Lancer Evolution V Time Attack

Wer in den 90ern groß geworden ist und seine Zeit mit Gran Turismo und Colin McRae-Rally totgeschlagen hat, kennt den Mitusbishi Lancer Evolution V – kurz EVO5 – als flotten Allradler aus Fernost und als natürlichen Feind des Subaru Impreza (WRX) STI. So wie Cowboys VS Indiander zählen die beiden Allrad-Turbo-Viertürer von Mitsubishi und Subaru zu den klassischen Duellanten im Motorsport, allem voran der World Rally Chamionship-Serie (WRC). Dass der EVO5 auf Asphalt ebenso schnell unterwegs ist, zeigt eindrucksvoll dieses Time Attack Monster, das sowohl auf normalen Straßen wie auch der Rennstrecke bewegt wird. Der gute alte 4G63T drückt seine Leistung übers AYC Allradsystem in den Asphalt und holt sich für gute Rundenzeiten Hilfe bei der umfangreichen Verspoilerung. Kleinere Flaps an der Frontschürze, ein massiver Heckflügel und die sonstige aerodynamische Verkleidung des EVO5 sind mehr Zweck als nur Show. Mit einem KW Clubsport Fahrwerk bleibt der ganze Spaß auch in der Spur. Der Arbeitsplatz fällt rennsporttypisch spartanisch aus. Ein Käfig zieht sich durchs Wageninnere, die Schalensitze drücken das Gewicht etwas nach unten und sorgen zusätzlich für mehr Seitenhalt. Passagiere haben einzig auf dem Beifahrersitz die Chance, einige Runden mitzufahren. Vertürig, aber zweisitzig sozusagen. Die großen Alcon 6 Kolben Sättel mit ganzen 365mm an der Vorderachse sorgen für die nötige „Stoppingpower“. Hinten gesellen sich nochmals zwei Alcon Sättel mit je 4 Kolben und Scheiben in 330mm dazu. Wer diesen flotten EVO 5 gerne in Action erleben will, sollte sich zu den vielen Time Attack Veranstaltungen und Trackdays im deutschsprachigen Raum begeben. Auch in Hockenheim ist die gelbe Gefahr ein immer wieder gern gesehener Gast. Das klassische Heck mit seinen prägnanten Rücklichtern und dem großen Flügel stellt direkt klar: Beim Lancer findet man definitiv mehr Krawall unter dem Blechkleid. Nach fünf weiteren Generationen wurde mit dem EVO 10 und einigen Exemplaren der „Final Edition“ ein Schlusstrich unter die Erfolgsgeschichte gesetzt. Kenner sagen heute noch, dass die Reihe mit dem EVO 4, 5 und 6 auf ihrem Zenit war. Vielleicht waren diese Modelle nicht die stärksten und schnellsten, aber boten die größte ungefilterte Action bevor allerhand Gimmicks und Assistenzsysteme den Weg in die Automobilwelt fanden. Robert Kwiecien – USED4.net...

Snapshot: Nation Zero Motorsport...

  Nation Zero Motorsport Kaum aus Asien zurück, gab es erstmal ein ordentliches Kontrastprogramm. Schnee, Kälte und Frost. Bei Temperaturen von – 6°C traf ich mich am Samstag mit meinem Freund und Motosportkollegen Marius, seines Zeichens Mitglied von Nation Zero Motorsport, in einer bayrischen Kiesgrube bei Aldersbach. Auf dem Tagesprogramm stand ein spannender Winterslalom über Schnee, Eis und Matsch. Hier soll es jetzt aber in erster Linie um Nation Zero Motosport gehen. Nation Zero Motorsport besteht aus einem Rallye-Team mit dem Fahrer Marius Erlenbruch und seinem Co-Piloten Johannes Reinmoser, welche auf einem BMW 318is E30 an der niederbayerischen, südbayerischen und bayerischen Rallye Meisterschaft teilnehmen. Gemeinsam haben sich die beiden Jungs aus Niederbayern Einiges vorgenommen. In der Motosportsaison 2013 wollen sie Seite an Seite folgende Meisterschaften bestreiten: – Niederbayerische Maier-Korduletsch Rallye Meisterschaft – Südbayerische ADAC Rallye Meisterschaft – Südbayerische ADAC Rallye Trophäe – Bayerische Motorsport Meisterschaft (Rallye – BMV) Marius hat aktuell etwa 11 Rallyes in seinen Terminkalender aufgenommen und sieht der Aufgabe optimistisch und mit viel Vorfreude entgegen. „Wichtig ist, dass der Wagen hält und wir gemeinsam viel Spaß haben!“ Das Fahrzeug (BMW E30 318is) wurde im Jahr 2012 nach dem Reglement des Deutschen Motor Sport Bundes – kurz DMSB – für die Gruppe F bis 2000 ccm neu aufgebaut und machte bei seinem ersten Einsatz dieses Jahr gleich mal eine sehr gute Figur. Marius erreichte beim Winter-Schotter-Slalom des MSC Emmersdorf an diesem Wochenende in seiner Klasse den 1. Platz und stellte sein Können somit deutlich unter Beweis. Die Weichen für ein großartiges Motorsportjahr 2013 sind gestellt und wir von USED4.net freuen uns die Jungs auf die ein oder andere Etappe begleiten zu können. Viel Erfolg! Neben dem alten eckigen BMW gab es auf dem Slalom auch noch diverse andere Kraftfahrzeuge in artgerechter Haltung...

Nov16

Rallye Köln-Ahrweiler 2011...

Am Dienstagabend ruft mich mein Kumpel Dennis an und fängt an mir was von der Rallye Köln-Ahrweiler zu erzählen. In den wildesten Farben malte er mir das vergangene Wochenende aus mit all den alten und beeindruckenden Rallyeautos.. Ich sagte: „Gut, hast du Fotos gemacht? – Schick mal rüber!“ Ich selber bin ein großer Rallyefan und finde das es sich dabei um die Königsdisziplin im Motorsport handelt. Daher hier ein paar Infos und Bilder zur diesjährigen Rallye Köln-Ahrweiler. Flinker Italiener bei der Hatz durch den Wald Seit 1971 wird die Rallye in der berühmten Ahr-/Eifelregion ausgetragen. Nur einen Katzensprung vom Nürburgring und der Nordschleife (auf der bis zuletzt auch immer eine Wertungsprüfung ausgetragen wurde) entfernt. Auf der ca. 147 Kilometer (98% Asphalt) langen Strecke, die auf insgesamt 14 WP und 2 Tage aufgeteilt wurde, trieben sich am vergangenen Wochenende (11. – 13. November) etwa 120 Fahrzeuge bis Homologationsjahr 1988 rum und zeigten zahlreichen Zuschauern das es durchaus möglich ist auf einem 188cm breiten Waldweg mit einem 180cm breiten Fahrzeug „quer“ zu fahren! Geil! Eindrucksvolle Sidewaysakrobatik (ist kein Wort? Mir egal!) Weiter gehts, ein paar Zahlen hab ich noch. Neben dem wohl bekannten 24 Stunden Rennen auf der Nordschleife und der WRC in der Moselregion, ist die Rallye Köln-Ahrweiler wohl das Motorsportevent im Westen der Republik. Einige große Namen haben hier schon ordentlich einen aufgelegt. Walter Röhrl zum Beispiel. Der gewann die RKA (ich schreib’s jetzt nicht mehr aus) im Jahr 1994 und ‚96 – einmal auf Ford und einmal auf Opel – Hört hört! Gucken wir uns kurz noch das Ergebnis der diesjährigen RKA (ihr wisst Bescheid) an. Gewonnen hat, mit einem Gesamtvorsprung von etwa 2 Minuten irgendwas und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 104 Km/h – Georg Berlandy vom AC Mayen e.V. auf einem Opel Ascona...