Ukrainian Drift Championship 2012 – Second Stage ( Arena Lviv )...

Kennt ihr das Problem, wenn an einem Wochenende so viel passiert ist, dass ihr nichts mehr wiedergeben könnt? Genau vor diesem Problem stand ich, als ich diesen Text verfassen wollte. In einigen kurzen Worten möchte ich schon mal vorab sagen, dass der zweite Lauf der Ukrainischen Drift Championship zu den besten Events zählt, die ich jemals besucht habe! Es gab sehr viele (zum Glück glimpfliche) Unfälle und Momente in denen es richtig eng wurde, sodass von Anfang bis zum Ende die Spannung nicht nachliess. Weit über die Grenzen der Ukraine hinaus ist Lemberg beziehungsweise Lviv (Löwe) als “Stadt der schlafenden Löwen” bekannt. Die Stadt hat eine lange Geschichte, beeindruckende Architektur und die Altstadt ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Lviv war auch ein Austragungsort der Euro 2012 und es würde dafür extra ein neuer Flughafenterminal als auch ein neues Fußballstadion errichtet. Der Parkplatz vor dem Fußballstadion wurde jetzt für ein Wochenende zu einer Rennstrecke umfunktioniert und somit der Austragungsort für die zweite Runder der UDC. This is the new Football Arena in Lviv. They builded that for the Euro 2012 Wie ich schon erwähnt habe, war dieser Event sehr sehr gelungen und ich freue mich jedes Mal erneut, wenn ich eine Reise in die Ukraine antreten kann. Es war nahezu alles perfekt und das Wetter bot dieses Mal ohne Ausnahmen durchgehend Sonnenschein, der mir natürlich ein gesundes Rot bescherte. Der Kurs ist ähnlich der Strecke in Odessa vom letzten Jahr, sie wurde lediglich gespiegelt und ist von der Fahrbahnbeschaffenheit wesentlich besser. Es gab einen sehr langen Beschleunigungsstreifen und eine weit gezogene Linkskurve, die dann von einer etwas kleineren Rechtskurve abgeschlossen wurde. Beim Training haben sich viele Fahrer ( ab dem 10ten Einschlag in die Wand habe ich zu zählen aufgehört ) etwas überschätzt und sind...

Ukrainian Drift Championship 2012 – First Stage...

Nach einer langen Winterpause ist es nun auch in der Ukraine wieder soweit: Die neue Saison beginnt. Am Ort des Finales 2011 fand dieses Jahr der erste Lauf statt, allerdings mit leicht abgeänderter Streckenführung. Einerseits um das Event etwas anspruchsvoller und andererseits für die Besucher auch interessanter zu gestalten. Die angesprochenen Änderungen im Streckenlayout bezogen sich in erster Linie auf die kleiner gewordenen Auslaufzonen und die näher aneinandergerückten Clipping Points. Im Fahrerfeld sind erneut viele bekannte Gesichter aus den letzten Jahren zu finden, wie beispielsweise der dreifache Ukrainische Meister Grinya (Aleksandr Grinchuk) oder auch Vitaliy Gerashchenko mit seinem Publikumsliebling, dem Wolga Coupe. Daneben gaben auch einige neue Fahrer ihr Bestes, um die ersten Punkte für den Titel 2012 zu erdriften.   Dmitriy Illyuk had some problems with the fueling system after the first training sessions…  The team was working all night long and it could fix the problem fortunately. The first crash happened right a few seconds after the start.   Seit meinem letzten Aufenthalt in Kiew hat sich aufgrund der anstehenden UEFA Europameisterschaft einiges getan. Es wurde viel repariert, neu gebaut und verschönert, sodass sich die Stadt bei der EM von ihrer besten Seite zeigen kann. Auch bei den Wagen machte dieser Prozess nicht halt: Beinahe alle Fahrzeuge, die wir noch aus der vorherigen Saison kennen, wurden komplett überarbeitet und für das neue Jahr aufgehübscht. Bei vielen Fahrzeugen stand in erster Linie eine radikale Gewichtsreduzierung im Fokus, wie z.B. bei Shepa ( Alexey Golovnya ), der bedauerlicherweise mit seinem Projekt nicht rechtzeitig fertig wurde und somit erste wichtige Punkte für die Meisterschaft verpasst hat. Ein weiterer Trend ist die Erweiterung des maximalen Lenkeinschlags, die bei zahlreichen Wagen mit Teilen von Wisefab durchgeführt wurden. Immer aktuell sind auch Kompressor-  oder Turboumbauten bei Fahrzeugen, die...

Händler Check: SVA Imports...

Da Jahr 2011 beginnt gleich mit einem neuen Roadtrip: Wiedermal ging es für einen der USED4.net-Jungs nach UK um ein Fahrzeug zu importieren. Ein „Mitsubishi EVOlution V“ sollte es werden. Mit dem hilfreichen USED4.net-Leitfaden „UK Import? Wie geht das?“ konnte sich der zukünftige Besitzer über alle relevanten Fakten ein Bild machen und war für die Tour bestens gerüstet. Gleich am Freitag den 14.01.11 spät abends los Richtung französische Küste. Es wurde die ganze Nacht durchgefahren und wir haben versucht in Belgien nicht anzuhalten. Samstag früh um 6 Uhr konnten wir dann auf die Insel übersetzen und dort die kurze Reise zu SVA Imports antreten. Dieser Händler liegt etwa 10km westlich von Dover und ist mit einem Navigationsgerät auch einfach zu finden. Dort angekommen waren wir erst mal alle sehr überrascht: Der ganze Hof steht voll mit abgefahrenen JDM-Fahrzeugen aller Couleur. Hie reihen sich Evo’s, Supra’s und verschiedene Skyline aneinander wie Golf’s und Fiesta’s in deutschen Parkhäusern. Begrüßt wurde wir durch den Besitzer und Betreiber von SVA Imports, dessen Name mir leider wegen der absoluten Reizüberflutung entfallen ist. Nach kurzer Zeit entdeckten wir auch den EVO, der abgeholt werden sollte, und begannen damit ihn ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Das Fahrzeug befindet sich in einem sehr guten, nahezu originalen Zustand und hatte statt der angegeben 55.000 Meilen dann doch nur 55.000 Kilometer auf der Uhr. Umso besser. Nachdem ich selber schon mal einen Rechtslenker besaß  und diesen auch durch den englischen Linksverkehr bewegt habe, wurde mir die Ehre der Probefahrt zuteil. Viel bleibt nicht zu sagen, außer: „Geil, Geil, Geil!“ – Die Kiste geht wirklich gut los und der Serienlader setzt bereits ab etwa 2000rpm ein und katapultierte den Lancer in sehr kurzer Zeit weit über die erlaubte Höchstgeschwindigkeit hinaus. Ich könnte noch viel...

Böser Panda: Hachiroku at its best

Ein Panda-Bär gilt allgemein als eher gemütlich, Eukalyptus liebend und ziemlich übergewichtig. Er lässt sich höchstens durch einen niesenden Artgenossen kurzzeitig aus der Ruhe bringen. Auf Julians Toyota Corolla AE86, der dank seiner schwarz-weissen Lackierung in der Region Rhein-Main und durch das Internet auch darüber hinaus als „Panda“ bekannt ist, treffen diese Eigenschaften aber überhaupt nicht zu. Die einzige Gemeinsamkeit dieses Kult-Japaners mit den putzigen Bären, ist die Tatsache, dass er auch vom Aussterben bedroht ist. Aber dank Julians Liebe wird zumindest dieses Exemplar überleben. .. und wie! Ganz pandauntypisch ist sein AE ist abgespeckt auf das Nötigste, hochgezüchtet bis ins Extreme, vom Gemüt her eher nervös und er liebt nur das gute Super Plus. Seit dem Kauf des Wagen 2004 hat er diverse Umbauten und Evolutionsschritte vollzogen, die eigentlich nur in eine Richtung zeigten: Aus dem AE einen Rennwagen zu machen, der bei der Deutschen Meisterschaft im Slalom (Süd) des DMSB Gegnern wie Opel Kadett-C, VW Golf 1  und BMW E30 das Fürchten lehrt. In der Saison 2011 soll der AE dann richtig angreifen und alle Rennen bestreiten. In der Werkstatt voller Youngtimer-Sportwagen in verschiedenen Ausbaustufen sticht der Toyota AE86, im perfekten JDM- Gewand, heraus. Der 26-Jährige Fahrlehrer und Renn-Instruktor baut schon seit über 6 Jahren mit Herzblut an diesem Japan-Klassiker. Hier wurde alles von A bis Z auf Motorsport getrimmt. Beispiel? Nur noch vier PU-Buchsen haben im ganzen Fahrzeug überlebt, der Rest wurde auf Uniball-Gelenke umgebaut. Pure JDM-Sex „Black on White“. Der um 30 mm in die Breite gewachsene AE86 lauert tief auf dem Asphalt. Julian musste zuerst eine gewagte Konstruktion aus Holzbrettern entwickeln, um ihn überhaupt auf seinen Anhänger  fahren zu können. Anhänger deshalb, weil der Wagen seit 2009 keine Straßenzulassung mehr hat. Frei nach dem Motto:  „Ohne (TÜV-) Kompromisse. “ Das 20V-Herz, gefüttert durch vier Einzeldrosselklappen und mit einem Klang wie ein schlechtgelaunter Dobermann ausgestattet. Der Jüngste aus der 4age-Motorbaureihe wurde nur im Toyota AE111 und nur in den JDM-Versionen verbaut. Der Motor-Swap ist dennoch sehr beliebt bei den AE86 -Besitzern rund um den Globus.  Jedoch gibt es einige Klippen beim Umbau zu umschiffen. So wurde der 20V-Blacktop Motor in den genannten Modellen ohne Ausnahme quer und damit für absolut uncoolen Frontantrieb verpflanzt. Daher liegen die Verteilerkappe sowie die Ausgänge für das Kühlsystem auf der für das AE86-Chassis falschen Seite. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein FR-Swap: Julian zeigt, wie man auch ohne tausende Euro für Umbaukits eine saubere und technisch einwandfreie Lösung zu Stande bekommt. Liebe zum Detail: Die Eigenbau-Schaltkonsole, natürlich aus Carbon. This is where the magic happens: Julians Arbeitsplatz in seinem ausgeräumten, aber dennoch absolut stylishen Cockpit. Bei 185cm Körpergröße war es nicht ganz einfach, den Sitz so einzubauen, dass der Julian nicht mit dem Helm an den Käfig anstößt. Aus diesem Grund hat er das Gestühl direkt am Boden fixiert. Die Verstellbarkeit ist daher gleich Null. So kann auch die immer gefürchtete Frage: „Lässt du mich mal fahren?“ einfach aus der Welt geräumt werden… ;o) Form follows function. Trotzdem ein Anblick, den man einfach lieben muss. Erinnert an ein Klappdachcabrio, ist aber ein GfK-Heckdeckel samt Schnellverschlüssen: Et voilá, Scharniere gespart! Die HKS Silent Hi-Power liefert ab 8.500 Touren einen infernalischen Sound. Grip, Grip, Hurray! Hinter Felgen und Slicks verstecken sich einige edle Teile aus dem Land der aufgehenden Sonne. Z.B. liefert GReddy das Gewindefahrwerk. „Nachdem ich Koni, Bilstein und TEIN ausprobiert habe, war das GReddy das Einzige, das meinen Anforderungen gerecht wurde.“ sagt Julian lachend, während er wilde Lenkbewegungen mit seinen Händen macht. BTW: Die Lenkung ist natürlich auch Uniball gelagert, dank Lenkhebeln aus dem „USDM-Pussy-Modell“ (d.h. mit Servolenkung)  um 14% kürzer übersetzt und daher super direkt. Die Avon Renn-Slicks in der extra weichen A53er Mischung haften so gut auf der Straße, dass der AE86 von Julian sich eher überschlägt, bevor er quer kommt. „Jetzt aber keine Panik! Ich habe noch einen Satz Driftgummis auf Lager.“ scherzt Julian. Motor:...