Sep11

Training des 46. Bergrennens in Eichenbühl

Mein allererstes Bergrennen und die Faszination hat mich direkt gepackt. Extreme Technik, Millimeterarbeit auf der Straße, absolute Unikate im Fahrerlager (und damit meine ich nicht nur die Autos…), eine brodelnde Atmosphäre vor toller Naturkulisse und das für 10 € Eintritt. Bitte wo gibts das sonst? Da die Wettervorhersage für das eigentliche Rennen am Sonntag äußerst schlecht war (und sich im Nachhinhein als deutlich danebenliegend herausstellte), machte ich mich schon am Samstag zum Training auf den 75km weiten Weg durch den vor Regen und Dunst dampfenden Odenwald. Die kurvige Fahrt bei schlechter Sicht und starkem Regen war genau nach meinem Geschmack, denn mein S13 hatte schon lange nicht mehr die Gelegenheit, so durch die die Gegend gejagt zu werden. Am Ende dankte ich Jesus persönlich, dass mir kein Tier oder Baum vors Auto lief… Es regnete auch noch, als ich in Eichenbühl ankam, also besorgte ich mir erstmal die Presseakkreditierung und zwang mich in einen durchsichtigen Regenponcho (natürlich trug ich noch das USED4-Shirt darunter, also bitte keine falschen Annahmen). Aber kaum war das erledigt, verschwanden die Wolken und die Temperatur stieg innerhalb von einigen Minuten von nasskalten 12° auf schwülwarme 25°. Im Fahrerlager herrschte zu diesem Zeitpunkt bereits emsige Betriebsamkeit, da die verschiedenen Klassen nach und nach zu ihren Trainingsläufen aufgerufen wurden. Hier einige Impressionen… An der Rennstrecke war selbstverständlich auch schon eine Menge los. Und das an einem reinen Trainingstag wohlgemerkt… Ein Beweis für die sprichwörtliche Fantreue zu dieser Veranstaltung, die bereits zum 46. Mal stattfand. Die Teilnehmer der CST-Tropy: 7 Lotus Elise und 1 Opel Speedster Der NSU-Bergpokal: Giftige kleine Biester Die Bergungstruppe hatte umgehend alle Hände voll zu tun. Sieht gefährlich aus? War es auch. 206 RC auf dem Weg zum Gipfel Um der sengenden Sonne zu entfliehen, stieg ich weiter den Berg hinauf, als die an den Ballermann 6 erinnernde Geräuschkulisse mit jedem Schritt lauter und lauter wurde, bis ich die wahrscheinlich bekannteste Kurve dieses Rennens vor mir hatte: Die sogenannte Klinge. Dutzende gut gelaunte Motorsport- und Gerstensaftfans feierten jedes vorbeifahrende Auto als wäre es der aktuelle Formel 1-Weltmeister und hatten aus der erhöhten Position auch einen tollen Blick auf die Straße… Auch ich nutzte die Gelegenheit für einige Schnappschüsse… Opel Kadett C: Die Allzweckwaffe bei Slalom und Bergrennen dank Heckantrieb, niedrigem Gewicht und kurzem Radstand Etwas mehr Gewicht und Radstand, aber dafür wohl auch mehr Leistung: E46 M3 Traumhafter RX7 SA oder FB Ich stieg den Berg weiter in Richtung Ziel hinauf und kam an der Hondakurve vorbei, wo ich Zeuge meiner ersten Rückführung wurde. Für alle Berglaien: Nachdem eine gewisse Zahl an Fahrzeugen den Berg hinaufgefahren ist, müssen sie alle  der Reihe nach auch wieder hinunterrollen… Ganz gleich, ob es sich dabei um einen Ex-DTM 190er handelt… …oder um einen fliegengewichtigen Formel-Renner. Porsche 914 mit zeitgenössischem Breitbau E36 mit herzhaftem Klang…   Ich wollte unbedingt das Ziel sehen und setzte deshalb meinen beschwerlichen Aufstieg fort, denn mittlerweile war es wirklich sehr heiß geworden. Umso mehr belohnte mich der Anblick auf der Spitze des Bergs: Selbstgebaute Hochstände… …um garantiert den besten Blick auf die rasanten Zieleinfahrten zu haben. Kurz vor Ende des Trainings gab es noch einmal eine Rückführung… Der brutale Ex-DTM-Astra vom KLZ-Racing-Team Wohl kein echter 911 „Flat Nose“, aber der Name passt trotzdem ausgezeichnet, oder? Frischluftgarantie und eine tolle Aussicht in diesem Flitzer unbekannter Bauart. Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei und ich konnte mir nur fest vornehmen, 2014 beim 47. Bergrennen-Unterfranken auf jeden Fall auch das Rennen selbst anzuschauen, denn wie toll muss die Stimmung erst sein, wenn es wirklich um die Wurst geht? In diesem Sinne: Wir sehen uns nächstes Jahr auf der Klinge. Niels Kreischer – USED4.net   Mehr Bilder in Kürze im entsprechenden Facebook-Album und als besonderes Special: Die Menschen hinter dem Bergrennen...

Formula Drift Malaysia

Es ist mir eine Ehre, meinen ersten Bericht für USED4 gleich über Formula Drift schreiben zu dürfen. Es war nun mein drittes Mal beim malaiischen Formula Drift-Event, der dieses Jahr in SpeedCity KL stattfand, anstelle dem Dataran Merdeka (Malaysischem Unabhängigkeits Denkmal) wo er in den letzten beiden Jahren durchgeführt wurde. Ich finde diese Strecke ohnehin besser, das Layout war anspruchsvoller, mit mehr Speed und Turns, damit die Pr0fis auch wirklich ihr Können demonstrieren können. It is an honour for me to write my first report for Used4 about the Formula Drift. It was my third time attending the malaysian formula drift event, which has been held in SpeedCity KL this year, instead of the Dataran Merdeka (Malaysian independence square). I prefer Speedcity, as the layout of the track was more sophisticated with more speed and more turns so that the pro’s are able to show their best performance. Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. Aber wenns um Motorsport geht, dann bin ich schnell hellwach und unterwegs. Dementsprechend früh war ich vor Ort, ca.8.00 Uhr morgens, der erste Fotograf überhaupt. Ausser den Teams und paar Streckenmitarbeitern war noch niemand dort. Umso mehr freute ich mich, die Fahrer während ihres Trainings zu beobachten und zu fotografieren, was eigentlich eine sehr seltene Sache ist, so ganz ohne Zuschauer. Es war wirklich absolut leer und sehr entspannt. I am not a morning person. But when it comes to motorsports, I’ll be showered and ready to go quicker than anyone else. Therefore I was at Speedcity quite early, around 8 Am. I was the first photographer to arrive on the scene. Apart from the teams and a few workers. I was quite excited about the opportunity to take pictures of the drivers during their training sessions, as it is rare to watch them drift without any audience. It was realy empty and a very relaxed atmosphere. Der mit ein mV8 ausgestattete GT86  von Fredrick Aasbo, der sich später übrigens als der Publikumsliebling überhaupt heraustellte, machte optisch wirklich was her und vor allem soundtechnisch lässt er die Herzen von uns Autofanatikern höher schlagen. The GT86 from Fredrick Aasbo, which was equipped with a powerful V8, turned out to be one of the audiences favourite. Astonishing appearance mixed with brutal engine sound, kept our heart rate high. Alle aufgereiht und bereit; die Schlange vor dem Start beim Training In line and ready ; The qeue infront of the starting line at the training session Natürlich liess ich es mir nicht entgehen, ein Foto mit Daigo „Ninja“ Saito persönlich zu machen. Obviously I wouldn’t miss the chance to get my own picture with Daigo „ninja“ Saito Daigo’s Lexus IS250, angetrieben von einem 3,4l Brian Crower Stroker 2JZ-GTE mit rund 1200PS. Daigo’s Lexus IS250, powered by a 3,4l Brian Cower Stroker 2JZ-GTE with an output of 1200HP Kurze Zeit später fing dann das Qualifying an, welches im Knockout-Format geführt wurde. Shortly after, the qualifying started, which was held in a Knockout Format. Von den rund 30 Fahrern wurden die 16 Besten gewertet, die wiederum in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Amongst 30 drivers, the 16 best rated where split into 2 groups Daigo in Action ! Nach einigen technischen Schwierigkeiten im Training, meisterte Aasbo das Qualifying überraschend gut. After a few technical issues during the training session, Aasbo mastered the Qualifying surprisingly well. Team Westlake mit vorwiegend malaysischen und singapurischen Fahrern, die ihre S15 und S13 mit brachialer Geschwindigkeit über die Strecke hetzten. Team Westlake with malay and singaporean drivers which drifted their S15 and S13’s over the track with ridicolous speed. Als es gegen Mittag ging, wurde es heisser und heisser, bis es schlussendlich so heiss war, dass ich wie ein Wasserfall schwitzte. Dank Access-All-Area konnte ich mich zum Glück unter einen Sonnenschirm stellen und Fotos schiessen, ohne mich unters Volk mischen zu müssen. Around noon the temperature became so hot, I started to look like a waterfall. Thank...

Oldtimer Grand Prix 2013 – Behind the Scenes

  Nicht immer haben wir es als Editoren leicht, all unseren Gefühle und Emotionen Ausdruck zu verleihen. So in etwa ist das Gefühl, wenn man nicht alle Bilder in einen Post packen kann. Genau darum gibt es auf unserer Facebook-Fanseite auch das jeweilige Album zum Artikel. Ein Sammelsurium der Bilder eines Events oder Fahrzeugs. Doch kommen wir mit uns selbst auch schnell in einen gewissen Gewissenskonflikt. Besonders wenn wir persönlich sehr an Bildern oder Momenten hängen. Sicherlich sind euch die beiden vorhergegangenen Artikel zum 41. AvD Oldtimer Grand Prix aufgefallen. Wenn auch nicht direkt als diese tituliert, war es unschwer zu erkennen, um was für ein Event es sich handelt. Ich rang mit mir selbst mit diesem Artikel und entschied mich jenen noch einmal zu splitten. Zu groß war meine Leidenschaft für diesen Event.     Ich selbst kam das erste Mal mit diesem Event im zarten Alter von 11 Jahren in Berührung. Mit meinen Großeltern ging es zum Nürburgring, an welchem jedes Jahr stets am 2. Augustwochenende dieses Spektakel stattfindet. Überwältigt von der ersten realen Berührung mit dem Motorsport, zog es mich jedes Jahr aufs Neue genau an diesen Ort. Motorsport zum Anfassen. Legenden zum Erleben und Rennfahrer zum Anfeuern.     Begibt man sich durch das Fahrerlager, sind Begegnungen mit Motorsportlegenden wie Hans Joachim Stuck, Jochen Mass, Joachim Winkelhock oder gar ein Walter Röhrl fast unvermeidbar. Anders als bei größeren und gezwungeneren Veranstaltungen bei dem die ehemaligen Fahrer doch noch andere Dinge im Kopf haben, sind sie hier eher aus freizeitlichen Gründen. Ein kleiner Plausch ist durchaus drin und die sprichwörtliche automobile Segnung solcher Größen, die für unser einer eines Papstsegens gleicht.     Aber habe ich ja schon in den letzten beiden Artikeln ausführlich über den Motorsport vergangener Tage, frühere Helden und automobile Legenden geschwärmt. Begleitet uns also durch das Fahrerlager, die Boxengasse und ein Stück über die Pit Lane bei diesem grandiosen Event. Fangen wir in den Boxengassen an. Fein säuberlich reihen sich die F1 Boliden vergangener Tage aneinander und locken mit offenen Chassis, einen Blick unter ihr hübsches Blechkleid zu werfen. Nein, unter diesen automobilen Rock schielt man doch allzu gern. Sexy Motoren von Reihen- bis V-Aggregaten, die schon so manches Rennen meisterten, stehen originalgetreu vor uns. Von wegen sie geben sich dem Ruhestand hin, falsch gedacht! Auch wenn man vermutet, diese Motoren wären nur für den Moment gebaut worden. Auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht altbacken auf uns wirken, diese Fallstromvergaser-Motoren, die dann beim zweiten Hinsehen vielleicht mit zusätzlicher Direkteinspritzung oder gar Turboaufladung noch immer zu begeistern wissen. Aber natürlich geht der Fortschritt auch an ihnen nicht vorbei und so sieht man überall modernste Ölradiatoren, die das Triebwerk herunterkühlen. Moderne trifft Tradition. Wie uns schon die Japaner lehrten, kann beides Hand in Hand wunderbar funktionieren.     Kaum aus dem F1-Abschnitt wieder heraus, kommt man direkt in die Ställe der alten GT Wagen.  GT was im Übrigen für Gran Turismo oder Grand Touring steht, bedeutet nichts weiter als große Fahrt. Diese beiden Initialen repräsentieren i.d.R. große, gut motorisierte Sportwagen mit guten Langstrecken-Tauglichkeiten.  Heutzutage würde man wohl eher Coupé sagen, aber belassen wir es doch bei einem GT. Schallt dieser Name doch noch viel wunderbarer durch den Raum. Noch immer die Speerspitzen dieser Fahrzeuggattung und ein Trumpf in jedem Autoquartett sind ohne Frage Fahrzeuge wie der Aston Martin DB5, die Mercedes 300SL oder gar der Pantera DeTomaso. All diese Fahrzeuge von Aston Martin über Ferrari, Jaguar, Lotus oder Maserati stehlen sich gegenseitig die Schau. Mechaniker, die rein aus Passion die Teams ehrenamtlich unterstützen, helfen den Fahrern wo sie nur können. Immerhin rollen Millionen € über die Strecke und werden nicht gerade zimperlich bewegt. Da kann es durchaus einmal vorkommen, dass ein Jaguar F-Type ein Rad verliert, ein Lotus zu brennen beginnt oder ein Porsche Carrera mit Königswellenmotor in die Bande einschlägt. Schwamm darüber, auf den Schrott kommt keines dieser Fahrzeuge und so sind sie...

Ultra Racing Bangkok Gymkhana...

Am 14. Juli besuchten wir im Rahmen unseres Thailandaufenthalts den Ultra Racing Bangkok Gymkhana. Der Begriff Gymkhana dürfte durch die zahlreichen Videos von Rallye Fahrer Ken Block jedem bekannt sein, dennoch erläutere ich kurz noch einmal worum es geht. Beim Gymkhana gilt es einen abgesteckten Parcours möglichst schnell zu duchfahren. Berührt man eine der Streckenbegrenzungen, gibt es Zeitstrafen. Um eine Chancengleichheit zu gewährleisten, wird das Rennen in verschiedene Klassen, je nach Antrieb und Motorisierung unterteilt, Sieger der jeweiligen Klasse ist letztendlich der mit der schnellsten Zeit.   On the 14th of July we visited the Ultra Racing Bangkok Gymkhana as we were on a vacation in Thailand. The term Gymkhana might be known to most of you guys already through the numberous videos of rally driver Ken Block, but I’m still going to fill you in on the details. At a Gymkhana, the goal is to accomplish a given parcour as fast as possible. If you hit one of the cones, there will be a time penalty. To create a fair competition for all drivers, the cars will be divided and sorted in different classes such as motorization and type of drive (RWD,FWD). The winner is the driver with the fastest lap time. Die kleinen wendigen Hondas tanzten schnell um die Pylonen. The small agile Hondas danced quickly around the pylons. Bei Show & Shine-Tunern und Motorsportlern beliebt, der Honda CRX. Popular amongst Show & Shine Tuners and racers, the Honda CRX. Hohe Kuvengeschwindigkeit dank ausgeklügelter Allradtechnik: dieser Evo7 war flott unterwegs. High cornering speed thanks to sophisticated all wheel drive technology ; This Evo7 mastered the course very swiftly.     Die Strecke, deren Layout einige knifflige Stellen beinhaltet, wurde auf dem großen Parkplatz eines Supermarktes abgesteckt. Außenrum gab es dann das Fahrerlager,...

40 Jahre BMW (M)otorsport...

  Selbstverständlich widmen wir uns bei USED4 nicht nur der japanischen Automobilszene. So sind zum Beispiel auch die Bayerischen Motoren Werke bei unseren Editoren durchaus beliebt. Daher kam es uns nicht ungelegen, dass wir beim Oldtimer Grand Prix, von dem wir im vorherigen Beitrag schon kurz berichteten, ein regelrechtes  Spektakel der Bayrischen Motorenbauern zu erleben durften. We from USED4 are not only dedicating ourselves to the Japanese car scene but to the local German as well. So are for example the “Bayerischen Motoren Werke” very popular amongst our editors. Therefore it was very convenient that we were able to experience this event at the Oldtimer Grand Prix, which we mentioned in the earlier Post, to enjoy a spectacular show of the Bavarian engine manufacturers.     Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Eigentlich wird ja die M-Sparte dieses Jahr bereits 41 Jahre alt. Doch bringt ein Vorfeiern bekanntlich Unglück. Also schenkten uns die Bayern ein nachträgliches Geburtstagsfest zum diesjährigen Oldtiemr Grand Prix auf dem Nürburgring. Als kfz-Hersteller schon seit 1929 im Geschäft und permanent im Motorsport tätig, wurde das M-Power-Paket als selbstständige Tochter 1972 in Form der BMW Motorsport GmbH gegründet.  Als erster Meilenstein und das Ergebnis der werksinternen Anstrebungen, wurde der BMW E9 unter damals noch umfangreichen Mithilfe von Alpina entwickelt. Hans Joachim Stuck und Chris Amon holten die ersten Erfolge für die M GmbH und arbeiteten als Werksfahrer mit an der Perfektionierung jener Automobile. Der BMW Alpina FALTZ E21 im Jägermeister-Dress gehört somit einerseits zur sagenumwobenden „Stritzelbande“ , war andererseits aber auch Teil der BMW Familie. Generell  gehörte BMW zu den  Platzhirschen der Tourenwagenmeisterschaften. Im Jahre 1993 rollten dann vorerst die letzten Pneus eines BMWs von den Rennstrecken der DTM-Serie und kehrten erst 2012 fulminant zurück: Mit dem Gewinn des Titels....

Reverence of the Legends

Abweichend von unserem sonstigen Stil, gönnen wir diesem Thema eine kurze Einleitung. Nennen wir es eine Huldigung an vergangene Tage. Und passend dazu erscheinen die Aufnahmen mal nicht in üblicher Farbe. Wir denken, genau diese Bilder finden in simplen Retrotönen eine tiefgehendere Wirkung.     Ja natürlich sind wir verliebt in den Motorsport. Wir atmen alle abgasgetränkte Luft, die jede Zelle unsererLungen durchströmen. Unser Blut ist angereichert mit Alkanen, Alkenen, Cycloalkanen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, die man umgangssprachlich auch Benzin nennt. Sicherlich sitzt unser Geldbeutel auch etwas lockerer als bei der Allgemeinheit, wenn es darum geht, sich dem Deutschen liebstes Hobby zu widmen….wobei…..das war wohl eher früher so. Heutzutage besitzt die Gesellschaft eine doch etwas andere Denkweise. Der Motorsport spürt dies ganz besonders. Legendäre deutsche Strecken stehen kurz vor dem Bankrott, die FIA stutzt unter dem bisweilen vorgeschobenen Argument der Sicherheit an der Individualität herum wo sie nur kann. Geld regiert nunmal die Welt und so steigen die Startgelder der Teams, wie auch die Eintrittspreise für Tribühnenplätze. Immer häufiger bleiben deshalb viele Plätze leer, weil die Menschen  das Interesse am Motorsport verlieren. Doch wie war es in vergangenen Zeiten?     Erinnert ihr euch noch an die gute alte DTM? In der die 190er Mercedes-Benz sich Kopf an Kopf-Rennen mit BMW 3ern lieferten oder sich mit schon lang ausgetretenen Herstellern wie Opel, Volvo, Ford und Co. duellierten? Legenden wie den Cliff Opel Calibra, der uns nicht nur aus einer damaligen Duschwerbung bestens bekannt war und der unsere Herzen schon im Kindesalter erfreute! JA, DAS war noch Motorsport! Brabbelnde Motoren, die unterschiedlicher nicht sein konnten, angefangen von bellenden Vierzylindern, röhrenden Fünfendern, singenden Reihensechszylindern bis hin zu den bollernden V8 der Audis. Fast wie in Zeiten der Gladiatoren kämpften sie noch ohne große Schutzvorkehrungen in serienahen Fahrzeugen, meistens fair und immer mit dem Messer zwischen den Zähnen um Plätze und Erfolge.   Wobei ja nicht nur den alten DTM-Legenden gehuldigt werden müsste. So gab es viele wunderbare GT-Serien in der das Gentleman-Dasein noch groß geschrieben wurde. Es wurde sich alles brüderlich geteilt, aber auch selbstverständlich schwesterlich beschissen. Dennoch war das Menschliche im Kern immer noch sehr präsent. Publikumsnähe war keine hohle Phrase, sondern gelebte Realität. Fahrer und Teams wussten selbstredend, dass sie im großen Motorsportzirkus auf das Publikum angewiesen waren. Genau wie die Akteure in der Manege unterhielten sie die Tribünen mit aufregenden Fights, einer ohrenbetäubenden Soundkulisse und Gerüchen, die die Sinne der Rennsportenthusiasten betörten.   Natürlich stehen auch wir für die Sicherheit im Motorsport! Unbestreitbar sind die Revolutionen bei der Sicherheit der Fahrzeuge ein Segen für die Fahrer und uns alle! Doch wie war es denn früher? Furchtlose Männer in ihren waghalsigen Gefährten umkreisten die Nürburg querfeldein durch den Wald. Niemand wusste, ob sein Idol überhaupt lebend in das Ziel kam. Wie auch, bei Fahrzeugen in denen es um erster Linie um die Leistung ging? Es zählte in dieser Epoche der Unterhaltungswert noch weit mehr als die Prestige der Fahrzeughersteller. Die wahren Helden waren die Fahrer! Sie schraubten teilweise noch selbst an ihren Wagen, verbesserten und optimierten sie. Volksfest-gleich wurde aus solch einer Veranstaltung eine Attraktion für jedermann!   Beleuchten wir das  Thema Publikumsnähe: Ich möchte dazu meine eigenen Erfahrungen schildern, da ich dieses Jahr zum Formel 1-Event auf dem Nürburgring war. JA es war wirklich gut, Karten für bombastische Plätze, ein Besuch in den Boxen und das Fahrerlager mit einen dezent geschielten Blick hinter die Kulissen ist selbstverständlich ein absolutes Erlebnis. Aber das Zwischenmenschliche fehlte einfach. Bewusst schottet man sich von der Masse ab. Das Publikum zahlt horrende Eintrittspreise für ein, nennen wir es recht ermüdendes Schauspiel, in der sich Millisekunden abgejagt werden. Sicherlich eine beeindruckende Leistung, wozu wir aus Sicht der Ingenieursleistung aktuell im Stande sind, das ist unbestreitbar. Aber was ist mit der Individualität geworden? Der Identität? Kleine Teams wie Marussia haben keine Chance. Beängstigend, dass es nicht einmal Merchandising für die kleinen Teams gibt? Für meine Freundin war ich auf der...

Zu hoch für DUMPd – Nissan 200SX RS13 SR20DET RINGTOOL OEM+...

Was macht heutzutage ein schnelles und fahrbares  Auto aus? Die Reifen? Das Fahrwerk? Der Motor? Der Fahrer? Oder vielleicht doch eine Kombination aus allem zusammen? Eine optimale Symbiose aus der richtigen Basis, einer attraktiven Motorisierung und den richtigen, aufeinander abgestimmten Komponenten? Vor der Aufgabe ein solches Auto zu bauen stand mein Freund Michael (Draufgänger, wilder Kerl) bis zuletzt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als Basis diente einer der in die Jahre gekommenen Nissan 200SX RS13, welcher sein eher langweiliges Leben in den frühen 90ern als Automatikversion begonnen hat. Heute jedoch sieht die Welt rund um den Nissan ganz anders aus. Michael nahm sich der Karosserie im Jahr 2011 an und versorgte kleinere Roststellen und schaffte eine gute Basis für den frisch revidierten SR20DET-Motor, welcher ursprünglich aus seinem Nissan 180SX stammt. Fühlt sich sichtlich wohl in seinem neuen Zuhause – SR20DET. Aber nur ein SR20DET macht aus einem in die Jahre gekommenen SX natürlich noch kein Ringtool. Dies war auch Michael klar und es ging in den folgenden Jahren um immer weitere Modifikationen in Richtung Rennstreckentauglichkeit. Kompromisse wurden hierbei zwar eingegangen, aber in einem überschaubaren Maß. So sorgen beispielsweise Nissan S14 Achsen für eine breitere Spur und somit mehr Agilität. Auf der anderen Seite findet man im Innenraum aber neben einem vollständigen Teppich auch noch die Rücksitzbank, um welche sich ein Pleie-Überrollbügel schmiegt. Trackdaily? Nun gut, eine Bewertung über das Einsatzgebietes des Wagens bleibt dabei jedem selbst überlassen. Sicher ist aber, dass dieser Wagen auf einem Driftevent eher wenig verloren hat. Nüchtern und aufgeräumt, wie alles an diesem Wagen, präsentiert sich der Innenraum im Seriengrau. Der Vollschalensitz und die H-Gurte lassen aber schnell erkennen wohin die Reise geht. „Mal eben schnell Brötchen holen“ – Geht! Die Liste der Modifikationen ist sehr lang und...

Drift United @ Reisbrennen 2013

Das Reisbrennen steht mittlerweile nicht mehr nur für ein Auto-Treffen von Fahrzeugen fernöstlicher Herkunft, sondern auch für das Motorsport-Event der Superlative. In Sachen Drag, Time Attack und Drift kamen Fahrer und Zuschauer auch vergangenes Wochenende absolut auf ihre Kosten. Auch wir haben uns dieses Jahr dazu entschieden, die Kamera etwas zu vernachlässigen, um selbst ins Lenkrad zu greifen. Dennoch haben wir die ein oder andere Momentaufnahme für euch vorbereitet, welche wir euch auch nicht länger vorenthalten wollen. Unser Wochenende spielte sich hauptsächlich auf dem von den Zuschauern gut besuchten Petersplatz ab, den die Fahrer der Drift United-Serie in Beschlag genommen hatten. Die Drifter heizten dem Publikum ordentlich ein und sorgten für einen permanenten Dunst aus Abgasströmen und verbrannten Gummi rund um den Petersplatz. Genau wie im letzten Jahr konnte der Veranstalter jede Menge Teilnehmer für die Show-  und Taxifahrten rekrutieren, was nicht zuletzt am großzügig ausgelegten Time-Table lag. So gaben sich alte Hasen und Neulinge die sprichwörtliche Klinke in die Hand und lieferten eine Show der Extraklasse. Selbst der aus Amerika angereiste Formula D-Drifter Chelsea DeNofa gab sich die Ehre und verhalf einem Reisbrennen-Dauergast zum Heiratsantrag auf dem Drift-Areal. Neben dem Drift-Areal befand sich das Fahrerlager, welches dem Besucher einen näheren Einblick hinter die Kulissen des Driftsports gewährte. Von seriennahen Hecktrieblern mit Straßenzulassung, bis hin zu professionell modifizierten Driftvehikeln sorgte das bunt gemischte Fahrerfeld für reichlich Abwechslung. Hier im Bild : Tobias Hinrichs vom Team Elbsliders. Die Jungs von Format67 waren selbstverständlich auch am Ort des Geschehens, um die Eindrücke und Emotionen des Reisbrennens einzufangen. Ein kleines Preview vom vergangenen Wochenende findet ihr HIER MindSlapMedia sollte spätestens nach dem Debütauftritt auf dem diesjährigen Fast Car Festival ein Begriff sein. Doch zurück zu Drift United : Wir begleiten die junge Rennserie nun schon seit nunmehr 1 1/2 Jahren und sind wahrlich vom steigenden Zuwachs beeindruckt. Getreu dem Motto : „More Cars, More Battles, More Drift“, mauserte sich Drift United zum Inbegriff des deutschen Driftsports und überzeugt nicht zuletzt durch professionelles Auftreten in entspannter Atmosphäre. Nähere Details rund um die Rennserie könnt ihr bald in einem Exklusivinterview mit Martin Montag auf USED4.net nachlesen. Der Schein trügt – Marcel Uhlig, aktuell ganz legere in mausgrau unterwegs, überzeugte mit aggressiven Winkeln und einer Begrenzerparty die sich gewaschen hat ! Der engagierte Reifenservice hatte alle Hände voll zu tun, um den Pneu-Durst der Fahrer zu stillen. Zu guter Letzt stand das beim Publikum beliebte High Speed Driften in der Hasseröder Kurve auf dem Programm. Mit Eingangsgeschwindigkeiten von bis zu 150km/h ließen die Drifter ordentlich die Reifen qualmen und verabschiedeten sich standesgemäß mit einem kollektiven Rolling Burn Out in die lange Party-Nacht des Reisbrennens 2013. Wir bedanken für das großartige Wochenende in Oschersleben und freuen uns auf nächstes Jahr ! Dominik Jahnke – USED4.net              ...