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Ukrainian Drift Championship 2012 – First Stage

Nach einer langen Winterpause ist es nun auch in der Ukraine wieder soweit: Die neue Saison beginnt. Am Ort des Finales 2011 fand dieses Jahr der erste Lauf statt, allerdings mit leicht abgeänderter Streckenführung. Einerseits um das Event etwas anspruchsvoller und andererseits für die Besucher auch interessanter zu gestalten.

Die angesprochenen Änderungen im Streckenlayout bezogen sich in erster Linie auf die kleiner gewordenen Auslaufzonen und die näher aneinandergerückten Clipping Points.

Im Fahrerfeld sind erneut viele bekannte Gesichter aus den letzten Jahren zu finden, wie beispielsweise der dreifache Ukrainische Meister Grinya (Aleksandr Grinchuk) oder auch Vitaliy Gerashchenko mit seinem Publikumsliebling, dem Wolga Coupe. Daneben gaben auch einige neue Fahrer ihr Bestes, um die ersten Punkte für den Titel 2012 zu erdriften.

 

Dmitriy Illyuk had some problems with the fueling system after the first training sessions…  The team was working all night long and it could fix the problem fortunately.

The first crash happened right a few seconds after the start.

 

Seit meinem letzten Aufenthalt in Kiew hat sich aufgrund der anstehenden UEFA Europameisterschaft einiges getan. Es wurde viel repariert, neu gebaut und verschönert, sodass sich die Stadt bei der EM von ihrer besten Seite zeigen kann. Auch bei den Wagen machte dieser Prozess nicht halt: Beinahe alle Fahrzeuge, die wir noch aus der vorherigen Saison kennen, wurden komplett überarbeitet und für das neue Jahr aufgehübscht.
Bei vielen Fahrzeugen stand in erster Linie eine radikale Gewichtsreduzierung im Fokus, wie z.B. bei Shepa ( Alexey Golovnya ), der bedauerlicherweise mit seinem Projekt nicht rechtzeitig fertig wurde und somit erste wichtige Punkte für die Meisterschaft verpasst hat. Ein weiterer Trend ist die Erweiterung des maximalen Lenkeinschlags, die bei zahlreichen Wagen mit Teilen von Wisefab durchgeführt wurden. Immer aktuell sind auch Kompressor-  oder Turboumbauten bei Fahrzeugen, die nicht serienmäßig damit ausgestattet sind.

 

 

Nun aber genug der Einleitung, wenden wir uns lieber den Dingen zu, die wirklich interessant sind. Wie zum Beispiel dem ersten Lauf der UDC, für den ich mir den Weg in die Ukraine überhaupt erst gemacht habe.
Am Trainingstag war, im Gegensatz zum Vorjahr, schon fast alles aufgebaut, es fehlten nur noch einige Kleinigkeiten, die aber im Laufe des Tages noch fertig gestellt werden konnten. Es war auch eindeutig erkennbar, dass einige neue Sponsoren den Weg in die UDC gefunden haben, was meiner Meinung nach sehr für die Qualität dieser Veranstaltung spricht. Die UDC als Marke an sich, hat als neue Sponsoren Oakley, Wisefab und GoPro dazugewonnen. Bei den Fahrern wird beispielsweise Grinya ab sofort von Red Bull unterstützt und Dmitrij Iljuk von der Konkurrenz, den Monster Energydrinks..

Andrey Govorov  with his AE 86 from the ARD Team

 

Der Trainingstag:

Der Tagesablauf vom Samstag bestand aus der Registrierung  ( von 11-13 Uhr ) der Fahrer, die überwiegend von Sergey und Lydia durchgeführt wurden, anschließend folgte ein Vorab-Briefing ( gegen 14 Uhr ), das Training an sich ( von 15-19 Uhr ) und ein abschließendes Briefing ( um 20 Uhr ), um letzte Unklarheiten auszuräumen.
Kurz nach Beginn des Trainings kam es schon zu den ersten Ausfällen, da die bereits erwähnte neue Streckenführung, tatsächlich deutlich anspruchsvoller war.
Im Laufe des Tages fielen noch einige Fahrzeuge mehr aus, häufiger aufgrund von technischem Defekten aber auch bedingt durch ungewollte Berührungen der Begrenzungen. Schäden, die aber spätestens bis am nächsten Tag wieder weitestgehend behoben werden konnten. Unter anderem musste Dmitriy Illyuk wegen Motorproblemen, die sich letztendlich auf verschmutzte Einspritzdüsen zurückführen liessen, das Training abbrechen. Bei Karirn Kozlova gab es dagegen Probleme mit dem Lenkgetriebe.
Der einzige Ausfall während des Trainings, der den Zuschauern für einem Moment den Atem stocken liess,  war der von Nikita Lukyanov, als er mit seinem S13 beim Einleiten des Drifts ungebremst gegen eine Betonbegrenzung prallte und sich sein Wagen auf das Dach legte. Glücklicherweise konnte er das Fahrzeug schnell und unverletzt verlassen.

 

Aleksandr Grinchuk in his 350 Z

 

Der Mainevent:

Der zweite Tag begann mit einem Briefing ( um 11 Uhr ) für die Fahrer, dem dann anschließend eine letzte Trainingseinheit ( von 12 bis 14 Uhr ) folgte. Auch hier kam es wieder zu einigen Ausfällen, sowohl durch Feindkontakt mit der Betonabsperrung als auch durch technische Probleme.
Um 15 Uhr gab es dann ein erneutes Briefing, wahrscheinlich weil wir alle so gerne beisammen saßen… Die Zuschauer konnten sich bei dieser Gelegenheit aber auch Autogramme von ihren Lieblingsfahrern holen. Anschließend wurde der erste Lauf der UDC-Saison 2012 mit einer kleinen Parade und Vorstellung der Fahrer eingeleitet.
Nachdem jeder einzelne der Teilnehmer die Stimmung der Zuschauer mit einer kurzen Showeinlage aufheizt hatte, folgte die Qualifikation ( gegen 16 Uhr ) für die Top 16,  bei der die Fahrer noch alleine auf der Strecke unterwegs waren. Erst bei den Top 16-Läufen selbst ( von 17 bis 19 Uhr ) traten die Fahrer dann im Twinbattle direkt gegeneinander an und fuhren wie gewohnt im K.O.-System die Finalpaarungen aus. Der einzige Ausfall war der von Vitaliy Lutyi, er schied bei einem Top 16-Lauf aus, nachdem sein Motor Feuer gefangen hatte.

 

Nikita Lukyanov’s RPS 13 before he crashed into the wall.

… and after the crash. I’m very happy that he suffered no serious injuries.

Unfortunately Andrey Tykhonchuk couldn’t qualify for the Top 16.


Top 3:

1. Dmitriy Illyuk ( Spec R ), Nissan 200SX RPS 13
2. Vladimir Palariev, BMW E30
3. Vitaliy Gerashchenko, Wolga GAZ 24

 

 

Mehr Informationen zur UDC ( Ukrainian Drift Championship )
www.driftua.com

Aktuelle Ereignisse und der gesamte Punktestand ist unter folgendem Link zu finden:
www.driftua.com/results

 

 

Zu guter Letzt findet ihr die Fotos wie gewohnt auch in unserem Facebook-Album: *Linkwirdnochhinzugefügt*

Ich bedanke mich hiermit recht herzlich bei Vlad Lushyn, Vitalij Polyakov, Max Miller und alle aus dem UDA Team, die ich jetzt vergessen habe !

Ich hoffe, dass euch der Beitrag über diese, hierzulande noch eher unbekannte, Driftserie gefallen hat und wir in Zukunft weiter darüber berichten können.

Bis zum nächsten Mal

MfG Sebastian
– USED4.net

 

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