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Porsche-Museum in Stuttgart

Lohnt sich ein Besuch im Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen?

Hat man auch nur einen Milliliter Benzin im Blut, beantwortet sich diese Frage von allein.

Sollte man jedenfalls meinen, denn Porsche ist nicht umsonst einer der faszinierendsten Autohersteller der Welt, hat eine ebenso glorreiche wie lange Tradition und eine immens große Fangemeinde auf dem ganzen Globus.

Als automobiler Enthusiast gleichwelcher Ausprägung ist es daher eine Art Pflicht, dem repräsentativen Aushängeschild und mittlerweile zu einem Art Wahrzeichen der Porsche AG gewordenen Museum, einen Besuch abzustatten.

Nur: Allzu hohe Erwartungen haben es an sich, enttäuscht zu werden. Dies trifft leider in gewisser Weise auch hier zu.

Die Kritikpunkte sind schnell aufgezählt

Der Umfang der Ausstellung insgesamt ist zu gering, selbst wenn man jedes Schild liest, ist man nach 1,5 Stunden durch.

Von einem Hersteller, der berühmt ist für seine Klein-  und Kleinstserien, würde man sich noch mehr Vielfalt erwarten.

Viele Modelle werden gar nicht gezeigt, dafür andere mehr als ausreichend. (“Oh, noch ein 356. Diesmal in rot.”) Konkret gibt es beispielsweise keine Porsche 912 und 914 zu sehen.

Auf die Möglichkeit, in einem aktuellen Porsche-Modell Probe zu sitzen, ohne abschätzende Blicke des Händlers auf sich zu spüren, wird verzichtet. Warum eigentlich? Reicht der Eintrittspreis für eine solche Aktion, die sicher jeder Museumsbesucher mit Begeisterung nutzen würde, nicht aus?
Davon abgesehen, ist das Museum natürlich ein architektonisches Meisterwerk (wenn auch von außen größer wirkend als es innen tatsächlich ist), man bekommt wertvolle und teilweise berühmte Einzelstücke gezeigt, die Technik von damals und heute wird anschaulich und an Beispielen gut erklärt.

Es ist ein heller und sehr lichter Bau, der geschickt mit Perspektiven und räumlicher Wahrnehmung spielt.

Nach ca. zwei Stunden verlässt man das Museum dann wieder und versucht sich klarzumachen, dass man eben im ideellen Herzen von Porsche war und viele und kleine und große Jungs in Asien, Amerika und Australien davon träumen, es einem gleich zu tun.

Man weiß nicht, ob man es ihnen wirklich wünschen soll, weil sie möglicherweise anschließend ebenso ernüchtert wären.

Aber genug der Worte, hier die Impressionen:

Porsche 959

Ein Mann. Ein Wort.

Die Sau. (Man achte auf die Beschriftung)

Even Steve!

Old School Dish

12V

Geschüttelt, nicht gerührt.

Can you say “Downforce”?

Glasfaserkomponente (GfK)

Niels Kreischer – USED4.net

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2 COMMENTS

viel gelernt

14/01/2011 at 09:10

Die Exponate rotieren, es gibt definitiv 912 und 914′er im Besitz der Museums. Zum Museum gehört sogar der GT1 ’98 Street (1 Exemplar weltweit, von Hand gebaut, ohne wirkliche Konstruktionsunterlagen, quasi alles ist eine Einzelanfertigung, so oft nachgearbeitet bis es passt.)

Probesitzen ist nebenan im Porsche-Zentrum möglich, hier erntet man keine hämischen Blicke, wenn man freundlich fragt. Man sollte nur nicht gerade mit der Jeans und dem T-Shirt von kik dort aufschlagen.

Ansonsten sind die eingefangen Impressionen toll und das Fazit stimmt durchaus, ich war nach meinem ersten Besuch auch etwas enttäuscht.

Hier empfiehlt sich dann Termine zu suchen bei denen das rollende Museum dabei ist, dann erlebt man diese alt-ehrwürdigen Autos noch einmal in Action, kaum zu glauben was so ein 917′er an Krawall macht, wenn er durch die 12 offenen Ansaugtrichter, mit voll geöffneten Drosselklappen, frei atmen darf.

Wenn man besondere Wünsche und ein paar Kontakte hat, kann man auch nach Anmeldung einen Einblick in die heiligen Hallen bekommen, dazu muss man allerdings auf den Veranstaltungen bei denen das rollende Museum dabei ist etwas mit den Verantwortlichen sprechen, dann freut man sich aber auf den Besucher.

16/10/2011 at 10:36

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