Japan Trip 2017 Teil I Jul04

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Japan Trip 2017 Teil I

Vorwort: Zuallererst möchte ich sagen, dass ich auf meine eigene Art auch ein ziemlicher Autofan bin, zugleich aber eine starke Vorliebe für Mangas/Anime, die Kultur und auch der japanischen Sprache habe, die ich aktuell im Selbststudium erlerne. Aus diesem Grund war der Urlaub nicht rein autofixiert, alle Bilder und Begegnungen mit Autos sind eher durch Zufall entstanden (abgesehen vom Besuch bei Super Autobacs). Es war für mich bereits der zweite Japantrip und in erster Linie dafür gedacht, das Land und die Leute besser kennenzulernen sowie Freunde zu besuchen.

Ich hoffe dennoch, dass mein Bericht für alle Japanbegeisterte interessant und lesenswert ist und vielleicht die eine oder andere neue Erkenntnis bringt.

Erste Woche:

IMG_5771-21.Mai

Abflug um 16.15 in München via Lufthansa. Hier hatte ich Glück, dass das Flugzeug mehr als unterbesetzt war. Somit konnte ich kurz vor dem Abflug meinen Sitzplatz umbuchen und mir eine Vierer-Sitzreihe in der Mitte für mich alleine sichern.

IMG_5826-2Da die Flugdauer nach Tokyo Haneda mit 11 Stunden und 35 Minuten angesetzt war, habe ich mir hier die Zeit mit ein paar Filmen vertrieben, zu meinem großen Vergnügen war auch “The Fast an the Furious” dabei.

 

Am 2.Mai um 10.50 Uhr (Japanischer Zeit) kam ich dann in Haneda an, um anschließend direkt zum Anschlussflug nach Fukuoka zu spurten.

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Sicher in Fukuoka angekommen, wurde ich auch direkt von meiner guten Freundin Izumi abgeholt. Weiter ging es dann per Auto zu ihr nach Hause (der Ort, an dem ich auch die nächsten drei Wochen wohnen sollte).

IMG_1228-2Dort wurde ich erst einmal mit köstlichem Gebäck und Macha (Grüner Tee) bewirtet und konnte mich noch etwas erfrischen, bevor ihr Mann und mein guter Freund Tommy, von der Arbeit nach Hause kam.

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4.Mai

IMG_0629-2Am Donnerstag bot mir Izumi an, sie zur Kimonoanprobe zu begleiten. Für diese Anprobe kam extra eine Kimonolehrerin mit ihrem Mann (Familie Miyata) aus Osaka angereist.

IMG_0735-2 IMG_2508-2Im Kaffee Brisa Do wurden mir erst einmal alle Damen vorgestellt (Herr Miyata und ich waren die einzigen Herren).

IMG_8380-2 IMG_9507-2 IMG_9527-2 IMG_9662-2Nachdem die Damen sich dann zur Anprobe zurückgezogen hatten, erkundigten Herr Miyata und ich diesen Teil von Fukuoka, so besuchten wir unter anderem auch einen Tempel. Hier wurde mir erklärt, dass wenn man an einem an einem Schrein betet und ein Geldopfer darbringen möchte, in der Regel wird eine 5Yen Münze benutzt, da diese eine gewisse Bedeutung hat. Leider war mein Japanisch nicht gut genug, um diese Bedeutung gleich zu verstehen. Ich musste die Information erst aus dem Internet heraussuchen: Das japanische Wort für „5“ ist „go“ und das Wort „Yen“ wird als „en“ ausgesprochen, 5 Yen also „go-en“, was ein Homophon zu goen (御縁) ist. en bedeutet Beziehung oder Verhältnis (und kann sogar mit „Schicksal“ übersetzt werden), während go ein Höflichkeitspräfix ist. Wo würde man mehr wollen, dass eine gute Beziehung aufgebaut wird, als bei der Darbietung von Osaisen (お賽銭) – Geld, das man in die Opferkästen von Schreinen wirft, bevor man betet. (Quelle: https://lostmyheartinjapande.wordpress.com/2017/01/27/japan-in-bildern-die-wichtigkeit-der-5-yen-munze/)

IMG_5780-2Als wir von unserer Tour zurückkehrten, waren die Damen bereits fertig umgezogen und in ihren Kimonos losgezogen, um ein kleines Fotoshootings zu veranstalten.

IMG_2536-2Später überließ mir dann sogar Herr Miyata seinen Kimono, was zu einem weiteren, für alle Beteiligten sehr spaßigen Shooting führte.

IMG_2540-2IMG_2544-2IMG_2547-2Der restliche Abend im Kaffee verlief ähnlich lustig, wir aßen, lachten und sangen zusammen.

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5.Mai IMG_3287-2Tagsüber stand ein Autobacs-Besuch auf dem Programm und passend dazu kreuzten die ersten getunten Civic und 32er Skyline meinen Weg.

 

Da es sich um einen recht kleinen Autobacs handelte, gab es dort nichts besonderes, abgesehen von der kleinen Hello Kitty-Accessoires-Auswahl.

IMG_2407-2IMG_4455-2IMG_9640-2Abends führte mich Tommy dann zu “Franks Chop Shop”, einem wirklich coolen Barber Shop, wo es dann natürlich erst einmal um die korrekte Bartpflege ging und auch meine Glatze frisch rasiert und poliert wurde.

IMG_9510-2So gepflegt, zog es uns direkt in den ersten Britischen Pub (http://www.morris-pub.com/redfox.html#menu). Mit Fisch and Chips und Shochu starteten wir in den Abend. Der nächste British Pub ließ aber nicht lange auf sich warten (selber Betreiber, aber andere Location).

IMG_7113-2Hier waren als Besonderheit viele ausländische Geldscheine über dem Tresen angeklebt. Da durfte ich selbstverständlich auch nicht zurückstehen und verewigte mich mit einem 5€-Schein.

IMG_7206-2Dort blieben wir aber nur recht kurz auf einen kleinen Drink, bevor wir weiterzogen zu meinem persönlichen Favoriten dieses Abends, dem C.C. Cafe. Chuck der Namensgeber und Inhaber, ist Japaner, der aber in der USA aufwuchs. Er empfing mich direkt sehr freundlich und lud mich erstmal auf eine Runde Jägermeister ein (er liebt den deutschen Kräuterlikör über alles). Hier wollten wir dann auch den restlichen Abend verbringen, u.a. auch deshalb, weil es hier mehr als genügend lustige Trinkspiele gab. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders und so schaute spontan ein anderer Barbesitzer vorbei und fragte uns, ob wir nicht auch mal seiner Kneipe einen Besuch abstatten möchten. Da wir höfliche Gäste waren, folgten wir der Einladung selbstverständlich, aber zu unserer Überraschung kam erneut Chuck in die eigentlich fremde Bar und ließ erneut eine Runde Jägermeister springen. Hier muss man erwähnen, dass unter den Barbesitzern kein verbissenes Konkurrenzdenken besteht, sondern eher eine respektvolle Freundschaft, die es erlaubt, sich gegenseitig zu besuchen.

IMG_1235-2Da das Fahren unter Alkohol auch in Japan verboten ist (Promillegrenze 0,0) ließen wir uns vom Taxi nach Hause bringen. Ein kleiner Zwischenstop im 24/7 Undonrestaurant zum ausgiebigen Frühstücken musste aber auch noch sein.

7.Mai

IMG_5522-2 IMG_5930-2Dieses Mal machte ich mich zu Fuß auf in Richtung Ropponmatsu zur U-Bahn Station, um mir eine ID-Card (auch unter Suica-Card bekannt zu besorgen. Diese kann ich Jedem, der eine Japanreise plant, nur wärmstens empfehlen. Diese Karte kann man mit einem Guthaben aufladen, das man dann schnell und bequem zur Bezahlung von Zug-, Bus- und auch teilweise sogar Taxifahrten nutzen kann. Das Ganze erspart bei den ersten beiden Transportmitteln das umständliche Ticketkaufen bzw. Ticketzahlen. Besonders in den Bussen kann es richtig nervig sein, da man die Summe (beim Aussteigen!) immer ganz genau passend in einen kleinen Automaten werfen muss.

IMG_9644-2Also Projekt Kartenkauf, Frage 1: Wie an diese praktische Karte gelangen?

Die Antwort ist eigentlich simpel, wenn man sie kennt: An den meisten Bahnticket-Automaten gibt es auch die Funktion, sich eine solche Karte erstellen zu lassen. Dieser Vorgang kostet auch nur bescheidene 500Yen. (~4€)

In Ropponmatsu selbst gab es auch ein schönes Kaffee, in dem ich mich des Öfteren niederließ und einfach dort die Zeit genoss.

IMG_0534-2IMG_4182-2Am Abend zu Hause bei Tommy und Izumi erlebte ich eine schöne Überraschung, als plötzlich eine neue Freundin mit dem schönen Namen Asumi vorbeikam, die ich im Kaffee Brise Do kennengelernt hatte. Izumi machte für uns alle ein leckeres Omelett und getrunken haben wir natürlich auch.

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die Tatsache, dass das nicht der Sake, also der bekannte Reiswein/Schnaps in Japan am meisten getrunken wird, sondern Bier. Wer jetzt meint, dass das japanisches Bier schlechter wäre als unser deutsches, liegt wahrscheinlich daneben. Denn das japanische Bier wird strikt nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. In der Vergangenheit wurde von den japanischen Brauereien viel Geld für die Rezepte an die deutschen Kollegen gezahlt, um das Ganze in der gewünschten Qualität umsetzen zu können. Aufgrund der höheren Preise für die Grundbestandteile wie Hopfen, Malz und Gerste, ist der Preis für Bier in Japan leider auch etwas höher als bei uns. Das Sixpack Asahi kostet beispielsweise 1200Yen (ca. 10€)

 

Ende Teil I

 

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