, BMW, Mazda, Toyota, Subaru und Opel kunterbunt gemischt. Und das ist auch gut so. Der Spaß am Driften sollte sich nicht an einem Logo festmachen. Wenn das Auto Heckantrieb sowie ein Mindestmaß an Dampf besitzt und der Besitzer bereits Mitglied des SXOC e.V. ist, dann steht dem Driftspaß prinzipiell nichts mehr im Wege. Abgesehen vom eigenen Unvermögen und dem einen oder anderen Reifenstapel vielleicht. Für diesen Event (und für alle zukünftigen SXOC-Veranstaltungen hier) herrschte sowohl als Helm- als auch Haftpflicht. Den Einen hatte man mitzubringen und aufzusetzen, die Andere addierte sich zur fairen Streckennutzungsgebühr hinzu und deckte nicht direkt zuordenbare Schäden an der Strecke ab. Aufgrund der bereits erwähnten Feuchtigkeit und Glätte des Belags hielt sich der Verschleiß an Reifen, Lagern und Buchsen in sehr überschaubaren Grenzen. Zusammen mit der eher niedrigen Geschwindigkeit auf dem engen Parcours daher ein weiterer Faktor, die (Folge-)Kosten möglichst klein zu halten. Nach sechs Jahren USED4.net und dem reinen Fotografieren von driftenden Autos, wagte ich es nun zum ersten Mal selbst und schwang meinen speziell für diesen Zweck gekauften MX5 NB mit serienmäßiger Torsen-Sperre durch die Fluten. Leider konnte man meine Frisur aufgrund des Helms nicht sehen… Für mich persönlich war es ein Erfolg auf ganzer Linie, denn das Auto blieb heil. Für die vielen Dreher, die die Mitteilnehmer zu häufigen Stopps zwangen, möchte ich mich hiermit entschuldigen. Als Entschädigung habe ich euch alle fotografiert und wenn nicht hier im Artikel, so findet ihr euch spätestens morgen im Facebook-Album wieder. Aber nicht nur der Querverkehr sorgte für interessante Motive an diesem Wochenende. Auch der Besucherparkplatz hatte den einen oder anderen automobilen Leckerbissen zu bieten. E30-Sexyness auf Schmidt TH Line JZX 100 MK II. Lauter als die Mutter von irgendjemandem. Ein Autogott aus der Schweiz auf 20″ Rotiforms und mit Flip-Flop-Hülle. Die Vorstellung, dass er wirklich static sein könnte, erzeugt Gänsehaut.   Mein Fazit: Steißlingen ist eine anspruchsvolle und gleichzeitig wunderschöne Strecke, die Laune macht und die Nerven kitzelt. Dieser Umstand und der großflächige Servicepark, die gute Infrastruktur sowie die kompetenten und sympathischen Verantwortlichen vor Ort haben diese Veranstaltung zu einem tollen Erlebnis gemacht und so wurden für 2017 bereits zwei weitere Termine allein auf dieser Anlage eingeloggt. Wir sehen uns also spätestens nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: Wet & Wild: Heckschwingen in Steißlingen   Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Kim André Reinig   Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern erscheint morgen auf USED4.net – Facebook Wer nicht nur statische Aufnahmen dieser dynamischen Sportart sehen will, hat die Wahl zwischen unseren Medienpartnern Nightrun und Japvideography...

Petrolheads Germany – Pulled Pork und Power People...

Ein neuer Firmensitz ist wie ein neues Leben: Andere Umgebung, neue Leute, (hoffentlich) bessere Bedingungen und neue Chancen. Gute Voraussetzungen für Petrolheads Germany – Der Einmannbetrieb, der alles kann. Egal ob Motorswaps inkl. Elektronik, Auspuffbau oder Karosseriearbeiten, Markus (2. vl.) ist überall ein Experte, sofern das Objekt vier Räder und einen Motor besitzt. Die Einweihungsfeier fand Anfang September mit einem großen Pulled Pork-Essen und heißen Benzingesprächen vor geöffneten Motorhauben statt. Petrolheads teilt sich das Gebäude in Speyer mit JDM Heart Performance, in der Szene bereits ein geläufiger Name. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen sah es etwas unaufgeräumt aus, aber das lag nur am kurz vorher erfolgten Umzug. Ein Vorteil des neuen Gebäudes ist eine große Lagerfläche. Wie bereits erwähnt, sind Motorswaps ein Spezialgebiet von Petrolheads, hier besonders interessant zu sehen an einem altbekannten Datsun 240Z (für manche der Sportwagen-Urmeter schlechthin, noch vor dem “Käfer auf Steroiden” aka 911) Dieser ’73er US-Import verliert demnächst seinen bisherigen L24-Reihensechszylinder mit 130 PS und erhält stattdessen ein Aggregat mit mehr als der doppelten Leistung (serienmäßig). Es ist der Traum vieler JDM-Fans: Ein 1JZ, verbaut in allen möglichen japanischen Limousinen von Toyota, aber nie serienmäßig in Deutschland angeboten. Zusammen mit den neuen Felgen und vielen weiteren feinen Teilen, wird der 1 JZ im Z schon bald für einige erstaunte und lächelnde Gesichter sorgen, soviel steht jetzt schon fest. Neben dem Oldie waren aber noch weitere, schöne und interessante Autos zur Einweihungsparty erschienen. Honda S2k mit RPF1&Semislicks und vielen Carbon-Parts samt Hardtop. Sehr racy und ernsthaft, dieser Spaß-Roadster. Diese S14a ist ebenfalls eine alte Bekannte und hat nun einen neuen Besitzer, der einige Arbeit und Zeit in den Wagen stecken will. Und nun zum offiziellen Tiefpunkt des Tages: Selbstverständlich bezieht sich dieser Begriff nur auf die “Höhe” dieses MX5 NA, der...