Jacatu 2016: Der Regen fällt, die Stimmung steigt

“Es muss Sommer sein, der Regen wird wärmer.” So ähnlich hätte das Motto der diesjährigen Auflage des Jacatu in Speyer lauten können. Gleißender Sonnenschein wechselte sich ab mit heftigen Regengüssen und teilweise starkem Wind, was aber die Teilnehmer keineswegs daran hinderte, ihre automobilen Schätze zu präsentieren und sich die Ideen und Erzeugnisse der anderen Tuningfans anzusehen. Auch USED4 hatte sich für diesen zweiten Besuch des Jacatu nach 2015 viel vorgenommen: Wir hatten zum ersten Mal einen eigenen Stand mitgebracht, an dem wir unser volles Merchandise-Programm in Form von Stickern, Shirts, Caps und Keyrings anboten. Außerdem hatten wir mit unserem Platz direkt am Eingang die beste Sicht auf alle ankommenden Fahrzeuge. Aber immer wieder dieser verdammte Regen. Gefühlt seit November ist das schon so. Hat das permanente Prasseln und Plätschern denn überhaupt irgendeinen Vorteil?   Mal vom lebensnotwendigen Wässern der Natur abgesehen, ist es besonders aus Sicht eines Open-Air-Autotreffens nur schwer vorstellbar, welches objektive Plus so ein Schauer haben könnte. Vielleicht genügt den Zweiflern unter euch ja bereits dieses Bild als Antwort? Fun is what you make of it. Oder frei nach Karl Valentin: “Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Wer also selbst schon einmal bei einem Jacatu war, kennt die gelöste, freundliche Atmosphäre und das Fachsimpeln unter Gleichgesinnten vor geöffneten Motorhauben. Stylemäßig ist so gut wie alles erlaubt und deshalb war auch so gut wie alles vertreten. Hier einige Beispiele…   Sei es satter Stance.   Formidables VIP   Rallye-Readiness     Stylishes Show&Shine, was keineswegs bedeuten soll, dass es sich hier um Blender handeln könnte. Ganz im Gegenteil, unter der Haube ist in der Regel auch Party.     Trackfressendes Time-Attack     Obercoole Oldies Oder einfach passabler Lack mit ganz netten Felgen Wer auch bewegte Bilder sehen möchte, der möge sich das Video unseres Partners Jan Pawelczyk von Japvideography zu Gemüte führen: Fazit: Die aufgerufenen 15€ Eintrittsgebühr für den Fahrer und sein Auto (Besucher zu Fuß wie immer gratis) erscheinen von daher absolut fair. Man bekommt das erwähnte große Spektrum an Fahrzeugen, Styles und Trends geboten, kann sich austauschen und neue Ideen sammeln. Die umfangreiche Händlermeile, die Fahrzeugbewertungen und den dB-Contest an dieser Stelle mal gar nicht erst zu erwähnen. Alles in Allem eine richtig runde Sache, dieses Treffen. Und runde Sachen mögen wir. Wir werden daher auch 2017 dabei sein, wenn es wieder heißt: Japan Car Tuning – Come as you are. Das Facebook-Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in den nächsten Tagen. Bilder und Text: Niels Kreischer – USED4.net Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Video: Jan Pawelczyk – Japvideography...

Cars&Coffee Frankfurt: Edel und teuer, aber auch gut?...

Ein “Cars & Coffee”: für mich der Inbegriff der automobilen Entspanntheit. Verschiedene Marken, unterschiedliche Philosophien, automobile Konzepte und Ansichten, alle friedlich vereint an einem Ort. Dazu kostenloser Eintritt für das interessierte Publikum, Fachsimpeln und Staunen aus nächster Nähe, mit einer Tasse duftendem Kaffee in der einen und dem Partner/Smartphone/Kind in der anderen Hand. Besonders die Vielfalt macht in meinen Augen den Reiz eines solchen Treffens aus, die Geschmäcker sind nunmal verschieden, sei es bei der Wahl des Lieblingsautos oder bei der Sorte des Kaffees. Und so ist es am Ende eben diese Mischung aus edel und volksnah, aus exklusiv und dieTaschenwarennichtsotief, technisch anspruchsvoll und simpelabertrotzdemtoll, die den Geist eines solchen Treffens ausmacht Und hier hat das Cars&Coffee – Frankfurt, erstmalig veranstaltet von  den Ride-Along-Verantwortlichen Peter van Dongen und Alen Vasic aus den Niederlanden, eindeutig noch etwas Verbesserungspotenzial für das nächste Jahr. Denn die strikten Auswahlkritierien, die vorab bei Facebook veröffentlicht wurden, schränkten das Teilnehmerfeld auf neue Sportlimousinen, Sportwagen und Supersportwagen ein. Und das, obwohl auf dem Gelände ausreichend Platz auch für Modelle mit weniger finanziellem, aber dafür umso mehr automobilem Wert gewesen wäre. Diese freiwillige Selbstbeschränkung fand ich persönlich so schade wie unnötig und die Atmosphäre litt in meinen Augen ebenfalls darunter. Eine sehr ähnliche Erfahrung hatte auch bereits Kollege Stefan Brencher Anfang April beim C&C in München gemacht. Denn wenn ein Gallardo Spyder Performante neben dem Audi R8 parkt und direkt daneben ein brandneuer AMG GT S, setzt beim Publikum trotz aller Faszination auch schnell eine gewisse Sättigung ein. Denn dann gibt es neben teuer eben nur noch teurer und die meisten Modelle kennt der Autofan bereits aus dem Internet oder Zeitungen. Für mich fehlten Autos, die zwar alt, aber trotzdem faszinierend oder schlicht historisch wertvoll sind. Traumwagen der eigenen Jugend, kultige Liebhaberfahrzeuge aus dem Alltag vergangener Jahrzehnte, aber auch aktuelle Exoten, die vielleicht nicht ganz so pricey, aber dennoch cool sind. Wer jetzt persönliche Enttäuschung vermutet, hat absolut recht: Mein eigener Nissan 200SX wurde ohne weitere Begründung abgelehnt. Das Treffen hatte aber selbstverständlich auch positive Aspekte: Beeindruckende Autos, eine erstklassige Kulisse, den bereits erwähnten freien Eintritt und glücklicherweise auch perfektes Frühlingswetter: Petrus ist PS-Fan. Und ab und zu mogelte sich doch ein etwas älteres Modell in die Reihen der Supersportler, wobei dieser 190er EVO preislich wohl selbst auch vorne mitspielt. Dieser 964 Turbo S parkte im sprichwörtlichen Hinterhof, aber ein derart schönes, offensichtlich stark modifiziertes Schmuckstück hat jederzeit einen Platz in unserem Artikel verdient. Dazu bot die Klassikstadt in Frankfurt als Ort des Geschehens nicht nur ein passendes Panorama, sondern selbst auch viele automobile Köstlichkeiten, die dank ebenfalls kostenlosem Zugang wohlbekömmlich und leicht verdaulich waren. McLaren P1 GTR: Die Rennversion vom Hybrid-Supersportler. Cool. Ferrari FXX: Zwar keine Straßenzulassung, aber dafür waren Rennstreckenbesuche und offizielle Werksunterstützung mit dem 800 – 860 PS starken Carbonflitzer im damaligen Preis von 1,5 Mio € inbegriffen. Porsche 964 RS in Blütengelb und mit lückenloser Historie der bisherigen 72tkm. Preis? Schlanke 289.000 €. Viel Geld für Gelb, aber sicher jeden Cent wert. Aber auch solche Autos haben ihren Platz in der Geschichte verdient. BMW e21 315, 190er Mercedes 1.8 und Seat 131 Supermirafiori. Währenddessen lief das Meeting auf dem Hof natürlich weiter und so versuchte ich, noch einige der Schätze vor die Linse zu bekommen. Der i8 ist immer noch ein seltener Anblick auf unseren Straßen. Leider oder zum Glück? Die Meinungen driften da auseinander. Noch ein gelber Porsche, dieses Mal aber “nur” ein S. Der aber trotzdem deutlich schneller sein dürfte als sein Großvater. Konzernbrüder: Alfa 4C und Ferrari 488. Vierzylinder-Turbo und V8-Bi-Turbo. Italian Boost, sozusagen. C63 AMG. Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. Außer vielleicht durch Hubraum + Ladedruck. (Siehe z.B. den aktuellen Nachfolger C63 AMG mit Bi-Turbo-V8) SLS AMG, sponsored by DA DY? Nein, das wollen wir gar nicht unterstellen, jedem sei sein Erfolg gegönnt und ein tolles Auto ist so ein SLS definitiv. Viele bunte Farben…Da kann sich der...

Motorshow Essen 2015

Willkommen auf der Motorshow Essen 2015, willkommen auf dem bunten Jahrmarkt der Auto-Tuner, willkommen in einer Welt in der wirklich für jeden etwas dabei ist. Kaum einer wird die Hallen der Messe in Essen mit den Worten “hat mich alles nicht sonderlich interessiert” verlassen. Dafür ist DIE Messe für Freunde aller modifizierten Fahrzeuge einfach zu umfangreich und außergewöhnlich. Wir freuen uns darüber, euch wie in den letzten Jahren, auch 2015 wieder einen Einblick geben zu können, alles was auf der Messe so passiert ist. Stefan: Wie bereits in der Vorschau angekündigt, haben Niels und ich dieses Jahr Nakai-San, den Mann hinter den extravaganten Porsche-Umbauten und dem in Japan ansässigen Tuner RAUH-Welt Begriff getroffen. Er hat den weiten Weg auf sich genommen, um ein wenig Japan-Flavour nach “good old germany” zu bringen und mich persönlich würde es freuen, in Zukunft mehr RWB-Porsche auf deutschen Straßen zu sehen. Vielleicht gibt es demnächst ja auch Konzepte aus dem Hause RWB für andere Fabrikate, wer weiß… Niels: Angetroffen haben wir den Meister (natürlich) bei einer seiner Kreationen: Dem RWB 48, einem in den Niederlanden beheimateten, mattschwarzen Licht-  und Straßenschlucker. Domo arigato, Nakai-San! Das Niels und ich dieses Jahr wieder die Gelegenheit hatten gemeinsam die EMS zu fotografieren, hat mich noch mehr gefreut als die Anwesenheit aller Messe-Miezen zusammen. In den letzten Jahren ist es ein bisschen Routine geworden, diesen Saisonabschluss gemeinsam auf der Messe zu verbringen und sich über Neuigkeiten auszutauschen. Fotografieren steht dabei immer im Vordergrund und jedem ambitionierten “Fotografen” würde ich dringend empfehlen sich immer mal wieder mit anderen auszutauschen, was den Boys & Girls aus der Autoszene aber ohnehin bekannt sein wird. Die Essen Motor Show ist neben Weihnachten, Silvester und dem Geburtstag meiner Freundin zum festesten Termin im Kalender geworden und bereits die Anfahrt mit Stefan nach Essen bedeutet jedes Jahr aufs Neue: Aufstehen, Abgehen, Kaffee hält uns wach. Man weiß auch in der Regel was einen erwartet: Die Hersteller, die Mädels, vieles ist aus den Vorjahren bekannt, aber es gibt auch immer wieder neue Trends. Dieses Jahr scheint es, als wäre die Liberty Walk-, Rauh Welt-, Rocket Bunny-Welle endgültig auch in Essen angebrandet. Derart viele Kotflügelverbreiterungen gab es meiner Meinung nach das letzte Mal auf dem Wörthersee-Treffen 1985. Aber alle guten Dinge kommen irgendwann wieder und so hießen wir die extrabreiten Porsche, GT-R, Audi und e36 willkommen. Da ich selber seit kurzem einen Toyota GT86 fahre, habe ich mich natürlich dieses Jahr umso mehr über jedes ausgestellte Exemplar gefreut. Oben zu sehen ist der GT86 für die 2016er Edition des GT86 Cup powered by TMG (Toyota Motorsport GmbH). Mehr Infos zum Cup, zum Wagen und zu anderen nützlichen Dingen findet ihr auf der offiziellen Website. Aufgefallen ist mir, dass der “Hype” um den Wagen als Tuning-Basis schon deutlich rückläufig ist. Im Jahr 2012, dem Erscheinungsjahr des Boxer-Sportlers, hätten wir von der EMS noch ein ganzes GT86-Feature liefern können. Dieses Jahr beschränkte sich die Zahl auf etwa fünf Exemplare. Lustig, dass du das GT86-Feature auf der EMS 2012 erwähnst, Stefan. Es gab ja tatsächlich eins: Meins. Aber Spaß beiseite, der GT86/BRZ hat sich mittlerweile etabliert, soviel steht fest. Und man fragt sich, wieso andere Hersteller das klassische Heckantriebscoupé so vernachlässigen und lieber aufgepumpte Allrad-Kompakte bauen, was an sich natürlich auch nicht schlecht ist. Aber ist das Mädel noch so lieb, Heckantrieb bleibt Heckantrieb. Immerhin kommt ja Alfa Romeo jetzt mit neuen RWD-Modellen. Am Stand von Drift-United, in der Action-Halle 7, gab es die Autos vom GT Radial Drift Team zu sehen, die ich fast das ganze Jahr 2015 mit der Kamera begleitet habe. In der Halle, die dieses Jahr DMAX-Arena hieß, ging es auch wie in den Jahren zuvor ordentlich zur Sache und viele unterschiedliche Fahrzeuge wurden über den kleinen Kurs getreten. Fotos davon habe ich dieses Jahr keine gemacht, da man sonst keine Gelegenheit hatte innerhalb eines Tages all die anderen aufregenden Dinge der Messe zu sehen.   Mit anderen aufregenden...

Vorschau: Essen Motorshow 2015

Motorshow Essen oder Essen Motorshow, wie auch immer. Hier waren wir in den letzten Jahren auf jeden Fall schon öfter vertreten und freuen uns immer wieder auf diesen angenehmen Saisonabschluss im Ruhrgebiet. Bis zum 06.12.2015 habt ihr noch die Gelegenheit, euch den Jahrmarkt der Fahrzeug-Modifikationen anzusehen. Vorab einige Eindrücke von uns für euch…  Freilich geht es bei mir mit den feschen Schnitten von KW automotive los, die wie jedes Jahr umwerfend aussahen und dazu auch noch richtig gut aussahen. Am Stand von KW automotive gab es zudem wie immer gute Gespräche und Beratung zu Fahrwerken und Rennsporttechnik. Ein Stand, der mehr als einen Besuch wert ist. “Sack und Asche, der Rusty Slammington auf der Essen Motorshow!” – so ging es mir, als ich den aufs niedrigste reduzierten BMW E28 sah. Bekannt aus allen einschlägigen Fachforen ist dieser E28 ein echtes Highlight für alle Stance- und Hellaflush-Kids. Die Story zu dem Wagen ist auch nicht ohne und kann HIER nachgelesen werden. Auch Jean Pierre von JP Performance ist vor Ort, was enorme Freude bei Allstar Niels und Youngster Alex auslöste. Dass die Jungs sich nach dem Foto noch jeder ein Autogramm von JP geholt haben, sollte ich für mich behalten, aber gut… JP hat auch seinen mächtigen Nissan GT-R mitgebracht. Dazu gibt es demnächst mehr. Geliebt und gehasst, die geilen Umbauten von RAUH-Welt Begriff aus Japan. Wenige Tuner polarisieren so wie Nakai mit seinen extremen Verbreiterungen und aggressiven Heckspoilern. Wir haben Nakai San vor Ort getroffen und sind von seiner Arbeit begeistert. It’s a rough world! Racepoutin’s heißer 1er BMW e82 auf goldigen VIP Modular Wheels VR15 und äußerst wenig Luft im Radkasten.   Das Autohaus Brömmler präsentiert den VR38DETT seines R35, ohne die Haube zu öffnen. Ziemlich gewitzt, diese Brömmlers.   Alles neu im Amazon. Dieser Volvo Amazon aus dem Jahr 1968 wurde radikal modernisiert: Innenraum, Antrieb, Elektrik, Fahrwerk…   Porsche 918 Spyder bei Autoweiland in der Klassiker-Halle: Das Hybrid-Monster mit 887 PS zoomt sich in 2,6 Sekunden auf 100 und in 6.57 Min um die Nordschleife. So viel für den Moment von der Essen Motorshow 2015. Ein weiterer und umfangreicherer Artikel steht bereits in den Startlöchern. Uns hat es wie immer gefallen und wer die Gelegenheit hat, den Hallen einen Besuch abzustatten, sollte diese nutzen und sich ausgiebig umsehen. Ein einziger Tag reicht mittlerweile schon fast nicht mehr, um sich einen echten Überblick über das gebotene Spektakel zu verschaffen. Aber man kann es natürlich versuchen. Niels Kreischer & Stefan Brencher...

Allein unter Gölfen: ÜBERclass goes See – Teil II...

Schwierig nach solch einer gelungenen Auftaktstory etwas hinzuzufügen, was bisher noch nicht erwähnt wurde. Ich will daher weniger über das Treffen am See erzählen, als vielmehr über die weiteren Möglichkeiten, die solch ein Event noch so aufzubieten hat. Ich stehe voll hinter der Aussage meines Kollegen und Freund Niels, der anmerkte, dass wir trotz vieler Bedenken sehr offen und begeistert empfangen wurden. Nichtsdestotrotz erwartete ich mir doch etwas ganz anderes von diesem Event. Vielleicht aus den vielen Bildern und Berichten hocheuphorisch eingestimmt, sah man sich doch beim “TREFFEN VOR DEM SEE”, fast schon mit “DEM TREFFEN AM SEE” konfrontiert. Beschaulichkeit, Niveau und Klasse haben durch die allgegenwärtigen Social-Mediaplattformen Augenscheinlich arg leiden müssen. Was noch bis letztes Jahr als das Treffen für den elitären Kennerkreis galt, wurde durch den medialen Hype und die umlaufenden Bilder schnell so populär, dass der Andrang annähernd das Level vom Haupttreffen erreichte. Das viel nicht nur uns auf, sondern auch “Traditionsbesuchern” Das Ergebnis daraus waren kilometerlange Staus, jubelnde Betrunkene am Straßenrand, die lautstark Wheelspins forderten und eine weniger spezielle automobile Kulisse als erwartet. Ich wüsste daher nicht, was beim Haupttreffen anders werden sollte? Stundenlang in einer Blechlawine gefühlte Millimeter zu rollen, nervte natürlich uns Menschen mit Benzin im Blut schnell und so wurde der Entschluss gefasst, einfach in die Berge zu entfliehen. Und Herrgott…JA, davon gibt es wirklich reichlich! Leider meinte es Anfangs der Wettergott nicht wirklich gut mit uns…. Bereits die Planung der Fahrt nach Österreich erfasste uns mit Grauen: Was haben wir nicht alles in Facebook lesen müssen von wegen tausend wartender Polizisten, Roadblocks, Parkplatzkontrollen und Stilllegungen. Auch das Wetter verhieß nur Regen, Regen, Regen. Absagen war deshalb kurzzeitig eine Option, die wir aber zum Glück nicht ergriffen haben! Immerhin hatten wir monatelang genau auf diesen Termin hingearbeitet....

Nismo Festival beim Sport1-Trackday...

Die Nachricht traf mich wie der sprichwörtliche Blitz: Es gibt ein offizielles deutsches Nismo-Festival. Auf dem Nürburgring. Mit einer Classic Car Austellung und dem neuen GT-R Nismo.   Sofort kamen mir die Bilder der legendären Nismo Festivals auf dem Fuji Speedway in den Sinn, wo hunderte Fans mit ihren Skylines, S-Chassis, Z-Cars und anderen Datsun- und Nissan-Modellen die Marke Nissan und ihre Motorsportabteilung Nismo zelebrieren. Dass die meines Wissens erste deutsche Auflage nicht ganz diese Dimensionen ereichen würde, war mir bereits klar, als ich mich spontan in meinen 200 SX schwang und auf den Weg zum Nürburgring machte. Dort angekommen, musste ich aufgrund fehlender Akkreditierung (Ups!) und trotz gültigem Presseausweis Eintritt bezahlen. Das an sich war überhaupt kein Problem, nur dass der Mitarbeiter am Eingang gar nicht wusste, was das Nismo-Festival wäre, als wir nach dem Weg fragten, machte mich dann doch stutzig. Auf dem Gelände angekommen, parkte ich meinen Wagen direkt gegenüber des wider Erwarten leicht zu findenden Nismo-Pavillons und wir begannen, die Gegend zu erkunden. Der Sport1-Trackday bot neben dem Nismo-Festival auch einen Achtelmeile-Dragstrip, die Renn-Veranstaltung Rolling50 mit ausgewählten extrastarken Modellen sowie einen Lauf des Gymkhana Grid-Cups. Man bekam also Einiges geboten für die 20 € Eintritt, nur der aufgrund der Kürze der Zeit einzige Grund für meinen Besuch, das Nismo Festival samt Classic Car-Ausstellung, war dann auf den ersten Blick doch überschaubarer als erwartet. Einige GT-R R35 des aktuellen Jahrgangs… der bereits erwähnte Über-GT-R Nismo (mit Nissan-Superstar Michael Krumm, der sich hier seine eigene Kreation betrachtet!)… …sowie 370 Z Nismo (noch in der alten Version) und Juke Nismo: Für den Neuwageninteressenten hatte Nissan demnach alles aufgefahren, was Nismo derzeit auf dem deutschen Markt zu bieten hat. Nur wo war die Ausstellung? Es stellte sich heraus, dass die Classic Car-Ausstellung im Ringwerk...

ÜBERFEST 2014: Hohe Ansprüche an tiefergelegte Wagen...

Die Jungs und Mädels der Überfest-Crew haben bereits 2013 bei der ersten Auflage des Überfests bewiesen, dass sie aus dem Stand ein erstklassig organisiertes und abwechslungsreiches Auto-Event auf die Beine stellen können. Da lag die Messlatte entsprechend hoch, aber soviel kann man jetzt schon sagen: Das Überfest 2.0 war eine Steigerung in allen Bereichen. Ob Location (Sachsenring – Boxengasse und Fahrerlager), Qualität, Auswahl und Mischung der Fahrzeuge, Organisation, Catering und Musik; und sogar das Wetter: Es war schlicht und einfach ÜBERragend. Genug gelobt , hier einige der Wagen, die Philipp (dem Mitorganisator des ÜF und gleichzeitig geschätzter USED4-Kollege) und meine Wenigkeit am meisten beeindruckt haben: Es existieren so viele Porsche 911, aber dieser ist absolut einmalig, da bin ich mir sicher. So fresh, so clean: S2k AP2. Ein Audi Total Tief. Tolle Präsenz und eine wunderschöne Farbe. TOM’s Toyota Supra MKIV. Ich hatte mal ein Tamyia-Modell davon! Erstklassige Ausführung. Liberty Walk M3: Vom sehnigen Mittelklassesportler zum satten Breitbau-Spektakel. Mehr solcher Autos in Deutschland, geht das? Der Flgntlt-Cayman S: Der Lack in Kombination mit den extremen RAD48-Felgen… Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sagen würde: Aber dieser Porsche ist mein ganz persönlicher Favorit des Überfests. Ja. Einfach nur Ja. De Lorean mit sicher originalen ZIDZ-Requisiten: Hoverboard, selbstbindende Nikes, JVC-VHS-Cam… Einfach über fly, der Wagen. Für mich drückt dieses Bild die Essenz des Überfests 2014 sehr gut aus: Markenoffenheit, erstklassige Qualiät der Ausführungen, freundliche Atmosphäre und Sonne pur. JDM und KDM vereint: Mugen Civic (schon bald auch in einem eigenen Feature… ) und ein tolles Hyundai Genesis Coupé. Zu schade, dass die Modellreihe bereits wieder eingestellt wurde. Ein surrealer e46 auf neu geschüsselten(?) BBS. Stance-Level 100%. Für mich persönlich war es egal ob Static oder Bags: Ein Fitment, wie man es sonst nur aus dem Internet kennt. Zu recht ein Gewinner. Ein Lada: RDM und so sexy. Muss kein Widerspruch sein. Agent Orange: Golf mit männlicher Bremse und Lexani-Rädern. Eleanore, Super-Vette, Philipps R32 GT-R und der FLGNTLT-Cayman S: Vier fantastische Interpretationen des identischen Grundprinzips: Vier Räder und ein Otto-Motor. Der M3 CSL: Die für mich von seinen bisherigen Nachfolgern unerreichte Ikone der M3-Historie. Renntechnik pur: Dieser AE86 aus der Schweiz mag Berge zum Frühstück. MX5: Sensation White Daniel Haukes umwerfender e30 M3. Kann einfach alles. Glaubt mir, ich könnte noch Stunden so weiter machen, aber ich möchte euer Scrollrad nicht zum Glühen bringen, deshalb freut euch auf das Facebook-Album, das wir morgen Abend (Sonntag) veröffentlichen werden. Dort findet ihr alle Bilder dieses Artikels und noch viel mehr… Abschließend verbleibt das USED4-Team mit den besten Wünschen an seinen Kollegen Philipp für die Planung und Organisation des Überfests 2015. Man munkelt bereits, die Location würde sich erneut ändern, das Ganze sei aber sozusagen noch übergeheim. Aber egal wo, die Überfest-Crew will den anderen Events auch 2015 zeigen, wo der Vater den Most herholt. 😉   Niels Kreischer – USED4.net  ...

Vom UK BNR34 und der großen Liebe...

Dass wir alle Enthusiasten sind, ist unbestritten. Doch welchen Enthusiasmus Daniel “Sky” in seinen GT-R steckte, ist jenseits jeder Vorstellungskraft. Der wohl bekannteste BNR34 GT-R V-Spec Deutschlands zickte Daniel schon des Öfteren an, jedoch ließ er sich niemals von ihm abbringen. Jeder Andere hätte den Wagen wohl schon abgestoßen und wäre einen anderen Weg gegangen, doch nicht Daniel! Die Liebe zu seinem Auto spiegelt sich auch an den Details wider. Wir hatten die Ehre, mit Daniel zu sprechen, sein Projekt zu analysieren und es einmal genau unter die Lupe zu nehmen!   Wie auch schon zu den Storys um BNR32 sowie BCNR33, starten wir mit einer kurzen Zusammenfassung: Zur Passion um den BNR34 im Allgemeinen und ein kleiner Einblick in dessen Legende. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, wurde der 34er wesentlich herzlicher in der Szene aufgenommen, was wohl auch seinen maskulinen Zügen geschuldet ist. Erneut mit leicht modifizierter Motorstruktur gegenüber R32 und R33, wurde das Fahrzeug bis 2002 in einer Auflage von 11.344 Stück gebaut. In Japan ohnehin als Legende bekannt, erlangte er seinen Bekanntheitsgrad weltweit durch den „The Fast and the Furious“ Franchise. Der am 30.11.2013 verstorbene Paul Walker steuerte im 2. Teil seinen ersten BNR34 GTR und blieb dem Wagentyp bis in die letzten Filme treu. Auch privat ließ er es sich nicht nehmen, ein solches Fahrzeug (sowie weitere GT-R Versionen aus verschiedensten Epochen) in seine automobile Sammlung aufzunehmen. Wer einmal das Gefühl, dass diese Fahrzeuge vermitteln, selbst spüren kann und in den Genuss kommt, ein solches Fahrzeug zu fahren, weiß ,wovon ich spreche. Unbestreitbar ist der 34er GT-R der Inbegriff des Japanese Muscle und die Ikone einer ganzen Szene. Ehrfürchtig betrachten ihn auch Porsche- und Ferrari-Fahrer. Authentisch geblieben, steht das Fahrzeug zu seiner DNA und übertreibt nicht mit seinen Spoilerpaketen und...