The Wetter, The Wilder: Steißlingen reloaded

Wet and Wild in Steißlingen again. Yeah! Aber die Einschläge kommen näher und näher: Das Driften in Steißlingen wird zukünftig zwischen April und Oktober nicht mehr am Wochenende möglich sein, ab sofort gibt es nur noch eintägige Veranstaltungen an normalen Wochentagen. Dafür ist an einem Montag auch der Preis entsprechend niedriger. Für Locals weiterhin ein super Deal und eine tolle Gelegenheit, das Heck heraushängen zu lassen. Für mich persönlich bedeutet das aber auch gleichzeitig, dass sich die knapp 400km Anfahrt für eine Eintages-Veranstaltung wohl nicht mehr rentieren werden. Daher lief ich am Drift-Wochenende vom 13.-14. Oktober auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge durch die Gegend. Eigentlich gab es aber überhaupt keinen Grund für Traurigkeit, denn es herrschte herrlichstes Oktoberwetter und die Stimmung war entsprechend ausgelassen. Das Wetter war sogar so gut, dass das Wasser der Sprinkleranlage teilweise nicht ausreichte und nachgefüllt werden musste. Veranstalter wie eh und je war der SXOC e.V., also der deutsche Motorsportverein, der sich das organisierte Grassroot-Driften auf die Fahnen geschrieben hat. Wie immer vertreten in Person durch die Zahnfee, die auch hier wieder ihren Zauberstab schwang und die wilde Sause gewohnt souverän koordinierte. Fee halt, die können das. Der Mix der angereisten Fahrzeuge war ebenso wild wie die angesprochene Sause, wenn auch die BMW-Dominanz mittlerweile unübersehbar geworden ist. (Oder war sie das nicht schon immer?) Einige S13 waren aber auch im Einsatz. Manche clean, andere mean. Zwei S14 hatten es auch nach Steißlingen geschafft, beide eher im Used-Zustand. Hier das Driftmobil der Zahnfee… Wie man sieht, können Feen nicht nur organisieren. Aber besonders diese S14 aus der Schweiz hatte Style und Power im Überfluss. Bitch Please? Lower than your average framerail…   Die BMW-Meute bestand hauptsächlich aus diversen e36 in den unterschiedlichsten Ausbau- und Verfallstadien. Besonders aus der Masse heraus stach meiner Meinung nach dieser japanisierte e36. Ein echter Schürzenjäger. Jeweils ein cleaner e30, ein wilder e34 im Kuh-Look sowie ein wunderschöner e46 330Ci waren ebenfalls vertreten. Wo die Exoten bleiben? Bitteschön… Der Lexus LS, bestens bekannt aus dem Frühjahrsfeature, war ebenfalls wieder am Start. V8, Fender Flares, fette Felgen, männliche Tiefe und Sticker, die selbstverständlich nur auf der Scheibe kleben, um den Lack zu schonen.   Schönes Bild. Direkt neben der Driftstrecke ist auch ein Fahrsicherheitstrainingsgelände. Und jeder nutzt sein Auto eben so, wie es ihm gefällt (USED4…) Wo unser Fokus liegt, lässt sich aber auch leicht erkennen. Die GT86/BRZ sind eigentlich prädestiniert fürs Driften im Nassen, was dieser 86er von Igor mit sauberen Linien bewies.   Auch die Rumpelgrummel-Fraktion der Z33 ließ von sich hören. Last but not least war auch wieder Jan Pawelczyk am Start und hielt gleichzeitig sowohl die Mazda-, als auch die MX5-Fahne hoch. Wie er dabei auch noch lenken und schalten konnte, ist mir ein Rätsel. Ganz nebenbei zauberte der Tausendsassa auch wieder ein feines Stück Film.   Zum Abschluss noch ein wenig Parkplatz-Eyecandy…Type-Rrrrrrrr Ob sich das Motto auf den Bösen Blick bezieht? Immerhin aus Metall.  +1 für die Window-Visors und +5 für die Felgen. Wenn man aus Tuttlingen kommt, ist man meiner Meinung nach mit dem Kennzeichen schon schwer gestraft. Der Besitzer dieses Impreza Kombis hat dennnoch das Beste daraus gemacht. ja. Ja. JA! (Nur noch ein wenig tiefer vielleicht, eventuell, möglicherweise?) Bereits aus dem 2016er-Feature bekannt, hat dieser e30 nichts, aber auch gar nichts von seinem grandiosen Auftritt eingebüßt. Schmidt Felgen, Hella, Sparco, Momo: Sehet her, staunet, froholocket und sponsoret ihn anschließend.   S15 Spec-R mit Automatik als Daily. Mittlerweile hat sie spürbar an Höhe verloren und die AVS stehen jetzt besser in den Radhäusern. Eine Politur ist ebenfalls geplant. Dieses zwiespältige Gefühl…. GT3 996, vermutlich noch aus der ersten Baureihe mit 360 PS. Bald hab ich dich. Zumindest längsdynamisch. Am Ende sind aber immer die Menschen am wichtigsten. Das gilt für diesen Artikel, wie auch überhaupt.   In diesem Sinne. Niels Kreischer – USED4.net   Das Facebook-Album mit allen diesen und vielen weiteren...

Walk on the K-Side of Life

Meine K-Side-Geschichte ist ähnlich der Story von Paris Hilton: Alles begann mit einem Video… Als ich dieses feine Stück Film gesehen hatte, war die Sache für mich gefühlt eigentlich schon gelaufen. Ein privat und mit dennoch hohem Aufwand organisiertes Treffen, das offenbar viele hochwertig umgebaute Wagen und deren überaus gut gelaunte Besitzer in Scharen anzog… Autoherz, was willst du mehr? Ich war sofort angefixt und wollte unbedingt, wenn irgendwie möglich, beim nächsten Mal mit meiner S13 dabei sein. Nur hatte die Sache offensichtlich einen großen Haken: Im Video war kein einziges japanisches Modell zu sehen… Dieses “Problem” löste sich aber schon kurz darauf in Wohlgefallen auf, als nämlich Chris Kappenberger, der Organisator, Namensgeber und Kopf der ganzen Aktion, mit mir in Kontakt trat und mich fragte, ob ich denn nicht 2017 auch dabei sein wollte. Denn offenbar war die Abwesenheit von JDM-Ware gar nicht gewollt, ganz im Gegenteil. Chris wünschte sich mehr Abwechslung auf dem bisher eher BMW- und VAG-lastigen Treffen, das 2017 zum dritten Mal als Kombination aus Skate- und Car-Meet stattfand. Wofür das “K-Side” eigentlich steht? Das “K” für Kappenberger, soweit klar, aber auch die “Seite” hat eine weitergehende Bedeutung: Auf der K-Side des Lebens lässt man den harten, manchmal tristen Alltag hinter sich und genießt stattdessen eine Runde Mario Kart, chillt mit einem Bier in der einen und der Herzensdame in der anderen Hand auf einem Liegestuhl in der Sonne oder schaut sich gemütlich die Autos der anderen Besucher an, fachsimpelt ein wenig über dieses und jenes, also beispielsweie wieviel Luft noch im Radkasten sein darf (“Versteh die Frage nicht.”) oder welche Lautstärke der Auspuff haben sollte (“Versteh die Frage nicht. Auspuff ist so laut.”) Und so kam es dann auch: Am 5. August fuhren wir auf das Partygelände bei Aschau am Inn, um unsere ganz persönliche K-Side 2017 zu erleben. Um das “wir” zu präzisieren: Alex Prey mit seiner Drift-S13 Sahand von NIGHTRUN mit seiner BBS LM-S13 (Sein Video vom K-Side erscheint morgen (Montag). Also nur noch eine Night schlafen und dann runt das Video.) Und ich mit meiner eierlegenden Wollmilchsau-S13 Die beeindruckende Location, gelegen in einem großen Bauernhof, bot ein Rundumpaket an Entspannung, Ablenkung, sportlicher Betätigung, optischer Reize und neuer Ideen für das eigene Auto. Der wie ein BMW Art Car rüberkommende Playstation-e36 war mir aus dem Video noch bestens in Erinnerung geblieben und wurde selbstverständlich auch genutzt. Dagegen waren Skaten und Shisha-Rauchen für mich nur zum Zuschauen, das Eine aus gesundheitlichen Gründen und das Andere auch. Die automobile Vielfalt beim K-Side war durchaus beachtlich, mit einer leichten Tendenz zur Marke BMW. So viele BMWs und dennnoch jeder anders, jeder ganz speziell. Ich bin bei USED4, ich merk sowas immer schnell. Nein im Ernst, die angereisten BMWs waren ausnahmslos tief, schön, laut oder stark und einige sogar schön tief und lautstark. Ein weiterer Japaner hatte es aufs Gelände geschafft, dieser beeindruckende Impreza versprühte massenhaft Boxer-Testosteron. Aber auch richtige Exoten waren angetreten, beispielsweise dieser BMW 2000 CA aus dem Jahr 1968, mit ursprünglich 100 PS,  liefert jetzt mit seinen beiden Doppelwebern stramme 140 Pferde. Das sind angemessen viele Ponys im Stall, damit sich die BBS, die in der mit viel Aufwand verbreiterten Karosse sitzen, auch schnell genug drehen können. Dieser 02er Turbo gab sich ebenfalls die Ehre. Und auch wenn der obruT-Schriftzug auf der Frontschürze fehlte, Überholprestige en Masse vorhanden. BMW = Boy, Make Way! Klanglich und optisch ein absolutes Highlight, dieser De Tomaso Pantera GTS. They don’t make’ em like that anymore… Caddy Cool: 210 Diesel-PS, O.Z. an den Füßen und Leder/Alcantara im Cockpit. Swagger. Die VAG- und Mercedes-Fraktion hatte ebenfalls einige absolute Sahnestücke aufgefahren. Das Niveau war ausgesprochen hoch, aufgrund der Vorauswahl und der nur auf Einladung möglichen Teilnahme und so manches Mal fühlte ich mich beim Fotografieren wie im Süßwarenladen, wenn man gar nicht weiß, wohin man zuerst greifen soll. Chris schätzt die Anzahl der Autos auf 125 und die Besucher auf...

Allstedt 2017: Und alle so Yeah!

Ist Hype planbar? Eigentlich nicht, sollte man meinen. Ein Hype entsteht normalerweise spontan und aus dem Bauch heraus. Bei Allstedt ist das anders. Jeder, der in den vergangenen beiden Jahren zum Driften in Allstedt war, wusste im Prinzip bereits, was ihn 2017 erwarten würde. Und auch die Frischlinge, für die das Ausrasten auf Allstedter Asphalt eigentlich neu sein müsste, ahnten nicht zuletzt auch durch unsere Berichterstattung über die Events der Jahre 2015 und 2016,  was auf sie zukommen würde. Dass die Facebook-Seiten des SXOC e.V. und die WhatsApp-Gruppen in den Tagen nach dem Event trotzdem vor euphorischen Danksagungen und Jubelarien geradezu überlaufen, lässt nur einen Schluss zu: Die Zahnfee hat wieder gezaubert. Das Programm vollgepackt mit Leckereien wie dem Nachtdriften, einer Walltap-Competition, der Eskalation in drei Stufen (Anfänger/Allzeitbereit/Amok)… … und einer mitternächtlichen Mitgliederversammlung, die alles bot, was die deutsche Vereinsordnung eigentlich nicht vorsieht. Und auch wenn niemals alles zu 100% glatt laufen kann und sich bei einigen wenigen Teilnehmern der grundsätzliche Gedanke “Menschenleben > Driftspaß” erst noch manifestieren muss, war das “Wochenende” (dehnbarer Begriff, die Strecke war bereits ab Donnerstag freigegeben) im Endeffekt doch eine permanente Aneinanderreihung von Höhepunkten. Ein Beweis für die Qualität der SXOC-Veranstaltungen ist dabei sicher die hohe Zahl der Wiederholungstäter. Und auch der Parkplatz bot wieder massenhaft menschliches und automobiles Eye Candy. Seien es (zu) wartende Drifter…   …oder parkende Prinzessinnen, die sich ihren frischgewaschenen Lack zwar niemals auf der Strecke schmutzig machen würden, aber dennoch beim coolsten deutschen Grassroot-Driftevent ganz vorne dabei sein wollten. Ein besonderes Highlight war schließlich das Nachtdriften, das in drei aufeinanderfolgenden Nächten abgehalten wurde. Eine ganz spezielle Atmosphäre im gleißenden Licht der Strahler, die Natur bereits verstummt und… …die Drifter entweder äußerst spärlich oder… …massiv illuminiert. Dominic Toretto hätte sein Muscleshirt for Freude zerissen. Ein beeindruckende Szenerie, selbst wenn man nur am Streckenrand stand und den Auslöser drückte. Es ging aber nicht um Style und Optik allein. Nein Nein, in erster Linie wurde das Können bewertet. Und so sieht die Reihenfolge der Könner aus: Platz Martin Weigmann (S14, White Smoke Driftteam) Platz Dennis Köhler (MX5 NA, Foolish Players Special) Platz Jan Skala (R33, Noname Heroes) Zur Feier des Tages (und der Nacht) gab es dann noch eine Überraschung in Form eines Feuerwerks. Fanden alle ausgesprochen gut. Sogar Katy Perry stand kurzzeitig der Mund offen. Die Zahnfee möchte die Gelegenheit nutzen und folgenden Personen ausdrücklich danken: Tobi&Caro, Jay, Martin, Lukas, Ata, Andi aka Loki, Benni, dem Aufbau- und Abbauteam, Jens & Co, Marius und Dennis, Matthias, Flo und Nico, Markus Flecki, File 404, Jan, Sahand, Sebastian, Georg, Niels, Brencher und viele, die ich jetzt vergessen habe – DANKE! Es ist demnach nicht fair, wenn nur mir gedankt wird, dutzende Mitglieder rissen und reissen sich den A**** auf. Jedes Jahr. Kommen früher, bleiben länger, arbeiten härter. Euch allen noch einmal ein RIESIGES DANKESCHÖN! Allstedt hat sich damit in kürzester Zeit: Zu einem Festival der fliegenden Fetzen Einer Party der posierenden Parker Einem Happening der Heftigen Einem Vollgasabenteuer der Videofilmer Einem faszinierenden Fokus für Fotografen Und zu einem beispiellosen Beisammensein der besonders Blöden entwickelt. <3 Allstedt 2018 wird noch größer, schöner und besser, da bin ich mir sicher. Aber wenn nicht, also wenns genauso bleibt, ists auch gut. Because Keep Drifting Fun. Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Stefan Brencher – USED4.net Das Album mit diesen und vielen weiteren Bildern erscheint morgen auf unserer...

BMW-Treffen Geiselhöring – In Memoriam Karl Jungmayer...

Unverhofft kommt oft und Gelegenheiten sollte man beim Schopfe packen. 5 Euro in die Phrasenkasse, aber in  einem Fall wie diesem passten solche Weisheiten absolut perfekt. Rein zufällig wurde ich während eines privaten Termins in Geiselhöring durch einen guten Freund auf das BMW-Treffen bei der Jungmayer GmbH aufmerksam gemacht. Und diese Veranstaltung stellte sich direkt nach meinem Eintreffen als wahres Eldorado für BMW-Fans heraus, aber auch alle anderen Automobilisten mit Hochoktanigem im Blut kamen hier voll auf ihre Kosten. Soviel zum Thema “Unverhofft kommt oft”. Da ich meine Kamera prinzipiell immer dabei habe, versuchte ich, in der kurzen Zeit, die mir blieb (Termine, Termine), so viele dieser Goldstücke mit blau-weißem Propeller wie nur möglich auf die Karte zu bannen. Gelegenheit beim Schopfe packen eben. Erst nach einigen Aufnahmen wurde mir dann der traurige Hintergrund der Veranstaltung bewusst. Der Besitzer und bisherige Chef der Firma Autohaus Karl Jungmayer, Karl Jungmayer, war vor fast einem Jahr, am 14. Juni 2016, viel zu früh einem Krebsleiden erlegen. Ihm zu Ehren und zum Gedenken fand das diesjährige Treffen statt und so bekam die Veranstaltung für mich noch eine zusätzliche Ebene, denn neben der beeindruckenden Technik, war auch die Anteilnahme und die Beteiligung der angereisten BMW-Enthusiasten spür- und sichtbar. In der Vergangenheit wohl als reines M3 E30-Treffen geplant (ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele wunderschöne M3 E30 auf einem Haufen gesehen), waren auch alle anderen Modelle der Bayerischen Motoren Werke willkommen. Schließlich kann heutzutage selbst ein 1er BMW stärker als ein Lamborghini Aventador sein (V10 Bi-Kompressor mit 750 PS) und das bei sehr zivil gehaltenem Äußeren. Aufgebaut wurde dieser schwarze Favoritenvernichter vom Jungmayer-Tuning-Zweig, der KJ-Performance GmbH, geleitet von Karl Jungmayer Junior. Weitere, nicht weniger beeindruckende Produkte von KJ-Performance. Die Jungmayer GmbH ist aber gleichermaßen bekannt für Ihre eigene Oldtimer-Sammlung, die sich im Keller des Verkaufsraums befindet und vollgepackt ist mit bayerischen Delikatessen und Memorabilia. Zusammengetragen hat diese der Senior-Chef, der ebenfalls den Namen Karl Jungmayer trägt und der Gründer des Autohauses vor über 40 Jahren war. Ein weiteres persönliches Highlight waren die sechs(!) in Reihe auf dem Bürgersteig geparkten M3 CSL. 360 PS bei 7900 U/Min, aber nur federleichte 1.385kg und dazu Semislicks serienmäßig. Man möge mir verzeihen, aber rennsportlicher und puristischer wurde danach kein BMW mehr, auch nicht die sündteuren, sauschnellen und wassereinspritzenden M4 GTS. Fazit: Mein Besuch war kurz, die Sonne brannte erbarmungslos und vorbereiten konnte ich mich auch nicht auf das, was mich erwartete. Unterm Strich perfekt. Sollte ich 2018 erneut in der Nähe sein, werde ich sicher wieder bei den Jungmayers vorbeischauen und die ganz besondere BMW-Atmosphäre in mich aufsaugen.   Niels Kreischer – USED4.net Das Album mit allen Bildern in voller Auflösung folgt in Kürze auf unserem Facebook-Auftritt.    ...

Die Narren sind los: Faschingsdrift 2017

Wie sieht er aus, der typische Sonntag vor dem Rosenmontag? Die Karnevalisten schwingen sich langsam aber sicher zur Höchstform auf, es wird vorgeglüht und die Kostüme werden gerichtet, damit dann auch alles sitzt. Für die Drifter gilt das ganz genauso, hier wird ebenfalls geschwungen, allerdings spielt Alkohol dabei absolut keine Rolle und die Verkleidungen beschränken sich ausschließlich auf die Autos. So gibt es auch hier (Wer)wölfe. Oder Höllendämonen im zarten Körper eines e34. Nicht zu vergessen: Der Klassiker Frankenstein wurde ebenfalls gerne zitiert. Beim traditionellen Faschingsdrift des IDS am Hockenheimring ging es also auch in diesem Jahr wieder hoch her oder besser anders gesagt: viel quer. Bei bestem Wetter und vergleichsweise angenehmen Temperaturen wurde ge-e-braked, poweroversteered und ge-shiftlocked, was die Kisten hergaben. Aber wie so oft bei großen automobilen Events, ist auch der Besucherparkplatz ein besonders interessanter Ort. Man war hin und her gerissen zwischen der Action auf der Strecke und den Pretiosen auf dem Parkplatz vor der Mercedes-Tribüne. Dem aufmerksamen Betrachter wird der hohe Anteil von Modellen der Bayerischen Motorenwerke aufgefallen sein. Zufall? Sicher nicht. Heckantrieb, Verfügbarkeit von starken Motoren, Preis/Leistung und nicht zuletzt auch die sportliche Optik der Nierenträger ist für viele Drifter ausschlaggebend. Aber die Mischung machts bekanntlich. Und so gibt es auch diejenigen, die auf ein seltenes oder zumindest außergewöhnliches Chassis setzen. Am Ende des Tages zählt vor allem: Hat’s Spaß gemacht? Auch wenn heute schon Aschermittwoch und damit alles vorbei ist, die gute Stimmung vom Sonntag bleibt allen Beteiligten sicher noch länger in Erinnerung. Also, Fasching ist rum, aber die Driftsaison 2017 hat gerade erst begonnen. Keep Drifting Fun!   Niels Kreischer – USED4.net Das Album mit allen Bildern in voller Auflösung ab morgen (Donnerstag) bei Facebook online.      ...

Trackday: High Plains Raceway

Des Amateurrennfahrers Lieblingsbeschäftigung ist zweifelsohne der regelmäßige Trackday, an dem man sein großes Spielzeug über die Strecke schubsen, mit den Kumpels ein paar launige Kopf-an-Kopf-Rennen und eine Hand voll schneller Runden abspulen kann. Da es dazu freilich einer abgesperrten Strecke bedarf, ist dies oft teuer und mit langen Anreisen verbunden. Sehr praktisch wenn – wie in diesem Fall – die Jungs aus der Region um Denver Colorado herum, direkt eine Rennstrecke vor der Tür haben, die mit engen Kurven, hügeligen Passagen, schnellen Geraden und fiesen Korkenziehern alles bietet, was man sich als ambitionierter Herrenfahrer so wünscht. Dabei blickt dieses Stück Asphalt auf eine noch sehr frische Geschichte zurück. Nachdem man in 2005 kurzer Hand durch Schließungen einige sehr beliebte Kurse in der Region verloren hat, tat sich eine Hand voll Autoclubs zusammen, brachte 2 Mio. USD auf und asphaltierte nach etwas längerer Grundstückssuche und viel Papierkram innerhalb von gerade mal sieben(!) Wochen eine Rennstrecke in die Landschaft. Dort wo keine Nachbarn herumdemonstrieren, sich niemand beschwert und keine schutzbedürftigen Rotschwanzmolche leben, liegt der High Plains Raceway. In aller Frühe werden wir von den Organisatoren begrüßt, zum Drivers Briefing gebeten und stellen schnell fest, dass man an diesem Tag allerhand Autos auf der Strecke vorfinden wird, die man in dieser Mixtur selten sieht. In den USA wird einfach alles auf eine Rennstrecke gesetzt, was vier Räder hat. Von alten US Muscle Cars, über günstige MX5, andere schnelle Japaner, ebenso schnelle Bayern, Exoten wie etwa klassische Formel Autos bis hin zu einer werksfrischen S-Klasse und einem Maserati Ghibli, haben wir so ziemlich alles auf der Strecke gesehen, was irgendwie eine gute Runde abspulen kann. Mit meinem langjährigen Freund Dave kutschierten wir einen heftig getunten S2000 zur Rennstrecke, der mittlerweile nach einigen Umbaumaßnahmen gute 300 Sauger PS ausspuckt und jenseits der 12k rauf dreht, als gäbe es keinen Morgen. Schnelle Runden sind da garantiert, sofern man erstmal die pfeifenden Rennbeläge auf Temperatur gebracht hat. Doch da wären natürlich noch die anderen Exoten auf dem Track. Seien es Ariel Atom, flotte Subarus, waschechte Trackfahrzeuge oder teure Porsche Rennwagen. Jeder findet seinen Platz auf dem technisch anspruchsvollen Kurs und man kann sich nie festlegen, in welcher Kurve es gerade spannender zugeht. Zweikämpfe, kleine Duelle, freundliche Überholmanöver und viel Motorenlärm sorgen für einen tollen Trackday bei bestem Wetter. Abseits des Asphalts wird zwischen den einzelnen Sessions geschraubt, getankt, gequatscht und man erlebt eine herzliche und freundliche Stimmung. Wer hier mal Shotgun fahren will, der muss nur fragen. Ebenso stehen die Fahrer auch technischer Neugier Frage und Antwort und zeigen gerne ihre Schätzen her. Was mich bei diesem Trackday begeistert, ist die ausgelassene Stimmung und besonders die abgefahrene Mischung der unterschiedlichen Autos. Von der völlig fertigen Rennhure bis zum teuren McLaren fand sich so ziemlich alles auf der Strecke. Und das Kopf-an-Kopf und ohne Ärger. Da fährt dann auch mal die S-Klasse über den Track und die Fahrer zeigen, dass auch die teuersten Schlitten am Ende des Tages auch nur Autos sind. Und die wollen auch mal auf die Rennpiste. Fair enough. Text und Bilder Robert Kwiecien –...

Wet & Wild: Heckschwingen in Steißlingen

Grassroot-Driften in Deutschland hat ein weiteres Standbein. Nach dem überaus gelungenen Event in Allstedt, organisierte der SXOC e.V. am Wochenende vom 15.-16. Oktober im Fahren-Erleben-Fahrsicherheitszentrum in Steißlingen nun schon seine zweite Driftveranstaltung in diesem Jahr. War es in Allstedt noch trocken und heiss, wurde es in Steißlingen eher feucht und fröhlich. Die bewässerte Strecke des Fahrsicherheitszentrums wurde zeitweise gleich doppelt geflutet; zusätzlich zur Sprinkleranlage regnete es auch noch Bindfäden. Aber das tat der Stimmung selbstverständlich keinen Abbruch, die Laune war bestens. Selbst bei “kleineren” Driftschäden wie beim temporären Radverlust am OH-MEGA! Kurz zuvor war dieses Schlachtschiff noch überaus grazil durch den engen Parcours getänzelt. Aber Driften ist und bleibt nunmal ein Kontaktsport. Und wie bei jeder anderen Sportart auch, spielt die Technik eine bedeutende Rolle. Handbremse, Clutch Kick oder Power Oversteer: egal wie, Hauptsache, die Bude kam quer und blieb es für den Rest der Kurve (oder sogar Geraden) auch. Obwohl der SXOC e.V. ursprünglich einer Idee aus den beiden deutschen S-Chassis-Foren SXOC.de und SXCE.de entstammt, waren die vertretenen Marken mit Nissan, BMW, Mazda, Toyota, Subaru und Opel kunterbunt gemischt. Und das ist auch gut so. Der Spaß am Driften sollte sich nicht an einem Logo festmachen. Wenn das Auto Heckantrieb sowie ein Mindestmaß an Dampf besitzt und der Besitzer bereits Mitglied des SXOC e.V. ist, dann steht dem Driftspaß prinzipiell nichts mehr im Wege. Abgesehen vom eigenen Unvermögen und dem einen oder anderen Reifenstapel vielleicht. Für diesen Event (und für alle zukünftigen SXOC-Veranstaltungen hier) herrschte sowohl als Helm- als auch Haftpflicht. Den Einen hatte man mitzubringen und aufzusetzen, die Andere addierte sich zur fairen Streckennutzungsgebühr hinzu und deckte nicht direkt zuordenbare Schäden an der Strecke ab. Aufgrund der bereits erwähnten Feuchtigkeit und Glätte des Belags hielt sich der Verschleiß an Reifen, Lagern und Buchsen in sehr überschaubaren Grenzen. Zusammen mit der eher niedrigen Geschwindigkeit auf dem engen Parcours daher ein weiterer Faktor, die (Folge-)Kosten möglichst klein zu halten. Nach sechs Jahren USED4.net und dem reinen Fotografieren von driftenden Autos, wagte ich es nun zum ersten Mal selbst und schwang meinen speziell für diesen Zweck gekauften MX5 NB mit serienmäßiger Torsen-Sperre durch die Fluten. Leider konnte man meine Frisur aufgrund des Helms nicht sehen… Für mich persönlich war es ein Erfolg auf ganzer Linie, denn das Auto blieb heil. Für die vielen Dreher, die die Mitteilnehmer zu häufigen Stopps zwangen, möchte ich mich hiermit entschuldigen. Als Entschädigung habe ich euch alle fotografiert und wenn nicht hier im Artikel, so findet ihr euch spätestens morgen im Facebook-Album wieder. Aber nicht nur der Querverkehr sorgte für interessante Motive an diesem Wochenende. Auch der Besucherparkplatz hatte den einen oder anderen automobilen Leckerbissen zu bieten. E30-Sexyness auf Schmidt TH Line JZX 100 MK II. Lauter als die Mutter von irgendjemandem. Ein Autogott aus der Schweiz auf 20″ Rotiforms und mit Flip-Flop-Hülle. Die Vorstellung, dass er wirklich static sein könnte, erzeugt Gänsehaut.   Mein Fazit: Steißlingen ist eine anspruchsvolle und gleichzeitig wunderschöne Strecke, die Laune macht und die Nerven kitzelt. Dieser Umstand und der großflächige Servicepark, die gute Infrastruktur sowie die kompetenten und sympathischen Verantwortlichen vor Ort haben diese Veranstaltung zu einem tollen Erlebnis gemacht und so wurden für 2017 bereits zwei weitere Termine allein auf dieser Anlage eingeloggt. Wir sehen uns also spätestens nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: Wet & Wild: Heckschwingen in Steißlingen   Text und Bilder: Niels Kreischer – USED4.net Zusätzliche Bilder: Kim André Reinig   Das Facebook-Album mit vielen weiteren Bildern erscheint morgen auf USED4.net – Facebook Wer nicht nur statische Aufnahmen dieser dynamischen Sportart sehen will, hat die Wahl zwischen unseren Medienpartnern Nightrun und Japvideography...

Petrolheads Germany – Pulled Pork und Power People...

Ein neuer Firmensitz ist wie ein neues Leben: Andere Umgebung, neue Leute, (hoffentlich) bessere Bedingungen und neue Chancen. Gute Voraussetzungen für Petrolheads Germany – Der Einmannbetrieb, der alles kann. Egal ob Motorswaps inkl. Elektronik, Auspuffbau oder Karosseriearbeiten, Markus (2. vl.) ist überall ein Experte, sofern das Objekt vier Räder und einen Motor besitzt. Die Einweihungsfeier fand Anfang September mit einem großen Pulled Pork-Essen und heißen Benzingesprächen vor geöffneten Motorhauben statt. Petrolheads teilt sich das Gebäude in Speyer mit JDM Heart Performance, in der Szene bereits ein geläufiger Name. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen sah es etwas unaufgeräumt aus, aber das lag nur am kurz vorher erfolgten Umzug. Ein Vorteil des neuen Gebäudes ist eine große Lagerfläche. Wie bereits erwähnt, sind Motorswaps ein Spezialgebiet von Petrolheads, hier besonders interessant zu sehen an einem altbekannten Datsun 240Z (für manche der Sportwagen-Urmeter schlechthin, noch vor dem “Käfer auf Steroiden” aka 911) Dieser ’73er US-Import verliert demnächst seinen bisherigen L24-Reihensechszylinder mit 130 PS und erhält stattdessen ein Aggregat mit mehr als der doppelten Leistung (serienmäßig). Es ist der Traum vieler JDM-Fans: Ein 1JZ, verbaut in allen möglichen japanischen Limousinen von Toyota, aber nie serienmäßig in Deutschland angeboten. Zusammen mit den neuen Felgen und vielen weiteren feinen Teilen, wird der 1 JZ im Z schon bald für einige erstaunte und lächelnde Gesichter sorgen, soviel steht jetzt schon fest. Neben dem Oldie waren aber noch weitere, schöne und interessante Autos zur Einweihungsparty erschienen. Honda S2k mit RPF1&Semislicks und vielen Carbon-Parts samt Hardtop. Sehr racy und ernsthaft, dieser Spaß-Roadster. Diese S14a ist ebenfalls eine alte Bekannte und hat nun einen neuen Besitzer, der einige Arbeit und Zeit in den Wagen stecken will. Und nun zum offiziellen Tiefpunkt des Tages: Selbstverständlich bezieht sich dieser Begriff nur auf die “Höhe” dieses MX5 NA, der...