BMW-Treffen Geiselhöring – In Memoriam Karl Jungmayer...

Unverhofft kommt oft und Gelegenheiten sollte man beim Schopfe packen. 5 Euro in die Phrasenkasse, aber in  einem Fall wie diesem passten solche Weisheiten absolut perfekt. Rein zufällig wurde ich während eines privaten Termins in Geiselhöring durch einen guten Freund auf das BMW-Treffen bei der Jungmayer GmbH aufmerksam gemacht. Und diese Veranstaltung stellte sich direkt nach meinem Eintreffen als wahres Eldorado für BMW-Fans heraus, aber auch alle anderen Automobilisten mit Hochoktanigem im Blut kamen hier voll auf ihre Kosten. Soviel zum Thema „Unverhofft kommt oft“. Da ich meine Kamera prinzipiell immer dabei habe, versuchte ich, in der kurzen Zeit, die mir blieb (Termine, Termine), so viele dieser Goldstücke mit blau-weißem Propeller wie nur möglich auf die Karte zu bannen. Gelegenheit beim Schopfe packen eben. Erst nach einigen Aufnahmen wurde mir dann der traurige Hintergrund der Veranstaltung bewusst. Der Besitzer und bisherige Chef der Firma Autohaus Karl Jungmayer, Karl Jungmayer, war vor fast einem Jahr, am 14. Juni 2016, viel zu früh einem Krebsleiden erlegen. Ihm zu Ehren und zum Gedenken fand das diesjährige Treffen statt und so bekam die Veranstaltung für mich noch eine zusätzliche Ebene, denn neben der beeindruckenden Technik, war auch die Anteilnahme und die Beteiligung der angereisten BMW-Enthusiasten spür- und sichtbar. In der Vergangenheit wohl als reines M3 E30-Treffen geplant (ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele wunderschöne M3 E30 auf einem Haufen gesehen), waren auch alle anderen Modelle der Bayerischen Motoren Werke willkommen. Schließlich kann heutzutage selbst ein 1er BMW stärker als ein Lamborghini Aventador sein (V10 Bi-Kompressor mit 750 PS) und das bei sehr zivil gehaltenem Äußeren. Aufgebaut wurde dieser schwarze Favoritenvernichter vom Jungmayer-Tuning-Zweig, der KJ-Performance GmbH, geleitet von Karl Jungmayer Junior. Weitere, nicht weniger beeindruckende Produkte von KJ-Performance. Die Jungmayer GmbH ist aber gleichermaßen bekannt für Ihre eigene Oldtimer-Sammlung, die sich im Keller des Verkaufsraums befindet und vollgepackt ist mit bayerischen Delikatessen und Memorabilia. Zusammengetragen hat diese der Senior-Chef, der ebenfalls den Namen Karl Jungmayer trägt und der Gründer des Autohauses vor über 40 Jahren war. Ein weiteres persönliches Highlight waren die sechs(!) in Reihe auf dem Bürgersteig geparkten M3 CSL. 360 PS bei 7900 U/Min, aber nur federleichte 1.385kg und dazu Semislicks serienmäßig. Man möge mir verzeihen, aber rennsportlicher und puristischer wurde danach kein BMW mehr, auch nicht die sündteuren, sauschnellen und wassereinspritzenden M4 GTS. Fazit: Mein Besuch war kurz, die Sonne brannte erbarmungslos und vorbereiten konnte ich mich auch nicht auf das, was mich erwartete. Unterm Strich perfekt. Sollte ich 2018 erneut in der Nähe sein, werde ich sicher wieder bei den Jungmayers vorbeischauen und die ganz besondere BMW-Atmosphäre in mich aufsaugen.   Niels Kreischer – USED4.net Das Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in Kürze auf unserem Facebook-Auftritt.    ...

Drift United JDM Edition & Reisbrennen 2012

  DRIFT UNITED JDM Edition & Reisbrennen 2012 Am ersten Augustwochenende war es soweit und die DRIFT UNITED JDM Edition ging im Rahmen des beliebten Reisbrennens an den Start. Einen besseren Rahmen für so ein Event kann man sich gar nicht wünschen, denn es war so gesehen das Event im Event und tausende Zuschauer folgten an diesem Wochenende dem Aufruf von Marco Thillmann (Geschäftsführer TP-Event Service) in die Motorsportarena Oschersleben bei Magdeburg. Geboten wurde neben den DRIFT UNITED-Driftern, welche den ganzen Tag auf dem Drift-Areal Taxifahrten und spektakuläre Twin-Battles abhielten auch alles was das (japanische) Autoherz höher schlagen ließ. Es gab die Möglichkeit mit dem eigenen JDM-Auto (JDM = Japanese Domestic Market) am freien Fahren auf der Grand-Prix-Strecke teilzunehmen, es gab Beschleunigungsrennen auf der Zielgeraden und natürlich die Klassiker wie Händlermeile, Sexy Car Wash, Tuning Show und das ganze andere Zeug. USED4 war mit umfangreich vor Ort vertreten und jeder hatte so seine eigenen Highlights und Erlebnisse: Stefan Brencher Für mich ging es Samstagmorgen aus dem 380km entfernten Gladbeck nach Oschersleben. Ich wollte nur einen Tag bleiben da mir die Arbeitswoche im Büro noch in den Knochen saß und ich Sonntag etwas ausschlafen wollte. Dieses Event hat sich aber, auch wenn ich nur einen Tag dort war, mehr als gelohnt. Am frühen Morgen habe ich mir in Ruhe die Vorbereitung der Drifter von DRIFT UNITED im Fahrerlager des Driftparkours angesehen und gehört wie die ersten Querbeschleuniger ihre Motoren anließen und in den Driftkäfig fuhren. Aufgrund der geringen Geschwindigkeiten (für meinen Geschmack aber immer noch verdammt schnell) und der hohen Temperaturen, war es wichtig den Wagen zwischendurch mit Wasser etwas abzukühlen. Martin Montag von DRIFT UNITED sorgt hier persönlich für die Erfrischung für Öl- und Wasserkühler. Bereits am frühen Morgen wurden etliche Zuschauer vom Motorenlärm zum Driftareal gelockt. Hier haben die Driftautos mit dem lauten Reifenquietschen einen Vorteil gegenüber den Gripautos was das erwecken von Neugier angeht. Nach kurzer Zeit ging es im Käfig dann richtig ab. Die Sonne knallte und ein Taxigast nach dem anderen wurde, gemeinsam mit seinem Fahrer, in attraktive Driftbattles verwickelt. Hier im Bild Alain Thomet von ZÜRIDRIFT und Dominik La Roche von Charged Import Racing. Beide auf einem Nissan 200SX S14 (einmal S14a) unterwegs. In Zwischenzeit haben sich die Ränge richtig gut gefüllt und die Drifter waren das Highlight am Vormittag. An den blauen Reifenstapeln stand man unmittelbar am Geschehen und konnte den japanischen Driftsport mit nahezu allen Sinnen genießen. Um die Mittagszeit zog es mich dann an die Grand-Prix-Strecke auf der sich potente Japansportler ansehnliche Positionskämpfe im Rahmen des freien Fahren lieferten. Im Bild eine denkbare Kombination: Mitsubishi Evolution, Subaru Impreza und Nissan PS13 – JDM durch und durch! Als ich zum Driftareal zurück kam, machten sich die Drifter gerade fertig für die eigentliche Action auf der Grand-Prix-Strecke. Im Konvoi ging es auf die Strecke. Zwischen der Hasseröder-Kurve und der Triple-Links wurde ein provisiorisches Fahrerlager errichtet. Nach und nach konnten die Drifter jetzt von der Hotel-Kurve über die Gerade Richtung Hasseröder-Kurve, durch diese durch in Richtung Triple-Links driften. Die mind. 5.000 Zuschauer waren begeistert. Sehr stark beeindruckte mich der Toyota JZX90 Mark II von Niels Becker. Er und sein, von einem 2JZ-Motor befeuertes, Gefährt sind extra aus Dänemark für diese Veranstaltung angereist. Klar fantastisch fuhren auch die beiden Falken-Autos von Lars Verbraken (Nissan Skyline R33) und Remmo Niezen (BMW E30 M3). Sie verstehen es neben den anderen Driftern die Menge zum ausrasten zu bringen. Gemeinsam performten Sie als wäre es das letzte Driftevent das sie fahren. Natürlich waren auch die Kollegen von MPS-Engineering/MPS-Racing vertreten. Während Robert Hirrig im Time-Attack Skyline das Feld beim freihen Fahren aufmischte, prügelte Rene Portz mal wieder absolut alles aus dem Nissan Skyline R33 raus und hatte auch noch einen riesen Spaß dabei. Einen riesen Spaß hatte auch ich an diesem Tag und fuhr dann richtig zufrieden und stark verbrannt wieder zurück und holte mir den lang ersehnten Schlaf. Im...