Reisbrennen 2017: Reis, Reis, Baby!

Vom 4.  bis 6. August war es soweit, das Reisbrennen am Lausitzring fand endlich wieder statt. Wer von uns schraubt für dieses Treffen nicht bis zur letzten Minute noch an seinem Auto und wartet mit bangem Blick zur Uhr auf die letzten Teile per Post? Mir selbst erging es nicht anders mit meiner Bastelbude, wie ich den Integra so gerne nenne. Allein schon auf dem Weg zum Lausitzring ist die Chance nicht gering, anderen Pilgern des beliebten Importtreffens zu begegnen. Bereits hier zeigt sich für mich ein gewisser Zusammenhalt der Szene. Nicht selten wird man freundlich angehupt und wird mit einem Peace Zeichen oder einen Daumen hoch gegrüßt. Für mich war dieses Jahr auf der Hinfahrt ein 33er Skyline das Highlight! Von Weitem erkannten wir den Skyline durch seine typischen Rückleuchten schon, aber als wir dann neben ihn fuhren und hupten, drehte sich älterer Mann mit weißem Haar (geschätzt 50-60 Jahre alt) zu uns und erwiderte unser Peace Zeichen. Der Anfang von Reisbrennen, für die meisten die obligatorische wilde Jagd nach dem besten Stellplatz auf dem Campinggelände. Jeder hat seinen persönlichen Favoriten, was die vier Bereiche angeht. Sei es die VIP Area mit der perfekten Anbindung zur Party und Händlermeile, das Infield mit seinen breiten Straßen zum Cruisen, der Silent Hill oder das Speedway Camp, wo man seine Ruhe hat und Chillen kann. Ich habe mir alle angeschaut und jedes hat seine Vorteile. Die erste Anlaufstelle war für mich dieses Jahr die “Waschstation”, wo viele ihrem kleinen Liebling nach der langen Reise eine Dusche gönnten. Dort traf ich mich mit meinem Kumpel Denis, um gemeinsam unsere Autos für die Hot Import Area vorzubereiten. Hier waren wieder einmal jede Menge wirklich schöne Exemplare zu begutachten. Wie beispielsweise der Turbocivic von “Baumi” oder die Rocket Bunny S13 von “EMPERADOR” und vielen weiteren mehr…     Aber man sollte auch einen Blick in die anderen Areas werfen, der weite Weg ins Infield, Silent Hill und Speedway Camp lohnt sich zu garantiert. Das Programm beim Reisbrennen bietet jede Menge Spaß und Abwechslung. Von der Viertelmeile über Time Attack bis hin zum Driften, wird eigentlich alles geboten, was das Autofahrerherz begehrt. Mich persönlich reizt am meisten immer das freie Fahren. Die Tickets sind limitiert und man sollte sich besser vor dem Event für eines bewerben, da diese meist recht schnell ausverkauft sind. Es ist für mich ein riesiger Unterschied auf der Strecke oder auf der normalen Straße schnell zu fahren und es macht hier einfach viel mehr Spaß. Man versucht alles aus seinem Auto zu holen und die perfekte Linie zu finden. Auch empfindet man (zumindest geht es mir so) eine gewisse Verbundenheit mit den anderen Fahrern. Es tut einem in der Seele weh, wenn man mitbekommt, dass für manches Auto die Belastung wohl zu groß war. Als ich in die Box fuhr und einen roten GT86 Rocket Bunny mit Warnblinklicht davor sah, blutete mir das Herz. (Falls der Besitzer das hier liest, ich hoffe, die Schäden halten sich in Grenzen und das gute Stück fährt bald wieder.) Auch traf man hier alte und neue Bekannte. Beispielsweise war ich kurz zu Besuch in der Box bei RHD Speedmaster, um dort den neuen GT Wing einmal in Natura anzuschauen, mir Infos zum Preis und der Eintragbarkeit zu besorgen und selbstverständlich auch einen netten Plausch mit Chris zu führen. Merx-Tuning stattete ich dagegen einen Besuch ab, um mir eine neue Anzeige für mein Auto zu kaufen und auch im Infield bei den Jungs von Yakin Autolab schaute ich vorbei, um ein paar richtig coole Sticker im authentischen Japan-Style zu ergattern. Auch die Pokaljäger kommen hier nicht zu kurz, es gibt jede Menge Kategorien im Show and Shine Bereich, dB-Contest und Sonderkategorien wie dem Beleuchtungscontest. Auch ich habe für 10€ mein Glück versucht, leider ohne Erfolg. Doch so schön das Reisbrennen auch war, so schnell ging es leider auch wieder zu Ende. Auf dem Nachhauseweg wurde mir...

Everything Japanese: Treffen der Japanszene Hochfranken e.V....

Nunja, wo soll ich anfangen? Bekanntlich habe ich einen kleinen Fetisch für Autos aus Fernost, also was liegt da näher, ein Treffen zu besuchen, das sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt? Das Meeting der Japanszene Hochfranken e.V. ist dementsprechend genau nach meinem Geschmack: ein kleines, recht lokales Treffen auf einem angemieteten Parkplatz und ausschließlich JDM-Hardware vor Ort. Interessantes Itasha auf diesem Civic Coupé vom JDM-Shop.de Blau und Gelb ist nicht erst seit der Staatsgründung von Schweden eine bestechende Farbkombi. Diese S14a gefällt. Zwischen 100 und 150 Autos waren vor Ort, die verschiedener nicht hätten sein können. Vom ’16 Civic Type-R im Serienzustand, über die extremsten Umbauten aus den 90ern, bis hin zum Daily-Accord aus den 80ern. Sogar eine ganze Reihe Toyota MR2 W2 waren anwesend, was mich schon ein wenig überraschte. Geschmack, der [Duden]: Subjektives Werturteil über das, was für jemanden schön oder angenehm ist, was jemandem gefällt, wofür jemand eine Vorliebe hat USED4 kann eben auch bedeuten, dass das eigene Civic Coupé Heim für einen feuerspeienden Drachen ist. USED4 Dragons quasi. Heftig, heftiger, diese Rocket Bunny-S15. Mehr Hingucker im USED4 Look geht wohl kaum. Neben einigen Verkaufsständen war auch ein Leistungsprüfstand vor Ort, der so manche Überraschung bereit hielt. Bei Temperaturen um die 30° und vielen interessanten Gesprächen war es alles in allem ein erfolgreiches Samstagstreffen. Mitsubishi Galant VR4, offensichtlich auf Bi-Motor umgebaut. Spaß beiseite, die VR4 sind ein weiteres Beispiel für das traurige Schicksal vieler JDM-Highperformer, die nie den offiziellen Weg nach Deutschland fanden. Dieser NB kommt äußerst sportlich um die Ecke. Sehr cool. Slightly tuned – ein bisschen Tiefe, einige Details und schon ist das Hochdrehzahl-Cabrio sehr nahe an dem, was die Menschen hierzulande Perfektionismus nennen. Die Kouki-Rückleuchten an dieser Mk. 3-Supra verleihen dem Auto einen deutlich moderneren Look. Für mich...

RWB Artemis P1

Bereits zum diesjährigen ÜBERfest erfuhr ich über den Buschfunk, dass ein weiteres RWB- (wie den Meisten von euch sicherlich bekannt, aber für alle anderen noch einmal ausgeschrieben RAUH WELT BEGRIFF) Projekt in Deutschland in den Startlöchern steht. Andy Füllborn,  DER MANN hinter den legendären XS Events, entwickelte bereits seit geraumer Zeit die Idee im Kopf. Viele von euch werden jetzt sicherlich aufhorchen und erstaunt das Projekt hinterfragen, da es nicht über Sidney Hoffmann lief. Die Erklärung: Andy stand seit dem letzten Jahr in persönlichem Kontakt mit RWB Los Angeles. Die Mehrheit unter euch wird vermutlich nicht wissen, dass die XS bereits über den großen Teich geschwappt ist und gar in Long Beach ihren Einstand gefeiert hat. Zusätzlich und nicht zuletzt auch aufgrund des enormen Wertewandels, welches Dank der FLGNTLT-Crew in Deutschland stattgefunden hat, konnte einmal mehr Andy seinen Geschmack unter Beweis stellen und ließ in der Folge davon Nakai San einfliegen. Das Projekt sollte pünktlich zur XS-Classic fertig werden und so wurde Nakais Aufenthalt bereits lange im Vorhinein geplant. Von alldem wusste ich natürlich nichts und so rief Andy mich am Montag dieser Woche vollkommend überraschend an und weihte mich in den straffen Zeitplan an: von Mittwoch bis Donnerstag sollte die Magie stattfinden und ich war dabei. Solch eine Chance ist es mir sogar wert gewesen, zwei Tage meines Jahresurlaubs (die eigentlich geplanten 14 Tage und die gebuchte Reise nach Italien mussten abgesagt werden) für dieses Projekt abzuknapsen. Kurzerhand wurde der Alltags-ML gegen den GTR getauscht und ab ging es durch etliche Staus und dichten Verkehr nach Freital, wo ich mit großer Verspätung eintraf. Aber es war noch nicht zu spät und so kann ich euch schon einmal vorab sagen…es hat sich gelohnt. Und wie! Im Gegensatz zu vielen anderen RWB-Aufbauten und wie zuletzt ja auch bei Sidney (dies ist keinesfalls als Kritik zu verstehen, ich fand es bewundernswert, dass er wirklich allen die Chance gab, diesem Event live oder virtuell beizuwohnen) hielt Andy es in einen sehr kleinen und familiären Rahmen. Nur Freunde, Kollegen und eben auch meine Wenigkeit bekamen Ort und Zeit mitgeteilt und versammelten sich rund um Nakai San und den Porsche 964. Die Stimmung war großartig, relaxt und familiär. Die Menschen allesamt offen, in Gesprächs- und Diskussionslaune und das Wetter wie es Ende August sein sollte. Unglaublich warm. Zu RWB gibt es natürlich viel mehr zu sagen, daher werde ich alsbald in einem weiteren Feature (ich schaffe es einfach nicht, alles in einen Artikel zu verpacken) einen detaillierteren Blick auf diese seltsame japanische Firma mit dem deutschen Namen werfen. Aber zurück zum Projekt: Akira Nakai war wie immer virtuos und schnitt, schliff, klebte und schraubte an Andys Porsche wie ein Künstler. Ich würde soweit gehen zu sagen, dass Nakai San eine Art Auto-Andy Warhol unserer Zeit ist. Seine Projekte sind mehr als ein einfacher Umbau. Hinter jedem Namen eines seiner Autos stecken mehr als nur GFK-Anbauten und ein einfacher Porsche. Natürlich könnte man meinen, hinter jedem eigenen Projekt steckt auch mehr der eigenen Seele, doch in diesem Fall ist dies etwas komplexer. Nakai Sans Projekte sind automobile Skulpturen. Das Auto wird zu Anfang zwar mit dem Besteller abgestimmt, dennoch verpasst Nakai einem jedem Auto den gewissen Feinschliff ganz allein. Jeder RWB ist ein Unikat und wird selbstredend signiert! Darauf hat der zukünftige Besitzer ebensowenig Einfluss wie auf den Namen des Autos, welcher erst nach Abschluss des Umbaus und beim Anbringen des Windshield Banners verkündet wird. Jeder Handgriff am Porsche sitzt und Maßbänder gibt es für Akira nicht. Ein RWB mag nicht perfekt sein, ist aber dennoch auf extrem hohem handwerklichen Niveau umgesetzt und ist gerade wegen den individuellen Details so besonders. Eben weil er nicht zu 100% perfekt ist! Es gibt selten wirklich schöne Bodykits, doch ein RWB wirkt stets wie aus einem Guss. Als hätte es diesen Porsche nie anders gegeben und auch die Materialanmutung ist mit heimischen Teilen nicht vergleichbar. Nakai Sans Charakter...

Je t’aime FAIRLADY Z

Lately I visited france to be a part of the 2nd round King of Europe Drift Championship held at Circuit de L’Anneau du Rhin. As walking through the pitlane I noticed an outstanding car, what isn’t that easy at a driftevent, so I took a couple of pictures. During taking the pictures and editing them at home I became curious about the owner of this beautiful car that pretty much describes my personal automobile dream! I uploaded some pictures to facebook and watched the reactions, thanks to the magic of social media, someone mentioned the actual owner of the datsun Z what makes it easy for me to get in touch with Antoine Gendraud from France. We had a chat about the event and the Z and he told me the story about his awesome Fairlady 280Z. At this point I want to give the words to Antoine himself and mix them up with a couple of photos I took of his awesome ride: “It all began in May 2014, I began to look for a Datsun Z car. I always wanted one, since I was maybe 12 years old or so. But these cars are so rare, even more in Europe, it was almost impossible to find one. Classified ads for an average car were well over 15k in France, which wasn’t exactly my budget back then. I searched across all known websites, across all Europe and then, I finally found an ad for a 240Z to restore around 5k, in Hungary.” “I took the phone, rang the guy, and it appears that it was an old website, that the car was sold and that the guy turned into a business man, importing Zs from the USA, restoring them to showroom conditions and selling them restored. I then had an idea. “Listen, do you have a car that you didn’t start to restore yet, eventually for sale?” He sent me pictures of 10 cars awaiting restoration. We spoke for a while, and I decided to go for this ’78 280Z. He kindly brought it on the road with a new starter, new steering rack, plug wires, a few things here and there, and confirmed me the car was roadworthy.” “The funny thing starts here. I booked a one way flight to Budapest, knowing I wanted it, arrived around 09:00 AM and the guy showed up at the airport with the Z. He drove me back to his garage, lend me the wheel for the last few kilometers. The guy was very honest while listing everything on the car before I came. So much in fact, that he offered me a new center console as he forgot to inform me the one in the car was lightly cracked. We signed the paperwork, and at 11:00 I hit the road back to Alsace.” “I drove all across Europe. Through Hungary, Austria, Germany, Switzerland and finally France, without any issue whatsoever. The car was brilliant, faultless, It was an amazing experience. Once at home, I knew I would go for the Restomod I’ve always wanted. The paint wasn’t that great, but at least I would never be afraid of having a ding or a scratch like I would if it was brand new. I could do a full restoration in a few years anyway. I decided to keep the patina, go for a lower look, will staying period correct, using genuine/branded parts everytime. For the last two years, I worked on the car to what it looks like today, with the help from amazing friends.” “Driftshop” managed to provide me with D2 Street coilovers for the 280Z, as the suspension arms are larger on this car, the standard 240Z kit wouldn’t fit. They did weld the sleeves on, put ceramic grease on the threads, and set the compression perfectly in regard to the total travel of the strut. The comfort is comparable to stock, while greatly improving car’s...

Mar27

Workx Lowstern

Ostern, für viele die erste besinnliche Zeit im neuen Jahr,  in der man seine Familie trifft, Eier sucht und Osterlämmer vertilgt. Doch in der Autoszene hat sich über die Jahre hinweg das Osterwochenende als Beginn der Tuningsaison etabliert. Angefangen mit dem “CAR”-Freitag, gibt es fast jeden Tag ein Treffen in den Weiten Deutschlands. So hat das Team des “Workx” Tuningclubs aus der Aschaffenburger Gegend am Ostersonntag beschlossen, ein Treffen im beschaulichen Rodgau auf dem Parkplatz der Selgros abzuhalten. Auch ich habe meinen Weg dorthin gefunden und ein paar Photos machen können, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Die Crew von Workx hat sich wirklich Mühe gegeben, so gab es nicht nur Pokale für die hübschesten Autos in verschiedenen Kategorien, auch Carlimbo und ein DB-Contest waren geboten… Alles was das Tunerherz begehrt. Die verschiedensten Autos und Stile waren vertreten, sodass wirklich jeder etwas finden konnte das ihm zusagt. Natürlich waren grade im VAG Feld (Das ein Gros des Treffens stellte) viele mit Airride unterwegs, frei nach dem Motto des Treffens “Lowstern” Auch die Hotrod bzw. USDM Szene war mit einigen Perlen vertreten. Ansich ein ruhiges, familiäres Treffen, das trotz durchwachsenen Wetters guten Anklang fand. Viele verschiedene Stile und Trends, friedlich und harmonisch vereint, das passt zu Ostern, dem Fest des Friedens. Man kann es nicht oft genug betonen: Es kommt nicht darauf an, welche Marke man fährt, ob Sleeper oder VIP, Static oder Airride, verchromte Achsen oder Ratlook, die Liebe zum Automobil eint uns. Deshalb denkt daran: Gegenseitiger Respekt und Achtung vor dem Geschmack des anderen, das bringt unsere Szene viel weiter als Hate und Markenapartheid. In diesem Sinne: Frohe Lowstern! Arndt –...

240Z – Fairlady statt Göttin...

Eine Sache, die ich in der Autowelt nie wirklich verstanden habe, ist die Citroen DS-Begeisterung der KFZ-Journalisten bei den üblichen Verdächtigen der hiesigen Autoblätter. Überall nur “Oh, die Göttin” hier, “DS, die Göttin” dort. Ich mag da vielleicht als Ignorant gelten, aber in meinen Augen ist die einzig wahre Schönheit, die den – Pardon – “die” Citroen DS von ihrem vermeintlichen Thron stößt, schlichtweg der Datsun 240Z. Dies gilt für den 260Z ebenso und auch den 280Z. Die klassische “Fairlady” ist eine atemberaubende Schönheit, egal wie man es dreht und wendet. Sorry, da kann auch kein Hydropneumatik-Franzose Parolie bieten. Wie es das Glück 2015 so wollte, hatte ich die Chance, ein absolut unangetastetes Original vor die Linse zu bekommen. Kein Widebody, kein Slammen, einfach nur H-Kennzeichen und Originalzustand, als wäre der Z erst vor einigen Wochen aus dem Werk gefahren. Und so gut wie neu läuft der alte Nissan OHC -Sechszylinder auch noch. 130 PS und knappe 200 Newtonmeter Drehmoment aus ganzen 2,4 Litern. Keine schlechte Nummer für ein Auto aus den 70ern. Damit stand man damals auf Augenhöhe mit Porsche, während die anderen deutschen Autohersteller nur so etwas wie den Karmann Ghia auf den Markt geworfen hatten, wo leider schon bei 50 PS das Ende der Fahnenstange erreicht war. Dennoch hat es der 240Z laut Zulassungsstatistik leider nur zu 303 verkauften Exemplaren auf deutschem Boden gebracht, was aber auch an der späten Markteinführung liegen mag. Der 240Z wurde erst ab 1973 in Deutschland angeboten, als bereits der Nachfolger 260Z auf dem Tokyo Auto Slaon präsentiert worden war. Zumindest ist dem 240Z so der Exotenstatus unter den Oldtimern gesichert. Wer sich nun diesen Exoten genauer anschaut, findet im 240Z viele kleine Details, die man sich sogar heute bei modernen Autos wünschen würde. Sei es...

REISBRENNEN 2015

Wozu legt man sich jede Woche drei Stunden lang auf den dreckigen Boden einer Garage und verbaut viel zu teure Autoteile in ein viel zu altes Auto? Warum geht man am Wochenende nicht in die Disco und versäuft bequem 70.- € ohne zu wissen was man davon überhaupt hatte? Warum recherchiert man im Internet stundenlang nach seltenen und gebrauchten Fahrzeugteilen zum möglichst besten Preis? Warum sehen einen Freunde und Bekannte schief an, wenn man sich über einen Verbrauch von weniger als 12 l / 100 km freut? Viele Fragen, eine Antwort: GEMEINSCHAFT!   Sicher mag es eine große Anzahl an Menschen geben die nachts um 3 Uhr besoffen in der Disco liegen und dann behaupten sie hätten eine genau so gute Zeit wie wir, die Autoenthusiasten mit einer Vorliebe für alles was schön und schnell ist, aber genau diese Leute hört man auch behaupten, dass man mit einem frontangetriebenem Fahrzeug driften könnte… REISBRENNEN 2015 – beste Zeit, beste Gegend!   Schon bei der Ankunft auf dem Eurospeedway Lausitz am Freitag war klar, dass hier ist das größte Autoevent für Japansportler deutschlandweit. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag reihten sich die Japansportler bereits in langen Schlangen auf den Zufahrtsstraßen rund um die beliebte Rennstrecke in Brandenburg. Zu sehen gab es alles was in der Szene Rang und Namen hat. Von extrem, sinnlos, laut bis schlicht und dezent waren alle Modifikationsstufen vertreten. Das REISBRENNEN ist aber viel mehr als nur ein Autotreffen, es ist das Highlight im Kalender eines jeden JDM-Fan. Neben der Drift United Drift-Show gab es auch einen Lauf der German Time Attack Masters, ein Viertelmeile Rennen und ein Show & Shine Contest im prall gefüllten Rahmenprogramm. Wer mich kennt weiß, dass Driften für mich das Größte überhaupt ist. Dem ist auch mal wieder geschuldet, dass ich ganz vergessen habe mir auch die anderen Highlights auf dem diesjährigen Reisbrennen genauer anzusehen… Aus diesem Grund nun meine Eindrücke auf das Reisbrennen 2015 aus der schönsten Perspektive überhaupt: Quer! Eine Woche vor dem Event habe ich erfahren, dass neben dem australischen Pro-Drifter Stewy Bryant (Inertia MS) auch die beiden US Gaudi-Burschen Ryan Tuerck und Chris Forsberg vor Ort sein werden. Mit Blick auf diese drei Fahrer zeigt sich auch mal wieder der enorme Gemeinschaftsgedanke im Driftsport. Ryan Tuerck (Bild oben) pilotierte den Nissan S14 der Fail Crew, wohingegen Chris Forsberg sein bärtiges Gesicht hinter das Lenkrad von Rene Portz’ Lexus IS200 vom GT RADIAL Drift Team klemmte. Stewy Bryant machte den Sideways-Gangbang als Fahrer des Nissan R32 Skyline von Team Nightspeed perfekt! Im Rahmen der Drift United Drift-Show wurden mal wieder alle Driftenthusiasten mit unwahrscheinlicher Action rund um den sich drehenden Reifen versorgt. Das Drift-Areal wurde zur Arena und tausende Zuschauer feierten die Matadore des nervösen Gasfuß! Battles, Twin-Action, schnelle Entrys und extreme Winkel – all das und noch viel mehr gab es an diesem Wochenende auf dem Parkour zu sehen. Hier Christoph Krämer vom GT RADIAL Drift Team in seinem Nissan 200SX S13. Die Action dauerte bis spät in die Nacht und an diesem Toyota Corolla AE86 kann man erkennen, Leistung ist nicht alles, denn hier sind gerade mal ca. 130 PS am Werk. Bevor es dann weiter zum High-Speed Drift ging, besuchte ich noch die Boxengasse des Lausitzring um mir ein paar der Track-Cars anzusehen. Oben im Bild der Nissan 200SX S13 von Kilian Mayr. Dieser Wagen wurde von ihm über viele Jahre modifiziert und nun seinem gerechten Einsatzzweck zugeführt. Viel Erfolg weiterhin! Am Ende der Boxengasse angelangt erwartete mich dieses Bild. Die Drifter machten sich bereit für den High-Speed Drift auf dem Lausitzring. Durch Turn 3 ging es dabei über die gesamte Strecke. Für die Drifter und Zuschauer ein absolutes Highlight. Kurz bevor das systematische vernichten von Reifen begann, wechselte ich noch ein paar Worte mit Ryan Tuerck. Auf meine Frage hin wie viel der Driftsport denn mit seriösem Motorsport zu tun hätte antwortete er: “Nein, sehr wenig um ehrlich zu sein....

One night in Bangkok!

Okay, zugegebenermaßen waren es sogar zwei Nächte und zwei Tage, die wir in Thailands pulsierender Hauptstadt Bangkok mit ihren endlosen Straßen und Häuserschluchten verbrachten, bevor wir auf die Insel Koh Chang weiterflogen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Bangkok eine beeindruckende und facettenreiche Stadt ist, die auch in der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, in Sachen Car Culture zu überzeugen wusste. Honda Civic EG6 auf Rays-Felgen Das Straßenbild beherrschen Fahrzeuge von Toyota, sei es als Taxi, Pickup oder SUV. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel… Ein Toyota-Coupé, das schon viel gesehen und erlebt hat. Noch ist es nicht zu spät für eine Restauration (so das Urteil der Fachfrau im grünen Kleid) Der Kontrast zum vorherigen Auto könnte wohl nur durch einen Lexus LFA noch größer sein: Toyota Prius High-Tech-Hybrid mit sattem Stance und Top-Felgen. Nur JDM in Bangkok? Nein, auch Bayern ist vertreten: Sinistrer e46 in einer Seitengasse. Auch hier ist Vielfalt in der Autowelt trumpf. Speaking of Seitengassen: Dieses unscheinbare Z33-Schmuckstück stand in einer ebenso einsamen wie malerisch beleuchteten Straße. Nissan Z: Der meistverkaufte Sportwagen der Welt findet sich in allen Ecken der Welt. Deal with it, 911, Mustang and Corvette. Lower Lifestyle…   Honda Brio 1.2 Liter i-VTEC mit 88 PS. Pocket Rocket. Sorta-Flush: Nur weil man Bus fährt, muss man deswegen ja nicht auch auf nette Felgen verzichten. Und Laufflächenabdeckung? Dieses Wort existiert einfach nicht in Thailand. Zum Abschluss noch eine typische Straßenszene in Bangkok: Ein Mann, ein EK4 und ein Laden, der goldene Buddhafiguren in Lebensgröße verkauft (geschlossen).   Eine Nacht in Bangkok. Seid versichert, ihr werdet sie nicht vergessen…   Niels Kreischer –...